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Frauenfeindliche Thesen: Bundeswehr-Uni fürchtet Unterwanderung von rechtsaußen

Die Münchner Bundeswehr-Uni ist wegen der eigenen Studentenzeitschrift alarmiert: In dem Blatt werden*krude Thesen über den Militärdienst von Frauen verbreitet. Dazu erscheint die Anzeige einer fragwürdigen Organisation. Die SPD*verlangt eine Klarstellung des Verteidigungsministers.**

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...775361,00.html
  1. #370

    Rechtsradikales Täuschungsmanöver

    In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.
    Als Böcker vom Studentischen Konvent zum Chefredakteur ernannt wurde, war dem Gremium offenbar nicht klar, für welche Haltung der Oberleutnant steht.
    Als Autor schreibt Böcker unter anderem für die rechtslastige Zeitung "Junge Freiheit" und die "Sezession", eine Zeitschrift des IfS.
    In der Selbstbeschreibung der "Sezession" heißt es: "Und es zeugt von Verantwortungslosigkeit, wenn es sich die führenden Köpfe unseres Landes noch immer verbieten, rechts von der Mitte Ausschau nach Lösungswegen aus der Volkskrise zu suchen."
    Im Zusammenhang mit rechtsradikalem Gedankengut steht die Diskussion um die Rolle von Frauen in der BW.

    Zitat von tzünisch Beitrag anzeigen
    ...

    - In Wirklichkeit steht in der Ausgabe: "campus KONTROVERS 

    Frauen als Kämpfer einzusetzen bedeutet einen strukturellen Kampfwertverlust. Eine sachliche Diskussion darüber ist dringend notwendig."

    Das ist die Überschrift über den beiden kontroversen Artikeln. Also sozusagen der Startschuß für die Diskussion.
    (Wie im SPON-Forum)
    In der Überschrift wird das (mögliche) Ergebnis (einer Diskussion), nicht aber eine Hypothese oder eine Frage, die es in der Diskussion zu untersuchen gilt, voran- bzw festgestellt.
    D.h. es soll eine nicht ergebnisoffene Untersuchung bzw. Diskussion durchgeführt werden. Das ist eine Farce. Und zwar erst recht, wenn, um den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität zu erwecken, Pro- und Kontraargumente dargestellt werden. Das nenne ich Täuschungsmanöver.

    Wozu eine Untersuchung oder Diskussion, wenn das Ergebnis schon feststeht?

    Insofern ist es fast egal, ob der SPONredakteur auf den zweiten Teil der Überschrift und einen Verweis auf die Pro- und Kontradarstellung verzichtet oder nicht.
  2. #371

    Recherchiert

    Die FAZ hat ein bißchen recherchiert:

    Uniformzwang für politische Meinungen? Die Präsidentin der Münchner Universität der Bundeswehr bezichtigt den Chefredakteur der Studentenzeitung des Rechtsextremismus. Ohne Belege.


    http://www.faz.net/artikel/C30351/ve...-30469435.html
  3. #372

    Gegen Titelzwang

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.
    .
    Es wird nur dann rechtsradikales Gedankengut verbreitet, wenn man es als solches wahrnehmen möchte. Und das war die Intention des Reporters des Bayerischen Rundfunks. De facto wird keine rechtsradikales Gedankengut verbreitet, denn dann hätte der Dienstherr eine Handhabe. Die hat er aber nicht und deshalb wird in diesem Fall auch nicht weiter ermittelt.
  4. #373

    123

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.
    Als Böcker vom Studentischen Konvent zum Chefredakteur ernannt wurde, war dem Gremium offenbar nicht klar, für welche Haltung der Oberleutnant steht. Als Autor schreibt Böcker unter anderem für die rechtslastige Zeitung "Junge Freiheit" und die "Sezession", eine Zeitschrift des IfS. In der Selbstbeschreibung der "Sezession" heißt es: "Und es zeugt von Verantwortungslosigkeit, wenn es sich die führenden Köpfe unseres Landes noch immer verbieten, rechts von der Mitte Ausschau nach Lösungswegen aus der Volkskrise zu suchen."
    Im Zusammenhang mit rechtsradikalem Gedankengut steht die Diskussion um die Rolle von Frauen in der BW.
    Wo genau finden Sie in der CAMPUS rechtsradikales Gedankengut ?
    Oder ist alleine eine Diskussion um die Rolle von Frauen in der Bundeswehr rechtsradikal ?
    Das wäre eine inflationäre Verwendung des Begriffes.
    Solange der Autor nicht gegen bestehende Gesetzes verstößt darf man ihm nicht verwehren seine Meinung zu äußern. Selbst wenn sie nicht der eigenen entspricht.

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In der Überschrift wird das (mögliche) Ergebnis (einer Diskussion), nicht aber eine Hypothese oder eine Frage, die es in der Diskussion zu untersuchen gilt, voran- bzw festgestellt.
    D.h. es soll eine nicht ergebnisoffene Untersuchung bzw. Diskussion durchgeführt werden. Das ist eine Farce. Und zwar erst recht, wenn, um den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität zu erwecken, Pro- und Kontraargumente dargestellt werden. Das nenne ich Täuschungsmanöver.

    Wozu eine Untersuchung oder Diskussion, wenn das Ergebnis schon feststeht?

    Insofern ist es fast egal, ob der SPONredakteur auf den zweiten Teil der Überschrift und einen Verweis auf die Pro- und Kontradarstellung verzichtet oder nicht.
    Immerhin hat der SPON-Redakteur bewußt unterschlagen, daß in derselben Ausgabe 2 sich widersprechende Standpunkte dargestellt wurden. Er versuchte es so aussehen zu lassen, als ob die Redaktion des CAMPUS geschlossen hinter einer rechtslastigen Veröffentlichung stünde.

    In Wahrheit wurden zwei Standpunkte gezeigt, die den Lesern die Möglichkeit geben selber abzuwägen.
    Immerhin handelt es handelt sich um eine Studentenzeitung, und kein online-Forum.
    D.h. die Diskussion sollte in einer überschaubaren Gruppe angestoßen werden. Diese Gruppe zeichnet sich durch räumliche Nähe sowie gleichen beruflichen und sozialen Hintergrund aus.

    (Schon die Ankündigung, daß man "den Schutz der Pressefreiheit schamlos ausnutzen" werde ist zwar vorlaut, aber nicht strafbar.)
  5. #374

    Mitdiskutieren, ohne den Artikel gelesen zu haben?

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.
    Sie haben die beiden Artikel in Campus offensichtlich nicht gelesen. Hier nochmal der Link zum Original (Seite 22): http://campus-unibw.de/wp-content/up...2011_72dpi.pdf . Lesen Sie dort nach, und kommen Sie dann wieder.
    Ich habe beide Beiträge in Campus gelesen, und sehe nur, dass dort zwei Diskutanten ihre Meinung im Rahmen des Grundgesetzes vertreten. Ob mir die eine oder andere Meinung persönlich gefällt, ist für diese Bewertung irrelevant.
  6. #375

    Gegen Titelzwang

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Gerade die Israelische Armee ist eine der ersten gewesen, die Frauen eingesetzt hat. Das hat mit rechts oder links nichts zu tun, sondern mit dem Gedanken der Verteidigungsfähigkeit.

    Und die Israelische Armee hat das auch sehr schnell wieder beendet, da es der Verteidigungsfähigkeit erheblich geschadet hat.

    Sollte es da die Möglichkeit des Ministers geben, sollte er sie dazu nutzen, solche Maulhelden von solchen Positionen fernzuhalten.
    Der Minister hat aber keine Möglichkeit. Dem Redakteur müßte ein Dienstvergehen nachgewisen werden. Nachdem seine Äußerungen aber weder rechtsextrem, ja noch nichtmal rechtsradikal sind, liegt hier keines vor. Wenn man jetzt noch weiß, dass der Reporter des Bayerischen Rundfunks, der diese ungenaue Berichterstattung losgetreten hat, selbst Mitglied einer linksextremen Organisation ist, die im Gegensatz zur JF und zur Sezession vom Verfassungsschutz überwacht wird, könnte einem doch durchaus der Gedanke kommen, dass da ein politisches Kalkül dahinter steckt, den OL zu denunzieren und schlußendlich zu schaden.
  7. #376

    Gegen Titelzwang

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Gerade die Israelische Armee ist eine der ersten gewesen, die Frauen eingesetzt hat. Das hat mit rechts oder links nichts zu tun, sondern mit dem Gedanken der Verteidigungsfähigkeit.

    Und die Israelische Armee hat das auch sehr schnell wieder beendet, da es der Verteidigungsfähigkeit erheblich geschadet hat.

    Sollte es da die Möglichkeit des Ministers geben, sollte er sie dazu nutzen, solche Maulhelden von solchen Positionen fernzuhalten.
    Der Minister hat aber keine Möglichkeit. Dem Redakteur müßte ein Dienstvergehen nachgewisen werden. Nachdem seine Äußerungen aber weder rechtsextrem, ja noch nichtmal rechtsradikal sind, liegt hier keines vor. Wenn man jetzt noch weiß, dass der Reporter des Bayerischen Rundfunks, der diese ungenaue Berichterstattung losgetreten hat, selbst Mitglied einer linksextremen Organisation ist, die im Gegensatz zur JF und zur Sezession vom Verfassungsschutz überwacht wird, könnte einem doch durchaus der Gedanke kommen, dass da ein politisches Kalkül dahinter steckt, den OL zu denunzieren und schlußendlich zu schaden.
  8. #377

    Gegen Titelzwang

    Zitat von Ayelet Haschachar Beitrag anzeigen
    Na und? Das hindert ihn doch nicht daran, ein konservatives (rechtes) Weltbild zu pflegen, oder? Rechts =/= rechtsextrem! Oder möchten Sie, dass diese Begriffe politsprachlich so verschleiert werden wie der Begriff "liberal" im amerikanischen Englisch (wo er einen linken Amerikafeind bezeichnet).
    So viel Zeit sollte doch sein, Begriffe sauber zu trennen (sagt Ayelet, links der Mitte).
    Worauf wollen sie denn jetzt hinaus? Das Prof. Dr. Wolffsohn ein Rechtsexremist ist oder konservativ oder ein Rechter?
  9. #378

    Überschrift

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In der Überschrift wird das (mögliche) Ergebnis (einer Diskussion), nicht aber eine Hypothese oder eine Frage, die es in der Diskussion zu untersuchen gilt, voran- bzw festgestellt.
    Diese Überschrift auf die Sie und Herr Zünisch sich beziehen, ist die Überschrift für den Contra-Artikel und nur diesen allein. Die Überschrift für den Pro-Artikel lautet:
    campus KONTROVERS Moderne Einsätze erfordern
    weibliche Qualitäten: Statistik, Biologie und Soziologie sind
    schlechte Argumente gegen den Militärdienst der Frau. Zudem
    werden im modernen Einsatz weibliche Qualitäten benötigt.
  10. #379

    Das "rechtsradikale Gedankengut" ...

    Zitat von reahl Beitrag anzeigen
    In dem Artikel von SPON geht es in erster Linie darum, dass in der Studentenzeitschrift "campus" der BW-Universität München rechtsradikales Gedankengut verbreitet und damit dem Ruf der Universität geschadet (und der BW) wird.


    Im Zusammenhang mit rechtsradikalem Gedankengut steht die Diskussion um die Rolle von Frauen in der BW.



    In der Überschrift wird das (mögliche) Ergebnis (einer Diskussion), nicht aber eine Hypothese oder eine Frage, die es in der Diskussion zu untersuchen gilt, voran- bzw festgestellt.
    D.h. es soll eine nicht ergebnisoffene Untersuchung bzw. Diskussion durchgeführt werden. Das ist eine Farce. Und zwar erst recht, wenn, um den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität zu erwecken, Pro- und Kontraargumente dargestellt werden. Das nenne ich Täuschungsmanöver.

    Wozu eine Untersuchung oder Diskussion, wenn das Ergebnis schon feststeht?

    Insofern ist es fast egal, ob der SPONredakteur auf den zweiten Teil der Überschrift und einen Verweis auf die Pro- und Kontradarstellung verzichtet oder nicht.
    ... zeigen Sie leider nicht. Sie zeigen stattdessen die Verbindungen der Autoren zu anderen, angeblich rechtsradikalen Zeitungen.

    Sie kritisieren also nicht was geschrieben wird, sondern wer es schreibt. Das ist keine sachliche, sondern eine persönliche Auseinandersetzung. Da werden Gesinnungen geklärt, nicht Positionen. Ein, wie wir aus der Geschichte mehrfach wissen, sehr gefährliches Vorgehen: McCarthy klärte Gesinnungen, die Nazis natürlich auch, der Verfassungsschutz zu den Berufsverboten ebenfalls, Barzel beschrie die "Vaterlandsverräter"-Gesinnung des Demokratiekanzlers Brandt und - natürlich - das Kreiswehrersatzamt kontrollierte die rechte (sic!) Gesinnung bei der "Gewissensprüfung". An der Aufzählung erkennen Sie: Gesinnungsurteile funktionieren von links wie von rechts, jedenfalls aber funktionieren sie antidemokratisch und rechtstaatsfeindlich.

    Und genau da liegt die Kritik: es ist so leicht eine Position wechselweise als rechtsnational oder kommunistisch zu diffamieren. Es ist so leicht einem Redner als Kommunisten oder Rechtsradikalen das Wort abzuschneiden. Man ist ja moralisch stets im Recht, die triefend integre Allianz der "Menschen guten Willens" wie Kohl das nannte.
    Und es ist so schwer, sich mit anderen Positionen ernsthaft auseinanderzusetzen und deren Irrtümer zu zeigen. Letzteres lehrt die Wissenschaft. Auch auf der Bundeswehrhochschule. Laßt also die Studenten lernen.


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