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Frauendebatte in der Union: Quotengegner fürchten Kehrtwende der Kanzlerin

DPADie Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820816,00.html
  1. #30

    Hä?

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Insofern: Quote, Ja bitte!

    Weil nur das auch die gesamte Arbeitswelt so verändern müsste, dass die Parallelität von Beruf und Familie möglich ist - und dann auch für Männer. Das ist doch das, was alle angeblich wollen.

    Aber ob die Type, die mittags um 13:00 Uhr für 18:00 Uhr noch ein Meeting ansetzt und verlangt, dass sich mein Kind um sich selbst kümmern soll, männlich oder weiblich ist, rechtfertigt keine Quote! So, wie sie hier diskutiert wird, ist sie reiner Selbstzweck: Schaufensterpolitik mit negativer gesellschaftlicher Rückwirkung!
    Wieso angeblich? Jeder Vater hat genauso das Recht, seine Kinder aufwachsen zu sehen. Und keiner glaubt doch wirklich, dass dem Großteil der Väter die Kinder egal sind...
  2. #31

    Muttchen-Quote?

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    [...]Diese Quote wird nicht die Frauen in Führungspositionen heben, die tatsächlich ein "weibliches Element" in die Unternehmenskultur einfließen lassen, sondern nur "Männer mit Titten".
    Weil Frauen ohne Kinder, oder Frauen bei denen der Mann sich überwiegend um die Kinder kümmert keine -richtigen- Frauen sind? Nur eine Mutter die ihre Kinder im großen und ganzen allein erzieht ist wirklich weiblich?
    Und Männer die sich lieber um die Kinder kümmern als um eine Karriere, die sie in Positionen bringt die sie noch nie interessiert haben (nicht jeder Ingenieur möchte Manager sein, manche wollen glatt Ingenieur sein!), sollen sich gefälligst zusammenreißen und ihre festbetonierte Geschlechterrolle erfüllen?

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    [... Quotenumsetzung:]
    Und zwar "bottom-up". Wenn auf der unteren Ebene der Frauenanteil x% ist, dann muss das in den nächsten 5 Jahren auch in der Ebene darüber verwirklicht sein, in 8 Jahren in +2, in 10+3 und in 12 Jahren bis ganz oben.
    Das hingegen klingt nach einer Idee, modulo, oft schaffen es Frauen bis auf Ebene 2 und 3, aber ganz oben gibt's nur Männer. Die Ebenen drunter kann man nämlich oft auch noch mit Fleiß und Kompetenz erobern.
  3. #32

    diese Tragik

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Also nur weil in einer Firma 90 % Raumpflegerinnen arbeiten muss jetzt auch in der Geschäftsleitung eine Frauenquote von 90 % herrschen?
    i.e. bei einer Raumpflege-Dienstleistungsfirma?
    Es könnte ja dann glatt passieren, daß jemand mit Plan von der Arbeit ins Management gerät! das darf -nie- passieren! oder wie?

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Auch für männliche Studenten bei Tiermedizin?
    In welcher Weise werden Männer bei der Zulassung diskriminiert?
    Werden die Zulassungsprüfungen für Männer und Frauen getrennt gestaltet? Wird Frauen Zugriff auf Prüfungen vergangener Jahre gewährt, Männern aber nicht?
  4. #33

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Noch nicht mal einen akademischen Abschluss benötigen Sie. Geschweige denn, spielt es eine Rolle ob man ein MINT-Fach oder etwas anderes studiert oder gelernt hat. Unternehmergesit, Ideen und Führungsstärke sind gefragt.

    -Gates (Microsoft)hatte im Jahr 1977 als 19-Jähriger sein Mathematikstudium ohne Abschluss beendet
    - Larry Ellison (Oracle):Als seine Stiefmutter im Jahr 1966 verstarb, fiel er in tiefer Trauer durch sämtliche Abschlussexamen und verließ deshalb die Hochschule ohne Abschluss
    - Mark Zuckerberg (Facebook) 2004 gründete er Facebook und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf
    etc.
    ...

    Allerdings bin ich überzeugt, kaum eine Frau wird die CDU wählen, nur weil sie nun eine Frauenquote fordert...
    das weiss ich auch !! die befürworter bringen jedoch dauernd die weibliche qualifikation in form eines diploms ins spiel, das scheint ja zu genügen. sie wollen auch nichts davon wissen, dass ein ceo-posten mit einem perversen arbeitspensum, engagement und risikofreudigkeit verbunden ist. leider sind das dinge von denen die frauen in meiner umgebung überhaupt nichts halten. natürlich "hätten sie gerne" so eine gut bezahlte position, aber den rest nicht, also lassen sie es bleiben. so doof sind sie dann auch wieder nicht.

    ist ihnen aufgefallen, dass ihre beispiele alle aus den usa kommen und nicht aus dem titel-fanatischen deutschland ? hier zählt nur der abschluss. schauen sie sich mal die bildungsdiskussionen an: nur ein bayrisches abitur hat den namen verdient und nur ein diplom einer uni ist ein echtes diplom. fh-absolventen sind dagegen zu doof sich die schuhe zu binden und eine lehre entspricht der unterschicht. mit so einer denke ist das geschlecht ziemlich egal...
  5. #34

    Oh, doch

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Wieso angeblich? Jeder Vater hat genauso das Recht, seine Kinder aufwachsen zu sehen. Und keiner glaubt doch wirklich, dass dem Großteil der Väter die Kinder egal sind...
    Sie haben es perfekt beschrieben. Meine Arbeitshypothese ist tatsächlich, dass viele Väter gerne ihre Kinder aufwachsen sehen wollen. Also den Rahm abschöpfen, zu Hause den supervisor spielen, aber das zermürbende Tagesgeschäft kann mal ruhig die Frau übernehmen. Egal sind denen die Kinder beileibe nicht - für die großen Leistungen nimmt man gerne den Ruhm mit, und an den Nickeligkeiten ist Frau schuld.

    Genau das zu ändern, soll ja Sinn und Zweck der Quote sein - nämlich die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen.

    Oder geht es wirklich nur darum, aus Prinzip auch mal ein paar Brüste im Top-Management sehen zu dürfen? Dann wäre die Frage, wer hieran Bedarf hat. Dann wäre die Quote reiner Selbstzweck ohne jede gesellschaftliche Relevanz.

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Also nur weil in einer Firma 90 % Raumpflegerinnen arbeiten muss jetzt auch in der Geschäftsleitung eine Frauenquote von 90 % herrschen?
    Nicht jetzt, aber in rund 10 Jahren sollte das eine Selbstverständlichkeit werden. Ausnahmen sollten wenigstens eine Begründung erfordern

    Die Zeit für die Quote ist überfällig - aber eben bottom-up, von unten nach oben, statt top-down = in der Führungsetage anfangen.

    Aber sind wir doch mal ehrlich: Typen wie Christina Schröder würden es dann nie nach oben schaffen. Das erklärt auch deren verdrehten Ansatz.
  6. #35

    Populismus.

    Zitat von s.p.zeidler Beitrag anzeigen
    Weil Frauen ohne Kinder, oder Frauen bei denen der Mann sich überwiegend um die Kinder kümmert keine -richtigen- Frauen sind? Nur eine Mutter die ihre Kinder im großen und ganzen allein erzieht ist wirklich weiblich?
    Und Männer die sich lieber um die Kinder kümmern als um eine Karriere, die sie in Positionen bringt die sie noch nie interessiert haben (nicht jeder Ingenieur möchte Manager sein, manche wollen glatt Ingenieur sein!), sollen sich gefälligst zusammenreißen und ihre festbetonierte Geschlechterrolle erfüllen?
    Nicht die Quotengegner möchten, dass die Menschen etwas SOLLEN. Das sind vielmehr die Quotenbefürworter: Frauen SOLLEN Karriere machen. Männer SOLLEN sich vermerhr um die Familie kümmern. Die Frage ist, ob eine freie Gesellschaft, Menschen und auch Unternehmen solche Vorschriften machen darf. Diese haben nämlich nichts mit Chancengleichheit zu tun. Wer die Chancengleichheit von sog. "Muttchen", wie Sie Mütter bezeichnen, erhöhen will, könnte z.B. den Ausbau der Kinderbetreuung forcieren. Chancengleichheit impliziert nämlich auch, dass jemand eine Chance ergreifen möchte. Und das ist m.E. bei vielen Frauen heute noch nicht im gleichen Maße wie bei Männern der Fall. Und für die These gibt es belastbare Fakten, wie die seit Jahren angestiegene Teilzeitarbeit von Frauen. Quoten hingegen schaffen nur eine fadenscheinige Ergebnisgleichheit. Die einzige Legitimation wäre der Nachweise, dass Frauen bei der Postenvergabe angesichts ihres Anteils an geeigneten Kandidaten aufgrund ihres Geschlechst benachteiligt würden. Selbst die meisten Quotenbefürworter geben aber zu, dass Frauen auch mehr Ehrgeiz entwickeln müssten etc.

    Zitat von s.p.zeidler Beitrag anzeigen
    Das hingegen klingt nach einer Idee, modulo, oft schaffen es Frauen bis auf Ebene 2 und 3, aber ganz oben gibt's nur Männer. Die Ebenen drunter kann man nämlich oft auch noch mit Fleiß und Kompetenz erobern.
    Es schaffen aber eben auch nur wenige Männer auf die Ebene 4. Wollen Sie für diese fleißigen und kompetenten Männer, die aber vielleicht nicht so gut vernetzt sind, auch eine Quote schaffen?

    Wenn überhaupt müsste eine Quote beim Kandidatenpool ansetzen, sprich bei denjenigen Männern und Frauen, die mindestens in Ebene 3 oder 4 sind. Demgegenüber ist es wenig überzeugend bei den Uniabsolventen anzusetzen, die ihre Karriere ja noch vor sich haben.

    Die Quote ist und bleibt schierer Populismus. Ich habe noch kein wirklich überzeugendes Argument dafür gehört.
  7. #36

    ....

    Zitat von inge_nieuse Beitrag anzeigen
    Neue Führungsstile werden entstehen, die neben Durchsetzungsvermögen Eigenschaften, wie Integrität, Kooperationsfähigkeit und Empathie fordern.
    Ach, das gibt es bisher nicht? Was glauben Sie denn, wie lange Sie ohne Integrität, Kooperationsfähigkeit und Empathie als Chef überleben? Die damalige Quotenfrau bei der Telekom, Anastassia Lauterbach, hatte es ja laut und deutlich vorgelebt:
    Topmanagerin: Telekom*wirft erste Quotenfrau raus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Zitat von inge_nieuse Beitrag anzeigen
    Das Wort "Führung" wird in den Köpfen der Frauen dann nicht mehr negativ belegt sein und ihren Ehrgeiz wecken.
    Ich hatte es bisher ja nur vermutet, weshalb Frauen nicht im grösseren Stil eine leitende Verantwortung in der Wirtschaft übernehmen wollen. Danke für Ihre Klarstellung.

    Zitat von inge_nieuse Beitrag anzeigen
    Neue Arbeitszeitmodelle werden entstehen. Anwesenheitspflicht und Überstunden werden Home-Office-Tagen und flexiblen Arbeitszeiten weichen. Chefs, die halbtags arbeiten? Warum nicht!.
    Der interessierte Kunde in Indien wird also bei präzisen Nachfragen am Nachmittag etwas warten müssen, bis die eventuell anwesende Teilzeitchefin der Spätschicht sich über die Modalitäten kundig gemacht hat, die mit der Teilzeitchefin des Vormittags besprochen wurden. Die Mitbewerber aus X oder Y wird es freuen.

    Zitat von inge_nieuse Beitrag anzeigen
    Schon die große Nachfrage nach den "Vatermonaten" zeigt doch, dass auch Männer sich mehr Flexibilität in der Lebensgestaltung wünschen...
    Die Nachfrage kann offensichtlich nicht so befriedigt werden. Irgendjemand muss ja schliesslich arbeiten.
  8. #37

    Zitat von s.p.zeidler Beitrag anzeigen
    In welcher Weise werden Männer bei der Zulassung diskriminiert?
    Werden die Zulassungsprüfungen für Männer und Frauen getrennt gestaltet? Wird Frauen Zugriff auf Prüfungen vergangener Jahre gewährt, Männern aber nicht?
    Die Schule ist heutzutage weiblich. In der Grundschule werden die Jungs durch für sie ungeeigneten Unterricht benachteiligt. Später sind es dann die Noten, die bei Mädchen bei gleicher Leistung nachweislich besser ausfallen.

    Der Klassiker: wo Frauen besser sind, sind sie es einfach. In allen anderen Fällen sind sie benachteiligt.
    Gääääh...
  9. #38

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Es wäre doch mal langsam an der Zeit, dass mal genauestens erklärt wird, wie man bei einer Frauenquote das Qualifikationsprinzip aufrecht erhalten will. Darüber wird in der gesamten Debatte nie geredet und solange das nicht geschieht, werde ich mich der Quotenargumentation nicht anschließen. Denn wenn es kein Qualifikationsprinzip sondern eine Quote gibt, wird es automatisch eine Benachteiligung der männlichen Bewerber geben. Das sollen dann mal die Gleichstellungsbeauftragten erläutern.
    Da es ja nur Gleichstellungsbeauftragte gibt wird das denen herzlich egal sein.
  10. #39

    ...und wieder mit der Brechstange ran...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.

    Frauendebatte in der Union: Quotengegner fürchten*Kehrtwende der Kanzlerin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    dann Wahlen stehen vor der Türe.
    muss den alles bis ins Kleinste regelementiert und verordnet werden? Mit der Brechstange funktioniert das nicht. Eine gute Grundlage, anstatt einer Frauenquote, wären familienfreundlichere Arbeitsbedingungen.

    Der Markt wird sich dann von ganz alleine regulieren


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