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Freie Journalisten: Arm, aber verblüffend glücklich

SPIEGEL ONLINESie gehen ihrem Beruf mit Elan nach, haben eine gute Ausbildung - aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen. Freie Journalisten rutschen in den Niedriglohnsektor und halten sich nebenher oft mit PR-Aufträgen über Wasser. Trotz mieser Bezahlung macht Freelancern ihre Arbeit Freude.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...838734,00.html
  1. #30

    PR Jobs

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehen ihrem Beruf mit Elan nach, haben eine gute Ausbildung - aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen. Freie Journalisten rutschen in den Niedriglohnsektor und halten sich nebenher oft mit PR-Aufträgen über Wasser. Trotz mieser Bezahlung macht Freelancern ihre Arbeit Freude.

    Freie Journalisten: Arm, aber verblüffend glücklich - SPIEGEL ONLINE
    Halten sich mit PR-Jobs über Wasser - das ist dann eben auch der Grund für den ein oder anderen Artikel in Onlinemedien. Allerdings stehen Ofllinemedien dem oft auch nicht viel nach. Wenn ein neues IPad veröffentlicht wird kommt es als wichtige Nachricht selbst in der Tagesschau. Und die können sich nun wirklich nicht über fehlendes Geld beklagen.
    Teilweise ist das reine Werbung, als die PlayStation2 rauskam wurde das System derart übertrieben gehypt, das grenzte nicht nur an verarsche, das war es. Es wurde weder das angekündigte COmputersystem draus, noch hatte es fotorealistische Grafik - tatsächlich war die Auflösung deutlich schlechter als die der Dreamcast. Es hat lange gedauert bis die Spiele wenigstens DreamcastQualität hatten. Auch der Versprochene Onlinemodus hat lang gedauert. Doch die Berichte bei Markteinführung bei allen Medien waren reine total übertriebene PR.

    Und da gibt es viele Beispiele. Alle Meiden haben inzwischen mehr oder weniger Werbung für Produkte oder Gruppen in ihren redaktionellen Beiträgen. Mal mehr, mal weniger. Ob Parteien oder Produkte.
    Allerdings hätte ich auch früher nur selten eine Zeitung/ein Magazin gekauft. Oft habe ich mich damals schon geärgert das immer das selbe drinsteht.
    Nehmen wir mal als ganz schlimmes Beispiel die "Fit for Fun". Die allerersten Ausgaben waren echt klasse, hohe Informationsdichte, die hätte man sich echt aufheben sollen. Da habe ich mir schon gedacht, schnell haben die alles abgearbeite was es zum Thema Sport gibt.
    So war es dann wohl auch, jetzt ist auf jedem Titel das selbe: "in X tagen zum Traumkörper" und "Y0 Kg abnehmen in Z Tagen".
    Solche Beispiele gibt es viele. Mir hat mal der Sohn eines in dem Zeitungsbereich arbeitenden gesagt das ein grossteil der Magazine und Zeitungen nur deshalb existiert, um Werbeanzeigen zu plazieren. Wenn ein Verlagshaus mehr Werbung verkaufen kann als es Medien hat, dann wird einfach ein neues aufgelegt und da packt man dann die Anzeigen rein.

    Es macht einfach keinen Sinn gross was zu kaufen. Inzwischen habe ich selbst beim Arzt im Wartezimmer keine Lust mehr da irgendwas zu lesen.
  2. #31

    Beruf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehen ihrem Beruf mit Elan nach, haben eine gute Ausbildung - aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen. Freie Journalisten rutschen in den Niedriglohnsektor und halten sich nebenher oft mit PR-Aufträgen über Wasser. Trotz mieser Bezahlung macht Freelancern ihre Arbeit Freude.

    Freie Journalisten: Arm, aber verblüffend glücklich - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen! Also gibt es viele putzfrauen die weniger verdienen?! Und wie kann man einen körperlich sehr schweren job mit einem büro job vergleichen?! Mir zeigt der artikel das putzfrauen imme rnoch viel zu wenig verdienen und viele leute klagen sich aber nicht bewußt sind das sie zwar nicht viel verdienen aber auch keine harten job haben. Scheint aber IN zu sein zu jammern auch wenns einem gut geht.
  3. #32

    Viel Geld...

    Zitat von roger_32 Beitrag anzeigen
    Uns freie Journalisten macht es geradezu überglücklich die Begehrlichkeiten der geschätzten Konsumenten für einen Hungerlohn zu befriedigen.
    Was für ein ausgemachter Blödsinn.
    In meinem Umfeld schauen sich freie Journalisten massenhaft nach anderen Betätigungsfeldern um.
    Der freie Journalismus ist eine aussterbende Art - Kollegen wie F. Überall die Ausnahme.
    Freie Journalisten haben keine Lobby und keine Tarifverträge und werden in der Regel nach dem Prinzip: friss unsere Bedingungen oder stirb behandelt.
    Statt diesem Arm-aber-glücklich-Quatsch sollte vielleicht einmal eine Studie über Krankheits-, Burn-Out- und Selbstmordfälle unter freien Journalisten veröffentlich werden.
    Genau! Entlarvend ist auch die Gegenüberstellung der Verdienstmöglichkeiten der "Freelancer", die einerseits "...freiberuflich zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche (arbeiten). Und (...) auf knapp tausend Euro brutto im Monat..." kommen - andererseits mit einem "erfolgreichen" Freien, der 7000 Euronen verdient. Aus Letzterem wird dann der Schluß gezogen, alle würden glücklich sein.
    Schmarrn!
  4. #33

    Grundsicherung kontra Korruption im Journalismus

    Wer von Hartz4Knast bedroht arbeiten muss, muss im Interesse derer arbeiten, die sich Geld aneignen konnten, zahlen können... Alternativen, u.a.: Existenz sicherndes Bürgergeld.
  5. #34

    Nicht benötigt

    Zitat von existenzrecht Beitrag anzeigen
    Wer von Hartz4Knast bedroht arbeiten muss, muss im Interesse derer arbeiten, die sich Geld aneignen konnten, zahlen können... Alternativen, u.a.: Existenz sicherndes Bürgergeld.
    Tut mir leid, aber das kann ich nicht teilen. Hartz-Bezieher sind nunmal in aller Regel genau die Leute, die niemand haben will. Nicht mal, wenn Not am Mann ist. Ich habe in vielen Jahren u.a. eben auch das sogenannte "Prekariat" kennengelernt. Mich wundert nicht, daß diese Menschen niemand einstellen will. In einer durchorganisierten Welt, in der vor allem Maschinen blödsinnige, sich wiederholende Arbeiten erledigen, sind diese Leute halt nicht mehr gefragt. Ist so, und wird sich noch verschärfen.
  6. #35

    Freischreiber

    Gutes Beispiel: hier war grade noch Zeit für die Erwähnung von DJV und DJU (ohne die fundamentalen Unterschiede, auch in den Interessen, zu erwähnen)...
    Dass sich Freie Journalisten, die sich bisher nicht vertreten fanden, seit Jahren schon (und immer erfolgreicher) im Berufsverband "Freischreiber" organisieren, dafür hat die Recherche nicht mehr ausgereicht. Schade. Gibt doch Internet: www.freischreiber.de
  7. #36

    nene

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Genau! Entlarvend ist auch die Gegenüberstellung der Verdienstmöglichkeiten der "Freelancer", die einerseits "...freiberuflich zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche (arbeiten). Und (...) auf knapp tausend Euro brutto im Monat..." kommen - andererseits mit einem "erfolgreichen" Freien, der 7000 Euronen verdient. Aus Letzterem wird dann der Schluß gezogen, alle würden glücklich sein.
    Schmarrn!
    ...........

    Vielfach ist es eher umgekehrt, daß nämlich der 7000er derartig unter Druck steht, daß er gar nicht mehr frei arbeiten kann, Verlage und andere Medien arbeiten heute ähnlich Finanzämtern und ihre Zuträger sind reine Funktionsträger, die sofort vom Fenster weg sind, wenn sie diese Funktion nicht mehr erfüllen, während der 1000er häufig noch Gestaltungsmöglichkeiten hat, sein Thema und dessen Ausgestaltung aussuchen kann.
    Geld ist eben nicht der einzige Erfolgs- und Glücklichkeitsmaßstab!
    rabenkrähe
  8. #37

    Es gibt noch mehr solche Berufe...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehen ihrem Beruf mit Elan nach, haben eine gute Ausbildung - aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen. Freie Journalisten rutschen in den Niedriglohnsektor und halten sich nebenher oft mit PR-Aufträgen über Wasser. Trotz mieser Bezahlung macht Freelancern ihre Arbeit Freude.

    Freie Journalisten: Arm, aber verblüffend glücklich - SPIEGEL ONLINE
    ...junge ÄrztInnen und AnwältInnen z.B. Am Anfang merkt man vor Interesse und Neugier nicht, wie schlecht es einem geht. Ist das weg, kommt der Frust.
  9. #38

    Glück ist sehr relativ

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehen ihrem Beruf mit Elan nach, haben eine gute Ausbildung - aber verdienen teils schlechter als Putzfrauen. Freie Journalisten rutschen in den Niedriglohnsektor und halten sich nebenher oft mit PR-Aufträgen über Wasser. Trotz mieser Bezahlung macht Freelancern ihre Arbeit Freude.

    Freie Journalisten: Arm, aber verblüffend glücklich - SPIEGEL ONLINE
    Interessante Ergenbnisse, wenn sie überhaupt wahr sind! Im TV-Sektor treffen sie auf jeden Fall nicht zu! Hier bewegt sich die Entlohung auch schon seit Jahren so dramatisch nach unten, dass immer weniger Autoren von ihrem Beruf leben können und sich immer mehr überlegen, vollkomen auszusteigen! Mit Zufriedenheit und Glück hat das wahrlich nichts zu tun!
  10. #39

    basis...

    Ok, die letzte Studie der FernUni dazu hatte - Achtung - "290 Freelancer und Festangestellte aus dem IT- und Medienbereich".
    http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2011/03/02-am-freelancer.shtml

    Ich will jetzt gar nicht wissen, wie groß der Anteil der Freien Journalisten war. Bei der Zahlenbasis kann man sich natürlich jede Aussage schönschreiben... :-(((


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