Forum


 

Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #510

    Pro Betreuungsgeld!

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Das Betreuungsgeld ist nichts anders als ein Lohn der Gesellschaft, wenn Mütter ihre Kinder für diese - denn eine Gesellschaft ohne aufgezogene Kinder würde es nicht geben - aufziehen.
    Deshalb sollte dieses Betreuungsgeld in einer Höhe von mindestens 500 Euro sein.
    Es kann nicht sein, dass der Staat für die Betreuung der Kinder und dem Bauen von Kindertagesstätten und dessen Betreuern Geld ausgibt, aber für die Mutter, damit diese das Kind betreuen kann, nicht.
    Die Mutter ist für das Kind immer das Beste, kein fremder Mensch der ihre Aufgabe übernimmt.
    So etwas sollte nur als absolute Notlösung gedacht sein, wenn die Mutter vielleicht stirbt, aber ansonsten muss eine Gesellschaft alles daran setzen, dass die Mutter in der Lage ist ihr Kind auch aufziehen
    zu können.
    Das ist das Mindeste in einer zivilisierten, menschlichen Gesellschaft.
    Den Tierweibchen verwehrt man so etwas ja auch nicht, in dem man
    ihnen die Ressourcen entzieht und sie so in die Doppelbelastung
    treibt.
    Richtig, ich habe meine Kinder gewollt und ich will sie auch selbst großziehen.
    Sie sind mir auch nicht lästig und meine Berufstätigkeit unterbreche ich gern mal für die Zeit bis zur Einschulung! Ich pfeiffe aufs Betreuungsgeld, trotzdem finde ich es gerechter, den Eltern, die diese wichtige Aufgabe selbst übernehmen wollen, diese kleine Anerkennung zuzugestehen!
  2. #511

    Stiftung Warentest

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

    Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn! - SPIEGEL ONLINE
    Warum nur machen wir es bei so etwas wesentlichen wie unseren Kindern und Müttern nicht so wie mit Autoreifen, Staubsaugern etc. auch: Wir recherchieren und schauen seriöse Studien an, wir prüfen, in welchen Staaten das schon so gehandhabt wird und lassen das professionell auswerten.

    Meines Wissens ergeben ALLE Studien und Ländervergleiche, dass es für Kinder und Mütter um so besser ist, je mehr, leichter verfügbare und professionellere Betreuung die Gesellschaft für Kinder anbietet.
  3. #512

    Zitat von Wheredoyouwanttogotoday? Beitrag anzeigen
    Klar sollte die Mutter ermutigt werden, sobald wie möglich wieder etwas zu arbeiten, .....
    Sie werden es nicht für möglich halten, aber eine Mutter die drei kleine Kinder alleine großzieht, arbeitet.
    Ich wette, sie arbeiten weniger wie diese Frau.
  4. #513

    jawohl,

    Zitat von Larnaveux Beitrag anzeigen
    Ich habe einen Sohn, der 9 Jahre ist, und ich kann Ihnen sagen, dass er, wenn er draußen spielt, durchaus seit Jahren sinnvolle Spiele betreibt, die nicht ständig (hinschauen muss man von Zeit zu Zeit natürlich schon mal) darauf abgezielt sind, die körperliche Knautschzone auszutesten. Ähnliches gilt für seine Freundinnen und Freunde, und der Kreis ist groß. Die Truppe ist durchaus in der Lage, sich auf für längere Zeit sehr wohl mit sich zu beschäftigen, ohne Mord, Raub, Vergewaltigung und Totschlag zu veranstalten. Vielleicht hat das was mit Sozialkompetenz zu tun?

    Die meisten dieser Kinder kommen aus Elternhäusern, in denen ein Elternteil nicht oder nur Teilzeit arbeitet oder gearbeitet hat, sie kommen aus Elternhäusern, die durchaus Kitas für ihre Kunden genutzt haben, aber eines mit Sicherheit anders als Sie sehen: Soziale Kompetenz sollte IMMER bei den Eltern angesiedelt sein. Verantwortung für die Kinder tragen IMMER die Eltern.

    Die Kita, wenn sie gut ist, kann sicherlich gewisse Defizite ausgleichen, aber ich glaube kaum, dass 100% Soziale Kompetenz von Kitas in irgendeiner Weise gut für dieses Land wären. Das würde nämlich bedeuten, dass mehr und mehr Eltern ihre ureigenste Aufgabe komplett abschieben. Welch eine entsetzliche Vorstellung.
    sie sprechen mir voll aus dem herzen. genauso, wie sie es schildern, sind meine enkel, mein sohn und sogar ich zur damaligen zeit groß geworden. und wer unbedingt zeigen will, dass erziehungsarbeit geschätzt und honoriert wird, soll das tun bei denen, die es wirklich brauchen - durch ausgleich bei der miesen rentenversorgung für mütter oder durch unterstützung beim wiedereinstieg in den beruf z.b..
  5. #514

    Herdprämie ist eine Diskriminierung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

    Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn! - SPIEGEL ONLINE
    Die Zeit, in der ich mich meinen Kindern zuwende, ihnen die Welt erkläre, Werte vermittle, ihre Persönlichkeit und Selbständigkeit fördere ist keine Zeit, die ich am Herd verbringe. Ich wehre mich gegen diesen Begriff. Nicht jede Frau, die sich liebevoll um ihr Baby oder um ihre kleinen Kinder kümmert ist ein "Heimchen am Herd". Es gibt sie tatsächlich, die jungen Mütter, die breit sind, für ein paar Jahre des Glücks auf Berufstätigkeit zu verzichten. Und nicht jede Frau hat das Zeug und den Willen unbedingt beruflich Karriere zu machen. Die meisten Frauen verzichten nur deshalb auf die Zeit mit ihren Kindern, weil sie ohne das bischen Geld, welches sie im Supermarkt an der Kasse verdienen, weil sie sonst ihre Miete nicht bezahlen können. Darüber sollten die fotografierten Karrierefrauen mal nachdenken. Die können sich nämlich überhaupt nicht in eine normale Familie hineindenken. Vor lauter Karrieregeilheit vergessen sie alles um sich herum, aber nicht sich selbst. Wir leben in einer Welt des Egoismusses und weil die Kinder keine liebvolle Beziehung aufbauen können zu ihren Eltern, haben sie auch überhaupt keine Probleme damit, diese im Alter in ein Heim abzuschieben. Spätestens dann denken die Eltern mal darüber nach, was sie ihren Kindern angetan haben.
  6. #515

    genügend Kita-Plätze??

    Zitat von Jens S. Beitrag anzeigen
    ... aber in meinen Augen noch viel zu niedrig. Ich plädiere für ein Betreuungsgeld von 1600€/Monat.

    Denn erst dann wäre für den Staat die Betreuung zuhause teurer als ein Kita/KiGa/Krippenplatz. Und erst dann würden die Länder und Gemeinden endlich mal anfangen, den Ausbau von Betreuungsplätzen mit der gebotenen Priorität voran zu treiben.

    Vorher ist dieses bessere Taschengeld nur eine Augenwischerei und Ablenkung davon, daß es gar nicht genug Betreuungsplätze gibt.
    Wir brauchen gar kein Betreuungsgeld und wir brauchen auch nicht für jedes Kind einen Kita-Platz, was wir brauchen sind Mietzuschüsse! Denn nur die hohen Mieten zwingen zahlreiche Mütter arbeiten zu gehen, obwohl sie ohne diese Zwänge viel lieber mit ihren Kindern auf den Spielplatz gingen. Es ist eine Arroganz zu glauben, alle Frauen wollten unbedingt berufliche Karriere machen. Das sagen nur die, die sich damit ihre eigenen Schuldgefühle den Kindern gegenüber wegreden müssen.
  7. #516

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Na wenn diese Frau Kindesunterhalt der / des Va(ä)ter(s) bezieht,
    so muss sie doch für sich mal den einen oder anderen Antrag stellen.
    Und wenn alle Kinder zur Schule gehen, kann sie doch auch morgens
    3-4 Std. arbeiten. Wo ist das Problem?
    Das Problem ist, dass es leider für 3-4 Std. fast nur minderqualifizierte Jobs gibt. Die "Schlecker-Frauen" (was für ein Unwort) können das machen, die Akademikerinnen leider nur sehr selten.
  8. #517

    Keine Sozialisierung zuhause möglich?

    Zitat von ekel-alfred Beitrag anzeigen
    Stoppt diesen Schwachsinn! Steckt das Geld lieber in den längst fälligen KiTa Ausbau! Kinder können dort besser Sozialisierung erfahren, anstatt zuhause alleine mit Muttern die Zeit zu verbringen.
    Bin ich auch der Meinung, wenn der Author nicht imstande ist, seinen Kindern eine gute Persönlichkeitsbildung und Sozialisierung zukommen zu lassen, dann soll er besser seine Kinder in Fremderziehung geben. Fähige, liebevolle und engagierte Eltern brauchen die Kita nicht um ihre Kinder zu erziehen.
  9. #518

    Wo ???

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Räusper, wo nicht in der Kita sollen Kinder denn sozialisiert werden ?

    Und jetzt bitte nicht "zu Hause allein bei der Mutti.."
    Schon mal von Müttern gehört, die ganze Vormittage damit verbringen mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen, damit sie am Nachmittag Zeit für den Zoo haben?
  10. #519

    Im Kontext..

    Zitat von LaBiba Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass es leider für 3-4 Std. fast nur minderqualifizierte Jobs gibt. Die "Schlecker-Frauen" (was für ein Unwort) können das machen, die Akademikerinnen leider nur sehr selten.
    ...zu der Frau mit 3 Kindern, die zum Jobcenter musste, schrieb ich dies.
    Das betrifft eher selten Akademikerinnen.
    Falls doch, so wäre ein Job bei Schlecker ( immerhin 12-14€/h )
    praktikabel und fordert das eben auch.
    Beim Jobcenter gibt es kein " Bestandsrecht " auf einen ehemals
    ausgeübten Beruf.


TOP



TOP