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Freiheit im Netz: Warum Googles Facebook-Kritik scheinheilig ist

APChina, Iran, Facebook, Apple: Sie alle zählt Sergey Brin als Feinde des freien Webs auf. Doch der Google-Mitgründer verschweigt, dass auch sein Konzern Geld damit verdient, Wissen zu monopolisieren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...827706,00.html
  1. #1

    Leider nicht verstanden...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    China, Iran, Facebook, Apple: Sie alle zählt Sergey Brin als Feinde des freien Webs auf. Doch der Google-Mitgründer verschweigt, dass auch sein Konzern Geld damit verdient, Wissen zu monopolisieren.

    Freiheit im Netz: Warum Googles Facebook-Kritik scheinheilig ist - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem das ich bei Facebook sehe ist, das man nicht ohne weiteres auf ein anderes System umziehen kann. Ich kann z.B. nicht einfach von Facebook auf FreundeVZ oder Stayblue umziehen ohne dabei die vernetzung zu meinen Freunden zu verlieren. Wenn ich von einem Email Client auf einen anderen Wechsle geht so etwas. Keiner meiner Freunde merkt, das ich jetzt den Google Client im Browser nutze und nicht mehr Thunderbird. Die Schnittstelle dazwischen ist offen.
    Ein ähnliches Problem besteht übriegens auch bei Messangern jenseits von Jabber.
  2. #2

    Facebook ist ein soziales Netzwerk

    Google sieht das ganze Internet als soziales Netzwerk, aus dem sich Information destillieren läßt. Da gefällt es natürlich nicht, wenn sich immer mehr Daten und Benutzeraktivitäten Googles Zugriff entziehen.
  3. #3

    Absurdistan - Einwohner: Konrad Lischka

    Wieso sollte Google die Daten die es sammelt mit anderen teilen? Jeder Konkurrent kann diese Daten selbst sammeln - und tut dies auch.

    Googles Arbeitsfeld ist das Web. Jeder Konkurrent beackert dasselbe Feld. Man muss sich auch nicht bei jedem Google Dienst anmelden um ihn zu nutzen. Und für jeden gibt es mehrere Alternativen. Auch muss ich als Webseitenbetreiber nicht mit Google AdSense werben. Auf meiner Seite kann ich tun was ich will.

    Dagegen ist Facebook ein Facebook Club - ich muss Facebook nutzen um Facebook zu nutzen - leuchtet doch ein. Sogar um nur die Seite eines Facebook Nutzer anzusehen. Andere Firmen dürfen nur Mehrwert für Facebook schaffen, aber nicht wirklich mitspielen.
  4. #4

    Die offensichtliche...

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Wieso sollte Google die Daten die es sammelt mit anderen teilen? Jeder Konkurrent kann diese Daten selbst sammeln - und tut dies auch.

    Googles Arbeitsfeld ist das Web. Jeder Konkurrent beackert dasselbe Feld. Man muss sich auch nicht bei jedem Google Dienst anmelden um ihn zu nutzen. Und für jeden gibt es mehrere Alternativen. Auch muss ich als Webseitenbetreiber nicht mit Google AdSense werben. Auf meiner Seite kann ich tun was ich will.

    Dagegen ist Facebook ein Facebook Club - ich muss Facebook nutzen um Facebook zu nutzen - leuchtet doch ein. Sogar um nur die Seite eines Facebook Nutzer anzusehen. Andere Firmen dürfen nur Mehrwert für Facebook schaffen, aber nicht wirklich mitspielen.
    Die offensichtliche Anti-Google-Agenda von SPON und Lischka kann man nur durch die Verlagsbrille nachvollziehen. Siehe auch: Google - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

    Aber bei der allgemein etwas seichten Masse der Forennutzer kommt das ja offenbar gut an.
  5. #5

    Google verrät nicht, mit welchen Suchbegriffen Menschen auf bestimmten Webseiten landen? Klar machen die das. Jeder kann Googles Analytics Tool auf der eignen Webseite unterbringen und sieht dann sehr genau wer, wie und warum auf der Webseite landet. Das geht auch ausser dem Webadmin und Google niemand anderen etwas an...
  6. #6

    Netzwerk

    Zitat von hk1963 Beitrag anzeigen
    Google sieht das ganze Internet als soziales Netzwerk, aus dem sich Information destillieren läßt. Da gefällt es natürlich nicht, wenn sich immer mehr Daten und Benutzeraktivitäten Googles Zugriff entziehen.
    Es gibt schon noch Unterschiede:
    Wenn Sie die ganze Welt zum Gefängnis erklären, dann verliert der Begriff Gefängnis seine Bedeutung. So ist es auch mit dem sozialen Netzwerk. Praktisch heißt das, man muß sich schon bei FB anmelden um nicht nur Nutzen daraus zu ziehen, sondern u.U. keine Nachteile zu erleiden, wie z.B. Job-Offerten, wo ein FB-account mal so eben vorausgesetzt wird weil 'alle' einen haben.
  7. #7

    Ich wäre nicht überrascht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    China, Iran, Facebook, Apple: Sie alle zählt Sergey Brin als Feinde des freien Webs auf. Doch der Google-Mitgründer verschweigt, dass auch sein Konzern Geld damit verdient, Wissen zu monopolisieren.

    Freiheit im Netz: Warum Googles Facebook-Kritik scheinheilig ist - SPIEGEL ONLINE
    wenn Facebook + Co demnächst die nur-Gadget-User für sich haben
    und Google sollte sich dann halt, wie bisher, auf Nur-Computeruser
    spezialisieren.
    Man kann ebensowenig alles auf einmal machen,
    wie man gleichzeitig sinnvoll mit iPhone und Desktop
    im Netz sein kann - Lobotomie würde vielleicht klappen.

    Die beiden Dinge versucht gerade jeder zu kombinieren,
    weil Steve Jobs soviel Erfolg damit hatte - aber er war schlicht
    der erste (und Zuckertberg auch) - dennoch, es paßt nicht wirklich zusammen.

    Klar kann man mit 5 Millarden Psychos mehr Geld verdienen,
    als mit einigen Hundert Millionen Logikern -
    aber Microsoft macht auch seit Jahren nur vage Versuche
    hierzu und lebt immer noch ganz gut - Google sich nicht
    verückt machen, wenn seine Social-Network-Versuche
    nicht so toll klappen.

    Stattdessen basteln sie seit fast 2 Jahren total ihre Suchalgorithem
    um, der Dienst ist mittlerweile weder Yahoo noch (schon gar nicht)
    Bing überlegen. Brin wird langsam sauer, weil Google zum
    erstenmal "einstecken" muß...
  8. #8

    seltsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    China, Iran, Facebook, Apple: Sie alle zählt Sergey Brin als Feinde des freien Webs auf. Doch der Google-Mitgründer verschweigt, dass auch sein Konzern Geld damit verdient, Wissen zu monopolisieren.
    Da fragt man sich ja schon, ob der Autor die Kritik verstanden hat. Sie richtet sich doch nicht gegen die Datensammelei, sondern gegen die Abgrenzung.

    Facebook versucht, die Nutzer komplett innerhalb des eigenen Systems zu halten. Googles Hauptgeschäft ist es hingegen, die Nutzer auf fremde Seiten zu schicken. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man ein ganzes (Sub-)Netz monopolisiert oder ob man mit Daten handelt.

    Und dass Apple ein großer Feind der Freiheit ist, bestreitet außer den Jüngern niemand. Exemplarisch sei hier an den regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen Flash erinnert. Der Nutzer soll einfach keine Wahl mehr haben und auf ewig im Ökosystem eingesperrt bleiben.
  9. #9

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Da fragt man sich ja schon, ob der Autor die Kritik verstanden hat. Sie richtet sich doch nicht gegen die Datensammelei, sondern gegen die Abgrenzung.

    Facebook versucht, die Nutzer komplett innerhalb des eigenen Systems zu halten. Googles Hauptgeschäft ist es hingegen, die Nutzer auf fremde Seiten zu schicken. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man ein ganzes (Sub-)Netz monopolisiert oder ob man mit Daten handelt.
    Die Nutzer selbst haben davon doch kaum Einschränkungen. Ich selber habe keinen Facebook-Account und auch kein Bedürfnis danach, aber wo soll denn zunächst einmal das allgemeine Problem sein, wenn Google nicht auf Facebook zufgreifen kann, solange die Facebook-Nutzer selbst das nach wie vor können?

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Und dass Apple ein großer Feind der Freiheit ist, bestreitet außer den Jüngern niemand. Exemplarisch sei hier an den regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen Flash erinnert. Der Nutzer soll einfach keine Wahl mehr haben und auf ewig im Ökosystem eingesperrt bleiben.
    Das ist so ziemlich die absurdeste Darstellung dieses Sachverhalts, die ich je gesehen habe – und das will etwas heißen! ;-)

    Apple setzt voll auf den offenen Standard HTML5 und hat sogar mit WebKit eine Open-Source-Browser-Engine entwickelt, die inzwischen fast überall eingesetzt wird, während die Nutzung des ausschließlich Adobe gehörenden, proprietären Flash-Formats, das keineswegs überall funktioniert (und erst recht nicht vernünftig), nicht zuletzt auf Druck durch Apple deutlich zurückgeht.

    Das ist so ziemlich das exakte Gegenteil von "Einsperren": Apple hat mit Flash eine der übelsten verbliebenen Barrieren im Web weitgehend aus dem Weg geräumt – und Adobe hat ja bereits praktisch das Handtuch geworfen. Gottseidank!


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