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Freiwilligendienst in KZ-Gedenkstätte: "Das Kapitel Rassismus ist noch nicht abgeschl

REUTERSKZ-Gedenkstätten sind Orte des Grauens. Simon, Tomke, Larissa, Janina und Veit sind täglich dort: Ein Jahr lang verrichten sie einen Freiwilligendienst in Theresienstadt, Dachau oder Osthofen. Hier erzählen sie, was sie antreibt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...834498,00.html
  1. #10

    Zitat von Maccharoni Beitrag anzeigen
    Interessiert man sich für deutsche Geschichte, wenn man in ein ehemaliges KZ geht oder interessiert man sich in erster Linie für einen kleinen Teil der deutschen Geschichte?

    Ich weiss nicht, warum Empathie erst so richtig mit solch einem FSJ gelernt wird. Ich finde das fast etwas schade, aber gut. In den USA gibt es ja auch Bootcamps. Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass die 5 Freiwilligen ein tieferes Geschichtsverständnis haben. Vlt wird auch übersehen, dass es in jedem Ding einen Grund gibt sich für das Leben einzusetzen, unzwar aller Lebewesen, dass die Rechtfertigung des anderen bei einem selbst im Stillen mit Respekt anfängt. Diesen Gedanken fühle ich mich viel näher in einer anderen Epoche der deutschen Geschichte. naja, wenns denen aber was bringt, warum nicht?
    Aha, und sie haben demnach schon den Rgenwald gerettet, Kinder in Afrika geimpft, an Alternativen zu fossilen Brennstoffen geforscht, Pandababys großgezogen und daran gearbeitet den Menschen zu zeigen, wohin Vorurteile führen können???

    Und warum unterstellen Sie den 5, sie hätten Empathie erst im FJS gelernt, Sie wissen doch sonst NICHTS über die!
  2. #11

    Leider bzw. glücklicherweise Ausnahmen

    Dies sind die Geschwister Scholl von heute, damals wie heute Ausnahmen, Menschen eben, Wesen, welche persönlich betroffen sind wenn Mitmenschen leiden. Sehr selten damals wie heute, und daher sehr wertvoll.
    Unbehagen verursachend bei allen anderen, man fühlt sich in seiner Gleichgültigkeit gestört. Verspürt den Drang zu relativieren.
    Die schweigende Mehrheit mag Menschen wie diese, echte Menschen im Sinne vom jiddischen "A Mensch", nicht.
  3. #12

    optional

    Das Wichtigste am Gedenken ist heraus zu finden, *warum* etwas passiert ist. Leider scheint diese Art des Gedenkens noch nicht sehr weit entwickelt zu sein.
    Es fing alles mit Diskriminierung und Geschichtsklitterung an. Und die ist längst wieder salonfähig.
  4. #13

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Weiss grad nicht, was Sie meinen.. Und über "etwas" ein Bilderbuch in der Hand zu halten oder selbst da zu sein, ist dann doch nochmal was anderes..
    Ich versuche es ausführlicher: Die machen ein Freiwilliges Soziales Jahr. Da geht es nicht darum sich mit der Gesamtheit deutscher Geschichte zu beschäftigen, sondern etwas sinnvolles für die Gemeinschaft zu tun.

    Und die Fünf haben sich halt eine Aufgabe gesucht, die mit deutscher Geschichte zu tun hat. Das ist dann aber keine Bildungsreise (und soll auch keine sein). Und da es ein finsteres Kapitel ist und schon viel Energie und Engagement dazugehört sich jeden Tag mit der massenhaften Tötung von Menschen auseinanderzusetzen, wird hier darüber berichtet.

    Das schließt weder aus, dass die FKSler sich auch mit anderen Kapiteln der Geschichte auseinandergesetzt haben, noch dass sie sich auch andere historische Stätten mal angesehen haben.
    Aber wenn Geschichtsbücher für Sie Bilderbücher sind.... Nur vom davor Stehen, lernt man auch wenig über die Geschichte des Brandenburger Tores.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Die Besucher erwarten in Theresienstadt ein Konzentrationslager mit Baracken, Stacheldraht und Gaskammern.

    Freiwilliges Soziales Jahr in KZ-Gedenkstätte - SPIEGEL ONLINE
    Wo sollen diese Gaskammern sein?

    Soweit ich weiß, ist dies höchst umstritten und die Diskussion unter den Historikern weist eher nicht darauf hin...
    Ich finde die Arbeit der Freiwilligen sehr wichtig und bin ihnen dankbar, aber solch eine Aussage finde ich doch sehr kritisch.

    Das perverse an Theresienstadt war doch insbesondere die Art und Weise, in der das Ghetto zu Propagandazwecken genutzt wurde...
  6. #15

    Missverständnis

    Zitat von henk Beitrag anzeigen
    Wo sollen diese Gaskammern sein?

    Soweit ich weiß, ist dies höchst umstritten und die Diskussion unter den Historikern weist eher nicht darauf hin...
    Ich finde die Arbeit der Freiwilligen .....
    Ich glaube Sie unterliegen einem Missverständnis.
    Das es Gaskammern gab in einigen KZ ist unbestritten. Aber in Theresienstadt gab es in der Tat keine Gaskammern.

    Aber genau das hat der Bericht auch beschrieben. Das es eben KEIN Vernichtungslager gab.
    Aber das es Gaskammern gab in einigen Konzentrationslagern das ist wohl mehr als bewiesen.
  7. #16

    Gibt es vielleicht eine Möglichkeit die gesamte Schuld der Menschheit auf unsere Schultern abzuladen ?
    Damit auch noch unser Enkel in einem Zustand des Unwohlseins und der Schuld leben.
  8. #17

    Wir tragen weiter Schuld

    Zitat von die wilde 13 Beitrag anzeigen
    Gibt es vielleicht eine Möglichkeit die gesamte Schuld der Menschheit auf unsere Schultern abzuladen ?
    Damit auch noch unser Enkel in einem Zustand des Unwohlseins und der Schuld leben.
    Die gesamte Schuld der Menschheit können wir locker übernehmen. Denn wir sind durch die Taten der Nazis geprägt und finanziell genügend solide ausgestattet, um alle weiteren Forderungen zu begleichen, ggf. mit kostenlosen U-Booten. Was unsere Großväter angestellt haben, dürfen eben auch noch die Urenkel begleichen. Die Graumänner werden schon dafür sorgen, dass der Zustand des Unwohlseins erhalten bleibt.


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