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Frauenfußball an US-Hochschulen: Ich kicke, also nehmt mich!

DPAFußballerinnen sind in den USA heiß begehrt: Colleges und Hochschulen suchen in Deutschland nach Talenten und bieten hoch dotierte Stipendien. Die Freiburgerin Jana Linke nutzte die Chance. Bereut hat sie das nicht, aber nach der nächsten Saison will sie zurück.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...846289,00.html
  1. #1

    Einen Bachelor aus den USA ...

    ... kombiniert mit einem Master in Deutschland ist unschlagbar. Ich wäre drüben geblieben.
  2. #2

    Ein Bachelor aus den USA...

    ... ist etwa wie die deutsche gymnasiale Oberstufe plus 2 Jahre (Grund-)Studium, also für einen Deutschen mit Abitur eigentlich 2 vergeudete Jahre mit Pflichtkursen wie "social problems" oder "religious studies" (je nach College), egal welches Hauptfach man studiert.

    Zitat von herrdörr Beitrag anzeigen
    ... kombiniert mit einem Master in Deutschland ist unschlagbar. Ich wäre drüben geblieben.
    Was daran "unschlagbar" sein soll, erschließt sich mir nicht. Der Master hier ist eigentlich das gleiche wie das frühere Diplom, während der dortige Master an einer guten Uni wohl eher etwas anspruchsvoller (da wissenschaftlicher ausgerichtet) ist.
    Oder meinen Sie "unschlagbar" in Bezug auf den nötigen Arbeitsaufwand?
  3. #3

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    ... ist etwa wie die deutsche gymnasiale Oberstufe plus 2 Jahre (Grund-)Studium, also für einen Deutschen mit Abitur eigentlich 2 vergeudete Jahre mit Pflichtkursen wie "social problems" oder "religious studies" (je nach College), egal welches Hauptfach man studiert.
    Solche pauschalen Aussagen sind immer wenig hilfreich. Es kommt sehr wohl auf die Wahl der Uni sowie auf das Hauptfach an. Es gibt Fächer und Unis (und zwar nicht nur teure Privatunis) an denen ist der US-Bachelor allemal sinnvoller als das was man in Deutschland heute Bachelor nennt.
    Womit sie recht haben ist, dass in den USA die Pflichtkurse teilweise wenig mit dem eigentlichen Studienfach zu tun haben....was ich aber nicht immer als negativ sehen würde. Hierzulande hat man das andere Extrem, da bleibt inzwischen in vielen Fächern kaum noch Zeit überhaupt mal in eine andere Richtung reinzuschnuppern.
  4. #4

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Es gibt Fächer und Unis (und zwar nicht nur teure Privatunis) an denen ist der US-Bachelor allemal sinnvoller als das was man in Deutschland heute Bachelor nennt.
    Kein Widerspruch, aber da habe ich auch nie was anderes behauptet. Der hiesige Bachelor muss erst noch zeigen, was er taugt.

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Womit sie recht haben ist, dass in den USA die Pflichtkurse teilweise wenig mit dem eigentlichen Studienfach zu tun haben....was ich aber nicht immer als negativ sehen würde. Hierzulande hat man das andere Extrem, da bleibt inzwischen in vielen Fächern kaum noch Zeit überhaupt mal in eine andere Richtung reinzuschnuppern.
    Stimmt auch, aber genau dafür gibt es bei uns die gymnasiale Oberstufe, die in den USA wohlgemerkt nicht existiert. Und wer will, kann natürlich auch in D-Land beim Studium in andere Richtungen reinschnuppern; aber er wird halt nicht zu Sachen *verpflichtet*, die ihn überhaupt nicht interessieren und nichts mit dem Fach zu tun haben.
    Diese Selbständigkeit und Wahlfreiheit ist klassischerweise genau der Unterschied zwichen Schule und Studium.

    Letztendlich ist das Ganze aber auch schlicht ein kultureller Unterschied: hier ist ein Studium nicht notwendig für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn, weil es z.B. im Handwerk das Ausbildungssystem gibt.
    In den USA braucht man für nachezu alles, was keine Hilfsarbeitertätigkeit ist, einen Collegeabschluss (=Bachelor). Eine Krankenschwester hat dort halt z.B. Nursing studiert (oder auch was ganz anderes, man hat ja mit dem College auch Allgemeinbildung erlangt und andere Skills erworben).
    Allein von daher ist und bleibt eine Vergleichbarkeit trotzt derselben Benennung der Abschlüsse schwierig bis unmöglich.
  5. #5

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Kein Widerspruch, aber da habe ich auch nie was anderes behauptet. Der hiesige Bachelor muss erst noch zeigen, was er taugt.
    Naja, sie schrieben ein deutscher Abiturient würde in den USA zwangsläufig und unabhängig vom Fach 2 Jahre verschenken. Das stimmt aber so halt nicht.

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Und wer will, kann natürlich auch in D-Land beim Studium in andere Richtungen reinschnuppern; aber er wird halt nicht zu Sachen *verpflichtet*, die ihn überhaupt nicht interessieren und nichts mit dem Fach zu tun haben.
    Diese Selbständigkeit und Wahlfreiheit ist klassischerweise genau der Unterschied zwichen Schule und Studium.
    Genau das ist mit dem neuen Bachelorsystem fast nicht mehr möglich und auch schon vorher war das bei weitem nicht bei allen Fächer drin. Gerade in den Naturwissenschaften und bei den technischen Fächern bleibt in Deutschland kaum Zeit irgendwas anderes zu machen.


    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Letztendlich ist das Ganze aber auch schlicht ein kultureller Unterschied: hier ist ein Studium nicht notwendig für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn, weil es z.B. im Handwerk das Ausbildungssystem gibt.
    In den USA braucht man für nachezu alles, was keine Hilfsarbeitertätigkeit ist, einen Collegeabschluss (=Bachelor). Eine Krankenschwester hat dort halt z.B. Nursing studiert (oder auch was ganz anderes, man hat ja mit dem College auch Allgemeinbildung erlangt und andere Skills erworben).
    Allein von daher ist und bleibt eine Vergleichbarkeit trotzt derselben Benennung der Abschlüsse schwierig bis unmöglich.
    Ja, da haben sie meine volle Zustimmung. Deshalb ist es ja auch so lächerlich wenn es bei internationalen Vergleichen heißt die Studentenquote in Deutschland sei so viel niedriger als in den USA oder andernorts.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fußballerinnen sind in den USA heiß begehrt: Colleges und Hochschulen suchen in Deutschland nach Talenten und bieten hoch dotierte Stipendien. Die Freiburgerin Jana Linke nutzte die Chance. Bereut hat sie das nicht, aber nach der nächsten Saison will sie zurück.

    Sport-Stipendium: Deutsche Fußballerinnen in den USA besonders begehrt - SPIEGEL ONLINE
    Mal noch ein paar Anmerkung zum Artikel:

    1. Für die Sportstipendien in den USA gibt es ziemlich strenge Regeln, die sich zudem von Sport zu Sport stark unterscheiden können. Von der NCAA (der größten US-College Sports Vereinigung) gibt es zudem genaue Regen wie hoch ein Stipendium maximal sein darf und was es beinhaltet.

    2. Im Fussball (und fast allen anderen Sportarten ausser American Football und Basketball) gibt es Teilstipendien, das heißt die Colleges können die max. Summe eines Stipendiums auf eine größere Zahl von Sportlern verteilen. Wer also für eine dieser Sportarten ein Stipendium will sollte sich genau anschauen was er bekommt, vor allem weil es nicht immer erlaubt ist dies mit anderen Fördergeldern aufzustocken.

    3. Sportstipendien werden typischerweise nur jahreweise vergeben. Es kann also passieren, dass man bei schlechten Leistungen das Stipendium auch wieder verliert. Auch darüber sollte man sich im Klaren sein.

    4. Gerade beim Fussball muss man aufpassen, denn wer hierzulande schonmal für Geld gespielt hat ist u.U. in den US-Colleges nicht mehr spielberechtigt. Auch darauf muss man achten.
  7. #7

    Wie verträgt sich das Fastfod Mensa Essen mit dem Spitzenleistungen der Sportler? Sollte besser alle Menschen Fast Food essen oder ist der Artikel ein Vorurteil schürender Mist?
  8. #8

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Naja, sie schrieben ein deutscher Abiturient würde in den USA zwangsläufig und unabhängig vom Fach 2 Jahre verschenken. Das stimmt aber so halt nicht.
    Nun, wie man die Wörtchen "etwa" und "eigentlich" als "zwangsläufig" umdeuten kann, ist mir zwar rätselhaft, aber sei's drum... Was die Lerninhalte angeht, bleibe ich bei meiner Aussage. Dass allein die Erfahrung, im Ausland gewesen zu sein, unschätzbar viel wert ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    ... schon vorher war das bei weitem nicht bei allen Fächer drin. Gerade in den Naturwissenschaften und bei den technischen Fächern bleibt in Deutschland kaum Zeit irgendwas anderes zu machen.
    Das ist aber in den USA genauso, wenn Sie dann ins Master-Studium gehen, um Ihr Hauptfach ernsthaft zu verfolgen.
    Den "Zwang zur Breite" haben Sie in beiden Ländern: hier vor dem Studium in der Oberstufe, dort in den ersten College-Jahren.

    Außerdem bleibe ich bei meiner Aussage: es kommt auf den Willen an. Ich habe neben Mathematik und Informatik noch Linguistik und englische Literatur studiert (und auch abgeschlossen). Klar braucht man dafür dann 3 Semester länger als die Kommilitonen, aber es ist eine Frage der persönlichen Priorisierung.

    Wobei ich zugebe, dass ich froh bin, NICHT im Bachelorsystem studiert zu haben. Da sind wir uns wohl einig.
  9. #9

    Zitat von mocki Beitrag anzeigen
    Wie verträgt sich das Fastfod Mensa Essen mit dem Spitzenleistungen der Sportler? Sollte besser alle Menschen Fast Food essen oder ist der Artikel ein Vorurteil schürender Mist?
    Letzteres. Man kann z.B. in jedem US-College auch selbst kochen, in den "Dorms" gibt es Küchen.
    Außerdem ist zumindest meine Erfahrung, dass die genannten Speisen in den Cafs zwar zur Auswahl stehen, aber keineswegs das einzig dort Gebotene sind.
    [N.B. In der hiesigen (deutschen) Mensa gibt es TÄGLICH SchniPoSa im Angebot, was keine Deut besser ist als Burger mit Pommes; trotzdem würde ich nicht pauschal das ganze Essen dort als ungesund bezeichnen.]








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