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Früherer DLV-Boss Digel: "Dopingproblem in der Natur" der Leichtathletik

APSchneller, höher, weiter: Für den früheren deutschen Leichtathletik-Präsidenten Helmut Digel ist dieses olympische Motto eindeutig die Triebfeder für Doping. So lange die Rekordjagd herrsche, werde in der Leichtathletik auch weiter gedopt, ist er überzeugt.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,844809,00.html
  1. #1

    Nett gemeint

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schneller, höher, weiter: Für den früheren deutschen Leichtathletik-Präsidenten Helmut Digel ist dieses olympische Motto eindeutig die Triebfeder für Doping. So lange die Rekordjagd herrsche, werde in der Leichtathletik auch weiter gedopt, ist er überzeugt.

    Doping gehört für Helmut Digel zur Leichtathletik - SPIEGEL ONLINE
    Eine ziemlich ehrliche Aussage, die Helmut Digel da gemacht hat. Nur wird man das Problem nicht damit lösen, dass man keine Rekordprämien mehr bezahlt. Der Hauptwert der Rekorde liegt doch in deren anschließend möglichen werblichen Vermarktung. Und nur deshalb wird weiterhin gedopt werden.
  2. #2

    mutig

    Endlich mal ein Offizieller, der das öffentlich ausspricht.
    Aber nicht nur die Rekordjagd, auch die Nominierungsrichtlinien führen dazu. Warum nicht einfach den besten aus einer Disziplin zur EM, WM, Olympischen Spielen schicken, egal ob er Endkampfchancen hat oder nicht?
    Bei manchen Disziplinen ist die Messlatte durch Doping so hoch gesetzt, dass kaum jemand unter normalen Umständen diese schafft. Zudem ist es ein schlechtes Signal: Entweder du schaffst diese Leistung oder du bist nicht dabei. Wird da nicht sogar indirekt dazu gezwungen unerlaubt nach zu helfen?
  3. #3

    optional

    Das Dopingproblem liegt nicht nur in der Natur der Leichtathletik, sondern es gibt viele Sportarten, die in den Spitzenleistungen nicht ohne Doping auskommen.

    Zu meiner aktiven Zeit wurde der Betrug zumindest in der DDR vom Staat befohlen und organisiert. Doping war deshalb Staatspolitik. In der Bundesrepublik wurde Doping gefördert und stillschweigend weggesehen, denn man wollte sportlich mit der DDR zu konkurrieren. In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass viele bundesdeutsche Sportorganisationen und deren Repräsentanten sowie Trainer und vor allem auch Ärzte in ein systematisches Doping verstrickt waren und dies auch tolerierten.

    Wie zu meiner Zeit vor 30 Jahren, zählen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen nur Endkampfplatzierungen oder gar nur Medaillen. Um Sponsoren zu finden oder mit öffentlichen Mitteln gefördert zu werden, sind viele Athleten auf Ausnahmeleistungen angewiesen. Und wenn man ehrlich wäre, müsste man erkennen, dass die Teilnahme in London bei den Olympischen Spielen in einigen Wettbewerben an Leistungsvoraussetzungen geknüpfte sind, die ohne Doping oder Unterstützungen kaum erreichbar sind.

    Aber Doping ist kein deutsches Problem, sondern vielmehr ein internationales Phänomen.
  4. #4

    Zitat von alwin.wagner Beitrag anzeigen
    Das Dopingproblem liegt nicht nur in der Natur der Leichtathletik, sondern es gibt viele Sportarten, die in den Spitzenleistungen nicht ohne Doping auskommen.
    Aber Doping ist kein deutsches Problem, sondern vielmehr ein internationales Phänomen.
    Na endlich sprichts mal jemand aus was ich eigentlich schon immer gesagt habe ;-)

    Und das in der Leichtathletik so kurz vor Olympia- unfassbar! Wo wir doch immer zu wissen glaubten, dass einzig und allein im Radsport gedopt wird!
    Es soll sogar Fernsehsender gegeben haben, die deswegen ihre Berichterstattung eingestellt haben und nun auf auf völlig dopingfreie Sportarten wie Gewichtheben, Biathlon, Springreiten, Schwimmen udn Rudern umgeschwenkt sind.

    ;-)
  5. #5

    Zitat von spon-facebook-10000404883 Beitrag anzeigen
    Es soll sogar Fernsehsender gegeben haben, die deswegen ihre Berichterstattung eingestellt haben und nun auf auf völlig dopingfreie Sportarten wie Gewichtheben, Biathlon, Springreiten, Schwimmen udn Rudern umgeschwenkt sind.

    ;-)
    Boxen nicht zu vergessen !! ;-)
  6. #6

    Leistung = Doping

    Selbst im Breitensport wird munter gedopt. Wenn ich mit legalen Mitteln nicht über Platz 5 hinaus kommen, dann schaue ich halt ob es noch andere Weg gibt. Wenn es dann noch um Geld, Sportförderung, Prämien und Repution geht, wird die Hemmschwelle noch geringer.
  7. #7

    Ehrlich

    Endlich mal ein Spitzenfunktionär, der das Thema ehrlich angeht.
    Das große "Leider"; es handelt sich um einen EX-Spitzenfunktionär; vielleicht wagen sich nun auch mals aktive Funktionäre/ Spitzensportler aus der Ecke!?
    (Ich rechne nicht damit, da dies Verluste bei Werbeeinnahmen zu Folge hätte!!).
    Aber:
    Wie sattsam bekannt ist wird nicht nur in der Leichtathletik gedopt.
    Fast unglaublich aber auch wahr: auch im Amateurbereich ist die ein Thema, obwohl es dort sehr oft nur um die goldene Ananas geht
    Altius, fortius, citius, .. als Triebfeder
  8. #8

    Wo er Recht hat...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schneller, höher, weiter: Für den früheren deutschen Leichtathletik-Präsidenten Helmut Digel ist dieses olympische Motto eindeutig die Triebfeder für Doping. So lange die Rekordjagd herrsche, werde in der Leichtathletik auch weiter gedopt, ist er überzeugt.

    Doping gehört für Helmut Digel zur Leichtathletik - SPIEGEL ONLINE
    ... hat er Recht!


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