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Früherer Aldi-Manager: "Das System lebt von Kontrolle und Angst"
DPADiskretion ist bei Aldi das oberste Gebot. Nun bricht ein ehemaliger Manager mit dieser Regel und liefert einen Blick hinter die Kulissen des Discounters. Im Interview schildert Andreas Straub Schikanen gegen Mitarbeiter und erklärt, warum der Konzern ihn dennoch faszinierte.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...830922,00.html
- #10 02.05.2012 16:05 von
Was denn zum Beispiel? Haben Sie da eine konkrete Vermutung? Ich weiß es wirklich nicht, aber es würde mich doch interessieren. Der Bericht hier beim SpOn wurde ja auch am Sonntag vom Jauch-Auftritt des Autors flankiert, wo es auch nur um Aldi ging, so weit ich das in Erinnerung hab (hab nicht die ganze Sendung gesehen).
- #11 02.05.2012 16:07 von
marktwirtschaftliche Prinzipien
Made in Germany hat natürlich Väter – harte Väter. Da hat eine Mentalität „wünsch Dir was“ keinen Platz.
Prinzipien, wie:
Mitarbeiter fördern kommt von fordern; das ist keine Gängelei, sondern erzeugt ein Nachdenken beim Mitarbeiter. Nur so können neue Innovationen erreicht werden.
Wer nicht mehr ins System passt, wir auch nicht mehr gebraucht. Das ist ein einfaches marktwirtschaftliches Prinzip. Es sei, dieser Mitarbeiter ist flexibel und kann an anderer Stelle dem Unternehmen helfen.
Gewinnmaximierung; was ist daran nicht sozial?
Testkäufe; Ein Mittel des Qualitätsmanagement. In jeder erfolgreichen Firma in dieser oder abgewandelter Form präsent.
Aus meiner Sicht könnte der Inhalt des Buches zu einer Pflichtlektüre in den oberen Klassen in unseren Schulen werden. Es zeigt deutlich, welche Randbedingungen eine erfolgreiche Marktwirtschaft benötigt. - #12 02.05.2012 16:10 von
Miese Arbeitsbedingungen
Wie naiv ist das denn? Was hat Herr Straub davon, wenn sein Arbeitgeber „reich“ ist? Also ich werde nicht satt, wenn mein Nachbar eine Pizza isst.
Schikanen und Druck können wir inszwischen bei vielen Arbeitgebern feststellen. Auch im öffentlichen Dienst. Wenn das Geld fehlt, wird nach oben gebuckelt und nach unten getreten. Wie immer also.
Dass sich die Firma nicht ändern wird, aber sich der Menschen ändern muss, hören viele Kollegen hier inzwischen sogar von Therapeuten. Auch die haben erkannt, dass es an der Zeit es die Menschwürde an den Nagel zu hängen und allein neoliberale Ziele im Auge zu haben.
Zum Glück lassen wir älteren Arbeitnehmer (über 50) nicht mehr formen, die Nachwuchskräfte sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden und eingewanderte Menschen verfügen zum Teil nicht über das notwendige Wissen. Wir sollten den Kampf aufnehmen und diesen übergriffigen Arbeitgebern endlich zeigen, wo der Hammer hängt….
Jedenfalls gehe ich bei der Firma Aldi nie wieder einkaufen! - #13 02.05.2012 16:11 von
sorry keine Sensation
Ich konnte leider nichts Sensationelles in dem Bericht des früheren Untere-Ebene-Managers entdecken.
Was er da so penibel "aufklärt" sind ganz normale Standadisierungen in einem Filialbetrieb dieser Grössenordnung.
Das besondere Aktionen eingeleitet werden, sobald man in einer Filiale höhere Inventurdifferenzen feststellt, sollte jedem einleuchten.
Und wenn er persönlich das eine oder andere als inhuman bezeichnet mag das subjektiv ja stimmen, aber objektiv ist was anderes.
Irgendwie kommt mir das wie eine abgeschmackte Racheaktion eines kleinen Ehemaligen vor. - #14 02.05.2012 16:11 von
- #15 02.05.2012 16:13 von
- #16 02.05.2012 16:13 von
Arbeitgeber = natürlicher Feind
- #17 02.05.2012 16:16 von
- #18 02.05.2012 16:19 von
Die Politiker
Die Politik, als Beauftragte der Wirtschaft und des Handels, werden natürlich nichts unternehmen. Warum auch? Der Rubel muss rollen, damit die enorm hohen Schulden abgezahlt werden können und ein paar Looser dürfen da nicht stören. Huschhusch ab ins H4-Körbchen und die Klappe halten. Ggfs. steht für jemanden wie den früheren Aldi-Manager noch ein 1-Euro-Job, eine Weiterbilungsmaßnahme oder eindringliche Gespräche im Jobcenter auf der Tagesordnung. So what?
- #19 02.05.2012 16:21 von
Naja....
irgendwie wirkt das für mich wie die Reaktion eines trotzigen Kindes. Nach dem Motto "ihr habt mich rausgeworfen, das habt ihr jetzt davon". Aber dennoch finde ich es auch sehr mutig, vielleicht dennoch etwas leichtsinnig. Hoffentlich funktioniert sein weiterer Werdegang mit dem "Öko-Mode-Label". Wenns läuft kann man nur hoffen, dass seine Führungsqualitäten besser sind.
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