DPADie Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820816,00.html
Und wo es an qualifizierten Kräften mangelt besetzt eine Quotenfrau dann halt gleich neun Führungsposten. Die, aus Angst vor Strafzahlungen, auch noch extra für die Quote geschaffen wurden.
Das funktioniert in quotengeregelten skandinvischen Ländern gaanz wunderbar...
Wie im Artikel angerissen wäre eine familienfreundlichere Arbeitsumgebung um einiges sinnvoller. Für Männder, Frauen und den Nachwuchs.
Stimmt. Das scheint aber großenteils an der Angst zu liegen, als Anfängerin verhöhnt zu werden. Vorurteile sterben halt langsam, und viele glauben bis heute, dass Frauen Technik nicht lernen können. Deshalb sind Ingenieurkurse nur für Frauen so erfolgreich und gut besucht.
Außerdem ist es schwierig, Pionier zu sein. Als ich Fliegen gelernt habe, hatten wir am Flugplatz eine Frau unter lauter Männern. Sie hat es gesteckt, obwohl sie es drauf hatte. Schade. Im Alleingang ist der Druck viel größer als wenn man es gemeinsam angehen kann.
Bevor die Förderung von Frauen richtig greifen kann, braucht es eine "kritische Masse", eine Mindestpräsenz, die Gruppenbildungen und gleichgeschlechtliches Mentoring erlaubt. Und dort wird sich leider gesperrt, von Leuten, die rein aus Prinzip in der Ersten Klasse des Fliegers die Sauerei des Jahres anrichten, im Luxushotel die Spülung nicht betätigen, nur um das Personal zu demütigen (daheim packen sie's...) und bei Models krankhaftes Untergewicht verlangen, obwohl sie das nicht einmal attraktiv finden. Nicht alle Vorstände verhalten sich so - aber viele. Freiwillig machen die gar nichts.
Mir geht es genau wie Frau von der Leyen: Ich liebe die Quote nicht, aber ich fordere sie trotzdem.
Ergo, wenn in einer Berufsgruppe (ich fände sinnvoller: Firma, +/- eine volle Person) nur ein Geschlecht vorkommt, ist es voll ok wenn das auch für das Management gilt.
Firmen, bei denen 80% der Stellen, and 0% der Managementposten mit Frauen besetzt sind, dürfen sich halt dann überlegen wie sie ihre besten Mitarbeiterinnen für Managementposten qualifizieren. Die männlichen Manager fallen schließlich auch nicht fertig vom Himmel.
Mit der jetzt zur Debatte stehenden "Top-Down"-Quote, wonach die Leitungsebene quotiert wird, begeht man einen gedanklichen Riesenfehler. Diese Quote wird nicht die Frauen in Führungspositionen heben, die tatsächlich ein "weibliches Element" in die Unternehmenskultur einfließen lassen, sondern nur "Männer mit Titten". Das werden eben nicht die Frauen sein, die Familie und Beruf unter einen Hut gebracht haben, und wenn ausnahmsweise doch, dann in ähnlich abzulehnender Art und Weise wie die Männer: Also die Kids abgedrückt in irgendwelche Betreuungseinrichtungen, fast jederzeit wird im Zweifelsfall der Karriere oder irgendwelchen, weitgehend selbstgemachten, beruflichen Zwängen die Familienarbeit untergeordnet.
Insofern: Quote, Ja bitte!
Und zwar "bottom-up". Wenn auf der unteren Ebene der Frauenanteil x% ist, dann muss das in den nächsten 5 Jahren auch in der Ebene darüber verwirklicht sein, in 8 Jahren in +2, in 10+3 und in 12 Jahren bis ganz oben.
Weil nur das auch die gesamte Arbeitswelt so verändern müsste, dass die Parallelität von Beruf und Familie möglich ist - und dann auch für Männer. Das ist doch das, was alle angeblich wollen.
Aber ob die Type, die mittags um 13:00 Uhr für 18:00 Uhr noch ein Meeting ansetzt und verlangt, dass sich mein Kind um sich selbst kümmern soll, männlich oder weiblich ist, rechtfertigt keine Quote! So, wie sie hier diskutiert wird, ist sie reiner Selbstzweck: Schaufensterpolitik mit negativer gesellschaftlicher Rückwirkung!
Das darf eben nicht sein, weil es nicht ins Weltbild Einiger passt. Es gibt doch nichts Wichtigeres, nichts Erfüllenderes als eine Führungsposition mit 60/70-Stunden-Woche! Wer das als Frau nicht einsehen will, dem kann frau auch nicht helfen. Es soll ja sogar Männer geben, die nicht um jeden Preis in eine Führungsposition drängen.
Und übrigens:
Die Kanzlerin entscheidet stets ganz stringent danach, was ihr vermeintlich am meisten Profit in Form von Wählerstimmen bringt. Sollten Umfragen also zeigen, das es sich in diesem Sinne lohnt, für eine Quote zu sein, dann wird Frau Merkel sich das Thema aneignen und wieder einmal umschwenken. Ist kein Problem für sie, kennt man schon. Jede Wette.
Also nur weil in einer Firma 90 % Raumpflegerinnen arbeiten muss jetzt auch in der Geschäftsleitung eine Frauenquote von 90 % herrschen?
Was passiert, wenn sich ein Mann als Frau gekleidet für einen Job bewirbt? Was, wenn sich ein Mann einer Geschlechtsumwandlung unterzieht?
Das ganze erinnert mich irgendwie an den Film "Soul Man" und ähnliche Filme.
Auch für männliche Studenten bei Tiermedizin?
Noch nicht mal einen akademischen Abschluss benötigen Sie. Geschweige denn, spielt es eine Rolle ob man ein MINT-Fach oder etwas anderes studiert oder gelernt hat. Unternehmergesit, Ideen und Führungsstärke sind gefragt.
-Gates (Microsoft)hatte im Jahr 1977 als 19-Jähriger sein Mathematikstudium ohne Abschluss beendet
- Larry Ellison (Oracle):Als seine Stiefmutter im Jahr 1966 verstarb, fiel er in tiefer Trauer durch sämtliche Abschlussexamen und verließ deshalb die Hochschule ohne Abschluss
- Mark Zuckerberg (Facebook) 2004 gründete er Facebook und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf
etc.
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Allerdings bin ich überzeugt, kaum eine Frau wird die CDU wählen, nur weil sie nun eine Frauenquote fordert...