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Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #720

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Sie haben aber schon mitbekommen, dass man den Müttern dieser Erde ihre Souveränität und Selbstbestimmung weggenommen hat, indem man ihre Arbeit nicht mehr als Arbeit anerkannt hat und sie dafür nicht mehr entlohnt.
    Nein, und ich kenne auch keine Zeit in der das mal anders war. Oder spielen Sie auf das gute alte Mutterkreuz an? Das war meines Wissens auch nicht dotiert und das gab es auch erst ab dem vierten Kind.
  2. #721

    Zitat von bodensalex Beitrag anzeigen
    Habe mich bereits zu diesem Punkt geäußert: Ein Betreuungsgeld bräuchte es nicht, wenn man auch auf die Zuschüsse für Kitas verzichtet. Das wäre besser, und würde den Staat auch eine Menge Geld sparen. Dann ist echte Wahlfreiheit gewährleistet: Wer die Kinder zu Hause hat, bekommt nix, verdient auch nix.
    Wäre eine Möglichkeit - wie schon geschrieben, könnte sich der Staat aus allen seinen öffentlichen Angeboten wieder zurückziehen: Keine öffentlichen KiTas und Kindergärten mehr, keine öffentlichen Schulen, keine öffentlichen Universitäten. Ließe sich alles privat regeln.

    Ich bin ehrlich: Ich will so einen Staat nicht.
  3. #722

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Schon wieder jemand der dem gemeinen Volk einreden will, dass jeder
    besser ist für das Kind, nur nicht die Eltern...
    Welche besonderen Eigenschaften bekommen denn Menschen, wenn sie erfolgreich den Zeugungsakt vollzogen haben? Die Eltern sind die wichtigsten Personen für ein Kind - doch sie sind nicht zwingend die besten Pädagogen für dieses Kind. Hilfe kann nie schaden und eine kleine tägliche Auszeit für Kind und Eltern voneinander, denn mehr bietet eine Kita sowieso nicht, kann auch nur förderlich sein. Wenn ein Kind angeblich eine zu schwache "Mutterbindung" zeigt, liegt das einzig am Erziehungsverhalten der Mutter. Warum sollte ein Kind sonst ungern die "grausame Umgebung der Kita" verlassen wollen, wenn die Mutter doch angeblich so liebevoll wäre? Noch schlimmer ist dann nur noch, wenn das Kind Angst vor der Schule hat, weil es da zum ersten Mal auf fremde Erwachsene hören muss und vor lauter Heimweh zum Schulversager wird. Einige "Supereltern" gehen da sogar noch einen konsequenten Schritt weiter und wollen ihren Kinder der Schulpflicht entziehen - dafür sollten die vielleicht auch noch Geld bekommen?
  4. #723

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Sie haben aber schon mitbekommen, dass man den Müttern dieser Erde ihre Souveränität und Selbstbestimmung weggenommen hat, indem man ihre Arbeit nicht mehr als Arbeit anerkannt hat und sie dafür nicht mehr entlohnt.
    Nun versuchen Sie doch bitte mal, etwas Bodenhaftung (wieder) zu erlangen. Eltern zu werden und zu sein, ist kein Job. Es ist eine biologische Funktion, die den meisten Individuen ziemlich viel abverlangt, ziemlich viel Befriedigung verschafft und der Arterhaltung dient. Ansonsten möchte ich nämlich demnächst auch für die Arbeit, Frau zu sein, per se bezahlt werden. Immerhin muss frau sich ja zunächst mit der Pubertät, dann mit der Indivualisierung als Erwachsene, der Partnerwahl, Schwangerschaft(en), anteiliger Kinderaufzucht, dem Klimakterium und dem Altwerden rumplagen. Dann wird das bitte auch als zu bezahlende Arbeit gewertet.

    Dadurch wurden sie abhängig gemacht von der männlichen Energie hier auf diesem Planeten, die sehr wohl für ihre Arbeit entlohnt wird.
    Darf ich bitte mal höflich nachfragen, welche Semantik dieser Satz hat? Ich darf kurz nochmal darstellen: Mütter wurden abhängig gemacht von der männlichen Energie. Aha. Aha?? Welche Energie denn? Die, mittels derer in den Nervenbahnen Potenziale weitergeleitet werden? Energie in Form von Zucker im Blut? Adrenalintriphospat? Fettzellen als gespeicherte Energie? Oder ist das hier so ein Esoterik-Kram, für den man in Stonehenge gewesen sein und eine Ausbildung als "weisse Hexe" absolviert haben muss, um ihn zu "verstehen"?

    Wenn man Müttern das Recht hinsichtlich ihrer Tätigkeit auf Ressourcen verweigert, dann ist das eine Machtverschiebung hier auf diesem Planeten hin zur männlichen Energie und es findet dadurch keine Gleichberechtigung mehr hinsichtlich der Geschlechter statt, sondern ein Machtmissbrauch.
    Ah, es geht weiter: man verweigert offenbar Müttern das Recht hinsichtlich ihrer Tätigkeit auf Ressourcen. Was bitte ist denn eineTätigkeit hinsichtlich Ressourcen? Dieser Satz keine Semantik. Und wie ist das mit der Energieverschiebug gemeint? Speichern Männer mehr Energie in Form von Fett, wenn Frauen das Recht hinsichtlich ihrer Tätigkeit auf Ressourcen verweigert wird?

    Ich hoffe, Sie wissen wenigstens, was Sie meinen, damit Sie wenigstens ein Mensch auf diesem Planeten versteht.
  5. #724

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Typisch Frauen! Jeder anderen Mutter die Kompetenz absprchen zu wollen, mit dem Finger auf Finanziell ( nicht sozial ) benachteiligten zu zeigen. Nach dem Motto . denen muss Mores gelehrt werden.
    Für meine eigenen Kinder nur das beste - nämlich mich ( Mama ).

    Es geht um ein kleines Zeitfenster mit wenig Geldeinsatz. Wie sieht es mit Grenzfällen aus ? Behinderte...Stotterkinder..Zurückgebliebenen....u nd und und ?
    Wollen Sie die alle in die Kita prügeln? Oder den Einsatz deren Mutter Zuhause nicht entgelten? Engstirniges Teutsches Denken.
    Over and out.
    Ich verstehe diesen Beitrag nun überhaupt nicht. Soll der erste Absatz ironisch gemeint sein - oder der zweite? Wenn beide ernst gemeint wären, würde ich an so manchem zweifeln.
  6. #725

    Mit Gewalt?

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Ja, da habe ich persönlich selbst miterleben müssen, wie man einer Frau mit drei kleinen Kindern, alle unter 10 Jahren, mit Gewalt versucht hat noch eine Arbeit zusätzlich aufzudrängen.
    Wurde die Frau zu einem Arbeitsplatz geschleppt od. wie muss man sich "mit Gewalt noch eine Arbeit zusätzlich aufzudrängen" vorstellen?

    Man stelle sich vor:
    Ich habe erlebt, wie eine Frau mit drei Kindern unter 10 Jahren verzeifelt versuchte, ihren 2-Std-Job auf 5 Std. aufzustocken, was ihr zwar von AG-Seite genehmigt worden wäre, aber mangels Kinderbetreuungsmöglichkeit nicht gelang.
    Und ohne "dufte" sie nicht mal Std. arbeiten - Auflage Jugendamt.

    Diese Frau, von einem Amerikaner geschieden und nach DEU zurückgekehrt, liebte ihre Kinder ebenso wie sie auch die sozialen Kontakte am Arbeitsplatz wollte. Ihr 2-Std-Job gab dafür zu wenig her. Andererseits schien ihr der 5-Std.-Job eine erstrebenswerte "Auszeit", während die Kids (im Vorschulalter) qualifiziert betreut und angeleitet wurden.

    Sie wollen nun von Gewalt erzählen, mit der man einer Mutter von drei Kids unter 10 Jahren noch eine Arbeit zusätzlich aufdrängen wollte - was denn für eine "Arbeit" überhaupt?

    Sorry, doch Ihre Argumentationslinien im Rahmen von sozialen Themen lassen einfach nur schaudern.
  7. #726

    Arbeiten

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Das ist logischerweise keine Lösung für Familien, in denen beide Elternteile arbeiten.
    Hallo Gazettenberg,

    mal ehrlich, wer arbeitet denn aus reinem Vergnügen? Die meisten
    arbeiten schlichtweg deshalb, weil sie das Geld brauchen.

    Wenn ein Gehalt nicht mehr ausreicht, MÜSSEN eben zwei arbeiten.

    Das Betreuungsgeld ist nicht zielführend. Auf den ersten Blick er-
    möglicht es den Frauen NICHT zu arbeiten.

    Das ist jedoch Augenwischerei. Zum einen ist das Betreuungsgeld
    dafür viel zu niedrig, zum anderen verschlechtern sich die Chancen
    der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und sie erwerben NULL Renten-
    anwartschaften.

    Als Anmerkung: Frau Schröder selbst bleibt auch nicht zu Hause, um
    sich um ihren Nachwuchs zu kümmern, oder?

    LUNY
  8. #727

    das wäre

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Wann kommt denn ihr Vorschlag, dass man den Eltern am besten
    gleich nach der Geburt die Kinder wegnehmen soll, damit man sie im
    Sinne des Staates erziehen kann?
    in doppelter Hinsicht interessant. Zum einen, weil nur so das Ideal der Chancengleichheit verwirklicht werden kann. Zum anderen würde man dann die Frage verbindlich beantworten können,ob es angeborene Intelligenz- und Mentalitätsunterschiede gibt.
  9. #728

    *

    Zitat von sewass Beitrag anzeigen

    [...]
    Eigenartig, dass sich so viele Frauen zu diesem Thema melden, die selbst wg. ihres Alters gar nicht betroffen sein könnend z.B. Frau Süssmuth mit 75 oder Frau Glas.
    Was für ein Demokratie- und Empathie-Verständnis, wenn sich für polit. und anderen Themen zu gesamtgesellschaftl. Angelegenheiten nur Betroffene interessieren und meinungstechnisch zu Wort melden würden/sollen.
  10. #729

    Selbstverwirklichung

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    wirklich bemerkenswert, wie man es geschafft hat, die vollständig fremdbestimmte lohnabhängige Beschäftigung als "Selbstverwirklichung" zu verkaufen (in diesem Falle mehr al das richtige Wort), dagegen die Befassung mit ureigenen Angelegenheiten als stumpfsinnige Charakterschädigung. Wie hat man das bloß hingekriegt?
    Hallo Bondurant,

    es ist NICHT so, daß die Frauen und Mütter eine Wahl hätten.

    "Ihr könnt zu Hause bleiben und bekommt ein Betreuungsgeld ODER
    Ihr werft Euch in das feindliche Arbeitsleben."

    Das Betreuungsgeld suggeriert genau diese Wahl. Karrierefrau und
    Rabenmutter gegenüber der Hausfrau und liebevollen Mutter.

    Das ist Unsinn. Diese Wahl gibt es nicht, wenn das Familienein-
    kommen, das durch den Mann erwirtschaftet wird, nicht reicht.

    Es wäre schon ein riesiger Fortschritt, wenn die Kosten für die
    Kinderbetreuung in Krippen und Kitas je nach Einkommen der
    Eltern in Rechnung gestellt würden.

    LUNY


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