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Freiheit im Netz : Das Internet ist totalitär
CorbisDas Internet sei allzu frei, ist derzeit öfter zu hören und zu lesen, gerade die Piratenpartei wolle eine digitale Welt ohne Regeln. Tatsächlich ist das Netz ideal geeignet zur Durchsetzung von Gesetzen - wenn man das denn will. Es hat sogar totalitäres Potential.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...828270,00.html
- #20 18.04.2012 17:48 von
@ Infonautiker & mindphuk
Ihre Argumentation ist kurzsichtig.
Es ist unbestritten das immer Möglichkeiten geben wird Überwachung zu umgehen, aber je ausgefeilter technische Überwachungsmaßnahmen sind desto mehr technisches Wissen wird dazu benötigt. Ein Wissen das dem Großteil der Bevölkerung nicht zur Verfügung steht.
Verschlüsselung muss erst mal angewendet werden, Steganographie muss erst mal angewendet werden.
Was nützen Umgehungstechniken die nur von einer kleinen Gruppe innerhalb einer Gesellschaft beherrscht?
Grüße
D. - #21 18.04.2012 17:53 von
- #22 18.04.2012 17:54 von
- #23 18.04.2012 18:01 von
Naja, die Möglichkeiten bestimte traffictypen auch bei Verschlüsselung zu erkennen gibt es auch schon, aber das ist ja genau das Problem das das ganze am Ende auf eine Hase und Igel Problem rausläuft. Entweder man stoppt den Unsinn jetzt ein für alle mal, oder am Ende haben wir ein System mit totaler Überwachung und Gesetze, bei Veschlüsselung ganz verboten ist, oder nur mit Methoden und Schlüsseln, die der Staat entschlüsseln kann.
- #24 18.04.2012 18:02 von
Das Runterladen eines Programms und dessen Benutzung durch wenige Mausklicks mit Untergrundaktivität (unter Lebensgefahr!) in einem totalitären System zu vergleichen, das ist kurzsichtig.
Wie ich eben schon geschrieben habe, braucht man heute für sowas kein Spezialist mehr zu sein auch dabei hilft das Internet (und das beweisst, dass das Internet eben nicht totalitär ist). Denn andere haben sich längst die Arbeit gemacht und entsprechende Bundles zusammen gestellt.
Das Internet wurde erfunden, um einen reibungslosen Informationsaustausch auch unter der Gefahr eines 3. Weltkrieges zu gewährleisten. Und genau diese Eigenschaft macht das Internet unkontrollierbar. - #25 18.04.2012 18:10 von
Freies Netz
Freies Netz für freie Bürger!
Jaja, ich weiß, das gab es eh noch nie, es sei denn, man kannte manchmal recht umfangreiche Umwege.
Ist es denn sooooo schwer , dem Sinn unseres Grundgesetzes genüge zu tun und private/persönliche Schutzzonen zu definieren, wo Niemand, außer der betroffenen Person selbst, seine "Nase" rein zu stecken hat?!
Selbstversändlich können in sicherheitsrelevanten und kapitalverbrechecherischen Ausnahmefällen per Gerichtsbeschluss klar umrissene Ausnahmefälle genehmigt werden.
Aber das Herumschnüffeln von staatlichen und privaten/gewerblichen Wunderfitzen in Computern Dritter, verstößt ganz klar gegen unsere Rechtsordnung.
Demokratie in unserer gewohnten Freiheit ist eben kein Selbstläufer.
Das muss jeden Tag auf `s neue erkämpft und verteidigt werden. - #26 18.04.2012 18:11 von
das ist jetzt aber ein bisschen viel Insiderinformation für den normalen Forentroll...
... und gleichzeitig mehr Wahrheit als der gesamte zugrunde liegende Artikel.
Vollumfängliches DPI übersteigt bei weitem die Möglichkeiten jedes Providers. Und das wird auch noch ein Weilchen so bleiben, da das Datenvolumen durch die stetig steigenden Bandbreite und die "Generation Facebook", die aus jedem Furz einen Film macht, deutlich schneller steigt, als die Rechenleistung und Speicherkapazität der Providerhardware.
Sie müssten ja nicht nur einzelne Pakete, sondern zumindest einen repräsentativen Teil auf eingebettete Inhalte überprüfen. Da der Sender aber i.d.R. eine Empfangsbestätigung für Paketen erwartet, müssen sie das Paket ausliefern, damit fortlaufend weitere gesendet werden ODER für Sender und Empfänger jeweils die Gegenstelle simulieren (man in the middle-Scenario).
Verschlüsselte, gepackte oder neu gerenderte Inhalte sind für DPI garnicht erfassbar... kein Computer dieser Erde könnte eine umgepackte BLUE-RAY während des Downloads in Echtzeit von einem Urlaubsvideo unterscheiden. Dazu fehlen im schlichtweg die Vergleichsdaten...
der Scanner des Providers hat Avatar schließlich nie im Kino gesehen... - #27 18.04.2012 18:16 von
Wenn aber aus genau dem Grund irgendwann schon der Zugriff auf solche Programme verboten und geblockt wird wie kommt man dann an diese Programme? Nicht mehr mit wenigen Mausklicks. Und es gibt schon Ansätze zu Gesetzen die manche Programme verbieten wollen (Hackertools)
Das gilt in sofern als das die Datenpakete sich immer einen Weg suchen. Irgendwann aber müssen die Datenpakete beim Empfänger ankommen bzw. beim Sender verschickt werden. Und das ist nur eine Leitung (Zugangsprovider) die sehr wohl kontrollierbar ist. - #28 18.04.2012 18:17 von
Wikipedia ist das Gefährlichste
Das Internet ist sicher eine gute Erfindung, birgt aber große Gefahren.
Aus meiner Sicht ist Wikipedia das Gefährlichste, da die meisten Menschen die kritische Bewertung von Information durch sklavischen Glauben an das ersetzen, was in Wikipedia geschrieben steht.
Und das ist wirklich gefährlich. - #29 18.04.2012 18:26 von
naja, ganz so funktioniert das nicht, was man halt nur sieht ist eine(Ihre) Verbindung zum Torserver, und sonst dann erstmal Rauschen. D.H. man sieht nicht wohin sie surfen oder was Sie machen, zumindest beim normalen Surfen. Trotzdem ist auch das nur begrenzt sicher (selbst wenn der Tor Server als solcher sicher ist). Man kann ggf. identifizieren, welcher auf der Ihnen abgewandten Tor Seite als böse identifizierter Traffic zu Ihnen geht.
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