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Frauen im Top-Management: Schröder plant Bußgeld für Quoten-Sünder
Deutschlands Großkonzerne bremsen bei der Einführung einer Frauenquote im Top-Management - jetzt verliert Familienministerin Schröder die Geduld. Nach SPIEGEL-Informationen plant sie Strafzahlungen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...792022,00.html
- #170 16.10.2011 14:07 von zoramail
Haben Sie Belege für Ihren Fakt? Lt. einer Umfrage von 2008
(http://de.statista.com/statistik/dat...he-ausbildung/) rekrutieren sich ca. 54 % der Dax-Vorstandsmitglieder aus der Gruppe der Wirtschaftswissenschaften und der Juristen. Aber selbst wenn man Ihrer Argumentation folgt, dann dürfte Ihre Sorge dürfte zumindest für die Chemiker unbegründet sein, denn 2011 waren 42 % aller Studienanfänger im Fach Chemie weiblich, in BWL waren es immerhin 53 % und in Jura 52 %, und auch bei den Maschinenbauingenieuren steigt der Frauenanteil, na das lässt doch hoffen.
Es gibt hier in Dänemark eine sehr umfassende und im Vergleich zu Deutschland angenehm sachliche und unaufgeregte Forschung/Diskussion zu Genderfragen auf Arbeitsmärkten. Die Ergebnisse deuten mit aller Klarheit darauf, dass die Hauptursache für die geringe Präsenz von Frauen in Führungspositionen die häufigen und zu langen Unterbrechungen der Erwerbsbiographie durch Erziehungszeiten ist. Nun ergeben sich daraus drei Konsequenzen, man akzeptiert es wie es ist (Modell Deutschland, Polen, Spanien), man macht es möglich, dass Kinder schon sehr schnell nach der Geburt fremdbetreut werden (Modell UK, USA, Frankreich), man teilt 2/3 der bezahlten Erziehungszeit zwischen Mutter und Vater zu 50/50 auf und macht so beide gleichermassen "unattraktiv" auf dem Arbeitsmarkt (Modell Schweden, Norwegen, Island). Letzteres wird derzeit von der dänischen Regierung favorisiert.
Sicher hätte dies nicht denselben durchschlagenden Erfolg und damit nicht dieselbe politische Signalwirkung wie eine Frauenquote, wäre aber m.E. eine wesentliche elegantere und bessere Lösung. - #171 16.10.2011 14:10 von
- #172 16.10.2011 14:13 von
Wir müssen unterscheiden ...
... zwischen einem Unternehmer, der als Eigentümer seines Unternehmens entscheiden kann zu delegieren und nicht 100% anwesend zu sein,
und einem Manager im Vorstand, der als Angestellter mindestens 100% anwesend sein muß, schon weil er sein hohes bis exorbitantes Gehalt rechtfertigen muß.
Die Quote in DAX-Vorständen zielt aber auf angestellte Manager: da sind weniger als 100% Leistung völlig absurd.
Daß eine Elternauszeit nicht karriereschädlich sein sollte, da sind wir uns einig. Sie ist es aber, für Männer und Frauen. Warum? Weil die gesamte Frauengleichstellungsdiskussion mit Familien nichts zu tun hat. Die Vorstandsquote bspw. ist ein Instrument zur Förderung kinderloser Frauen. Kinderlose Frauen aber sollten Ihre Kariere machen so wie Männer auch, und nicht hinter Familienargumenten getarnt werden. - #173 16.10.2011 14:16 von
Augenwischerei
Eine geschlechtsspezifische Veränderung in den Unternehmen und in den Führungspositionen wird sich in den kommenden Jahren von ganz alleine ergeben.
Bitte sehen Sie sich nur einmal die Statistik an. Bereits jetzt spricht das Geschlechterverhältnis an (Fach)Hochschulen in BWL, Jura und ganz extrem bei Medizin eine deutliche Sprache.
Ich frage: Wäre eine Umsetzung der Frauenquote unter Umständen ein Grund, in Zukunft auch eine Männerquote einzuführen? - #174 16.10.2011 14:20 von
Das Problem aber dabei ist, dass wenn sie sich eine Quote vorgeben, bei 10 Leuten 3 Frauen einzustellen, und nur 2 kompetente finden und die 3. vllt selbst kündigt oder irgendetwas anderes dazwischenn kommt, müssen sie entweder unqualifiziertes Personal einstellen, oder aber Strafe zahlen. Beides ist aus der Sicht des Unternehmers nicht fair.
- #175 16.10.2011 14:23 von
Schwestern, zur Sonne, zur Freizeit ...
Wie gut das norwegische Verfahren ohne Öl funktioniert zeigen Schweden und Island ja ziemlich eindrücklich. Und wie Schweden und Island hat Deutschland zuwenig Öl um sich den Luxus leisten zu können, Minderleister in Arbeit zu zwingen.
Von Island lernen, heißt frieren lernen.
Wie gesagt: Ich finde, wir sollten die Frauenquote mal ausprobieren. 14 Tage lang, 100% hoch. - #176 16.10.2011 14:24 von
Cdu?
Ich verstehe die CDU nicht mehr. Einerseits will Ursi von der Leyen die Frau an den Herd fesseln und auf der anderen seite will Frau Schröder eine Frauenquote!!! Wollen die mich veräppeln? Die CDU sollte sich mal entscheiden!
- #177 16.10.2011 14:26 von
Will sich Frau Schröder schon für die Zukunft eindecken und ein paar potentielle Aufsichtsrat- und Vorstandsplätze kreieren?
- #178 16.10.2011 14:26 von
Planwirtschaftliche Sollvorgaben aus der Politik
Sie haben noch die Quote für
- Homosexuelle
- Diabetiker
- Linkshänder und
- Analphabeten
vergessen. Ja, und ich als Frau gebe Ihnen Recht, eine Firma muss sich das Personal nach Qualifikation aussuchen können. Planwirtschaftliche Sollvorgaben aus der Politik sind hier fehl am Platz. - #179 16.10.2011 14:29 von underdog
Aber sicher ist sie das.
Zum einen, weil sie auf der logisch nicht haltbaren Idee beruht, Männerdominanz in Führungsetagen mit Frauenbenachteiligung gleichzusetzen. (Wäre das so, dann wäre die Frauendominanz beispielsweise im pädagogischen Bereich zwangsläufig und ohne wenn und aber Männerbenachteiligung. Aber dem widersprechen selbst die heftigsten Quotenbefürworter meist, und zeigen damit - freilich, ohne es zu erkennen - die Inkonsistenz ihrer eigenen Argumentation auf.)
Zum anderen, weil der weibliche Anteil an der Rollenverteilung geleugnet wird - solange sich Frauen die Freiheit nehmen, zwischen Beruf und Familie zu entscheiden, solange wird es Männer geben, die eben diese Wahl nicht haben (irgendjemand muss ja materiell für diese Entscheidungsfreiheit geradestehen). Und solange werden Männer sich eben auch stärker über den beruflichen Erfolg definieren als über hausmännische Qualitäten - der Verzicht aufs Familienleben ist der Preis dafür. Diesen Preis zu zahlen, diese Bereitschaft sehe ich nicht bei den Quotenforderern. Man will also quasi etwas "für umme", ohne die Nachteile, die es für Männer üblicherweise mit sich bringt.
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