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Frauen im Job: "Hier weiß jeder, dass wir knallhart sind"

Knackis statt Kind und Küche: In einer Polizeiwache in Nepal arbeiten nur Polizistinnen. 100 Prozent Frauenquote gegen das Verbrechen, das funktioniert, freut aber nicht alle. Die Polizistinnen sind zufrieden. Nur manchmal sehnen sie sich nach ein paar Männern, für die Drecksarbeit.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-886305.html
  1. #1

    Ach ja, die heile Nepali-Welt...

    Ach ja, die heile Nepali-Welt... Wir haben ein Au Pair aus Nepal, was die über die Stellung der Frau erzählt klingt etwas anders, als dieser politisch korrekte Artikel.

    Frauen? Gleichberechtigung? Nicht in Nepal.
  2. #2

    Respekt

    Zitat von vogtnuernberg Beitrag anzeigen
    Ach ja, die heile Nepali-Welt... Wir haben ein Au Pair aus Nepal, was die über die Stellung der Frau erzählt klingt etwas anders, als dieser politisch korrekte Artikel.

    Frauen? Gleichberechtigung? Nicht in Nepal.
    Meine Frau kommt aus Nepal und ich kann leider nur bestätigen, das es für eine Frau schwer ist. Allerdings sind dort die kulturellen Bedingungen und die Armut nicht zu vergleichen mit unserem Leben.
    Ich finde es aber toll, das Frauen eine Polizeistation selber leiten. Gibt es das den auch in Deutschland?
  3. #3

    titel

    Zitat von vogtnuernberg Beitrag anzeigen

    Frauen? Gleichberechtigung? Nicht in Nepal.
    Ja, aber so, und nur so, kann sich daran doch was ändern, oder? Wenn Polizistinnen solange ihren Job machen dürfen, bis es normal ist. Vielleicht ist es sogar der beste Weg, mit Polizistinnen anzufangen, da sich der Respekt hier am schnellsten einstellt, und respektloses Verhalten - siehe Anekdote am Anfang - sanktioniert werden kann und sogar muss, und zwar von niemand anderem als den betreffenden Frauen selber. Großartig. Dieser hohe Beamte Aryan scheint mir ein weiser mensch zu sein.
  4. #4

    ein wichtiger Artikel, danke!

    Wahrscheinlich waere die Welt wesentlich angenehmer, wenn die Ordnungsfunktionen und das Gewaltmonopl nicht mehr durch Testosterongesteuerte "Sicherheitskraefte" ausgeuebt wuerden. Ich wuensche mir, dass dieses Projekt weiter im Blickpunkt der Weltoeffentlichkeit (Spiegel usw.) bleibt und gratuliere der Vefasserin (Pratibha Tuladhar?) zu einem hochrelevanten Bericht. Viel Macho-Witzbolde werden wahrscheinlich versuchen, dies als Kuriosum zu relativieren...
  5. #5

    Zitat von balanacan Beitrag anzeigen
    Viel Macho-Witzbolde werden wahrscheinlich versuchen, dies als Kuriosum zu relativieren...
    Haben Sie schon einmal eine Blutentnahme unter Zwang miterlebt?

    Ich bereits mehrmals.

    Die weiblichen Kollegen jedenfalls schreckten nachvollziehbar zurück und überließen den männlichen Kollegen den Vortritt.
    Und selbst zwei männl. Polizisten sind in diesem Fall zu wenig.

    Wobei es auch Ausnahmen gibt:
    Ich kenne eine Kollegin, deren Körperstatur es ihr ermöglicht, Bud Spencer zum Armdrücken herauszufordern und männl. Kollegen, die von Bill Kaulitz besiegt würden ;)

    Machen Sie sich bitte nichts vor: Es gibt polizeiliche Situationen, die weibl. Beamte alleine nicht bewältigen können.
  6. #6

    Zitat von interstitial Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es sogar der beste Weg, mit Polizistinnen anzufangen, da sich der Respekt hier am schnellsten einstellt, und respektloses Verhalten - siehe Anekdote am Anfang - sanktioniert werden kann und sogar muss, und zwar von niemand anderem als den betreffenden Frauen selber.
    Wovon sie hier reden ist nicht Respekt sondern Gewalt und Angst. Ich kenne kein Land dieser Welt, wo Menschen mit wenigstens ein bißchen Verstand Respekt vor Polizisten haben. Jobs die Respekt vermitteln sind eher Ärzte und Arbeitgeber.
  7. #7

    Zitat von balanacan Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich waere die Welt wesentlich angenehmer, wenn die Ordnungsfunktionen und das Gewaltmonopl nicht mehr durch Testosterongesteuerte "Sicherheitskraefte" ausgeuebt wuerden.
    Zunächst muss ich sagen, dass ich dieses Leuchtturmprojekt ebenfalls für sehr klug halte, um gegen Diskriminierung von Frauen in den Polizeikräften vorzugehen.

    Was Sie hier betreiben, ist jedoch positive Diskriminierung von Frauen: Frauen sind nicht per se die besseren Menschen. Und wenn 100% der Polizeikräfte in Nepal Frauen wären, dann gäbe es auch ganz schnell neue Probleme.
    Das Ziel muss immer sein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihrer Berufung nachgehen können. Dieses Projekt kann dabei helfen, indem es einerseits mehr Frauen ermutigt sich zu bewerben und andererseits Vorurteile gegenüber Frauen im Polizeidienst abbaut.

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    Wovon sie hier reden ist nicht Respekt sondern Gewalt und Angst. Ich kenne kein Land dieser Welt, wo Menschen mit wenigstens ein bißchen Verstand Respekt vor Polizisten haben. Jobs die Respekt vermitteln sind eher Ärzte und Arbeitgeber.
    Ich habe Respekt vor den Streifenpolizisten, die Samstag nachts zu einer Ehestreitigkeit gerufen werden und keine Ahnung haben, was sie hinter der Wohnungstür vorfinden werden.Ich habe Respekt vor Polizisten, die sich persönlich einsetzen um benachteiligte Jugendliche aus ihrem schwierigen Umfeld rauszuhelfen (und dabei nicht selten selber kaputtgehen).

    Natürlich gibt es auch in Deutschland Probleme mit der Polizei und Justiz (keine unabhängige interne Ermittlungsbehörde, Weisungsgebundenheit der Staatsanwaltschaften, Prügelpolizeireviere in Bayern usw.).
    Aber wenn jeder deutsche Polizist nur seinen Job machen würde, weil er Minderwertigkeitskomplexe durch seine Uniform ausgleichen muss, dann hätten wir ganz andere Probleme.

    Ich weiß nicht, woran Sie Respekt festmachen, aber ich respektiere Menschen und keine Berufe.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Polizistinnen sind zufrieden. Nur manchmal sehnen sie sich nach ein paar Männern, für die Drecksarbeit.
    Hier habe ich aufgehört zu lesen.
  9. #9

    Pokhara

    Also ich war mehrmals in Nepal und muss sagen, ich habe sehr viele Polizistinnen und Soldatinnen gesehen. Auch verständlich, da es viele Kämpferinnen bei den Maoisten gibt, die nun eine sehr grosse politische Kraft sind.

    Pokhara ist ein Touristenort und Streiks u.ä. gibt es dort kaum, denn man wills ich niht selber ins Fleisch schneiden. Daher ist dort derPolizistenjob im Vergleich zu Kathmandu sehr ruhig.
    100% Frauen ruft allerdings nach einer Männerquote.
    Es gibt nunmal auch Fälle, da möchte man eher einen Polizisten anstatt einer Frau sprechen.








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