Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo: Ohrfeige für Pekings Autokraten

Es ist ein Freudentag für die chinesische Opposition. Der Friedensnobelpreis*für Liu Xiaobo ermutigt die Menschenrechtsaktivisten im Land, stellt*das kommunistische Regime bloß - aber dessen harsche Reaktion zeigt: Es wird seine Politik keineswegs ändern.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...722088,00.html
  1. #80

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    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Den Mist kann ich nicht mehr hören. 70 Millionen Tote lassen sich nicht wegdiskutieren.
    Das bestreite ich auch gar nicht.

    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Die Chinesen sollen endlich anfangen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und nicht immer rumjammern wenn Japaner zum Yasukuni-Schrein pilgern.Wenn sie das nicht können oder wollen, dann sollten sie die Klappte halten.
    Mao war eine innerchinesche Angelegenheit/Tragödie. Japan hat Krieg gegen China geführt.Auch wenn bei beiden Ereignissen viele Menschen getötet wurden gibt es da einen Unterschied. China muss sich im Ausland für die Greultaten der Mao zeit nicht verantworten oder entschuldigen, bei Japan sieht das anders aus.

    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Ob die jugendlichen Mao verehren oder nicht verehren spielt doch keine Rolle.
    Doch das tut es. Es zeigt die Richtung in die das Land geht oder gehen könnte.

    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Seine Fratze ist im ganzen Land allgegenwärtig. Mal davon abgesehen hörte ich, dass Mao zunehmend bei Jugendlichen Verehrung findet.
    Ja, was man so hört.
    Wenn ich mich mit jungen Chinesen unterhalte bekomme ich einen anderen Eindruck.

    Zitat von NeoGeo Beitrag anzeigen
    Aber darüber will ich mich nicht mit Ihnen streiten. Fakt ist, dass Mao, Stalin und A.H. in einer Liga spielten. Alle 3 sind Massenmörder!
    Massenmörder sind alle 3, da stimme ich Ihnen zu. Aber die Nazi Diktatur mit ihrer industriellen Vernichtungsmaschinerie kann man mit nichts, aber auch mit gar nichts vergleichen, alles andere wäre eine schreckliche Verharmlosung.
  2. #81

    ...

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Mao war eine innerchinesche Angelegenheit/Tragödie. Japan hat Krieg gegen China geführt.Auch wenn bei beiden Ereignissen viele Menschen getötet wurden gibt es da einen Unterschied. China muss sich im Ausland für die Greultaten der Mao zeit nicht verantworten oder entschuldigen, bei Japan sieht das anders aus.
    Ja klar ist der Kerl eine innerchinesische Angelegenheit. Macht es aber einen Unterschied das die Menschen durch Mao verreckten oder das sie in folge von Kriegshandlungen verreckten? Verreckt ist verreckt. Und Ihnen ist wohl entgangen, dass Premier Kann sich für den Zweiten Weltkrieg entschuldigte. Mal davon abgesehen ist es schändlich sein eigenes Volk elendig verreckten zu lassen. Ach was sage ich da. Lebewesen im Allgemeinen verrecken zu lassen ist schändlich! Die VRCh ist da ganz weit vorne.

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Doch das tut es. Es zeigt die Richtung in die das Land geht oder gehen könnte.
    Die einzige Richtung ist Nationalismus. Südostasien und Ostasien sollten sich warm anziehen.


    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Massenmörder sind alle 3, da stimme ich Ihnen zu. Aber die Nazi Diktatur mit ihrer industriellen Vernichtungsmaschinerie kann man mit nichts, aber auch mit gar nichts vergleichen, alles andere wäre eine schreckliche Verharmlosung.
    Ja sicherlich kann man die Nazi Diktatur mit Maos und Stalins Herrschaft vergleichen. Mao hat mehr Menschen auf dem Gewissen als WKII. Das muss man sich mal vor Augen halten.
    Seit 1950 wurden ca. 1,2 Millionen Tibeter Opfer der chinesischen Besatzung. Wird auch immer gerne mal vergessen.
  3. #82

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    Zitat von Einsteins-Gehirn Beitrag anzeigen
    Demokratie und Menschenrechte sind für China wünschenswert, keine Frage. Was mich allerdings wundert, ist diese Einstellung, diese an sich wünschenswerten Ziele am besten "jetzt und sofort" zu fordern.
    Das finde ich aus deutscher Sicht als vollkommen unhistorisch. Das Scheitern der Weimarer Republik und ihr Ende im dritten Reich war ein Albtraum. Und wer garantiert dafür, daß eine überhastete Demokratisierung Chinas nicht ebenso katastrophal enden könnte?
    Nur mal so als Hinweis um Ihre Ausführungen zu untermauern: Wer hat nochmals ganz demokratisch die Hammas gewählt?
    Zitat von Einsteins-Gehirn Beitrag anzeigen
    Und bitteschön: Ein Adolf Hitler ist nach "westlichen Maßstäben" vollkommen "demokratisch legitimiert" an die Macht gekommen ( daß er diese Macht dann vollkommen illegitim ausbaute, ist eine andere Sache), eine andere "nicht legitimierte" Herrschaft, etwa eine Militärdiktatur, wäre diesem sicher weit vorzuziehen gewesen.
    Im Vergleich zu Hitler wäre wohl alles besser gewesen.

    Zitat von Einsteins-Gehirn Beitrag anzeigen
    Deshalb hielte ich es nicht für verkehrt, mit China Geduld zu haben, die Demokratie und dann hoffentlich eine stabile Demokratie, wird auch dort kommen - nur ich fürchte, je mehr man dort Demokratie fordert, desto länger wird sie sich hin ziehen. Schon von daher weiß ich nicht, ob die Wahl dieses chinesischen Menschenrechtlers wirklich eine so gute Wahl war.
    China wird sich wandeln, ganz sicher. Schaut man sich die Entwicklung seit Maos Tod an haben sie nicht nur wirtschaftlich sehr viel geschafft.
  4. #83

    Wenn die zufriedenen Bauern mal alles wüßten....

    [QUOTE...... die Mehrheit der Bevölkerung, darunter auch Bauern ist mit der Arbeit der Regierung in Beijing durchaus sehr zufrieden.[/QUOTE]

    Das ist ja eine nette Betrachtungsweise.
    Wem jahrelang erzählt wird, daß die Neonröhre über seinem Kopf die Sonne ist, der ist letztendlich einfach dankbar dafür, daß er Licht hat.

    Wer nur einen sorgsam beschnittenen Blick auf die Welt werfen darf, der mag mit dem, was ihm vor Augen ist, zufrieden sein. Woher sollte er denn auch wissen, was die chinesische Regierung (sich) sonst noch so leistet und was er nicht hat?
  5. #84

    .

    Zitat von Spookyday Beitrag anzeigen
    [QUOTE...... die Mehrheit der Bevölkerung, darunter auch Bauern ist mit der Arbeit der Regierung in Beijing durchaus sehr zufrieden.
    Das ist ja eine nette Betrachtungsweise.
    Wem jahrelang erzählt wird, daß die Neonröhre über seinem Kopf die Sonne ist, der ist letztendlich einfach dankbar dafür, daß er Licht hat.
    [/QUOTE]

    Sie verkennen die Situation in China. Haben Sie jemals mit Chinesen in China gesprochen und diskutiert? Auch die Situation der Bauern hat sich in den letzten 30 Jahren verbessert. Ich will deren Situation nicht schönreden, es ist immer noch ein hartes Los (habe vor 2 Jahren eine Woche auf einer kleinen Farm im Süden Chinas verbracht), aber im Vergleich von vor 20 Jahren hat sich viel getan, welches von der bevölkerung honoriert wird.

    Zitat von Spookyday Beitrag anzeigen
    Wer nur einen sorgsam beschnittenen Blick auf die Welt werfen darf, der mag mit dem, was ihm vor Augen ist, zufrieden sein. Woher sollte er denn auch wissen, was die chinesische Regierung (sich) sonst noch so leistet und was er nicht hat?
    Was andere haben können Sie in jeden größerem Möbelhaus selbst in der Provinz sehen. Armaturen von Grohe, Möbel von Benz und vieles mehr. Und es sind nicht nur Regierungsmitglieder die sich das kaufen. Zugegeben für den "ooto-Normal-Chinesen" ist das immer noch unerschwinglich, aber auch bei den unteren Einkommen hat sich die Situation berbessert.
    Auch durch das Fernesehen (US Serien sind sehr beliebt) bekommt trotz Zensur man auch auf dem Land mit wie es in Peking und auch in anderen Teilen der Welt so abgeht. Was geringer als bei uns ausgeprägt ist ist die Neidkultur. Sicher gibt es die da auch, aber der Reichtum anderer wird eher als Ansporn denn als Neid gesehen.