Forum: Blogs
Früh eingeschulte Kinder: ADHS ist oft Falschdiagnose
CorbisBei früh eingeschulten Kindern wird häufig zu Unrecht die Aufmerksamkeitstörung ADHS diagnostiziert - das zeigt eine Studie von fast einer Million Fällen. Unreiferes Verhalten wird irrtümlich oft als krankhaft interpretiert, die Folgen können gravierend sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...819486,00.html
- #70 06.03.2012 02:29 von
Die Ursache ist egal. Ein gestörtes Kind in der Klasse ist Horror für die restlichen Zwanzig. Ruhigstellen oder rausschmeissen. Das die Eltern verantwortlich sind - sah man bei den 3 Terrorgören in der Klasse meiner Tochter ganz klar. Zickenkrieg und Peerpressure werden als nächstes unterbunden. Krass wie die Mädchen sich gegenseitig Druck machen. Dieses Stammhirndenken der Weiber ist einfach nur noch unzeitgemäss.
- #71 06.03.2012 02:37 von
Psychiater brauchen ein Erfolgserlebnis
Vor vielen Jahren las ich in einem Selbsthilfeforum einen langen Beitrag einer Mutter, deren Tochter ADHS hat(te). Der Beitrag löste ein großes Echo aus. Ich versuche, ihn aus meiner Erinnerung grob zu rekonstruieren:
Melanie, so nenne ich sie mal, 8 Jahre alt, brachte Eltern und Pädagogen zunehmend an ihre Grenzen: bockig, zappelig, im Unterricht permanent unkonzentriert, labil, weinerlich. Nach drei Sitzungen diagnostizierte der Psychiater: „ADHS, da müssen wir medikamentös ran.“
Mit dem Wirkstoff Methylphenidad verschwanden die Probleme – sogar die Noten wurden besser. Da nahm man eben in Kauf, dass das Mädchen sich insgesamt phlegmatischer, ja, überangepasst verhielt. Sie wirkte, so die Mutter, als hätte man ihre Psyche in „Watte gelegt“.
Zwei Jahre nach Behandlungsbeginn:
Auf einem Familientrefen fragte ein Onkel die inzwischen Zehnjährige: „Na, Melanie, was möchtest du denn mal werden, wenn du erwachsen bist?“ Melanie guckte den Onkel mit großen Augen an und sagte: „Aber ich weiß doch nicht, was ich als ADHS-Kind später mal werden kann!“
Wie Schuppen fiel es der Mutter, die zufällig mitgehört hatte, von den Augen: Die Industrie erfindet Krankheiten, um Pillen zu verkaufen.
Entgegen der Warnungen des Facharztes wurde das Medikament ohne Ausschleichen abgesetzt. Die Probleme waren schon bald die alten. Auch die Noten fielen ab, weil die Federmappe der Mitschülerin wieder viel interessanter als das, was an der Tafel passierte.
Und das war kein Missstand mehr, so schrieb die Mutter, denn sie hatte IHRE Tochter wieder, die sie verloren hatte . . .
„Nur weil ein Kind sich mit vier Jahren in irgendeiner Weise nicht richtig verhält, heißt das nicht, dass es sich mit sechs auch noch so verhält. Wie wir zu sagen pflegten, wachsen Kinder.“
Robert Whitaker
http://mut-zum-anderssein.de/PDF/Psy...kaWhitaker.pdf - #72 06.03.2012 03:14 von
Willkürtäter
...bezeichne ich all diejenigen die meinen alles besser zu wissen.
Als Kind hatte ich weder zuviel Computer,Fernsehen oder Bewegungsmangel,galt aber frühzeitig als verhaltensauffällig,jähzornig,feinmotorisch gestört,ganz ohne Coca Cola und phosphorhaltiges Zeugs.
Mein Leben lang hörte ich mir an "kannst du denn nie zufrieden sein,bist du denn nie glücklich??"
Ich dachte meine Ansprüche wären zu hoch,ich bin einfach ein versnobter,ekelhafter Drecksack.
Ich musste 38 Jahre alt werden bis ich ne ADHS Diagnose bekam,38 Jahre in denen in nie Ruhe hatte,38 Jahre Krieg,38 Jahre lang zerlegte Telephonzellen,Autos,Möbel,38 Jahre lang permanente innere Disbalance...nein halt,wenns rund ging,wenn hundert Bullen auf mich zustürmten,die Wasserwerfer auffuhren,Steine und Mollies flogen,dann herschte in mir tiefer Friede.Wenn ich stundenlang im Meer schwamm,gegen wütende Gegenströmungen ankämpfte,dann war ich mit mir im Reinen,herrlich entspannt schleppte ich mich zum Strand nur um in den alten Zustand zurückgestossen zu werden weil all diese NTs...NT steht für neurologisch typisch,so bezeichnen wir normal tickende Menschen,mittelmässige Menschen die ihre Mittelmässigkeit zur Norm erhoben haben,eine Norm die jeden wegdrückt der die über oder untertrifft...auf mich einschreien.
Seitdem ich DL-Amphetamin nehme weiss ich in etwa was Glück ist oder so,innere Balance,Strukturiertheit.Das wollt ihr mir nehmen,weil ihr meint jeder müsse so wahrnehmen wie ihr.
Ja,ich bin ein ekelhafter,versnobter Drecksack,ihr habt mich dazu gezwungen,aber lernen UNS zu ertragen,das wollt ihr nicht...und nein,wir sind nicht krank,WIR SIND EURE ZUKUNFT - #73 06.03.2012 03:37 von
- #74 06.03.2012 04:56 von
ADHS - EinTeufelskreis der Gesundheitsökonomie
Hallo,
ich beschäftige mich mittlerweile seid einigen Jahren mit der Thematik "Falschdiagnose ADS". Ein Großteil der Betroffenen hat einfache (ich nenne es mal) Ernährungsprobleme, welche durch eine Ernährungsumstellung zu erledigen wären. Aber hier gibt es leider nur kleine Studien und es fehlen Geldgeber für medizinische Studien wie Sie in der Medizin heute üblich sind.
Da diese Studien ohne ökonomische Ziele und nicht in Produkten enden würden, stehen hier keine Mittel zur Verfügung.
Hinzu kommt noch die Problematik, das die medikamentöse Behandlung mit Ritalin auch bei "nicht-ADS'lern" (also auch bei fehldiagnostizierten Patienten) eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit und insbesondere der Konzentration bietet. Dies hat zur Folge, das der Betroffene die Diagnose auch sehr leicht annimmt. - #75 06.03.2012 05:43 von
Phantasie
ADHS war nie nicht einmal eine Verlegensheitdiagnose, weil einfach nur Symtome in Singular zusammengefasst wurden.Mit wenig Phantasie konnte dann ADHS erkannt werden...........Was frueher nicht eingeordnet werden konnte z. B ,.wurde im am. English eben als Borderline bezeichnet. Spaeter konnte mann diese dann sogar" diagnostizieren" und hat es heute sogar zu einer eigenstaendigen Krankheit geschafft.
- #76 06.03.2012 06:46 von
Genau so sehe ich es auch. Unser Sohn wurde mit 5 1/2 eingeschult ( Berlin) weil es das Schulgesetz so wollte. Das er sich anders benommen hat als ein Siebenjähriger liegt auf der hand. Und schon war er als geistesgestört eingestuft. Diesen Makel wurde er während seiner gesammten Grundschulzeit nicht los. Wenn die Schulärzte noch über Schulreife hätten bestimmen dürfen wäre es dazu nicht gekommen.
- #77 06.03.2012 06:47 von
Kann sein
muss aber nicht!
Ich kenne auch einige Eltern, die sagen dass ihr Kind unter ADHS leiden.
(und damit meine ich "ich kenne" die Eltern, sie verstehen?)
Daneben ist früher so mancher in einer Besserungsanstalt oder in sonstigen Einrichtungen verschwunden, denen man mitunter hätte helfen können.
"Früher" waren die Lebensumstände auch andere (z.B. Grossfamilien mit mehreren Generationen unter einem Dach) - #78 06.03.2012 07:21 von
Betroffen !
Was mich wirklich nervt, sind die Kommentare von offensichtlich nicht betroffenen. Groß daherreden kann jeder, wenn die eigenen Kinder oder man selbst nicht tangiert ist.
Mein Sohn ist (durch 3 Kliniken bestätigt) ADS-Betroffener. Das Kind war totunglücklich in der Schule bis Methylphenidat (Ritalin) kam. Heute bettelt er quasi um seine morgendliche Tablette. Die Noten stiegen sprunghaft an und mein kleiner Mann ist wieder glücklich und geht gerne in die Schule.
Das er wirklich ADS hat, sieht man z.B. daran, dass Ritalin ihn ruhig und konzentriert macht. Spaßeshalber habe ich mal eine halbe Tablette probiert und dachte, mir kommt Qualm aus den Ohren ...
Fazit: Unserem Sohn hat die Diagnose und die Therapie nicht nur geholfen, sondern erst ein lebenswertes Leben möglich gemacht! Bitte nicht über Dinge diskutieren, von denen man keine Ahnung hat ! - #79 06.03.2012 07:44 von
ja
Ja ganz extakt das ist Fakt. Die medimetikatöse Ruhigstellung von Kindern, die nicht genau den Vorstellungen der Eltern oder Lehrern entsprechen ist eine der größten Schweinereien der letzten Zeit.
Ich kenne eine Reihe von Kindern die so behandelt wurden, und ich sage ihnen, da hätten eher die Eltern einer Behandlung bedurft.
Ärzte die Ritalin u.ä. verschreibe verstoßen m.E. gegen ihren Eid.
Es gibt kein AHDS
purple
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

