In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.
Im Zusammenhang mit rechtsradikalem Gedankengut steht die Diskussion um die Rolle von Frauen in der BW.Als Böcker vom Studentischen Konvent zum Chefredakteur ernannt wurde, war dem Gremium offenbar nicht klar, für welche Haltung der Oberleutnant steht.
Als Autor schreibt Böcker unter anderem für die rechtslastige Zeitung "Junge Freiheit" und die "Sezession", eine Zeitschrift des IfS.
In der Selbstbeschreibung der "Sezession" heißt es: "Und es zeugt von Verantwortungslosigkeit, wenn es sich die führenden Köpfe unseres Landes noch immer verbieten, rechts von der Mitte Ausschau nach Lösungswegen aus der Volkskrise zu suchen."
In der Überschrift wird das (mögliche) Ergebnis (einer Diskussion), nicht aber eine Hypothese oder eine Frage, die es in der Diskussion zu untersuchen gilt, voran- bzw festgestellt.
D.h. es soll eine nicht ergebnisoffene Untersuchung bzw. Diskussion durchgeführt werden. Das ist eine Farce. Und zwar erst recht, wenn, um den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität zu erwecken, Pro- und Kontraargumente dargestellt werden. Das nenne ich Täuschungsmanöver.
Wozu eine Untersuchung oder Diskussion, wenn das Ergebnis schon feststeht?
Insofern ist es fast egal, ob der SPONredakteur auf den zweiten Teil der Überschrift und einen Verweis auf die Pro- und Kontradarstellung verzichtet oder nicht.



