Athen bekommt möglicherweise Finanzhilfe von deutschen Konzernen: Laut Agenturberichten will eine Allianz mehrerer Unternehmen die griechische Regierung mit Milliardenzahlungen stützen. An der Koordination sei auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann beteiligt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...692279,00.html
Solange es "nur" darum ging den Menschen in Griechenland zu helfen, war jeder Ezuro zu viel.
Jetzt, da es um die deutschen Banken geht ist jede Milliarde gefordert...
Au weia. Wenn Ackermann mitmischt, kann nur die Finanzkrise Teil II herauskommen.
3 Möglichkeiten:
a) PR war noch nie so billig - nix Konkretes bisher, aber alle finden unsere Daxler und den Herrn Ackermann wieder super!
b) Man zeigt sich engagiert, um später umso unverschämter in das ohnehin leere (oder man sollte sagen für unsere Konzerne immer prallgefüllte, aber für alle anderen leere) Subventionssäckel zu greifen.
c) Die Lage ist viel viel viel viel schlimmer, als Mutti uns das sagen will ...
Mein Tipp: Nicht mehr hinhören. Weder auf Politik, noch Konzerne ... einfach ignorieren und an sich selber denken und selber clever arbeiten.
Ich finde den Vorschlag, Teile Griechenlands zu kaufen sehr vernünftig. Wie ein bankrottes Unternehmen. Auf lange Sicht betrachtet gehört dann bald aber ein Land einer Bank :(
Ich glaube eher, wenn Ackermann mitmischt, wird eine vernünftige Rendite für die Deutsche Bank dabei herauskommen, egal wer mal wieder den ganzen Zaster verliert. Ich vermute Horst Köhler hat recht, das komplette System gehört nicht nur auf den Prüfstand, sondern endlich als abgeschlossen in die Geschichtsbücher und eine neue Ethik des Kapitals muss greifen. Aber scheinbar wollen wir aus der Zockerei vor unserer Nase nichts lernen, wie lange haben wir bereits die Finanzkrise und was ist in Deutschland daraufhin geschehen? Gar nichts, es wurden Banken verstaatlicht die im Griechenlanddrama auch noch kräftig mitzocken. Die Pokerei geht weiter, die Gewinne sprudeln wieder und wir Bürger dürfen uns, genau wie die Griechen schon heute, bald auf einen strikten Sparkurs einstellen, der noch härter sein wird, als alles was seit der Wende im Land geschehen ist.
Es ist wirklich nicht zu glauben: Will Deutschland nachdenklich und konstruktiv-kritisch unter bestimmten Beingungen helfen, wird von vielen Seiten gemeckert. Kommen die Profiteure der Vergangenheit (Finanzwirtschaft), die nun Gefahr laufen, viel Geld zu verlieren, und schreiben (im übertragenen Sinne) durch Stützungen einen Teil des Geldes ab, um sich den anderen Teil der Forderungen noch zu sichern, gibt es mediales Lob! Tolles Marketing, aber erbärmlich durchsichtig.
Die höchsten Verbindlichkeiten hat Griechenland bei der Kreditwirtschaft in Frankreich und der Schweiz, danach erst kommt Deutschland. Es ist zwar klar, dass ein Staatsbankrott dieses Landes auch den Euro und europäische Steuerzahler schwächen würde, einige Banken würden aber nicht überleben. Und wo hat Herr Ackermann denn im Investmentbanking die großen Profite gemacht? Natürlich bei schwachen Gläubigern wie Griechenland, die aufgrund des Ratings höhere Zinsen zahlen mussten! Und wo wird er das Geld der Zukunft verdienen? Mit den Kursgewinnen, die er realisiert, wenn die Welt die griechischen Anleihekurse wieder hoch treibt, weil dem Land ja nun geholfen wird!
Der (Acker)Mann nutzt wirklich jede Gelegenheit, sich persönlich in Szene zu setzen (lassen). Das elitäre Gehabe von Eliten und Politik, das selten Sachfragen beantwortet und probleme löst, ist in jüngeren Beiträgen (u.a. Buch "Richtungswechsel") hinreichend beschrieben worden... Es gibt im vorliegenden Beispiel keinen Grund für persönliches Lob!