DPADie Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820816,00.html
Weil Frauen ohne Kinder, oder Frauen bei denen der Mann sich überwiegend um die Kinder kümmert keine -richtigen- Frauen sind? Nur eine Mutter die ihre Kinder im großen und ganzen allein erzieht ist wirklich weiblich?
Und Männer die sich lieber um die Kinder kümmern als um eine Karriere, die sie in Positionen bringt die sie noch nie interessiert haben (nicht jeder Ingenieur möchte Manager sein, manche wollen glatt Ingenieur sein!), sollen sich gefälligst zusammenreißen und ihre festbetonierte Geschlechterrolle erfüllen?
Das hingegen klingt nach einer Idee, modulo, oft schaffen es Frauen bis auf Ebene 2 und 3, aber ganz oben gibt's nur Männer. Die Ebenen drunter kann man nämlich oft auch noch mit Fleiß und Kompetenz erobern.
i.e. bei einer Raumpflege-Dienstleistungsfirma?
Es könnte ja dann glatt passieren, daß jemand mit Plan von der Arbeit ins Management gerät! das darf -nie- passieren! oder wie?
In welcher Weise werden Männer bei der Zulassung diskriminiert?
Werden die Zulassungsprüfungen für Männer und Frauen getrennt gestaltet? Wird Frauen Zugriff auf Prüfungen vergangener Jahre gewährt, Männern aber nicht?
das weiss ich auch !! die befürworter bringen jedoch dauernd die weibliche qualifikation in form eines diploms ins spiel, das scheint ja zu genügen. sie wollen auch nichts davon wissen, dass ein ceo-posten mit einem perversen arbeitspensum, engagement und risikofreudigkeit verbunden ist. leider sind das dinge von denen die frauen in meiner umgebung überhaupt nichts halten. natürlich "hätten sie gerne" so eine gut bezahlte position, aber den rest nicht, also lassen sie es bleiben. so doof sind sie dann auch wieder nicht.
ist ihnen aufgefallen, dass ihre beispiele alle aus den usa kommen und nicht aus dem titel-fanatischen deutschland ? hier zählt nur der abschluss. schauen sie sich mal die bildungsdiskussionen an: nur ein bayrisches abitur hat den namen verdient und nur ein diplom einer uni ist ein echtes diplom. fh-absolventen sind dagegen zu doof sich die schuhe zu binden und eine lehre entspricht der unterschicht. mit so einer denke ist das geschlecht ziemlich egal...
Sie haben es perfekt beschrieben. Meine Arbeitshypothese ist tatsächlich, dass viele Väter gerne ihre Kinder aufwachsen sehen wollen. Also den Rahm abschöpfen, zu Hause den supervisor spielen, aber das zermürbende Tagesgeschäft kann mal ruhig die Frau übernehmen. Egal sind denen die Kinder beileibe nicht - für die großen Leistungen nimmt man gerne den Ruhm mit, und an den Nickeligkeiten ist Frau schuld.
Genau das zu ändern, soll ja Sinn und Zweck der Quote sein - nämlich die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen.
Oder geht es wirklich nur darum, aus Prinzip auch mal ein paar Brüste im Top-Management sehen zu dürfen? Dann wäre die Frage, wer hieran Bedarf hat. Dann wäre die Quote reiner Selbstzweck ohne jede gesellschaftliche Relevanz.
Nicht jetzt, aber in rund 10 Jahren sollte das eine Selbstverständlichkeit werden. Ausnahmen sollten wenigstens eine Begründung erfordern
Die Zeit für die Quote ist überfällig - aber eben bottom-up, von unten nach oben, statt top-down = in der Führungsetage anfangen.
Aber sind wir doch mal ehrlich: Typen wie Christina Schröder würden es dann nie nach oben schaffen. Das erklärt auch deren verdrehten Ansatz.
Nicht die Quotengegner möchten, dass die Menschen etwas SOLLEN. Das sind vielmehr die Quotenbefürworter: Frauen SOLLEN Karriere machen. Männer SOLLEN sich vermerhr um die Familie kümmern. Die Frage ist, ob eine freie Gesellschaft, Menschen und auch Unternehmen solche Vorschriften machen darf. Diese haben nämlich nichts mit Chancengleichheit zu tun. Wer die Chancengleichheit von sog. "Muttchen", wie Sie Mütter bezeichnen, erhöhen will, könnte z.B. den Ausbau der Kinderbetreuung forcieren. Chancengleichheit impliziert nämlich auch, dass jemand eine Chance ergreifen möchte. Und das ist m.E. bei vielen Frauen heute noch nicht im gleichen Maße wie bei Männern der Fall. Und für die These gibt es belastbare Fakten, wie die seit Jahren angestiegene Teilzeitarbeit von Frauen. Quoten hingegen schaffen nur eine fadenscheinige Ergebnisgleichheit. Die einzige Legitimation wäre der Nachweise, dass Frauen bei der Postenvergabe angesichts ihres Anteils an geeigneten Kandidaten aufgrund ihres Geschlechst benachteiligt würden. Selbst die meisten Quotenbefürworter geben aber zu, dass Frauen auch mehr Ehrgeiz entwickeln müssten etc.
Es schaffen aber eben auch nur wenige Männer auf die Ebene 4. Wollen Sie für diese fleißigen und kompetenten Männer, die aber vielleicht nicht so gut vernetzt sind, auch eine Quote schaffen?
Wenn überhaupt müsste eine Quote beim Kandidatenpool ansetzen, sprich bei denjenigen Männern und Frauen, die mindestens in Ebene 3 oder 4 sind. Demgegenüber ist es wenig überzeugend bei den Uniabsolventen anzusetzen, die ihre Karriere ja noch vor sich haben.
Die Quote ist und bleibt schierer Populismus. Ich habe noch kein wirklich überzeugendes Argument dafür gehört.
Ach, das gibt es bisher nicht? Was glauben Sie denn, wie lange Sie ohne Integrität, Kooperationsfähigkeit und Empathie als Chef überleben? Die damalige Quotenfrau bei der Telekom, Anastassia Lauterbach, hatte es ja laut und deutlich vorgelebt:
Topmanagerin: Telekom*wirft erste Quotenfrau raus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Ich hatte es bisher ja nur vermutet, weshalb Frauen nicht im grösseren Stil eine leitende Verantwortung in der Wirtschaft übernehmen wollen. Danke für Ihre Klarstellung.
Der interessierte Kunde in Indien wird also bei präzisen Nachfragen am Nachmittag etwas warten müssen, bis die eventuell anwesende Teilzeitchefin der Spätschicht sich über die Modalitäten kundig gemacht hat, die mit der Teilzeitchefin des Vormittags besprochen wurden. Die Mitbewerber aus X oder Y wird es freuen.
Die Nachfrage kann offensichtlich nicht so befriedigt werden. Irgendjemand muss ja schliesslich arbeiten.
Die Schule ist heutzutage weiblich. In der Grundschule werden die Jungs durch für sie ungeeigneten Unterricht benachteiligt. Später sind es dann die Noten, die bei Mädchen bei gleicher Leistung nachweislich besser ausfallen.
Der Klassiker: wo Frauen besser sind, sind sie es einfach. In allen anderen Fällen sind sie benachteiligt.
Gääääh...
dann Wahlen stehen vor der Türe.
muss den alles bis ins Kleinste regelementiert und verordnet werden? Mit der Brechstange funktioniert das nicht. Eine gute Grundlage, anstatt einer Frauenquote, wären familienfreundlichere Arbeitsbedingungen.
Der Markt wird sich dann von ganz alleine regulieren