Was für ein*Start: Die deutschen Fußball-Frauen haben ihr erstes Spiel bei der Heim-WM*gewonnen. Gegen*Kanada verzauberte*die Elf von Silvia*Neid*die Zuschauer in*Berlin mit mitreißenden Offensiv-Aktionen und*schönen Toren. Am Ende musste der Titelverteidiger trotzdem zittern.***
http://www.spiegel.de/sport/0,1518,770633,00.html
... Frauenfußball ist schlechter als Männerfußball hab ich schon in der Schule verabscheut. Und Spiele, in denen fast reine Mädchenmannschaften gegen die Jungs spielen mussten, genauso.
Das funktioniert nicht.
Frauenfußball ist eine andere Sportart als Männerfußball. Klar, es ist der gleiche Sport, mit den gleichen Regeln, aber anderen Maßstäben. Und wenn die deutschen Frauen gut spielen, dann IMMER im Vergleich zu den Gegnern, nicht zu den Männern. Wobei mir Teamspiel und Fairness viel mehr gefallen, als testosterongestärktes Rumgebolze auf dem Rasen. Nein - Danke.
Dass die Medien Frauenfußball aufgreifen, hängt mit etwas wichtigem zusammen: Nennen Sie mir eine Sportart, in der die Frauen es mal schaffen, auf den Titelseiten der Zeitungen zu stehen. Selbst Dirk Nowitzki, der zwar gebürtiger Deutscher ist, aber in den Vereinigten Staaten für ein us-amerikanisches Basketballteam spielt, schaffte es. Aber Frauenfußball interessiert ja angeblich keinen... Vielleicht interessiert es eben doch. Nur die Medien haben es bisher versäumt, sich daraum zu kümmern.....
ICH habe nirgends was von Spitzenklasse geschrieben. Den Schuh haben SIE mir einfach mal jetzt so angezogen. Das ist nicht nett :)
Über das "Gehype" kann man sich natürlich gerne kontrovers streiten - aber DAZU habe ICH mich ja EBENFALLS NICHT geäussert.
Muss ich jetzt immer dazuschreiben wer von den Foristen sich angesprochen fühlen soll oder wie ? ...herrjeh :)
Man kann es nicht oft genug wiederholen: die Wenigsten, die sich in diesem Thread kritisch äußern, haben etwas gegen Frauenfußball per se. Was stört und verstört ist der mediale, auf Knopfdruck inszenierte Hype. Begeisterung für eine Sportart, die sonst kaum jemand groß verfolgt, lässt sich nicht von heute auf morgen künstlich herbei zaubern.
Statt mit nüchterner Berichterstattung (siehe z.B. der Artikel der FAZ zum heutigen Spiel) aufzuwarten, geht jedes journalistische Maß verloren. Eine Randsportart wird als riesiges Event inszeniert. Alle (!!!!) Spiele werden im Fernsehen übertragen (was selbst bei der Männer-WM nicht sinnvoll, da nicht hochwertig und interessant genug ist), von früh bis morgen Berichte und Artikel in allen Medien, und immer wieder der Verweis auf das Sommermärchen 2006.
Leidtragende sind vor allem unsere Fußballerinnen, denen das alles selbst ziemlich unheimlich sein muss. Sie haben es nicht verdient, dass ihre Leistungen mit denen der Männer verglichen oder ihr Sport für feministisch geprägte Geschlechterdebatten missbraucht wird - genau dies aber provozieren die Medien.
Ja und? Jede Männer 200 fegt auch die Nummer 1 im Damen Tennis vom Platz.
Stellen sie sich mal vor, was eine 16j. Männer Auswahl im Basketball mit den dem deutschen Damen NM Team machen würde.
Das ist nun mal so, wenn Männer körperlich den Frauen deutlich überlegen sind.
Das hat mittlerweile hier im Forum so einen Bart.
Nochmal: Es ist Frauenfußball.
Und der Forist meinte, dass sich die ganzen Nörgler hier im Forum (bis auch ganz wenige Ausnahmen) auf dem Platz eine blutige Nase holen würden.
Also wenn man jetzt mal den Männerfussball ausblendet war das ein relatives normales Spiel.
Beide Mannschaften haben geackert ( ineinander geprallt zb.), Konditioniell sind die Deutschen schon gut, aber den Kanadier hat man schon leicht angemerkt, dass da noch ein Stückchen professionelles Training fehlt.
Was dem Spiel zum Gute kam, die Kanadier haben schlecht verteidigt, haben zu viele Pässe ermöglicht etc.
Sieht natürlich spektakulärer aus, aber wenn beide Abwehrreihen besser stehen bzw die ganze Mannschaften besser den Raum ausnutzen/abdecken sieht es nicht mehr so spektakulär aus.
Pässe so lala, für Frauen bestimmt gut ( die deutschen gehören ja zur Weltspitze) aber manchmal war es nur gedräsche.
Was soll diese ständige Arroganz, den Frauenfußball so pauschal abzuqualifizieren? Frauen sind keine Männer,
natürlich nicht, Frauen spielen auch nicht wie Männer Fußball, natürlich nicht, aber sie spielen einen sehr ansehnlichen Fußball, mittlerweile auch kampfbetont und technisch durchaus anspruchsvoll. Auf jeden Fall ist das spannende Unterhaltung, die Medien nicht erst groß schreiben müssen. Manches Spiel der deutschen Männernationalmannschaft in der Vergangenheit hatte bei weitem nicht diesen Unterhaltungswert und nicht einmal die technische Qualität, die einige der deutschen Nationalspielerinnen stellenweise vorgeführt haben. Mich freut das sehr, was die Frauen da zeigen. Ich bin gar nicht scharf darauf, die Blutgrätsche mit doppeltem Aufschrei als Qualitätsmerkmal auch im Frauenfußball zu sehen. Die gehen auch so ganz schön zur Sache.
Ein bisschen irritiert bin ich allerdings über die Einzelkritik der Spielerinnen bei Spiegel Online. Beste Spielerin auf dem Platz war bis zu ihrer Auswechselung m. E. Célia Okoyino da Mbabi, die derzeit technisch wohl das Beste ist, was der deutsche Frauenfußball zu bieten hat. Wie die die Bälle angenommen und dann verteilt hat und dabei auch noch brandgefährlich und ein ständiger Unruheherd in der kanadischen Hälfte war, das war echt sehenswert. Die Frau war ständig in Bewegung und muss die Lunge eines Pferdes haben. Alle Achtung...!
Der Frauen-Männer-Vergleich wird übrigens nicht von denen angestrengt, die den Frauenfußball kritisieren. Das "Sommermärchen" und all die anderen Copy-Cats ´06 die seit Tagen durch die Medienwelt geistern, kommen offenkundig eher aus der Feder von Frauenfußballfreunden. Ich für meinen Teil vernahm nicht mal von der gern auch mal reaktionären FAZ einen kritischen Beitrag zum Thema. Ganz ohne Chauvi-Attitüde und erst recht fernab jeder 50er-Jahre-Rhetorik sage ich einfach mal, dass hier in bester PR-Manier ein Produk mit dem Vehikel der Emotion verkauft werden soll.
Ich danke übrigens für den Beitrag des Forenmitglieds, der die Sprache des ARD-Kommentators kritisierte. Der Gipfel der Positiv-PR war erreicht, als folgender Satz fiel: "Die Entwicklung des Frauenfußballs ist phänomenal. Waren bei der ersten WM in China (!) gerade mal 7 Deutsche mitgereist (!), sind es jetzt mehr als 70 000" <-- im Heimatland. Übrigens in einem von bestenfalls vier Ländern, in denen Frauenfußball überhaupt haaaaaalbwegs seriös betrieben wird. Spätestens da wird es nämlich dann eng mit der sportlichen Werthaltigkeit eines Titels.
Und da viele hier ja so gern lachen, habe ich mal für die Kritiker-Fraktion ein tagesaktuelles Zitat im Petto. Nico Rosberg (Formel 1 Fahrer): "Man schaut doch auch Paralympics - Menschen, die nicht ganz so große Leistungen bringen können, aber unter sich ist es trotzdem spannend"
;-)
Also so ein Blödsinn?! (Sorry für die Wortwahl.)
Die Medien haben es definitiv nicht versäumt, hier gibt es ebensoviele gute Leute (Profis) wie schlechte (Dilettanten). Die Profis haben es garantiert nicht versäumt.
Wie ein anderer Vorschreiber es bereits geschrieben hat: es wird künstlich aufgeblasen, weil die Chance auf das große Geld mit FUSSBALL gewittert wird. Das ist nämlich der einfache Weg.
Der faire Weg wäre der schwierigere und somit auch der finanziell vermutlich weniger lukrative. Für private Medien nachvollziehbar, v.a. für die Bild (nur traurig, dass SPON hier so mitzieht), für öffentlich-rechtliches Fernsehen auf keinen Fall.
Und das ist die eigentliche Sauerei. Das Frauen in ihrem jeweiligen Sport (natürlich auch im Fußball, aber eben auch in ALLEN ANDEREN Sportarten!) großartige Leistungen bringen, die nicht mit Männerleistungen vergleichbar sind, ist unbestritten.