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Frauendebatte in der Union: Quotengegner fürchten Kehrtwende der Kanzlerin

DPADie Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820816,00.html
  1. #20

    Zitat von dongerdo Beitrag anzeigen

    Ich dachte bereits dass mit den Anti-Diskriminierungsgesetzen der Gipfel der PC-Blödsinnigkeiten erklommen war, aber ich habe mich offenbar getäuscht ... Ich werde mich mittelfristig gen Ausland orientieren.
    Nach Saudi-Arabien?
  2. #21

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Es wäre doch mal langsam an der Zeit, dass mal genauestens erklärt wird, wie man bei einer Frauenquote das Qualifikationsprinzip aufrecht erhalten will.
    Die Befürwortergruppe weiß natürlich, dass die Diskussion um die Qualifikation ein Schlag ins Wasser geben kann und stellt deswegen a priori die Qualifikation der potentiellen Aspirantinnen schon mal fest. Vulgo: Akademiker ist gleich Akademiker.
  3. #22

    alter Wein

    Zitat von tw!st Beitrag anzeigen
    Man wird aber nie auch nur annähernd 50% Frauen in den Führungsetagen finden, das ist utopisch. Viele entscheiden sich eben, eine Familie gründen zu wollen oder sind vom Wesen her einfach schlechter für Führungspositionen geeignet als viele Männer.
    Ist das das "Frauen können nicht lesen lernen, ihre minderwertigen Hirne geben das nicht her"-Argument von vor ein paar Jahrhunderten, leicht aufgewärmt?
  4. #23

    Quotentitel

    Und wo es an qualifizierten Kräften mangelt besetzt eine Quotenfrau dann halt gleich neun Führungsposten. Die, aus Angst vor Strafzahlungen, auch noch extra für die Quote geschaffen wurden.
    Das funktioniert in quotengeregelten skandinvischen Ländern gaanz wunderbar...

    Wie im Artikel angerissen wäre eine familienfreundlichere Arbeitsumgebung um einiges sinnvoller. Für Männder, Frauen und den Nachwuchs.
  5. #24

    Zitat von pdp-11/34 Beitrag anzeigen
    Ich habe in den 1980ern E-Technik studiert. Im Anfangssemester hatten wir 2 Frauen bei 120 Studenten.

    Heute in Informatik bei meinem Sohn ist das immer noch ähnlich.

    So viel ich weiß ist das in Maschinenbau auch so.

    Nur bei WiWis ist der Frauenanteil höher.

    Wo sollen nun die ganzen Frauen in der Führungsetage herkommen ???
    Stimmt. Das scheint aber großenteils an der Angst zu liegen, als Anfängerin verhöhnt zu werden. Vorurteile sterben halt langsam, und viele glauben bis heute, dass Frauen Technik nicht lernen können. Deshalb sind Ingenieurkurse nur für Frauen so erfolgreich und gut besucht.

    Außerdem ist es schwierig, Pionier zu sein. Als ich Fliegen gelernt habe, hatten wir am Flugplatz eine Frau unter lauter Männern. Sie hat es gesteckt, obwohl sie es drauf hatte. Schade. Im Alleingang ist der Druck viel größer als wenn man es gemeinsam angehen kann.

    Bevor die Förderung von Frauen richtig greifen kann, braucht es eine "kritische Masse", eine Mindestpräsenz, die Gruppenbildungen und gleichgeschlechtliches Mentoring erlaubt. Und dort wird sich leider gesperrt, von Leuten, die rein aus Prinzip in der Ersten Klasse des Fliegers die Sauerei des Jahres anrichten, im Luxushotel die Spülung nicht betätigen, nur um das Personal zu demütigen (daheim packen sie's...) und bei Models krankhaftes Untergewicht verlangen, obwohl sie das nicht einmal attraktiv finden. Nicht alle Vorstände verhalten sich so - aber viele. Freiwillig machen die gar nichts.

    Mir geht es genau wie Frau von der Leyen: Ich liebe die Quote nicht, aber ich fordere sie trotzdem.
  6. #25

    wo ist das Problem?

    Zitat von pdp-11/34 Beitrag anzeigen
    Nach dieser Quotenregelung dürfen in der Führungsetage einer Firma maximal so viele Männer/Frauen vertreten sein, wie Ihr Anteil an der jeweiligen Berufsgruppe ausmacht.
    Ergo, wenn in einer Berufsgruppe (ich fände sinnvoller: Firma, +/- eine volle Person) nur ein Geschlecht vorkommt, ist es voll ok wenn das auch für das Management gilt.

    Firmen, bei denen 80% der Stellen, and 0% der Managementposten mit Frauen besetzt sind, dürfen sich halt dann überlegen wie sie ihre besten Mitarbeiterinnen für Managementposten qualifizieren. Die männlichen Manager fallen schließlich auch nicht fertig vom Himmel.
  7. #26

    Quote? Ja bitte, aber richtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rufe nach einer gesetzlichen Frauenquote gehen an Angela Merkel nicht vorüber - womöglich will die Kanzlerin mit dem Thema sogar in den Wahlkampf ziehen. Widerstand wäre ihr sicher: Quotengegner in den eigenen Reihen schlagen vorsorglich Alarm.

    Frauendebatte in der Union: Quotengegner fürchten*Kehrtwende der Kanzlerin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Mit der jetzt zur Debatte stehenden "Top-Down"-Quote, wonach die Leitungsebene quotiert wird, begeht man einen gedanklichen Riesenfehler. Diese Quote wird nicht die Frauen in Führungspositionen heben, die tatsächlich ein "weibliches Element" in die Unternehmenskultur einfließen lassen, sondern nur "Männer mit Titten". Das werden eben nicht die Frauen sein, die Familie und Beruf unter einen Hut gebracht haben, und wenn ausnahmsweise doch, dann in ähnlich abzulehnender Art und Weise wie die Männer: Also die Kids abgedrückt in irgendwelche Betreuungseinrichtungen, fast jederzeit wird im Zweifelsfall der Karriere oder irgendwelchen, weitgehend selbstgemachten, beruflichen Zwängen die Familienarbeit untergeordnet.

    Insofern: Quote, Ja bitte!

    Und zwar "bottom-up". Wenn auf der unteren Ebene der Frauenanteil x% ist, dann muss das in den nächsten 5 Jahren auch in der Ebene darüber verwirklicht sein, in 8 Jahren in +2, in 10+3 und in 12 Jahren bis ganz oben.

    Weil nur das auch die gesamte Arbeitswelt so verändern müsste, dass die Parallelität von Beruf und Familie möglich ist - und dann auch für Männer. Das ist doch das, was alle angeblich wollen.

    Aber ob die Type, die mittags um 13:00 Uhr für 18:00 Uhr noch ein Meeting ansetzt und verlangt, dass sich mein Kind um sich selbst kümmern soll, männlich oder weiblich ist, rechtfertigt keine Quote! So, wie sie hier diskutiert wird, ist sie reiner Selbstzweck: Schaufensterpolitik mit negativer gesellschaftlicher Rückwirkung!
  8. #27

    Fahne im Wind

    Zitat von husker Beitrag anzeigen
    Nur 50% der Frauen wollen laut verdi-Umfrage überhaupt erst eine höhere Position.
    Das darf eben nicht sein, weil es nicht ins Weltbild Einiger passt. Es gibt doch nichts Wichtigeres, nichts Erfüllenderes als eine Führungsposition mit 60/70-Stunden-Woche! Wer das als Frau nicht einsehen will, dem kann frau auch nicht helfen. Es soll ja sogar Männer geben, die nicht um jeden Preis in eine Führungsposition drängen.

    Und übrigens:
    Die Kanzlerin entscheidet stets ganz stringent danach, was ihr vermeintlich am meisten Profit in Form von Wählerstimmen bringt. Sollten Umfragen also zeigen, das es sich in diesem Sinne lohnt, für eine Quote zu sein, dann wird Frau Merkel sich das Thema aneignen und wieder einmal umschwenken. Ist kein Problem für sie, kennt man schon. Jede Wette.
  9. #28

    "Soul Man"

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Und zwar "bottom-up". Wenn auf der unteren Ebene der Frauenanteil x% ist, dann muss das in den nächsten 5 Jahren auch in der Ebene darüber verwirklicht sein, in 8 Jahren in +2, in 10+3 und in 12 Jahren bis ganz oben.
    Also nur weil in einer Firma 90 % Raumpflegerinnen arbeiten muss jetzt auch in der Geschäftsleitung eine Frauenquote von 90 % herrschen?
    Was passiert, wenn sich ein Mann als Frau gekleidet für einen Job bewirbt? Was, wenn sich ein Mann einer Geschlechtsumwandlung unterzieht?
    Das ganze erinnert mich irgendwie an den Film "Soul Man" und ähnliche Filme.
    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Insofern: Quote, Ja bitte!
    Auch für männliche Studenten bei Tiermedizin?
  10. #29

    Ach was

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    sie übersehen, dass es bei dieser diskussion nur um die prestigeträchtigen und angenhmen jobs geht, nicht etwa um richtige arbeit oder gar überstunden. frauen für die führungsetagen gibt es ja genügend, nach auffassung vieler feministinnen genügt ein akademischer abschluss, egal welcher, um ein unternehmen zu führen.
    Noch nicht mal einen akademischen Abschluss benötigen Sie. Geschweige denn, spielt es eine Rolle ob man ein MINT-Fach oder etwas anderes studiert oder gelernt hat. Unternehmergesit, Ideen und Führungsstärke sind gefragt.

    -Gates (Microsoft)hatte im Jahr 1977 als 19-Jähriger sein Mathematikstudium ohne Abschluss beendet
    - Larry Ellison (Oracle):Als seine Stiefmutter im Jahr 1966 verstarb, fiel er in tiefer Trauer durch sämtliche Abschlussexamen und verließ deshalb die Hochschule ohne Abschluss
    - Mark Zuckerberg (Facebook) 2004 gründete er Facebook und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf
    etc.
    ...

    Allerdings bin ich überzeugt, kaum eine Frau wird die CDU wählen, nur weil sie nun eine Frauenquote fordert...








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