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Früherer Aldi-Manager: "Das System lebt von Kontrolle und Angst"

DPADiskretion ist bei Aldi das oberste Gebot. Nun bricht ein ehemaliger Manager mit dieser Regel und liefert einen Blick hinter die Kulissen des Discounters. Im Interview schildert Andreas Straub Schikanen gegen Mitarbeiter und erklärt, warum der Konzern ihn dennoch faszinierte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...830922,00.html
  1. #20

    Total daneben

    Zitat von w.d. Beitrag anzeigen
    Ihr Kronzeuge ist bei G.Jauch recht blass geblieben. An dieser Kampagne ist aber wunderbar zu sehen wie Presse in Deutschland funktioniert. Einer legt vor, die anderen stimmen in den Chor ein. Eigene Ideen, fehlanzeige.
    Diese Jauchdebatte war total daneben. Mit Wallraff wurde es hochmoralisch. Aber dieser edle Ritter vergißt, daß das Unternehmen sich einer breiten Kundschaft erfreut und wohl mit Abstand das effizienteste Sozialamt der Republik ist. Für wenig Geld ist hier die Einkaufstüte voll.
    Von Interesse wäre wohl eher gewesen, einmal den Druck des Unternehmens auf Hersteller und Lieferanten zu beleuchten.
    Denn die Preise im Lebensmittelhandel (nicht nur bei Aldi) sind manchmal unanständig niedrig. Man gehe mal zum Einkauf in die Schweiz!
    Nebenbei:
    Die Aldis, anspruchsloser Lebensstil, aber die reichsten Deutschen?
    Das Vermögen liegt nicht auf der Sparkasse, wie suggeriert wird, sondern es ist der Wert des Unternehmens, der bei Mißwirtschaft auch den Bach runtergehen kann.
  2. #21

    Aldi ist bekannt dafür, dass dort die Mitarbeiter für guten Lohn viel arbeiten müssen. Die schlimmsten Verhältnisse herrschen dort sichelich nicht.
    Es ist aber gut, wenn immer mal wieder durchleuchtet wird, unter welchen Bedingungen inzwischen auch in großen Unternehmen gearbeitet wird.
    Mal war es Netto, dann kik, Schlecker, dann LIDL, jetzt halt mal Aldi. Ich hoffe, dass diese Artikel etwas bewirken.
    Werde weiterhin gerne bei Aldi kaufen, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Und wenn dann auch noch die Behandlung der Mitarbeiter stimmt, wäre es gut.
  3. #22

    Mich würde ja interessieren wie hoch das Gehalt des Herrn Straub war. Nein, ich bin nicht neugierig. Dass erfahrene ältere Mitarbeiter zu Aufhebungsverträgen "überredet" weirden, weil sie zu teuer werden, finde ich nicht in Ordnung und diskriminierend. Die durch bestellte Privatdetektive oder ALDI-Mitarbeiter durchgeführten Testkäufe, an denen Waren bewusst vor den Kassiererinnen versteckt werden, halte ich für grenzwertig. Es wäre sinnvoller und hilfreicher, wenn diese Testkäufer sich neben der Kasse postieren und bei Verdachtsfällen selber nachschauen, ob ein Kunde Ware versteckt hat. Auf jeden Fall sage ich Herrn Straub Danke für seinen Mut, die offenkundigen Missstände bei ALDI anzuprangern.
  4. #23

    Zitat von wissen007 Beitrag anzeigen
    Made in Germany hat natürlich Väter – harte Väter. Da hat eine Mentalität „wünsch Dir was“ keinen Platz.
    Prinzipien, wie:
    Mitarbeiter fördern kommt von fordern; das ist keine Gängelei, sondern erzeugt ein Nachdenken beim Mitarbeiter. Nur so können neue Innovationen erreicht werden.
    Der Beitrag hat einen Preis verdient: Für den größten Unsinn aller Zeiten. Jeder der meint Mobbing und Gängelei würde die Effizienz im Betrieb steigern hat weder Ahnung von Mitarbeiterführung noch von Psychologie oder den Auswirkungen dieses schädlichen Verhaltens auf die Unternehmenskultur. Erfolgreiche deutsche Unternehmen sind vor allem diese, in denen die Geschäftsführung eng mit der Belegschaft zusammen arbeitet. Porsche und VW sind da ganz gute Beispiele. Das miese Beschäftigungsbedingungen in Kombination mit schlechtem Management in die Sackgasse führt durfte unlängst Schlecker erfahren. Dieser 'Vorzeigebetrieb' hat ja auch nach den von Ihnen hoch geschätzten 'wirtschaftlichen Prinzipien des Erfolgs' gearbeitet. Lidl, Aldi, Kik und Co leben im Grunde nur von der Geiz-ist-Geil-Mentalität der Kunden, mit Sicherheit ist der Erfolg aber nicht der Mitarbeiterführung des Managements geschuldet.
  5. #24

    Was soll das?

    Zitat von wkdw Beitrag anzeigen
    Arbeitgeber = natürlicher Feind
    Ihre Überschrift ist ein Schlag ins Gesicht Tausender Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter fair bezahlen und fördern.

    Aber es ist wohl Mainstream:
    Unternehmer ==> Dicke Zigarre, Porsche, Millionen in der Schweiz, Drink in der Hand am eigenen Pool.

    Wenn Sie wüssten, wie anders die Realität vieler, vor allem Inhaber-geführter kleiner und mittelständischer Firmen ist.
  6. #25

    Konsumentensouveränität

    Das Sytem ALDI hat sich überlebt.

    So führt man nicht. Und irgendwann wird der träge Konsument aufwachen. Siehe Schlecker!
  7. #26

    gerne habe ich bei Aldi in Deutschland eingekauft= sauber, kundenfreundlich und manchmal Qualität. Seit 2 Jahren lebe ich in Südfrankreich; hier gibt es Aldi Nord= dreckig, unfreundlich, kundenfeindlich. Parking verdreckt, Einkaufswagen verschwunden, bei Fragen an das Personal...schulterzucken. Rückgaben fast unmöglich. Als Kunde hier bist Du Dreck. Deshalb ist es fast überall leer bei Aldi. Dies ist der einzige Vorteil. Interessanterweise ist Lidl hier super und gerne gesehen.
  8. #27

    Unser ganzes neoliberales Auspresssystem lebt von Kontrolle und Angst. Macht euch das doch einfach mal klar.
  9. #28

    eine neue Sau ....

    ... durch's Dorf.
    Der Spiegel deckt wieder mal was auf. Ganz in der Tradition von Spiegel-Affäre und diversen wirklichen Enthüllungen zB zu FJS wird jetzt die investigative Redakteurselite auf Aldi angesetzt. Und schon findet sich ein Kronzeuge, der "auspackt".
    Allerdings machte die verantwortliche Redakteurin bei Jauch eine erbärmlichen Eindruck. Uninformiert, borniert, keine Belege für Behauptungen und dann als vorweggenommenes Sahnehäubchen die Eingangsaussage, sie komme aus einem Umfeld in dem Einkaufen und kochen "sinnliche" Erlebnisse sind.
    Arroganter, tendenziöser und vor allem dümmer geht's nicht. Ein echter Schlag in's Gesicht aller "normalen" Menschen, die nach ihrem Geldbeutel einkaufen und daher leider auf die " sinnliche" Komponente verzichten (müssen).
  10. #29

    Aldi

    Zitat von wissen007 Beitrag anzeigen
    Made in Germany hat natürlich Väter – harte Väter. Da hat eine Mentalität „wünsch Dir was“ keinen Platz.
    Prinzipien, wie:
    Mitarbeiter fördern kommt von fordern; das ist keine Gängelei, sondern erzeugt ein Nachdenken beim Mitarbeiter. Nur so können neue Innovationen erreicht werden.

    Wer nicht mehr ins System passt, wir auch nicht mehr gebraucht. Das ist ein einfaches marktwirtschaftliches Prinzip. Es sei, dieser Mitarbeiter ist flexibel und kann an anderer Stelle dem Unternehmen helfen.

    Gewinnmaximierung; was ist daran nicht sozial?
    Testkäufe; Ein Mittel des Qualitätsmanagement. In jeder erfolgreichen Firma in dieser oder abgewandelter Form präsent.

    Aus meiner Sicht könnte der Inhalt des Buches zu einer Pflichtlektüre in den oberen Klassen in unseren Schulen werden. Es zeigt deutlich, welche Randbedingungen eine erfolgreiche Marktwirtschaft benötigt.
    Na, dann hoffen wir mal, dass Sie nie bei Aldi in den unteren Rängen arbeiten und ihre Philosophie am eigenen Leib erfahren müssen.








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