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Frauen im Beruf: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst"

Sabine Asgodom gilt als Deutschlands Selbstvermarktungsexpertin. Tausende Frauen hat sie schon gecoacht, Hunderte Firmen analysiert: Wieso machen Frauen so selten Karriere? Weshalb sind sie daran selbst schuld, und warum leben sie im "Eigentlich-Land"? Ein Beratungstermin.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...781209,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Asgodom gilt als Deutschlands Selbstvermarktungsexpertin. Tausende Frauen hat sie schon gecoacht, Hunderte Firmen analysiert: Wieso machen Frauen so selten Karriere? Weshalb sind sie daran selbst schuld, und warum leben sie im "Eigentlich-Land"? Ein Beratungstermin.

    Frauen im Beruf: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Ein dreiviertel Seiten lang eine durchaus seriöse und begründete Kritik an Frauen und was diese ändern müssten, um wirklich weiterzukommen und als Lösung: Jungs, ändert ihr euch doch, und lasst uns mitspielen.

    Guter Ansatz, aber letztendlich Thema verfehlt. In der Schule würde es ( ist ja ein Mädel, die heult garantiert bei ner 5 ) mit beidseitig zugedrückten Augen ne 4 + geben.
  2. #2

    3. Pro-Frau-Karriere-Artikel diese Woche

    Naja, langsam wird es langweilig immer dieselbe Lamentiererei zu hören und immer wieder dieselben - richtigen - Argumente anzuführen.

    Aber hier noch einmal:
    1. Frauen wollen seltener Karriere machen.
    2. Frauen sind seltener bereit, sich durchzusetzen.
    3. Frauen brauchen Hilfe in Form einer Quote (Ach nee... schon mal an Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes gedacht?).

    Und vor allem:
    4. Das Frauen es nicht schaffen, ist die Schuld der Männer - natürlich.
  3. #3

    Wo?

    "Frauen sind nett, höflich, fleißig, manchmal niedlich" - verdammt, ich suche das ganze Jahr über nach solchen Frauen, habe aber noch keine einzige gesehen. Bitte verratet mir doch, wo all diese sind, BITTE!!!!!
  4. #4

    Eine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Asgodom gilt als Deutschlands Selbstvermarktungsexpertin. Tausende Frauen hat sie schon gecoacht, Hunderte Firmen analysiert: Wieso machen Frauen so selten Karriere? Weshalb sind sie daran selbst schuld, und warum leben sie im "Eigentlich-Land"? Ein Beratungstermin.

    Frauen im Beruf: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    intelligente Frau kann Sprecherin des Vorstandes werden. Eine kluge Frau kann die Frau des Vorstandssprechers werden. Die Intelligenz setzt sich ein - manchmal unerreichbares - Ziel, die Klugheit prüft Aufwand/Ertrag und holt das Beste heraus.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Asgodom gilt als Deutschlands Selbstvermarktungsexpertin. Tausende Frauen hat sie schon gecoacht, Hunderte Firmen analysiert: Wieso machen Frauen so selten Karriere? Weshalb sind sie daran selbst schuld, und warum leben sie im "Eigentlich-Land"? Ein Beratungstermin.

    Frauen im Beruf: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Schonmal daran gedacht, dass es auch Männer gibt und gab, die nicht die Spielregeln der Macht-Menschen mit spielen wollen und können? Für diese ändert auch niemand die Regeln. Ich habe auch Zweifel, aber niemand setzt sich für mich ein und schlagt vor, dass man mich 3 mal Fragen solle, ob ich befördert werden will.

    Ich setzte mich permanent kritisch mit meinem Verhalten und das der anderen auseinander und wäge ab, ob ich dieses oder jenes machen will, um im Beruf weiter zu kommen. Ich trete auch dauernd in irgendwelche Fettnäpfchen. Aber ich lerne. Ich verändere mich, wenn ich das für sinnvoll halte. Ich muss selber sehen wohin ich noch aufsteigen werde. Ich habe keine Lust auf eine 60 Stunden Woche, habe keine Lust auf Dauerstress, habe keine Lust mich trotz großer Widerstände permanent gegenüber anderen "aggressiven" Abteilungsleitern behaupten zu müssen. Wird deswegen für mich der Chef-Posten attraktiver gemacht????

    Wir brauche keine netten, höflichen, fleißigen und niedlichen Manager, sondern welche die Entscheidungen treffen können und den Mum und die Fähigkeit haben diese durchzuziehen.

    Ich fand den Artikel auch gut, bis zu dem Punkt, als gefordert wurde, dass die Regeln geändert müssen, damit Frauen in den Chef-Etagen kommen.
  6. #6

    Und nur die Männer antworten..

    .. eine lustige, kleine Bestätigung des Artikels...

    Aber ebenso lustig finde ich die Wahl der falschen Grundgesamtheit und die falschen Schlüsse (die natürlich durchaus zu richtigen Ergebnissen kommen können).

    Die Seminare werden - per definitionem - von Frauen gehalten.
    1. Sie werden nicht vor Männern gehalten, die nicht willens oder in der Lage sind, den Karriereweg zu gehen.
    2. Sie werden nicht vor erfolgreichen Frauen gehalten - denn wozu sollten diese solche Seminare besuchen.

    Jetzt nimmt man aus der Menge der Frauen eine Teilmenge (die der Seminarteilnehmerinnen), nennt diese DIE FRAUEN und vergleicht diese mit den Karrieristen, genannt DIE MÄNNER (obwohl diese nicht mal männlich sein müssen).
  7. #7

    Ja was denn nu?

    Zitat von aus dem Artikel: „Schleimspurbreite“
    Asgodom ist für die Quote. "Die Quote ist aber nicht mehr als eine Krücke. Sie hilft, auf die Beine zu kommen und laufen zu lernen." Anders gehe es nicht: "Die Verhinderungskräfte sind zu stark."
    Dauerstory Nr. 1:

    "Frauen stehen vor der Chefetage Schlange, und werden von den fiesen Männern ausgebremst."

    Ist nachweislich falsch, denn inzwischen hat sich überall herumgesprochen, dass die Zahl der Bewerberinnen auf verantwortungs- und anspruchsvolle Posten gegen Null tendiert.

    Und dann:

    Zitat von aus dem Artikel: „Schleimspurbreite“
    Nicht nur die Frauen müssen sich an die Spielregeln anpassen, auch die Regeln müssen sich verändern - wenn die Unternehmen nicht die gut qualifizierten Frauen verlieren wollen. Denn die, so zeigt die Erfahrung, sind nicht bereit, für ihre Karriere über Leichen zu gehen. "Frauen denken sich: Wenn der Chefsessel die Luft zum Atmen nimmt, dann bleibt er eben leer." Es geht darum, Führungspositionen so zu gestalten, dass sie attraktiv sind. Die Chefs sollten fragen: "Was brauchen Sie, damit Sie die Stelle annehmen?"
    Story Nr. 2:

    Die Firmen sollen für die Frauen eine Quote einrichten UND ihnen auch noch hinterherlaufen, weil denen selbst die Bedingungen zu unbequem sind? Und das, wenn doch offenbar noch genügend andere Bewerber – sprich: Männer - vorhanden sind? 3 mal bitten und ein weiches Kissen auf den Chefsessel legen, damit Madame bereit ist, Platz zu nehmen?

    Wie jetzt?

    Kann mir mal jemand sagen, was das mit unternehmerischer Vernunft zu tun haben soll?

    Nein, kann niemand, außer Märchenerzählern, welche fest daran glauben, dass ausgerechnet der Bevölkerungsanteil, der ständig zum Jagen getragen werden will, alles VIEEL besser macht. Ein Märchen, das in den letzten Jahren in praktischer Form reichlich widerlegt wurde.

    Was bleibt? Frauenquote und Frauenförderung ist reiner Lobbyismus, weiter nichts. Nix gerecht, nix vernünftig, nix zukunftsweisend. Zuletzt eine zum Scheitern verurteilte Modewelle, die demnächst wieder verebben wird, weil jetzt schon jeder nur noch mit den Augen rollt, wenn das Thema aufkommt.
  8. #8

    Merkwürdige Bilder

    die in dem Artikel erzeugt werden.

    "Die Knie weit auseinander, Hüfte nach vorn schieben, Bauch rausstrecken, Hände hinter dem Kopf verschränken. Ein bisschen wie der Cowboy, der gerade vom Pferd gestiegen ist und sich jetzt in den Sessel lümmelt. So müsste es gehen. Zumindest wenn man sich Männer am Konferenztisch anschaut. "

    So etwas kann nur jemand schreiben, der noch nie Meetings in großen Unternehmen von innen gesehen hat.
    Im Rahmen meiner Beratertätigkeit bin ich häufig in solchen Settings: Konferenzen, Meetings, Vorstandssitzungen - eine solche "body language" wie die hier beschriebene habe ich nie beobachtet. Das Teilnehmerinnen oder Teilnehmer sich auf ihren Sitzgelegenheiten lümmeln und fläzen würde mit Sicherheit nicht akzeptiert werden. Reines Phantasieprodukt. Auf jeden Fall keine Beschreibung einer Realität in deutschen Unternehmen.

    Frau Hans, schauen sie weniger schlechte TV-Serien und nehmen sie einmal Kontakt mit der deutschen Unternehmenswirklichkeit auf. Das könnte den geistigen Horizont ungemein erweitern.
    Den "gerade vom Pferd gestiegenen Cowboy" gibt es nur in ihrer Vorstellungswelt, aber nicht an bundesdeutschen Konferenztischen.
  9. #9

    Also.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sabine Asgodom gilt als Deutschlands Selbstvermarktungsexpertin. Tausende Frauen hat sie schon gecoacht, Hunderte Firmen analysiert: Wieso machen Frauen so selten Karriere? Weshalb sind sie daran selbst schuld, und warum leben sie im "Eigentlich-Land"? Ein Beratungstermin.

    Frauen im Beruf: "Die Breite unserer Schleimspur bestimmen wir selbst" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Ich bin eine Frau. Und ich habe bisher gar nicht so schlecht Karriere gemacht. Einen Verwaltungsratssitz habe ich zwar nicht, aber es geht mir nicht schlecht, auch finanziell. Und - oh Wunder - dieses Jahr hätte ich "noch mehr Karriere machen" können. Es ging nie darum, ob ich das als Frau schaffe oder nicht. Mein Chef in spe hat einfach abgecheckt, ob ich den Anforderungen genüge und fertig. Ich habe mir auch nie überlegt, ob ich etwas "als Frau" schaffe oder nicht oder ob die Eigenschaften, die es für eine Stelle braucht, irgendwie männlich sind oder nicht. Wenn ichs mir zugetraut habe, habe ichs einfach gemacht.

    Und ich habe den Job abgelehnt. Tschau, Karriereschritt. Karriere machen heisst nämlich nicht, einfach mit links total viel zu verdienen und daneben noch ein tolles Privatleben zu haben und dann ist alles perfekt. Es heisst auch nicht, dass man dann endlich auf dem grossen Stuhl sitzt und es sich bequem machen kann. Es bedeutet einfach nur rennen, rennen, rennen. Ich weiss, wie es ist, eine 60-Stunden-Woche zu haben. Und dann habe ich vor der Vertragsunterzeichnung plötzlich gedacht: Moooment. Bin ich eigentlich blöd oder was? Was soll die ganze Rennerei? Und das wird uns dann noch als das höchste Ziel verkauft? Ich hab nicht unterschrieben. Ist das jetzt ein typischer "Fehler", den man als Frau macht? Ich finde, das war eine wirklich vernünftige Entscheidung von mir - aber keine typisch weibliche.

    Ich kenne einen ehemaligen "Karrieristen", der fährt jetzt freiwillig Taxi. Die klassische Downsizing-Geschichte. Es geht ihm besser denn je. Ich bewundere solche Leute inzwischen mehr, als die Arbeitshelden, die zwar super verdienen, aber immer zu fertig sind und nie Zeit haben, um ihr Geld und das Leben zu geniessen. Was nützt die teure Wohnung, wenn man da eh nur schläft?

    Etwas anderes ist es, wenn man die Karriere macht, um genug Geld zu scheffeln, weil man sich früher zur Ruhe setzen und sich mehr Freiheiten gönnen will. Aber auch dieses Thema kann ich nicht in "männlich" oder "weiblich" aufteilen.

    Mein Ziel ist es inzwischen, den Stress in engen Grenzen zu halten. Ist mir wichtiger, als Geld. Ist das jetzt typisch weiblich? Ich finde es einfach nur vernünftig.








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