Freiheit im Netz : Das Internet ist totalitär

CorbisDas Internet sei allzu frei, ist derzeit öfter zu hören und zu lesen, gerade die Piratenpartei wolle eine digitale Welt ohne Regeln. Tatsächlich ist das Netz ideal geeignet zur Durchsetzung von Gesetzen - wenn man das denn will. Es hat sogar totalitäres Potential.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...828270,00.html
  1. #30

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Wenn aber aus genau dem Grund irgendwann schon der Zugriff auf solche Programme verboten und geblockt wird wie kommt man dann an diese Programme? Nicht mehr mit wenigen Mausklicks. Und es gibt schon Ansätze zu Gesetzen die manche Programme verbieten wollen (Hackertools)
    Dann wird der Staat totalitär (aber nicht das Internet).

    Jemand anderes schrieb das hier schon: Der Staat könnte theoretisch auch alle Briefe öffenen und lesen und wir hatten das auch schonmal.

    Nur um mal zu verdeutlichen, was hier manchmal gefordert wird. Wollen wir wirklich eine neue Stasi, nur damit der Verwerterindustrie die Profite mit ihrem Geschäftsmodell aus dem letzten Jahrtausend nicht flöten gehen?

    Das ist genau die Frage, eine Grundsatzentscheidung, die die Piratenpartei jetzt forciert, und das ist gut so. Denn es muss endlich klargestellt werden, wo wir sind und was wir wollen, statt im stillen Kämmerlein (siehe Fischereiausschuß und ACTA) weiter an dem zu Sägen, was unsere Gesellschaft ausmacht.

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Das gilt in sofern als das die Datenpakete sich immer einen Weg suchen. Irgendwann aber müssen die Datenpakete beim Empfänger ankommen bzw. beim Sender verschickt werden. Und das ist nur eine Leitung (Zugangsprovider) die sehr wohl kontrollierbar ist.
    Das Routing ist nur ein Aspekt was das Internet ausmacht, ein anderer Aspekt ist die Protokollfreiheit in den oberen Schichten und die Abstraktion von den reinen Daten. Denn so ist es eben möglich, irgendwas irgendwie zu verpacken und über die normalen Kanäle zu schicken.

    Und wenn man die Leitung kontrolliert, sieht man im Zweifelsfall dort nur Traffic und Rauschen, was dort drinnen steckt, kann man nicht sehen, es sei denn man kontrolliert -alle- Nodes vom Start bis zum Endpunkt und alle evtl. dazwischen liegenden Hops.
  2. #31

    Der politische Wille

    Die technischen Möglichkeiten gehen derzeit bereits so weit, das eine totale Überwachung weit jenseits der kühnsten Träume des grossen Bruders möglich wäre.

    Letztendlich benötigen wir den "politischen Willen", um die Umsetzung der Überwachungsgesellschaft zu verhindern.

    Mit Ausnahme der Piratenpartei zeigt derzeit keine andere Partei diesen politischen Willen. Die meisten unterhöhlen Grundprinzipien aus reiner Ignoranz oder aus Rücksichtnahme auf Lobbyinteressen.



    Zitat von Infonautiker Beitrag anzeigen
    Deep Packet Inspection zu verwenden um das Internet zu zensieren, würde nur dazu führen dass nahezu komplett auf kryptografische Protokolle ausgewichen würde.
    Gesetzgeber können Provider auffordern, praktisch mit "white list" nur noch einsehbahre Datenpakete zuzulassen (siehe Frankreich Mitte der 90ger, der erste Versuch). Da bliebe dann nur die Steganographie, die aber bei massivem Einsatz auch auffällt.


    Letztendlich werden wir uns entscheiden müssen, ob wir "Freiheit vor Überwachung" haben wollen, oder die Konrolle über digitale Kopien.
    Letzteres benötigt man für die vollständige Umsetzung der Urheberrechte, aber ist es das wirklich wert, dafür jegliche Kommunikation zu überwachen und damit den Weg für den Überwachungsstaat (und sei es "nur" durch Firmen) zu ebnen?
  3. #32

    Zitat von Infonautiker Beitrag anzeigen
    ........Da all dies bekannt ist, und auch tatsächlich zum Einsatz käme wenn das Netz totalitär würde, kann man sagen dass das ganze nicht ganz so einfach wäre wie das hier dargestellt wird - zum Glück.

    Anders ist das natürlich wenn man freiwilllig sowas wie Facebook nutzt. Aber wenn so eine Plattform zu stark eingeschränkt wird, sucht man sich halt eine andere, dann ggf. dezentrale - Willkommen zurück im Usenet.
    Ja sicher, im Artikel, und nicht nur in dem hier, steht allermeist sowas wie "natürlich kann man in völliger Gesundheit leben, wenn man nämlich gegen alle Krankheiten die passende Medizin hat, dann haben die Krankheiten keine Chance." Oder ähnliches. Erinnert auch oft an das schlichte "Heilsreich" das jederzeit eintreten kann, oder vielleicht auch nicht so schlimm, aber in etwa so scheinbar detailgenaue ist das oft beschrieben und zu lesen.

    Was ganz anderes ist der Fakt, daß mit "Internet oder kein Internet" eigentlich schon alles gesagt ist. Jede "eingeschränket Form ist praktisch -kein Internet-

    Aber ! jetzt kommt's doch noch, nämlich das was Herr Obermann schon mal in einem Zeit-Online Interview mit Anmerkung auf einen Provider Streit in USA nannte. Das nennt sich ganz einfach "priviligierte Nutzung" oder auch ein "Zwei-Klassen Internet". Was faktisch bedeuten muß das es dann nur noch für ausgewählte und bestimmte Leute tatsächlich Internet gibt. Der Rest wird mit -kein Internet- abgespeist. Ganz verständlich war es aber ehrlich gesagt nicht, was er da sagen oder andenken wollte.
    Es wirft ja die Frage auf : " Wofür dann Internet bezahlen ?"

    Wird jeder der es Nutzern erklären kann, daß sie gar kein echtes Internet haben, mit einem "Maulkorberlass" mundtod gemacht, oder wie könnte das in Echt aussehen ?

    Wann wir es den ersten von selbst auffallen, daß "Internet" gar kein Fernsehkanal ist ? Denn irgendwie dreht sich bei dem Thema offenbar alles um Film- und Musikangebote. Manche fragen sich bereits wieso Fernseher jetzt eine Tastatur brauchen. ;)
  4. #33

    Langsam

    Zitat von unrolledloop Beitrag anzeigen
    Wer sich mit den Gesetzen unseres Rechtsstaats abfindet und ohne zu Murren darin lebt, muesste auch mit allen Konsequenzen des letzten Abschnittes keine Probleme haben. Wenn doch, sollte er sich dafuer einsetzen "Spielraum"-Kriterien in die Gesetzebuecher zu bringen. Dass unsere Justiz derartig unformal daher kommt, sollte als Mangel und nicht als "Freiheit" eingestuft werden. Wer sagt denn, dass die Unexaktheit der Gesetzesausuebung im Alltag nur zum Vorteil des Einzelnen eingesetzt werden kann, und nicht auch dessen Freiheit berauben koennte?

    Wer mit der rigorosen Einhaltung der Gesetze eines Landes nicht einverstanden ist, soll sich entweder ueber die im gegebenen Wege der Demokratie fuer Veraenderung einsetzen oder auswandern.
    Selbiges Argument gilt auch fuer das Internet: wer zwingt einen denn dazu Facebook, Android und Co. zu benutzen? Richtig, niemand. Solange ich laut AGB des Dienstes, zu denen ich mich mit Beginn der (zumeist kostenlosen!) Nutzung einverstanden erklaere, kann ich nicht erwarten nicht formulierte Rechte zu haben oder etwa Moeglichkeiten zu besitzen diese zu erhalten.
    Die Freiheit besteht hier doch in der Wahl: wenn einem ein Dienst nicht vollends zusagt: nicht nutzen, einen anderen Nutzen, oder selbst gestalten.
    Die allermeisten Gesetze sind für die reale Welt gemacht und sind im Netz nicht ohne Weiteres anwendbar. Das war einigermaßen hinnehmbar, solange man das Internet nicht nutzen musste, also wenigstens die "Freiheit" hatte, ihm fernzubleiben. Diese Zeiten sind aber wohl endgültig vorbei. Ok, ich brauche mich z.B. nicht auf dieser Seite hier herumzutreiben. Aber ich kann z.B. nicht ohne das Internet mit meiner Dirketbank in Verbindung treten oder bestimmte für mich berufsrelevante Informationen zur Kenntnis nehmen, weil sie nur per Internet abrufbar sind. Auch die Printmedien werden zunehmend durch Onlinezeitungen ersetzt. Wenn dieser längst im Gang befindliche Prozess abgeschlossen ist, wird man nicht mal mehr Zeitung lesen können, ohne sich ins Netz zu begeben. Auch der Verkehr mit Behörden, sogar der Verkehr mit dem Finanzamt, wird bald nur per Internet möglich sein, weil es viel zu teuer ist, Büros mit Menschen aus Fleisch und Blut vorzuhalten, bei denen man vorstellig werden kann um seine Anliegen persönlich vorzutragen. Tatsächlich hat sich die virtuelle Welt längst so massiv in die reale Welt gedrängt, so dass die letztere ohne die erstere nicht mehr funktionieren würde. Würden wir heute ohne das Netz dastehen und wären gezwungen, den Gang der Dinge so zu organisieren, wie sagen wir, im Jahr 1970, kämen wir alle möglichen Teufelsküchen. Und wenn das so ist, dann muss man in der Tat dafür sorgen, dass der scheinbare Freiraum, den das Netz gewährt, nicht zur Falle wird, aus der es für den Einzelnen kein Entrinnen mehr gibt. Eben dies ist aber zu befürchten, wenn das Internet nach den dürftigen Spielregeln der Anarchie verwaltet wird statt nach den relativ komfortablen Spielregeln der Demokratie.
  5. #34

    Zitat von mindphuk Beitrag anzeigen
    Dann wird der Staat totalitär (aber nicht das Internet).

    Jemand anderes schrieb das hier schon: Der Staat könnte theoretisch auch alle Briefe öffenen und lesen und wir hatten das auch schonmal.

    Nur um mal zu verdeutlichen, was hier manchmal gefordert wird. Wollen wir wirklich eine neue Stasi, nur damit der Verwerterindustrie die Profite mit ihrem Geschäftsmodell aus dem letzten Jahrtausend nicht flöten gehen?

    Das ist genau die Frage, eine Grundsatzentscheidung, die die Piratenpartei jetzt forciert, und das ist gut so. Denn es muss endlich klargestellt werden, wo wir sind und was wir wollen, statt im stillen Kämmerlein (siehe Fischereiausschuß und ACTA) weiter an dem zu Sägen, was unsere Gesellschaft ausmacht.



    Das Routing ist nur ein Aspekt was das Internet ausmacht, ein anderer Aspekt ist die Protokollfreiheit in den oberen Schichten und die Abstraktion von den reinen Daten. Denn so ist es eben möglich, irgendwas irgendwie zu verpacken und über die normalen Kanäle zu schicken.

    Und wenn man die Leitung kontrolliert, sieht man im Zweifelsfall dort nur Traffic und Rauschen, was dort drinnen steckt, kann man nicht sehen, es sei denn man kontrolliert -alle- Nodes vom Start bis zum Endpunkt und alle evtl. dazwischen liegenden Hops.
    Das ist aber auch genau meine Aussage und auch die Aussage des Autors des Artikels, sofern ich ihn richtig verstanden habe
    ("Die Frage ist, ob wir in einer solchen Welt leben wollen.")

    Siehe auch
    Freiheit im Netz : Das Internet ist totalitär

    Das Problem ist einfach das der Aufwand immer höher wird. Auch in einem totalitären Staat kann man die Überwachung umgehen mit dem entsprechenden Wissen und dem entsprechendem Risiko. Auch in Briefen kann ich geheime Botschaften verstecken sofern diese geöffnet und gelesen werden. Da gibt es zum Netz keinen Unterschied.

    Aber wollen wir in einer solchen Welt leben?
    Wehret den Anfängen .... wählt Piraten ;)
  6. #35

    Wacht doch mal auf!

    Wacht doch mal auf! Das Internet ist doch schon totalitär. Firmen und ihre Horden von Marketingspezialisten wissen genau worauf wir klicken und welchen Bericht wir lesen oder sehen.
    Sie wissen wohin wir uns bewegen was wir zu essen Kaufen und vielleicht auch was wir in Fernsehen sehen wenn es Digital übertragen wird. Sie kennen unsere Freunde und sie wissen was wir lieben und hassen aber auch wes wir begehren und keinen sagen.
    Jeder weiß ein bisschen und der der genügend Geld hat bekommt zu jeden die Puzzleteile die er möchte
    Dazu laufen zwei Schwärme von Usern die einen die sich spontan oder iniziert zu einer Horde verwandeln und dabei alles niedertrampeln was in ihren Weg ist und die anderen die „Hail to the thief” schreien.
  7. #36

    Zitat von mcmercy Beitrag anzeigen
    [...]
    Kommt die Vorratsdatenspeicherung liest man einfach alles mit und kann Monate später noch den Namen zur passenden IP ermitteln. Verschlüsselung hilft allenfals bei 1 zu 1 Kommunikation und da ist der Aufwand recht hoch, so dass das nur für wirkliche Verbrecher praktikabel ist, der Normalbürger verschlüsselt keine Emails.
    VPN auf einen (zB.) russischen Proxy ist 1:1 und man ermittelt die IP eines Proxy außerhalb der eigenen Rechtsprechung.
    Meinetwegen auch über Monate gespeichert.

    Nicht jeder, der solche Konfigurationen nutzt, muss ein Verbrecher sein. Für den "Normalbürger" mag das momentan zu kompliziert sein.
  8. #37

    Zitat von mindphuk Beitrag anzeigen
    Das ist bei dezentralen Netzen nicht mehr möglich. Wenn eine Datei nicht von einer Person hochgeladen wird, sondern im Netzwerk verteilt ist, kann man die Herkunft nicht mehr heraus finden. Versuch mal, den Uploader einer Datei im Freenet zu ermitteln.
    Der ISP kann das sehr wohl.
    Denn:

    Zitat von mindphuk Beitrag anzeigen
    Man kann auch IP-Adressen verschlüsseln. Genau das wird im Tor und im Freenet gemacht.
    Versuchen Sie mal mit einer "verschlüsselten" IP Kontakt mit Ihrem ISP aufzunehmen. Das geht nicht. Sie können sie bestenfalls spoofen.
  9. #38

    Re: unfassbar!!!!!!!!!!

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    so ein hahnebüschener Quatsch! Dadurch, dass jeder Beutelschneider und Strauchdieb sich im WorldWideWeb als was-weiß-ich gerieren kann wanken ganze Branchen schon, werden Innenstädte verwaist, weil Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen.
    Bestimmt alles Internet Raubmordkopierer, oder?

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Diese ganzen Heilsversprecher im gesetzlosen,
    Das Internet ist nicht gesetzlos.
    Oft kolportiert, aber dennoch falsch.

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    digitalen Nirvana dürfen sich in allen möglichen Dingen Fachkompetenz andichten, dürfen so tun, als seien sie billiger und mindestens genauso gut, wie die Fachleute pro Produkt oder Dienstleistung, die jahrlang in ihrem Fach arbeiten, die nachweislich Ahnung haben von dem, was sie anbieten und verkaufen.
    Aus Ihrem Beitrag spricht viel Verbitterung, IMO.
    Warum?

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Jeder Schwachkopf kann z.B. Flugtickets vermitteln oder Hausratsversicherungen.
    Jetzt werden Sie auch noch pampig.
    Nein, nicht jeder "Schwachkopf" kann das.
    Sie waren es doch, der auf fachliche Qualifikation wert legt.

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Vergleichs- oder Bewertungsportale nehmen für sich in Anspruch, einen Markt zu liberalisieren. Dabei sind sie entweder nur dazu da, mithilfe prominenter Reklameschreier Kompetenz für überteuerte Produkte vorzugaukeln oder von der Konkurrenz gedungene Beurteilungen vorzulügen.
    Das mag so sein. Mir persönlich gefällt das auch nicht.
    Zu der Gaukelei gehören aber immer zwei.
    Offensichtlich lässt sich damit Geld verdienen.

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Kreative Leistungen, die immer schon von einer Gruppe von wenig Begabten gering geschätzt wurden,
    Jetzt werden Sie aber beleidigend. Was soll das?
    Glauben Sie, als "Kreativer" etwas besseres zu sein?
    In welchem Bereich sind Sie denn "kreativ" tätig? Na?

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    die sollen plötzlich Allgemeingut werden, Künstler sollen endlich leer ausgehen.
    Ich glaube, Sie lesen die falschen Zeitungen (um es vorsichtig auszudrücken). Woher nehmen Sie diesen Vorwurf?

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Dabei würden wir ikm er noch auf Bäumen hocken und mit Keulen um uns wedeln, wenn es nicht die kreative Leistung von begabten Menschen gegeben hätte.
    Pff.
    Hätten die damals schon Verwertungsgesellschaften gehabt, würden wir tatsächlich noch dort sitzen.

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Aber nur zu, der digitale Webpöbel will die Anarchie.
    Naja, kommen Sie mal ein wenig runter ;-)

    Zitat von medienquadrat Beitrag anzeigen
    Und da kann man schon mal erzählen, dass jede Einschränkung der Freiheit gleichzusetzen ist mit den finstersten Erfahrungen der deutschen Vergangenheit.
    Und lassen Sie die Nazikeule stecken.
    Mit der Nummer schießen Sie sich bei Ihrer Argumentation nur in das eigene Knie.
  10. #39

    Guter Einwand

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen
    Vollumfängliches DPI übersteigt bei weitem die Möglichkeiten jedes Providers. Und das wird auch noch ein Weilchen so bleiben, da das Datenvolumen durch die stetig steigenden Bandbreite und die "Generation Facebook", die aus jedem Furz einen Film macht, deutlich schneller steigt, als die Rechenleistung und Speicherkapazität der Providerhardware.
    Der zukünftige Verkehr wird über optische Medien/"Router" abgewickelt. Kein DPI der Welt wird da ohne nennenswerte Verzögerung greifen können.

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen
    Sie müssten ja nicht nur einzelne Pakete, sondern zumindest einen repräsentativen Teil auf eingebettete Inhalte überprüfen. Da der Sender aber i.d.R. eine Empfangsbestätigung für Paketen erwartet, müssen sie das Paket ausliefern, damit fortlaufend weitere gesendet werden ODER für Sender und Empfänger jeweils die Gegenstelle simulieren (man in the middle-Scenario).

    Verschlüsselte, gepackte oder neu gerenderte Inhalte sind für DPI garnicht erfassbar... kein Computer dieser Erde könnte eine umgepackte BLUE-RAY während des Downloads in Echtzeit von einem Urlaubsvideo unterscheiden. Dazu fehlen im schlichtweg die Vergleichsdaten...

    der Scanner des Providers hat Avatar schließlich nie im Kino gesehen...