René Mägli ist allein unter hundert Frauen. Er wollte es ja so: Seit Jahren beschäftigt der Reeder in Basel ausschließlich Frauen. "Ich habe nichts gegen Männer", sagt er und lässt trotzdem keine hinein. Denn Mägli ist überzeugt: Frauen kämpfen für eine Sache, Männer um ihren Status.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...780022,00.html
Die Idee ist gut, die Begründung dahinter ... naja.
Die meisten Frauen mögen für "eine Sache" (welche, sei dahingestellt, die Gleichberechtigung ist abgeschlossen!) kämpfen, "Emanzen" wollen aber die "besseren Männer" sein und kämpfen genau wie die männlichen Vorbilder um den "Status".
Mehr gibt's da nicht zu sagen.
das ist der Alptraum der Gender-Fraktion.
leider Gottes ist es so, daß Frauen sich leichter ausbeuten lassen. Sie denken, sie arbeiten für eine gemeinsame Idee und legen Engagement in ihre Tätigkeit. Aber in Wirklichkeit arbeiten sie nur für die Geldbörse des Kapitalisten, es dauert, bis Frauen das verstehen. Ich sabotiere grundsätzlich jeden Betrieb in dem ich arbeiten muß.
"Mägli zählt ihre Qualitäten an beiden Händen auf: Eine Frau sei kommunikativer, zielstrebiger, kostenbewusster, besser in Fremdsprachen und besser im Team, zudem setze sie schneller Prioritäten als ein Mann. Vor allem aber tue sie eines, sagt Mägli: 'Eine Frau dient der Sache.' Dies sei das entscheidende Merkmal. 'Männer kämpfen um die eigene Position, um Geld und den Status. Frauen tun dies bei uns - meines Erachtens - nicht.'"
Ist das nicht genau das, was man üblicherweise zu vermeiden versucht? Diskriminierung allein auf Grundlage des Geschlechts, anstatt sich nur die Qualifikationen der spezifischen Person selbst anzusehen?
Ich würde die Unterschiede in den Populationen nicht so groß sehen und den Erfolg eher seiner Auswahl zuschreiben, wobei bei "Eine Frau dient der Sache." irgendwie die 50er Jahre Werbung mit Hausfrau in der blitzeblank geputzten Küche kam, die ihren Ehemann mit einem Martini begrüßt.
Und komisch, dass v.a. im Servicebereich Frauen besser sein sollen -- würde er als Nachfolger für sich einen Mann oder eine Frau wählen?
Aber positive finde ich in jedem Fall, das hier vertreten wird, dass jeder Unternehmer selbst entscheiden sollte, wen er einstellt -- und warum. Und wenn er lieber mit Frauen arbeitet, bitte, allein seine Entscheidung.
wir wussten es ja immer schon...
Was wir da lesen ist auch nur Diskriminierung, diesmal nur andersrum.
...und besser rechnen und einparken können sie auch, schneller laufen und denken... während diese furchtbaren Männer nur an ihren Status denken, diese Halunken.
ob er in so einem Chef einen Hahn sehen will oder ein Baby, das bemuttert werden will.
Prinzipiell kein schlechter Ansatz. Umgekehrt ebenfalls denkbar? (Ja, s. Frau Merkel.)
Wenn Frauen in allen entscheidenden Qualifikationen besser sind als Männer, warum ist der Chef selbst dann ein Mann und hockt seit Jahrzehnten auf seinem Sessel.
Alle Teilzeit, keine Bewegung, kein Druck, kein Aufmucken und die Humanressourcen werden von einer 24jährigen mit umfangreicher Lebenserfahrung geleitet - Der Mann braucht Marionetten und revolutioniert damit als wirklich erster die Arbeitswelt.
Das hier ist der wichtige und richtige Sachverhalt aus dem Artikel: Sozialkompetenz kann man einem Menschen meist nur sehr schwer bebringen.
Es ist allerdings verkürzt und grundfalsch, das plakativ nach Geschlecht zuzuordnen. Ich kenne genügend Kollegen, die auch uneigennützig, teamfähig und kommunikativ der Sache dienlich sind und das eigene Ego hintenanstellen. Und genauso kenne ich auch etliche Kolleginnen, bei denen Eigennutz ganz oben steht, danach kommt lange nichts.Vorbildung und Berufserfahrung seien ihm nicht wichtig, stattdessen zählten der Wille zum Lernen und vorhandene Sozialkompetenz, sagt er: "Alles andere kann man ihnen beibringen."
Man kann also sagen: Der Mann hat zwar das Prinzip richtig verstanden! A...löcher muß man erkennen und aussortieren. Das Auswahlkritierium (Mann/Frau) hat er aber völlig falsch gesetzt.
Andererseits muß man anerkennen: Er kann seinen Sexismus ganz wunderbar in Publicity ummünzen. Insofern ist das Rezept auch gut aufgegangen...