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Frust im Job: Miese Manager verursachen Milliardenschäden

Es ist ein verheerendes Ergebnis: Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Gallup haben 23 Prozent der deutschen Mitarbeiter gar keine Bindung zu ihrem Job. Hauptgrund ist schlechte Personalführung. Durch sie entstehen volkswirtschaftliche Schäden im Milliardenhöhe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822519,00.html
  1. #10

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Natürlich verursachen miese Manager Milliardenschäden. Genauso wie miese Mitarbeiter!
    Na ja, bei den Mitarbeitern sind es dann vielleicht noch Millionen, wenn überhaupt. Und die werden dann noch vor Gericht gezert!!!
    Der größte Schaden geht immer noch von unfähigen Managern aus! Ist denen ja aber dann egal, die können sich ja jeder Zeit zur Ruhe setzen...
  2. #11

    .

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    Nur 23%? Dies erscheint mir -rein subjektiv natürlich- noch sehr optimistisch.

    Wozu denn noch eine "Bindung zum Job", wo es ja gar keine "Bindung des Jobs zum Arbeitnehmer" gibt?
    Mir scheint 23% auch sehr wenig. Wie soll man den eine Bindung zum Job und Unternehmen aufbauen, wenn man nur noch verheizt und danach schnell entsorgt wird?
  3. #12

    /

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    Nur 23%? Dies erscheint mir -rein subjektiv natürlich- noch sehr optimistisch.
    Abwarten, bei der derzeitigen Menge an BWL-Studenten gibt's bald in jedem Betrieb 50% Manager zum motivieren ;)

    Im Jahr 2015 hat die Bundesrepublik dann nur noch Manager und Rentner, weil die ganze Industrie nach China/Indien outgesourct. Schöne neue Welt der Neoliberalen...
  4. #13

    <->

    Wenn das Personalbüro schon 'Human Resources' heißt, WER bitte erwartet dann irgendwas?

    Jedem Mitarbeiter wird doch mehr oder weniger klargemacht: du bist austauschbar, auch nach 30 Jahren.

    Kinder? Haus bauen? Wohnung kaufen? Konsum ankurbeln? Ohne einen sicheren Arbeitsplatz im Rücken ... ein Abenteuer auf welches, verständlicherweise, immer weniger Arbeitnehmer Lust haben.

    Den Managern geht es nicht besser, Wulff war 100% Deutschland. Er hat das Land perfekt repräsentiert, wenn man genau hinschaut. Überall immer nur das meiste für sich selbst herausholen, ohne Rücksicht oder vorausschauendes Handeln. Das hier und jetzt, nicht das Morgen, zählt.

    Die Industrie handhabt das genauso: Investitionen die sich erst in 20 Jahren lohnen? Wenn ich evtl. schon bei der Konkurrenz arbeite? Oder mein Nachfolger den Erfolg einheimst? Und ich JETZT schlechte Zahlen habe und dadurch einen niedrigeren Bonus? NEIN! Das geht gar nicht.

    Accept it, it's doomed, the system itself ... failed, epically.
  5. #14

    Immer nur Nackenschläge - ist doch kein Wunder!

    Es ist furchtbar simpel und man braucht nur gesunden Menschenverstand dafür (vermutlich wird es deswegen so wenig beachtet): am besten lernt und arbeitet der Mensch, wenn er positives Feedback bekommt! Aber zuviele meinen immer noch, dass die richtige Behandlung für Fehler ein Nackenschlag ist. Aber Menschen lernen aus Fehlern, bzw. wer keine Fehler macht der lernt auch nicht. Und wenn man einen Fehler macht, weiß man das selbst und ärgert sich, und muß nicht vor versammelter Mannschaft angepankt werden. Viel besser ist es, den Mitarbeiter positiv wieder aufzubauen, ihm den Rücken zu stärken und zu zeigen, dass man ihm vertraut.

    Es ist schwer, eine vernünftige Diskussionskultur zu entwickeln, aber: warum sind Unternehmensberatungsteams oftmals mit ganz verschiedenen Persönlichkeiten und unterschiedlichsten indivduellen Fertigkeiten bzw. Ausbildungen zusammen gesetzt? Weil die bestehenden Probleme von allen Seiten möglichst kreativ analysiert und diskutiert werden sollen! Und auch mal was blödes gesagt werden kann - weiß man denn vorher, ob es wirklich blöd ist?

    Vor kurzem hab ich irgenwo einen "Trick" gelesen: wenn eine Projektvorbereitung abgeschlossen ist, setzen sich alle Beteiligten noch einmal zusammen und diskutieren unter dem Gesichtspunkt: "wir haben das Projekt wie geplant realisiert. Es ging total schief. Woran könnte es gelegen haben?".

    Chefs (und alle übrigen Mitarbeiter auch!) sollten es sich angewöhnen, alle übrigen Kollegen regelmäßig zu loben - denn alle ziehen ja an einem Strang.
  6. #15

    Mit Sicherheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein verheerendes Ergebnis: Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Gallup haben 23 Prozent der deutschen Mitarbeiter gar keine Bindung zu ihrem Job. Hauptgrund ist schlechte Personalführung. Durch sie entstehen volkswirtschaftliche Schäden im Milliardenhöhe.

    Frust im Job: Miese Manager*verursachen Milliardenschäden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    gibt es eine hohe Korrelation zwischen der Anzahl der Arbeitnehmer
    mit "innerlicher Kündigung" und dem Anstieg der Frauenquote in
    den Personalabteilungen.
  7. #16

    Re

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Wenn das Personalbüro schon 'Human Resources' heißt, WER bitte erwartet dann irgendwas?
    Das ist so ein moderner Trend, für alles Anglizismen zu verwenden. Klingt halt "besser". CEO bzw. Geschäftsführer oder Controller für Buchhalter sind weitere Beispiele. Who cares...
  8. #17

    Das Problem

    Zitat von spongie2000 Beitrag anzeigen
    Mein BWL-Prof hat vor einiger Zeit einem halben Jahr einen guten Vergleich gemacht. Er sagte, langfristig haben tendenziell Unternehmen mehr Erfolg, die ihre Mitarbeiter gut behandeln.

    Als Beispiele nannte er die Ketten dm und Schlecker, wobei letzterer schon Insolvenz angemeldet hat. Und eines der erfolgreichsten Unternehmen weltweit ist immer noch der Traum-Arbeitsgeber google.
    Beim miesen Behandeln der Mitarbeiter sind jedoch selten die oberen Führungetagen "schuld". Das eigentliche Problem ist das ahnungslose, zutiefst inkompetente Gesindel, welches in den mittleren Ebenen der Unternehmen herum lungert, nach oben buckelt und nach unten konsequent tritt und meint, so nach oben zu kommen. Die sich mit Titeln rühmen und in Wirklichkeit wenig bis keine Ahnung haben, arrogant mit den Mitarbeitern umgehen und der oberen Chefetage konsequent Honig ums Maul schmieren. Die bringen dem Unternehmen keinen Wert, im Gegenteil, sie kosten zusätzlich viel Geld.

    Diese "Manager" (Hampelmänner) sind die eigentlichen Problemfälle, die Schuld sind, dass Mitarbeiter zu Heerscharen innerlich kündigen. Sie gehören eigentlich raus geworfen und entsorgt.
  9. #18

    Merke: ein MBA , Dipl. Dingsbums etc...

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    Nur 23%? Dies erscheint mir -rein subjektiv natürlich- noch sehr optimistisch.

    Wozu denn noch eine "Bindung zum Job", wo es ja gar keine "Bindung des Jobs zum Arbeitnehmer" gibt?
    ...qualifiziert nicht automatisch für erfolgreiche Führungsaufgaben! Aus dem Hickhack und Verhau, dem die heutigen Absolventen ausgesetzt sind, kann nichts vernünftiges auf die Menschheit losgelassen werden! Mal abgesehen von 3 bis-5% echter Talente, die schon vom unternehmerisch geprägten Elternhaus geformt wurden!

    Mit verantwortlich sind aus meiner Erfahrung auch die Unzahl mehr oder weniger qualifizierter Personalsucher und häufig auch den Aufsichtsräten, die ihren Aufgaben nur bedingt verantwortungsvoll nachkommen!

    Ich war 16 Jahre GF einer deutsch-österreichischen Ges.m.b.H. im Familienbesitz und habe mit der übertragenen Verantwortung, "meine" Ges.m.b.H. wie ein Unternehmer und nicht wie ein Manager geführt!
  10. #19

    Vorschlag

    Manche Leute haben sich vom Leben selbst verabschiedet, kein Wunder, dass sie sich auch aus dem Job verabschieden. Denen kann man nicht helfen.
    Hier einige Vorschlaege es zu verbessern:
    1) Umfragen bei den Mitarbeitern, wie denn das Klima so ist. Die Bezahlung des Chefs haengt vom Ergebnis teilweise ab. Wenn es zu schlecht ist sogar: feuern.
    2) Kuendigungsschutz lockern, damit diese unzufriedenen Mitarbeiter sich schneller einen Job suchen, der sie zufrieden stellt. Gewinn fuer alle.
    3) Umfragen beim Kunden, Abnehmer usw., wie denn der Service so war. Und Konsequenzen daraus ziehen.
    Sich in die Ecke zu verkriechen und Sabotage betreiben ist einfach unerwachsen. Kann man sich auch nur in einem System erlauben, wo der Schutz hoch genug ist und die Konsequenzen gering.

    Gewerkschaften und "Manager" wuerden sehr wahrscheinlich Sturm gegen sowas laufen. Dann muessen wir eben weiter leiden.


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