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Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #310

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Das Betreuungsgeld ist nichts anders als ein Lohn der Gesellschaft, wenn Mütter ihre Kinder für diese - denn eine Gesellschaft ohne aufgezogene Kinder würde es nicht geben - aufziehen.
    Deshalb sollte dieses Betreuungsgeld in einer Höhe von mindestens 500 Euro sein.
    Es kann.....
    Schön, dass man hier auch mal eine natürliche Sicht auf die Dinge lesen kann. Genauso ist es. Wer mal eine Berliner Kita von innen gesehen hat wird alles tun, um sein Kind da rauszuhalten. Vorausgesetzt es liegt einem überhaupt etwas an dem eigenen Kind. Bei vielen Beiträgen hier ist man sich da nicht mehr so sicher.
  2. #311

    Idiologie, wie er sie mag

    Zitat von GloriaInExcelsisDeo Beitrag anzeigen
    Sie haben denn Sinn des Beitrages nicht verstanden. Deshalb schrieb ich an anderer Stelle auch "Berufung".

    Es geht um die Wertschätzung, die Müttern, die ihre Kinder zu Hause erziehen, heute eben nicht entgegengebracht wird.
    Vielmehr werden die belohnt, die ihre Kinder so früh wie möglich zur Fremdbetreuung geben.

    Das ist wirklich eine Schande, aber eben auch nur Ausdruck der herrschenden Ideologie.
    Warum auch? Wenn Müttern kein ensprechender geldwerter Vorteil entgegengebracht wird, können Sie hier nicht eine ominöse Wertschätzung fordern. Wollen Sie am nächsten Muttertag noch lauter singen und 2 Euro mehr für Muttis Blumenstrauß ausgeben? Menschen wie Sie ruhen sich auf diesen Müttern aus.
  3. #312

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Deutsche Psychoanalytische Vereinigung - Memorandum zum Krippenausbau vom 12. Dezember 2007:

    (...)

    Es ist Forschungs- und Erfahrungswissen (und keine Ideologie), dass für die Entwicklung des kindlichen Sicherheitsgefühls, für die Entfaltung seiner Persönlichkeit und für die seelische Gesundheit eine verlässliche Beziehung zu den Eltern am förderlichsten ist. ...
    Immer wenn Forscher bestimmter Fachrichtungen und "Schulen" ihre eigene Meinung nicht belegen können, wird diese zu Erfahrungswissen erklärt. Ärgerlich, dass für solche "Studien" dann auch noch Steuergelder verbraten werden.
  4. #313

    Kein Titel

    Zitat von ADie Beitrag anzeigen
    Den Sinn dieser Diskussion verstehe ich nicht. Mit dem Betreuungsgeld wird eine weitere Entscheidungsmöglichkeit angeboten. Das ist ein Stück mehr persönliche Freiheit.

    Was ist gegen mehr Freiheit zu sagen? Können diese Frauen damit nichts anfangen?
    Die Freiheit haben sie jetzt auch. Anreiz ist nicht gleich Freiheit. Das ist wie mit den Steuern, die der Staat ja allein schon mit der Sektsteuer ad absurdum führt.
    Steuern nicht verstanden, Anreizsysteme nicht verstanden. Das kann man dem Staat auf jeden Fall vorwerfen.
  5. #314

    Gibt es bei Ihnen keine Nachbarn..

    Zitat von NoQuarter Beitrag anzeigen
    Was für eine Freiheit? Welche Freiheit bekommen Sie denn mit 150 Euro? Ein neues Smartphone vielleicht? Es ist einfach unfassbar! Kinder benötigen soziale Kontakte! Frauen benötigen Entlastung durch eine gute Kinderbetreuung!
    .., die Kinder haben, mit denen dann ihre Kinder spielen? Als wenn soziale Kontakte nur in der KiTa entstehen können. Gibt es bei Ihnen keine Kinderspielplätze? Meine sozialen Kontakte sind nicht in der KiTa entstanden und auch nicht im Kindergarten, sondren beim Spielen im Hof mit Nachbarskindern.
  6. #315

    Kein Problem

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Grund genug, endlich auf eine Ansparrente umzustellen.

    Wer sich darüber beklagt, was seine Kinder ihn kosten und dass er dafür Verzicht leisten muss, sollte besser keine Kinder bekommen. Ich nehme aber auch nicht an, dass Sie das so sagen wollten. Schließlich entscheidet jeder selbst, ob er Nachwuchs möchte und hat sich dann auch nicht über Konsequenzen zu beschweren.

    Die meisten Kinderlosen, die ich kenne, sind damit unglücklich. Ich möchte nicht tauschen. Und den wenigen Kinderlosen, die bewusst kinderlos sind, gönne ich ihren Freizeitgewinn - warum sollte man sie zum Kinderkriegen zwingen?
    Wenn sie ihre Rente selbst finanzieren - kein Problem damit. Ansonsten kündige ich dann mal meinen Generationenvertrag. Dann bekomme später nur ich un meine Frau die Rente von meinen Kindern ausbezahlt. Mein kinderloser Nachbar finanziert dann seine Rente selbst.
  7. #316

    ohne

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Das Betreuungsgeld ist nichts anders als ein Lohn der Gesellschaft, wenn Mütter ihre Kinder für diese - denn eine Gesellschaft ohne aufgezogene Kinder würde es nicht geben - aufziehen.
    Deshalb sollte dieses Betreuungsgeld in einer Höhe von mindestens 500 Euro sein.
    Es kann.....
    Sie müssen den Frauen zugestehen, dass nicht alle so denken wie Sie. Für die einen sind die Kinder ihr Lebensinhalt, für die anderen gibt es daneben auch noch andere wichtige Dinge wie z.B. berufstätig zu sein. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Seinen Horizont zu erweitern, kollegiale Kontakte zu knüpfen, unabhängig von den Finanzen des Mannes zu sein, das darf man heutzutage keiner Frau mehr verwehren. In unserer Demokratie kann schließlich jede Mutter selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zu Hause erzieht oder den Kindergarten wählt.

    Eine Bezahlung für die Erziehung daheim halte ich nicht für richtig. Es stimmt zwar, dass der Staat Kinder braucht, aber das ist ja nicht der Grund, weshalb eine Frau Kinder bekommt. Das ist immer noch ihre Privatsache. Und Privatsachen können nicht vom Staat bezahlt werden. Der Staat fördert aber Familien und Kinder auf vielfältige Weise.

    Natürlich gibt der Staat Geld aus für Kindergärten. Warum? Weil diese Geld kosten. Weil die Erzieherinnen bezahlt werden müssen. Und wieso werden dann die Mütter nicht zu Hause bezahlt? Weil sie auch nicht dafür bezahlt werden, dass sie die Wohnung putzen, Wäsche waschen und Essen kochen. Stellen sie dafür allerdings jemanden ein, dann müssen sie ihn für ganz genau dieselbe Arbeit natürlich bezahlen.
  8. #317

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Es ist schon bezeichnend, welche "Expertinnen" uns hier in der Fotostrecke vorgeführt werden: Freiberuflerinnen, Promis und Frauen mit durchweg guten Jobs.
    Grundsätzlich haben sie recht was die "Stichprobenziehung" dieser Umfrage angeht... wissenschaftliche Arbeitsweise bleibt hier auf der Strecke (bzw. lässt sie sich nicht mal blicken). Jedoch würde ich die Krankenschwester (als einzige mit einem "normalen" Job) da nicht unbedingt mit einbeziehen.

    Zur eigentlichen Thematik:
    Ich selbst habe (noch) keine Kinder und könnte mir zum jetzigen Zeitpunkt keine Leisten, auch die Prämie würde mir bei meiner Entscheidung nicht helfen. Ich finde auch, wie einige Foristen bereits geschrieben haben, wirkt die Erziehungsprämie überwiegend als Geschenk für Familien, die sie eigentlich nicht brauchen. Die Familien die es sich leisten können, dass nur ein Elternteil arbeiten muss, wird es auch weiterhin tun. Die Mehrzahl der Familien ist aber vielleicht weiterhin darauf angewiesen zwei Gehälter zu bekommen, um sich ernähren zu können. Und ich meine mich daran zu erinnern, dass schon einmal in einschlägigen Medien zu lesen war, dass diese Prämie mit HIV, etc. verrechnet werden sollte...damit fällt das Flatscreenargument für bildungsferne Schichten auch weg, weils tatsächlich dann wohl nicht mehr Geld gibt.

    Ebenfalls finde ich es schade, dass Männer in die Diskussion als Vater nicht vernünftig einbezogen werden. Hier im Forum scheint es als gäbe es einige davon, die sich gern um die Erziehung des Kindes kümmern würden. Auch ich würde von meinem Partner (wahrscheinlich sogar) erwarten, dass er sich an der Erziehung beteiligt und das Kind für eine gewisse Zeit zu Hause betreut. Ich denke, dass ich als Frau damit ncht alleine stehe und dass Argument der "natürlichen" (???) Rollenverteilung nicht zieht.

    Ein anderes Problem, dass ich ebenfalls Mehrheitlich in der Betrachtung vermisse ist die Aussicht der Frau auf das Anrecht ihre Rente selbstständig erarbeiten zu dürfen. Wenn ich Kinder erziehe, kann ich das nämlich nicht! (auch wenn es sich nur um 2-3 Jahre handeln sollte, so zählen doch auch die Jahre der Berufsbildung dazu und diese Jahre fehlen am Ende).
  9. #318

    betreuung

    Zitat von sabine_26 Beitrag anzeigen
    Hoffentlich kommt es genau so! Den ganzen Subventionsmurks abschaffen und Aufkommensneutral ein Grundeinkommen einführen.
    was jetzt abläuft, ist ein trauerspiel im kindertheater. vorweg, ich bin ganz und garnicht gegen kitas. aber ich verstehe die aufregung überhaupt nicht, dass ein betreuungsgeld an die eltern gezahlt werden soll, die pflege und erziehung deer kinder gänzlich alleine leisten wollen und auf kita verzichten. dazu sollte man auch einmal artikel 6 unseres grundgesetzes anlesen, wo es da heisst: pflege und erziehung der kinder sind das natürliche recht und die zuvörderst ihnen obliegende pflicht. und die argumentation, eltern könnten, bloss um an die staatsknete zu kommen, kinder zuhause halten und dort verkommen lassen, ist ein unverschämter generalverdacht, der in anderem zusammenhang ohne weiteres als diskreminierend oder rassistisch gelten würde. hinter diesem ganzen gedönse um das betreuungsgeld schimmert m.e. eine ddr-light, eine verachtung von menschen und grundgesetz.
  10. #319

    genau,

    Zitat von sabine_26 Beitrag anzeigen
    Hoffentlich kommt es genau so! Den ganzen Subventionsmurks abschaffen und Aufkommensneutral ein Grundeinkommen einführen.
    das ist auch meine Meinung. Man blickt kaum noch durch bei diesem
    'Betreuungsgeld', 'Elterngeld', 'Kindergeld' u.s.w.
    Statt dessen sollten kostenlose Kindergärten u. Ganztagsschulen mit Mittagessen vorhanden sein.
    Im übrigen finde ich, daß ein Kind die ersten 2 Jahre von der Mutter erzogen wird, wenn möglich.
    Das würde sicher auch das Bindungsverhalten im späteren Leben verbessern u. vielleicht sogar das Singledasein u. die Scheidungsrate reduzieren.
    Bei den Tieren wird der Nachwuchs auch zunächst von der Mutter aufgezogen.


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