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Frauen im Ingenieurstudium: Wir wollen gewInnen

TMNAllein unter Männern: In technischen Studiengängen sind Frauen in der Minderheit. Dabei sind gerade dort die Job-Aussichten so gut wie selten zuvor. Doch langsam lernen auch immer mehr Studentinnen die Vorteile eines Ingenieurstudiums zu schätzen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-859442.html
  1. #1

    Ein Kumpel mit Energietechnik-Diplom(FH) schreibt Bewerbungen nachdem er Opfer einer Stellenkürzung wurde, eine Kumpeline hat mit Energietechnik-Diplom(Uni) nur beim Umweltamt eine Anstellung gefunden.
    Der Ingenieursmangel ist erfunden um die Gehälter zu drücken:
    Ingenieure: Fachkräftemangel? Das Problem ist die Bezahlung - Nachrichten Regionales - Hamburg - DIE WELT

    Im "typischen Frauenberuf" Pflege bekomm ich auf 4 Bewerbungen 4 Zusagen, und wenn man absagt melden sich die Hälfte der Unternehmen noch regelmäßig und ködern mit Leitungstätigkeit und Dienstwagen.
    In der Pflege sind prozentual viel mehr Männer, als Frauen im Ingenieursfach. Hier von einem typischen Frauenberuf zu sprechen und andererseits Frauen für technische Berufe werben zu wollen, was will uns die Autorin damit sagen?!

    Also ich bin froh vom Ingenieurswesen (mit Vordiplom Energietechnik unter den Jahrgangsbesten) in die Pflege gegangen zu sein. Ich rechne im Verlauf der Energiemangelkrise (Peak Oil/Peak Gas/Peak everything) eher mit einer Deindustrialisierung und einem Verschwinden vieler Industriearbeitsplätze.
    Als Pfleger mit akademischen Abschluss werd ich nie Jobsorgen haben oder eine zweistellige Anzahl von Bewerbungen schreiben müssen.

    Vllt. sind die Frauen die sich vom Ingenieurswesen fernhalten einfach schlauer als die Autorin dieses Beitrags und fallen nicht auf diese Lügen vom Ingenieursmangel herein, nur um dann bei ner Zeitarbeitsfirma zu landen?
  2. #2

    Ah, der VDI mal wieder.

    "In Deutschland fehlen rund 80.000 Ingenieure" behauptet der. Weil ihm die Arbeitgeber vorgeben, dass er das behaupten soll.

    Fakt ist natürlich: es gibt sehr viele gut qualifizierte arbeitslose, ältere Ingenieure. Nur lassen die sich halt ungern mit Einstiegsgehältern abspeisen.

    Lieber VDI, lerne endlich das Grundgesetz von Angebot und Nachfrage: wird ein faires Einkommen angeboten, gibt es auch Menschen, die den Arbeitsplatz besetzten wollen.

    Das regelmäßige hochloben der Ingenieursberufe in den Medien dient den Arbeitgebern, nicht den potentiellen Ingenieuren.

    Zumal fast alle Ingenieursberufe einem Schweinezyklus unterliegen. Von daher ist zu warnen, gerade in Zeiten hoher Nachfrage, wie jetzt, mit so einem Studium zu beginnen. Denn die Chancen sind gut, dass man dann in einer Nachfrageflaute mit dem Studium fertig wird, und ewig nach einem Job sucht. Oder nur befristete bekommt. Und eh nur sehr geringe Einstiegsgehälter.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein unter Männern: In technischen Studiengängen sind Frauen in der Minderheit. Dabei sind gerade dort die Job-Aussichten so gut wie selten zuvor. Doch langsam lernen auch immer mehr Studentinnen die Vorteile eines Ingenieurstudiums zu schätzen.
    Zitat von Artikel
    Im Durchschnitt steigen Ingenieure mit einem Jahresgehalt von rund 42.000 Euro ein.
    Der war gut :-) Als ich 2009 die Hochschule mit einem Diplom als Maschinenbauer (Konstruktionstechnik) abgeschlossen hatte, bot mir keine Firma annähernd so viel - wenn man denn überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Und das trotz voriger Ausbildung im Handwerk mit Ausbildereignungsprüfung. Und wie im 1. Kommentar zum Artikel steht, sprießen gerade in dem Bereich Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden, die mir 2009 gerade einmal 30.000 boten mit Flexibilität bis nach Frankfurt/M (ich wohne im Rhein-Erft-Kreis).
    Da ich im hochschulnahen Bereich nun beruflich tätig bin, habe ich einen guten Überblick, dass heutige Bewerber(innen) es ungefähr genauso schwer haben, im ingenieurwissenschaftlichen Bereich eine adäquate Stelle zu finden.
  4. #4

    Die Industrie...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein unter Männern: In technischen Studiengängen sind Frauen in der Minderheit. Dabei sind gerade dort die Job-Aussichten so gut wie selten zuvor. Doch langsam lernen auch immer mehr Studentinnen die Vorteile eines Ingenieurstudiums zu schätzen.

    Frauen sind in Ingenieurberufen jedoch immer noch in der Minderheit - SPIEGEL ONLINE
    .. möchte bestens ausgebildete Ingenieure von der Uni, bitte max. 22 Jahre alt, bitte mit Bachelor, Master und Promotion. Beim Gehalt bitte nur 20000 im Jahr. Wenn die dann 40 sind können sie gehen, da sie den Firmen dann zu teuer sind.
    So sieht er aus, der Ingenieursmangel...
    Und selbst wenn es ihn gäbe, ich hätte mit der Industrie da kein Mitgefühl. Selber Schuld. Als ich 1989 mit meinem Studium der Elektrotechnik begann konnten sich die Absolventen schon vor der Diplomarbeit ihren Job aus zig Stellenangeboten auswählen, das ging soweit, dass die Firmen teilweise die Diplomarbeiten bezahlt haben nur damit derjenige zu ihnen kommt. Als ich 1994 fertig war gab es kaum Stellen (was hier ein anderer Forist als Schweinizyklus bezeichnet hat), ich bekam nur Absagen. Lediglich diverse, nicht bezahlte Praktikanten- und Traineestellen wurden angeboten. Ich ging in die IT, wie fast alle E-Techniker, Maschinenbauer, Physiker etc. zu der Zeit.
    Sollen sie jetzt mal nicht jammern, dass diese Leute fehlen...
  5. #5

    Industrie teilweise selber schuld

    @derlabbecker: genau so ist es! Gutes Kommentar. Firmen wollen immer gleich die eierlegende Wollmilchsau: jung, gute Noten, berufserfahrung, soziale Kompetenz... man kann nicht alles haben. Die Industrie muss auch mehr Gehalt bezahlen. Andere Studiengänge, wie z.B. BWL sind leichter, und die Leute bekommen mehr Einstiegsgehalt. Gerade bei Großbanken verdient man sich dumm und dämlich.
  6. #6

    optional

    So ein quatsch, was ich hier wieder lese. Ich kenne persönlich nur Ingenieure, die gute Stellen bekommen haben mit 45.000-50.000 Einstiegsgehalt im Maschinenbau. Man muss eben was drauf haben, wenn man eine gute Stelle haben will. Und Energietechnik ist nunmal Elektrotechnik für dumme (an meiner Uni zumindest).
  7. #7

    Zitat von Moritz_h Beitrag anzeigen
    So ein quatsch, was ich hier wieder lese. Ich kenne persönlich nur Ingenieure, die gute Stellen bekommen haben mit 45.000-50.000 Einstiegsgehalt im Maschinenbau. Man muss eben was drauf haben, wenn man eine gute Stelle haben will. Und Energietechnik ist nunmal Elektrotechnik für dumme (an meiner Uni zumindest).
    es stimmt, ich kenne auch einige die das bekommen ABER ziemlich beschränkt auf die Automobilbranche.

    dennoch denke ich das die ganzen Firmen wirklich selbst schuld sind und dieses dumme rumgeheule mit einem angeblichem Mangel kann ich nicht mehr hören. Ich selbst studiere im moment Informatik in Karlsruhe und kann ziemlich sicher sein nen anständigen Job zu bekommen. Meine Intuition sagt mir das es sich aber lohnt recht frühzeitig selber etwas aufzubauen als ein Lakein zu sein und iergendwann vor die Tür gesetzt zu werden...

    Einer meiner Professoren sagte mal das es nicht nur um das Gehalt ginge sondern auch das Junge Absolventen noch unerfahren sind und experimentierfreudiger und auch einer der Gründe für das ganze sei...
  8. #8

    "Horrorjahr" 2009/ 2010

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Der war gut :-) Als ich 2009 die Hochschule mit einem Diplom als Maschinenbauer (Konstruktionstechnik) abgeschlossen hatte, bot mir keine Firma annähernd so viel - wenn man denn überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Und das trotz voriger Ausbildung im Handwerk mit Ausbildereignungsprüfung. Und wie im 1. Kommentar zum Artikel steht, sprießen gerade in dem Bereich Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden, die mir 2009 gerade einmal 30.000 boten mit Flexibilität bis nach Frankfurt/M (ich wohne im Rhein-Erft-Kreis).
    Da ich im hochschulnahen Bereich nun beruflich tätig bin, habe ich einen guten Überblick, dass heutige Bewerber(innen) es ungefähr genauso schwer haben, im ingenieurwissenschaftlichen Bereich eine adäquate Stelle zu finden.
    2009/ 2010 gab es in der Branche einen ziemlichen Kahlschlag und viele verloren ihre Jobs, bzw. fanden keine.

    30.000 Euro für einen Berufsanfänger, noch dazu mit vorangegangener Ausbildung, das ist kein Gehalt sondern eine Beleidigung. Ich wäre wortlos aufgestanden und gegangen.
    Aber ich höre soetwas nicht zum ersten Mal.

    Ob man sich das antun will, unter heutigen Bedingungen als Maschinenbauingenieur zu arbeiten, das sollte man sich als junger Mann gut überlegen und als Frau noch viel mehr.
  9. #9

    Licht und Schatten

    Ich selbst kann mich in meinem Ingenieursjob - bisher - wirklich nicht beklagen. Festanstellung, solides Gehalt und übertarifliche Zulagen... Ich kenne allerdings auch viele Kollegen, die seit Jahren mit mir zusammen arbeiten, bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt sind und bei weitem nicht so viel verdienen wie ich. Allerdings muss man dazu sagen, dass die "guten" Ingenieure es früher oder später geschafft haben eine Festanstellug mit angemessener Bezahlung zu bekommen. Bei den anderen wundert man sich teilweise, wie sie das Studium jemals abschließen konnten. Und was sich an Kandidaten bei Bewerbungsgesprächen vorstellt ist teilweise wirklich gruselig...

    Also: Nach meiner Erfahrung bekommen die "guten", die ein wenig Einsatz und Bereitschaft zur Veränderung zeigen früher oder später eine gutbezahlte Festanstellung.

    Nachtrag: Wir haben uns im Urlaub über die Gehälter der verschiedenen Ingenieursgattungen (Bau, Elektro, ...) unterhalten. Da kann ich nur sagen: Augen auf bei der Wahl des Ingenieursstudiums!


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