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Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #880

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    ...Darum sollten Eltern mit so einem geringen Betrag unterstützt werden, wenn sie im Grunde doch dem Staat eine Menge Geld sparen...
    Erstens tun diese Eltern nichts besonders großes für den Staat, jedenfalls nicht mehr, als Eltern tun, die ihre Kinder auch erziehen, die aber gleichzeitig noch arbeiten und Arbeitsplätze schaffen. Die sparen auch kein Geld - besonders nicht dann, wenn sie dieses Geld auch noch in bar ausgezahlt bekommen. Später liegen sie dem Staat dann auch noch auf der Tasche, weil sie zur Rente noch Sozialhilfen von der Gesellschaft beanspruchen müssen, weil man von den 150€ nix für die Rente abführen muss.
  2. #881

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Was aber als Argument angeführt wird, ist, dass hier für eine ganz normale Tätigkeit, die mit Elternschaft notwendig wird, plötzlich Geld bezahlt werden soll - Kinderbetreuung durch die Eltern. Wo kommt bloß solches Denken her - gibt es dafür irgendwo auf der Welt einen Präzedenzfall?
    Finnland zahlt Familien, die die staatlich subventionierten Kinderkrippen nicht in Anspruch nehmen, bereits seit 1985 ein Betreuungsgeld.

    Ein Grund, elterliche Erziehungstätigkeit zu bezahlen:

    Markteffizient ist es, alles was einen Wert hat mit einem Preis zu versehen. Seit man Krippen subventioniert - seit also ein entwickelter Markt für frühkindliche Betreuung entstanden ist - macht es Sinn die Nachfrage nach Krippen durch einen Marktmechanismus zu begrenzen, da sonst die Preise auf den Märkten der Produktionsfaktoren und damit der Preis für die Krippendienstleistung selber steigen.

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Ich stelle mir das so vor: Da wird tief im a...ischen Urwald ein Naturvolk entdeckt, welches sich folgende Lösung überlegt hat: Da gibt es eine Mutter, die ein kleines Kind betreut, die gleichzeitig aber noch für die Gemeinschaft mitarbeitet - wozu sie jedoch ihr Kind einen Teil des Tages bei anderen Dorfmitgliedern in Obhut gibt, die das als ihre Aufgabe in dieser Gesellschaft sehen. Als Belohnung für die Entlastung gibt die Frau einen Teil ihrer Nahrung an die Behüterinnen des Kindes ab, wovon die auch leben. Andererseits gibt es da noch eine andere Frau, die nichts weiter für diese Gemeinschaft tut, weil sie ja schon mit der Kinderbetreuung "voll ausgelastet" ist. Weil die aber nicht die Kinderbetreuung in Anspruch nimmt, bekommt sie von der Gemeinschaft einen "Gerechtigkeitsausgleich" in Form einer Kokosnuss extra.

    Ich glaube, so langsam klingt das Modell für mich auch logisch... <Ironie ohne Ende>
    Nach Ihrer "Logik:" Warum sollte ein Vater, dessen Frau das gemeinsame Kind bewußt zu Hause betreut, mit seinen Steuern Kinderkrippen finanzieren? Da muss ein Ausgleich her!
  3. #882

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    sondern um Kleinkinder. Und die haben die gleichen Bedürfnisse wie Kinder vor Jahrhunderten. Sie möchten eine Person haben, an die sie sich binden und der sie vertrauen.
    Nur dass "vor Jahrhunderten" wohl wenige Mütter dreijährige Auszeiten vom Mithelfen in der Gesellschaft zur exklusiven Einzelkindbespaßung genommen haben... - Sicher, wenn man sich das heute leisten kann und will, darf man das ja gerne, aber warum soll man dafür dann noch bezahlt werden?
  4. #883

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Ist da auch Uschi Glas zu sehen? Na super, bei ihrem Sohn hat die Fremdbetreuung ja tolle Früchte getragen.
    Ist leider kein Einzelfall. Gehen Sie einfach mal morgens und abends zu einer Kita und schauen sich die Szenen an, am besten auch, wenn die ganze Gruppe draußen spielt. Und dann vergleichen Sie das ganze mal mit dem Verhalten in einem normalen Kindergarten.

    Vor dreißig Jahren hätte man entsprechend aggressive Kinder noch als verhaltensauffällig bezeichnet und den Eltern gesagt, dass das Kind im KIndergarten nicht tragbar ist und raus muß. Aber heute kann man das ja nicht verantworten, da Frau Mama arbeiten will. Also bleibt das KInd da, und sein Verhalten wird mit einer angeblichen Krankheit (ADS) oder - noch besser - damit schöngeredet, dass das betreffende Kind "hochbegabt" sei.
  5. #884

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    ...Nach Ihrer "Logik:" Warum sollte ein Vater, dessen Frau das gemeinsame Kind bewußt zu Hause betreut, mit seinen Steuern Kinderkrippen finanzieren? Da muss ein Ausgleich her!
    Das ist ganz normal in einer solchen Gemeinschaft. Wer keine Kinder hat, muss das ja auch bezahlen. Das ist dann übrigens kein "Ausgleich", sondern es ist eine Flucht aus der Gemeinschaft, denn für 150€ im Monat, von jedem Steuerzahler, nur für Kitas, könnte man das ganze Land damit zuflastern. Mit diesem Geld bekommt man weit mehr zurück gezahlt, als der Eigenanteil an Steuern wäre, für die Kitaplätze bereitgestellt werden.
  6. #885

    Zitat von Christoph Beitrag anzeigen
    Ich würde wirklich mal gerne wissen, wo Sie denn ihr Bild von Hausfrau-und-Mutter-Sein herhaben. Mit der Realität, wie ich sie aus vielen Familien kenne, hat Ihre Beschreibung nämlich nichts zu tun. Vielmehr war und ist es dort so, dass die Frauen durchaus vielseitig interessiert waren/sind und auch viel bessere Gelegenheiten als ihr jeweiliger Mann hatten, diesen Interessen nachzugehen.
    Nun ja, in den Familien, die ich kenne, wo die Frau (oder auch der Mann) vor der Babyzeit eine für sie sehr interessante Tätigkeit hatte und die dann aufgeben musste, hat sie (er) diese durchweg sehr schmerzlich vermisst, wenn sie den ganzen Tag nur mit Haushalt und Kind zu tun hatte. Nicht jeder Mensch hat dieselben Interessen - manchen macht der regelmäßige Plausch am Spielplatz, Kochnachmittage oder der Pekip-Kurs Spaß, andere fühlen sich wohler, wenn sie sich in einem Informatikerteam an der Weiterentwicklung eines Strömungssimulators die Zähne ausbeißen können... Und die meisten fühlen sich am wohlsten, wenn eine gesunde Balance hergestellt ist, sprich, Familie und Beruf...
  7. #886

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Warum sollte ein Vater, dessen Frau das gemeinsame Kind bewußt zu Hause betreut, mit seinen Steuern Kinderkrippen finanzieren?
    Wovon die Eltern, die beide arbeiten (und entsprechend jeweils höher besteuert werden, Steuerklasse 3->4), deutlich mehr als das Doppelte bezahlen und dazu noch die direkten Kita-Elternbeiträge direkt von ihrem Nettoeinkommen? Während gleichzeitig die Doppelverdienereltern auch der daheim betreuenden Frau die Krankenversicherung sowie Rentenbeiträge bezahlen und alle anderen staatlich unterstützten Annehmlichkeiten im Leben? Stimmt, klingt nicht ganz fair...
  8. #887

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Das ist ganz normal in einer solchen Gemeinschaft. Wer keine Kinder hat, muss das ja auch bezahlen. Das ist dann übrigens kein "Ausgleich", sondern es ist eine Flucht aus der Gemeinschaft, denn für 150€ im Monat, von jedem Steuerzahler, nur für Kitas, könnte man das ganze Land damit zuflastern. Mit diesem Geld bekommt man weit mehr zurück gezahlt, als der Eigenanteil an Steuern wäre, für die Kitaplätze bereitgestellt werden.
    Wieder nach Ihrer kameralistischen Logik: Man zahlt sein Leben lang direkte (Beisp.: Er in 40 Jahren 480TEUR, Sie in 30 Jahren 180TEUR) und indirekte Steuern. In 6 Jahren bekommt man 11TEUR Betreuungsgeld zurück (2 Kinder). Von diesen grob 0,1 bis 0,2% des Steueraufkommens von Privatleuten würden Sie die Republik mit Krippen vollstellen wollen?
  9. #888

    Zitat von nordschaf Beitrag anzeigen
    Der Schock kam dann mit dem Schulbeginn als andere Kinder bereits zuhause Lesen und Schreiben gelernt hatten
    Vielleicht sollte dieser Zustand den deutschen Schulbehorden zu denken geben. In etliche Länder ist es üblich so mit 4-5 Jahren langsam damit anzufangen. (z.B. im Vereinigten Königreich) Mit 6.5 Jahren das Lesen erlernen ist eher was für "Spätzunder."


    Verflixt, als ich Kind war, ging das an einer stinknormalen staatlichen Schule auch.. warum geht das heute nicht mehr??
    Veilleicht weil die Schulen nicht mehr so unterrichten wie früher?
  10. #889

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    ...Von diesen grob 0,1 bis 0,2% des Steueraufkommens von Privatleuten würden Sie die Republik mit Krippen vollstellen wollen?
    So viel sind das höchstens von jedem Steuerbürger. Bleibt immer noch die Frage, warum man Egiosten-Betreuer alimentieren sollte, während Betreuer, die auch noch der Gesellschaft dienen, keinen Betreuungszuschuss erhalten sollen? Beide tun doch für ihre Kinder nichts anderes. Der einzige Grund ist, dass Bayern sich freikaufen will, weil die den Ausbau von Kita-Plätzen verweigern. Ohne deren Verweigerung gäbe es diese gesamte sinnlose Forderung überhaupt nicht. Auch in der BRD gab es immer Kinderbetreuungseinrichtungen, doch niemand kam auf die Schwachsinnsidee, eine Betreuungsform einseitig mit einem größeren Geldbetrag zu versüßen. In letzter Zeit ging es eher weg vom Bargeld, hin zu Gutscheinen, die man einzig für kindertaugliche Angebote einlösen könnte. Aber damit würde man ja offenbar jetzt die "Supereltern" in unzulässigerweise bevormunden.


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