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Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #500

    Wem bringt die Herdprämie Vorteile?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

    Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn! - SPIEGEL ONLINE
    Einer alleinerziehenden Mutter hilft es nicht, sie muss trotzdem arbeiten. Für eine Mutter, deren Ehemann genügend Geld verdient, damit sie zuhause bleiben kann, ist es ein nettes Taschengeld, wenn sie denn will.
    Ich persönlich glaube eher, dass hier Geld eingespart werden soll, da Kindergärten sehr viel mehr Geld kosten als diese läppischen 100 oder 120.-€.

    Eine völlig idiotische Idee einer Politikerin, die im realen Leben wohl nie gelebt hat.

    Sinnvoll wäre es, pro Kind eine weitaus höhere Einzahlung als bisher in die Rentenkassen zu tätigen. Damit wäre eine Altersarmut trotz möglicher Scheidung ausgeschlossen.
  2. #501

    Zitat von mimi_kry Beitrag anzeigen
    Da wundere ich mich als Skandinavierin doch sehr - wissen Sie eigentlich, dass die Dänen das glücklichste Volk in Europa sind, wohingegen die Deutschen irgendwo auf den hinteren Plätzen rumdümpeln ...

    Studie der Stiftung für Zukunftsfragen - Dänen sind die glücklichsten Europäer - Wissen - sueddeutsche.de

    Warum ich das anführe? Weil in Dänemark die "Fremdbetreuung" gang und gäbe ist ... übrigens in einigen skandinavischen Ländern. Wie es um die seelische Gesundheit der Bürger eines Landes steht, die sich selbst als ziemlich unglücklich beschreiben, möchte ich nicht beurteilen ...
    Wissen Sie, nur weil Sie eine Quelle angeben, die Ihre Meinung stützt, ist überhaupt noch nichts klar - es ist lediglich eine weitere unter vielen Studien zu dem Thema. Eine, die Ihnen jetzt genehm ist. Ansonsten müsste ja aufgrund meiner folgenden Quelle klar sein, dass Krippenkinder schlau und reich werden ...

    Studie: Kinderkrippen machen schlau und reich | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

    http://bitly.com/q14n0A
    1. Die verstärkte Betreuung von Kindern unter 3 ausser Haus ist auch in Skandinavien eine Entwicklung der letzten 10 Jahre.

    2. Da "Glück" keine objektiver Zustand ist, tendiere ich dazu, denjenigen zu glauben, die sich professionell mit dem Innenleben der Menschen beschäftigen.

    3. Dass Krippenkinder höhere Abschlüsse erreichen (die angehängte Studie bezieht sich übrigens auf Kindergartenkinder, Alter 3-6, und damit auf eine andere kindliche Entwicklungsstufe), liegt an der größeren inneren Unsicherheit der so erzogenen Menschen. Dieses Konformitätsstreben mag zunächst volkswirtschaftlich gewinnbringend sein, es wird jedoch erkauft über eine geringeres Selbstwertgefühl, weniger Willensfreiheit und höhere Vulnerabilität für psychische und psychosomatische Defekte.
  3. #502

    Hier wird etwas verwechselt

    Zitat von ekel-alfred Beitrag anzeigen
    Stoppt diesen Schwachsinn! Steckt das Geld lieber in den längst fälligen KiTa Ausbau! Kinder können dort besser Sozialisierung erfahren, anstatt zuhause alleine mit Muttern die Zeit zu verbringen.
    Kinderkrippe und Kindergarten. Wenn Mütter bis zum 3. 0 der 2. Lebensjahr bei ihren Kindern bleiben wollen und keine staatliche Erziehung? Was ist daran verwerflich? warum wird stattliche Erziehung im Babyalter so heftig gefordert? Ich glaube diese Diskussion wird nicht redlich geführt. Es geht um Entscheidungshilfe und Hilfe für Mütter, die ihr Kind nicht im Babyalter schon weggeben wollen. Was haben wir nur für eine Kinderfeindliche Vorstellung.?Ich möchte mein Baby wenigstens 2 Jahre bei mir wissen und nicht in staaliche Insitutionen weggeben. Wer sagt, dass die besser sind?
  4. #503

    Soziale Kompetenz zu 100% bei der KiTa? Bitte nur das nicht!

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    Haben Sie mal Jungs zwischen 6 und 10 Jahren beim Spiel auf der Strasse beobachtet? Glauben Sie ernsthaft, dass soziale Kompetenz gefoerdert wird wenn man mit einen Tretroller mit voll Karacho gegen den Bordstein faehrt oder eine probiert, mit der Baumschaukel einen Ueberschlag hinzubekommen? Wuerden Sie einen 3 oder 4 jaehrigen unbeaufsichtigt lassen? Mal abgesehen davon, dass nicht jeder Autofahrer Ruecksicht auf Kinder nimmt, was die Lebenserwartung der Kleinen durchaus beeinflusst.
    Sie verwechseln "Foerderung von Sozial-Kompetenz" mit "ohne groessere Blessuren klarkommen".
    Wir haben daheim eine gesunde Kombi aus beiden Situationen, aber soziale Kompetenz seh ich zu 100% bei der KiTa beheimatet.
    Ich habe einen Sohn, der 9 Jahre ist, und ich kann Ihnen sagen, dass er, wenn er draußen spielt, durchaus seit Jahren sinnvolle Spiele betreibt, die nicht ständig (hinschauen muss man von Zeit zu Zeit natürlich schon mal) darauf abgezielt sind, die körperliche Knautschzone auszutesten. Ähnliches gilt für seine Freundinnen und Freunde, und der Kreis ist groß. Die Truppe ist durchaus in der Lage, sich auf für längere Zeit sehr wohl mit sich zu beschäftigen, ohne Mord, Raub, Vergewaltigung und Totschlag zu veranstalten. Vielleicht hat das was mit Sozialkompetenz zu tun?

    Die meisten dieser Kinder kommen aus Elternhäusern, in denen ein Elternteil nicht oder nur Teilzeit arbeitet oder gearbeitet hat, sie kommen aus Elternhäusern, die durchaus Kitas für ihre Kunden genutzt haben, aber eines mit Sicherheit anders als Sie sehen: Soziale Kompetenz sollte IMMER bei den Eltern angesiedelt sein. Verantwortung für die Kinder tragen IMMER die Eltern.

    Die Kita, wenn sie gut ist, kann sicherlich gewisse Defizite ausgleichen, aber ich glaube kaum, dass 100% Soziale Kompetenz von Kitas in irgendeiner Weise gut für dieses Land wären. Das würde nämlich bedeuten, dass mehr und mehr Eltern ihre ureigenste Aufgabe komplett abschieben. Welch eine entsetzliche Vorstellung.
  5. #504

    Wirklich nett

    Zitat von unemployed50 Beitrag anzeigen
    [Zitat]

    Sie sollten mit einem Argumentativ leeren Beutel keine weiten Sprünge machen. Meine Kinder haben das "Märtyrium" der DDR Kinderkrippe und Kindergarten durchlebt und selbst die Vorschule, ein halbes Jahr vor der Einschulung, überstanden.
    Seltsame Sichtweise wenn Sie unterstellen, die Kinder der 5 Neuen Ländern hätten ein soziales Defiziet.
    Gut, als Wessie gebe ich Ihnen einen Vorsprung was das rückständige Denken über Kindererziehung betrifft.

    Meine Kinder sind ganz normale Menschen geworden ohne die gefühls und soziale persönlichen Verwerfungen die man gerade im Westen beobachten kann.
    Da gratuliere ich ihnen aber auch zu ihrem Namen der wohl ihrer aktuellen Berufung(wahrscheinlich die letzten 21 Jahre) entspricht. Und freue mich doch sehr das ich für sie mit aufkommen darf. p.s. das letzte Quote nicht weglöschen sieht besser aus kleiner Tip von mir für sie.
  6. #505

    Zitat von Christoph Beitrag anzeigen
    Diesen Job gibt es für mich nicht. Ich arbeite einzig und alleine nur aus Zwang zum Geldverdienen. Welcher vernünftige Mensch würde sich auch sonst freiwillig zu ca. 70% seines bewusst erlebten - also nicht im Schlaf verbrachten - Tagesablaufs vorschreiben lassen, wo er sich aufzuhalten hat und was er zu tun und zu lassen hat.
    Da tun Sie mir aber (ganz unironisch gemeint) wirklich leid. Sie verbringen so einen großen Teil Ihres Lebens mit etwas, das Sie nicht erfüllt? Ich empfehle dringend einen Wechsel des Tätigkeitsfeldes. Als Selbständiger ist man übrigens noch flexibler, aber das ist nicht jedermanns Sache.

    Ich gehe arbeiten, weil mir mein Job Spaß macht, weil ich die intellektuelle Herausforderung und die Interaktion mit Erwachsenen brauche. Bin übrigens seit kurzem auf 30 Stunden/Woche, so wie mein Mann das wegen der Kinder schon länger macht. Seitdem ist das Familienleben noch entspannter, weil wir nun flexibler sind und ich mich weniger über's Ohr gehauen fühle, weil ein Großteil der sonstigen Hausarbeit doch irgendwie an mir hängengeblieben ist, obwohl ich ja bis vor kurzem 10 Stunden mehr gearbeitet habe.

    Ich denke oft darüber nach, wie schade es ist, dass es so wenig Teilzeitjobs auch für Hochqualifizierte gibt. Eine flexiblere Wahl der Wochenstunden, so dass jeder für sich und seine Familie (falls vorhanden) die richtige Work-Life-Money-Balance findet, wäre schon eine tolle Sache. Und wer das Ein-Verdiener-ein-Erzieher-Modell wählt, soll auch glücklich werden. Aber das wird schon genug gesponsert, m.E. Da braucht es kein zusätzliches Erziehungsgeld neben Kindergeld, Ehegattensplitting, Einsparen der KiTa-Gebühren, ggf. Wohngeld etc. etc.
  7. #506

    Leider

    Zitat von arinari Beitrag anzeigen
    ...Was haben wir nur für eine Kinderfeindliche Vorstellung.?Ich möchte mein Baby wenigstens 2 Jahre bei mir wissen und nicht in staaliche Insitutionen weggeben. Wer sagt, dass die besser sind?
    Da gehören Sie zu einer aussterbenden Spezies. Kinder werden in Kitas "entsorgt" und das ganze damit bemäntelt, dass es für die Kleinen ja sooo viel besser ist. Aber seien wir ganz unbesorgt. Die Kleinen revanchieren sich später und entsorgen ihre Eltern im Altenheim. Da sitzen die Alten dann sabbernd und mit vollen Windeln und können - so denn noch in der Lage - mal über Betreuungsschlüssel und die Segnungen unserer Zeit sinnieren.
  8. #507

    Ist gewollt so ...

    Zitat von aretana Beitrag anzeigen
    Sinnvoll wäre es, pro Kind eine weitaus höhere Einzahlung als bisher in die Rentenkassen zu tätigen. Damit wäre eine Altersarmut trotz möglicher Scheidung ausgeschlossen.
    ...zwar einetwas anderes Thema, aber ich versuche es trotzdem.
    Dieses aktuelle Scheidungsrecht wurde in erster Linie wegen der
    damit verbundenen Kontenklärung der Rentenansprüche so
    eingestielt. Dann sind die RV-Ansprüche ja nicht mehr nach ableben auf den Ehepartner als Witwenrente weiterreichbar.

    Das Modell Familie hat set dem ausgedient. Das Unterhaltsrecht
    im Anschluss einer Scheidung incl. Kindesunterhalt ist ebenfalls eine Farce. Der Staat hat säuberlich seine eigenen Aufgaben an die
    Restbestände der vormaligen Familie disponiert.
    Im Grunde stehen alle involvierten voll im Regen.
  9. #508

    Zitat von michidhh Beitrag anzeigen
    Warum kann Vater/Mutter nicht mit dem Kind jeden Tag spielen, basteln und in die Natur gehen? Das ist genau das, was ich jeden Tag mit meiner Tochter mache! Und stellen Sie sich vor: dabei versuche ich auch mein Kind zu fördern.
    Ich finde es toll, dass Sie das tun. Aber das kann nicht jeder. Ich habe in der Frühphase in einer fremden Stadt kurz nach dem Umzug teilweise total verzweifelt auf dem Spielplatz gesessen, weil ich nach 15 Minuten Förmchenspiel genug hatte und mich dringend nach etwas anderem umgesehen habe. Leute zum Quatschen kannte ich nicht, wenn ich lesen wollte, wollte das Kind garantiert sofort Aufmerksamkeit, und die Zeiten bei Pekip / Krabbelgruppe / Babyschwimmen waren zwar schön, aber garantiert zuwenig, um die ganze Woche zu füllen. Ich bin fast durchgedreht vor Langeweile!

    Nur um das Klarzustellen: jeder soll in dieser Sache tun, was er/sie für richtig hält und zu seinen Lebensumständen passt. Aber zu behaupten, dass Eltern pauschal nicht in der Lage sind, das zu leisten, was in einer Kita passiert, ist der größte und darüber hinaus anmaßendste Unsinn, den ich bis hierhin in dieser Diskussion las.

    Gruß,
    Michi
    Manche Eltern bzw. Familien (Eltern, Geschwister, Großeltern, Tanten und Onkel...) können und wollen das. Und dann sollen sie auch gern! Manche können das, wollen das aber nicht den ganzen Tag. Und dann sollen sie auch Freiraum für sich haben! Zu dieser Gruppe zähle ich mich. Und dann gibt es noch die Gruppe, die das nicht kann. Und deren Kinder sollten dringend anderweitig unterstützt werden. Die Gruppe ist Gott sei Dank nicht so groß, wie es manchmal in den Diskussionen suggeriert wird, aber es gibt sie definitiv.

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, finde ich übrigens ein Tagesmutter-Modell wesentlich besser für die ganz Kleinen. Das wäre für den Staat vielleicht sogar billiger zu haben, aber dort müsste m.E. auch besser gefördert und die Qualität der Betreuung sichergestellt werden. Schade, dass das nie so richtig in die öffentliche Diskussion kommt.
  10. #509

    Hartz IV

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Ja, da habe ich persönlich selbst miterleben müssen, wie man einer Frau mit drei kleinen Kindern, alle unter 10 Jahren, mit Gewalt versucht hat noch eine Arbeit zusätzlich aufzudrängen.
    Was heißt aufdrängen? Wer drei Kinder bekommt, ohne sie selbst ernähren zu können, erhält etwa in Berlin 1.561 EUR zzgl Kranken/Pflegeversicherung. Egal ob drei Drogensüchtige, Depressive, Gewalttäter oder Schulabbrecher herangezogen werden, einfach so.
    Klar sollte die Mutter ermutigt werden, sobald wie möglich wieder etwas zu arbeiten, sonst wird sie niemals in der Lage sein, diese Summe selbständig aufzubringen.








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