Frauenbewegung: Ministerin Schröder rechnet mit Feminismus ab

Mit klaren Worten kritisiert Familienministerin Kristina Schröder die Frauenbewegung - und greift die Sexual-Thesen von Feminismus-Ikone Alice Schwarzer an. "Es ist absurd, wenn etwas, das für die Menschheit grundlegend ist, per se als Unterwerfung definiert wird", sagt die CDU-Politikerin im SPIEGEL.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...727648,00.html
  1. #20

    Ein Relikt

    Die Politik habe die Jungen- und Männerpolitik sträflich vernachlässigt.
    So ein Humbug, erst die Nerverei mit der Frauenquote, jetzt wieder Jungen- und Männerpolitik. Wie wäre es mal mit Politik für Menschen?

    Klar ist der Feminismus hier und da auch übers Ziel hinausgeschossen, so wie sich an jedes wichtige Thema eben immer ein paar Verblendete dranhängen, die das rechte Maß missen lassen. Aber wer hört heute schon noch auf Alice Schwarzer, ein possierliches Relikt?
  2. #21

    Frau Ministerin ist in der Tat kein Ruhmesblatt fuer die Frauen

    Wo waere denn die Frau Ministerin ohne die aus heutiger Sicht oft grotesken Aktionen und Forderungen der Frauenbewegung der siebziger Jahre? Wahrscheinlich hinter dem Kochtopf, denn genau da wollte doch ausgerechnet ihre Partei die Frauen weiter versauern lassen. Schon vergessen, dass Frauen damals noch die Unterschrift des Mannes brauchten, wenn sie berufstaetig sein wollten?
    Ein Maedel, das mit derart duerftigen Qualifikationen ins Ministeramt gehievt wurde, ist in der Tat kein Ruhmesblatt fuer die Frauen!
  3. #22

    hmm

    Zitat von caroline-NL Beitrag anzeigen
    Tatsächlich gehört der größte Teil des konservativen Feminismus - der im Ausland gerne Schwarzerismus genannt wird - auf den Müllhaufen der Geschichte.

    Dieser Generalkritik kann sich Frau Schröder schon deshalb nicht anschließen, weil die CDU/CSU eben auch diese Linie unterstützt. z.B. die Frauenquote, liberale Feministinnen lehnen die strikt ab. Sie ist nicht emanzipatorisch, sondern sie soll lediglich die Benachteiligung der Frauen in Institutionen, großen Konzernen und Parteien verdecken.
    Falsch, die Qoute soll einfach dafür sorgen, dass Frauen gegenüber Männern bevorteilt werden, ohne dass es dafür gute Gründe gibt. Es ist letztlich einfach ein Verteilungskampf und hat mit Benachteiligung nichts zu tun.

    Es gibt keine generelle, institutionalisierte Benachteiligung von Frauen.

    Sehr wohl aber werden Männer flächendeckend benachteiligt.

    Zitat von caroline-NL Beitrag anzeigen
    Oder die stumpfe Anti-Porno und auch sexualfeindliche Haltung. Hierüber hat sich ja die Frauenbewegung Mitte der 70er Jahre gespalten, nur in den deutschsprachigen Ländern eben nicht.

    Die Unterschiede zwischen der CDU der Familienministerin und des konservativen Schwarzer Feminismus sind nur graduell.
    Na, mal schauen ob Frau Schwarzer dies auch so sieht ;-)
  4. #23

    dumm geboren, nichts hinzu gelernt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit klaren Worten kritisiert Familienministerin Kristina Schröder die Frauenbewegung - und greift die Sexual-Thesen von Feminismus-Ikone Alice Schwarzer an. "Es ist absurd, wenn etwas, das für die Menschheit grundlegend ist, per se als Unterwerfung definiert wird", sagt die CDU-Politikerin im SPIEGEL.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...727648,00.html

    Ein Mensch ist nicht per se intelligent, wenn er gebildet ist oder studiert hat. Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun. Selbsternannte Eliten sind nicht intelligent, sondern nur dreist, rücksichtslos und besonders gierig.

    Frau Köhler, ohne die Frauenbewegung würden sie keine Ministerin sein oder überhaupt im Bundestag sitzen.
    Da sie diesen Fakt bis heute nicht "verinnerlicht" haben, sind sie weder intelligent beziehungsweise besonders gebildet.
  5. #24

    ...

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    frauen haben in der politik nix zu suchen! Geht man den gedanken von frau ministerin weiter hat sie bald auch kein wahlrecht mehr! Ob der frau ministerin bewußt ist das gerade frauen wie Alice Schwarzer es ermöglicht haben das auch frauen minister werden können bzw. als frau dort hineingewählt werden. VOR Alice Schwarzer wäre frau schröder zu 95% nicht in deisem amt sondern es wäre von einem mann belegt.
    Was nichts daran ändert, dass Frau Schwarzer manchmal ganz schönen Müll erzählt.
  6. #25

    Konservativ?

    Was ist konservativ daran den Kopf zum Denken zu nutzen statt zum Phrasen dreschen wie es Frau Schwarzer tut?
    Sex ist für Männer und Frauen eine gesunde Sache, die das Lebensglück fördert.
    Unterwerfung? Und wenn sie oben sitzt?
    Wenn Frau Schwarzer das anders kennt, ist das wohl ein bedauerliches Einzelschicksal.
    Sollte im Kabinett eine Ministerin sitzen die noch ganz natürliche Lebensgewohnheiten hat, während alle anderen schon mit Lobbyisten Golf spielen?
  7. #26

    Bitte bleiben Sie standhaft, Frau Schröder

    Es ist herzhaftig, dass es heutzutage möglich ist, auch als Politikerin mit hohem Amt eine solche Meinung zu äußern. Meiner Ansicht nach war der frühe Feminismus zu recht so radikal, nur so kann man die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken (siehe hierzu auch Sarazin).
    Als Mann der nachfolgenden Generation wirken die pauschalen Vermutungen von Frau Schwarzer, die hinter jedem Problem eine Benachteiligung von Frauen steht, teile ich nicht. In meiner Realität sind Männer und Frauen mindestens gleichberechtigt. Sie bekommen mehr Unterstützung während der Ausbildung und haben zudem die gleiche freie Wahl des Berufs wie Männer. Zusätzlich werden sie bei familienrechtlichen Rechtsfragen bevorzugt. Es ist Zeit, diese Unterschiede aufzuheben, und zwar nicht, indem man die Frauenförderung beendet, sondern in dem man ähnliche Förderprogramme für Jungen auflegt.
    Frau Schröder, ich bin zu 100% bei Ihnen. Es bleibt Ihnen zu wünschen, dass sie ihre Vorstellungen umsetzen können.
  8. #27

    Schwarz und Schwarzer

    Zitat von Sintra Beitrag anzeigen
    Wo waere denn die Frau Ministerin ohne die aus heutiger Sicht oft grotesken Aktionen und Forderungen der Frauenbewegung der siebziger Jahre? Wahrscheinlich hinter dem Kochtopf, denn genau da wollte doch ausgerechnet ihre Partei die Frauen weiter versauern lassen. Schon vergessen, dass Frauen damals noch die Unterschrift des Mannes brauchten, wenn sie berufstaetig sein wollten?
    Ein Maedel, das mit derart duerftigen Qualifikationen ins Ministeramt gehievt wurde, ist in der Tat kein Ruhmesblatt fuer die Frauen!
    So könnte man es ausdrücken. Die Schröder war eine der Nutznießerinnen der unsäglichen Schwarzer. Das sind die impertinenten Töchter, die sich heute gegen ihre konservativ-"frauenrechtlerischen" Mütter wenden. Immerhin endlich auch mal wenigstens ETWAS Vernünftiges von den Schwarzen - gegen die Schwarzer. Nur komisch: Eigentlich passen die in ihrem verstiegenen reaktionären Konservatismus doch allzu gut zusammen?
  9. #28

    Titellos glücklich!

    Zitat von warholandy Beitrag anzeigen
    Sehr wohl aber werden Männer flächendeckend benachteiligt.
    Stimmt, deshalb verdienen sie mehr und sind fast durchweg in Spitzenpositionen vertreten. Das ist wirklich flächendeckende Benachteiligung. Die armen Männer. Da ich selbst einer bin, suhle ich mich gerade in meinem Selbstmitleid. ;)
  10. #29

    hmm

    Zitat von marasek Beitrag anzeigen
    Die Ministerin arbeitet sich hier an einer Strohpuppe ab. Welche Bedeutung hat die Fraktion der Feministinnen gehabt, die sich gegen heterosexuellen Geschlechtsverkehr ausgesprochen hat?
    Da haben sie aber nur den unwesentlichstenen Aspekt des Artikels wahrgenommen.

    Haben sie überlesen, dass die Quote als Unfug bezeichnet wird?!

    Dass die Diskriminierung der Frauen negiert wird, weil sie schliesslich frei seien welches Studium sie bevorzugen?!

    Dass Jungen und nicht Mädchen benachteiligt werden?!

    Zitat von marasek Beitrag anzeigen
    Ansonsten, möchte die Ministerin vielleicht selber an den Herd, wie vor 50 Jahren?
    Wer weiß, vielleicht möchte sie ja auch runter in die Kanalisation, in den Bergbau, Strassenbau, Fernverkehr oder oder oder.

    Der Herd hat offenichtlich auch Vorteile - kommt eben auf die Alternativen an.

    Ansonsten hilft es nicht weiter zu wissen was die Ministerin persönlich für sich wünscht.

    mfg