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Frauen gegen das Betreuungsgeld: Stoppt den Herdprämien-Unsinn!

Getty Images; SPIEGEL ONLINE; dapd; AP; DPAFrauen aus ganz Deutschland stellen sich gegen das Betreuungsgeld: In einer großen Umfrage von SPIEGEL ONLINE sagen sie, warum sie den Plan der schwarz-gelben Koalition für falsch halten. Mit dabei sind auch prominente Unions-Anhängerinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828027,00.html
  1. #1030

    Katz und Maus

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Ein Mac Trio (Big Mac plus Cola und Pommes) kostet in Mexico City in etwa 45 MXP.

    Aber wie gesagt, McDonald's ist in Mexiko teuer und für den gleichen Preis gibt es ein vollwertiges Menu in den Fondas (Suppe, Spaghetti, Hauptgericht, Nachspeise und ein Getränk).
    Selbst in den "Hamburgueserias" gibt es das Doppelte für den gleichen Preis.
    Es geht ja nicht direkt um Hamburger.

    Der genannte Index dient als - verblüffend genaues - Hilfsmittel zur Ermittlung der Kaufkraft der jeweiligen Bevölkerung. Laut zitierter Website sind die Mexikaner nach diesem Index an drittletzter Stelle, was auf im allgemeinen sehr schlechte reale Kaufkraft der Löhne schließen lässt. Das wäre ein gewisser Widerspruch zu dem Bild eines geradezu wohlhabenden - Auto und Haus quasi selbstverständlich - unteren Mittelstands, das Sie gemalt haben.
  2. #1031

    Mal sehen, ob's nun klappt.

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht direkt um Hamburger.

    Der genannte Index dient als - verblüffend genaues - Hilfsmittel zur Ermittlung der Kaufkraft der jeweiligen Bevölkerung. Laut zitierter Website sind die Mexikaner nach diesem Index an drittletzter Stelle, was auf im allgemeinen sehr schlechte reale Kaufkraft der Löhne schließen lässt. Das wäre ein gewisser Widerspruch zu dem Bild eines geradezu wohlhabenden - Auto und Haus quasi selbstverständlich - unteren Mittelstands, das Sie gemalt haben.
    2. Versuch:

    In Schwellenländern gelten McDonald's, Domino's oder Starbucks eher als Luxus.
    Ich kann mir beispielsweise 2 Venti Latte Macchiato kaufen oder 2 Monate Wasserverbrauch. Für einen Liter Benzin zahle ich ca 10 MXP, ein Liter Milch kostet aber 14 MXP, wobei es aber für Arme Liconsa-Läden in den jeweiligen Vierteln gibt, wo man die Milch subventioniert zum halben Preis erstehen kann.
    Für ein Mac Trio Angus (doppelter Angus-Burger mit Tomate und Salat, mit grossem Getränk und Pommes frites) zahle ich 57 MXP, dafür kann ich entweder 5 Kilo Tomaten oder 7 Kilo Tortillas kaufen oder 9 mal im Stadtgebiet mit der U-Bahn auf und ab fahren (bis zu 50 km einfach).
    Vieles zahlt oder subventioniert der Staat, anderes nicht.
  3. #1032

    Nee

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    2. Versuch:

    In Schwellenländern gelten McDonald's, Domino's oder Starbucks eher als Luxus.
    Ich kann mir beispielsweise 2 Venti Latte Macchiato kaufen oder 2 Monate Wasserverbrauch. Für einen Liter Benzin zahle ich ca 10 MXP, ein Liter Milch kostet aber 14 MXP, ......
    der von mir zitierte Index hat sich - ursprünglich eine spaßige Idee - im Laufe der Zeit als erstaunlich korrekte Methode zur Berechnung von Kaufkraft und relativer Bewertung einer Landeswährung entpuppt. Wenn die Mexikaner dann bei der Relation, wieviel Arbeitszeit für einen Big Mac aufzuwenden ist, so schlecht stehen (doppelt so schlecht wie die Inder), dann ist das ein Hinweis auf (kein Beweis für) eine schlechte Kaufkraft der gezahlten Löhne.

    Es kann allerdings auch sein, dass gerade in Mexiko der Big Mac im Verhältnis zu sonstigen Konsumgütern besonders teuer ist, eben (auch) verhältnismäßig teurer als in anderen Ländern. Dafür müsste es wiederum einen Grund geben. Z.B. Schutzzölle oder -steuern zugunsten der "einheimischen Wirtschaft".
  4. #1033

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    Es kann allerdings auch sein, dass gerade in Mexiko der Big Mac im Verhältnis zu sonstigen Konsumgütern besonders teuer ist, eben (auch) verhältnismäßig teurer als in anderen Ländern. Dafür müsste es wiederum einen Grund geben. Z.B. Schutzzölle oder -steuern zugunsten der "einheimischen Wirtschaft".
    Da kommen wir der Sache schon näher:

    Das Fleisch ist normalerweise USDA-Prime (also hochwertiges Fleisch aus den USA), die Kartoffeln kommen aus Idaho.
    Beide Produkte werden nicht subventioniert, weil beides nicht in die Canasta Básica (Warenkorb der Grundnahrungsmittel) gehört.
    Nur Brot, Eier, Coca Cola und Kaffee stammen aus nationaler Produktion.
  5. #1034

    Eine weitere

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Da kommen wir der Sache schon näher:

    Das Fleisch ist normalerweise USDA-Prime (also hochwertiges Fleisch aus den USA), die Kartoffeln kommen aus Idaho.
    Beide Produkte werden nicht subventioniert, weil beides nicht in die Canasta Básica (Warenkorb der Grundnahrungsmittel) gehört.
    Nur Brot, Eier, Coca Cola und Kaffee stammen aus nationaler Produktion.
    interessante Information: Grundnahrungsmittel werden also in Mexico subventioniert, auf deutsch, die Preise werden künstlich niedriggehalten. Daraus folgt wiederum, dass ein erträglicher Lebensstandard mit den gezahlten Entgelten nur möglich ist, weil das Leben in Teilbereichen staatlich verbilligt wird. Wer zahlt das?

    Mit diesen Fragen sind wir durchaus beim Thema: durch staatliche Subventionen entstandene Lebensbedingungen können sich praktisch über Nacht verschlechtern oder gar verschwinden. Das gilt auch für staatliche Kinderbetreuung. Wer seine Lebensplanung auf eine Garantie des Staates gründet, ihm immer mehr praktische Probleme des Alltags abzunehmen, wird immer abhängiger.
  6. #1035

    Wer zahlt das?

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    Wer zahlt das?
    Über 35% des BIPs wird immer noch von PEMEX (Petróleos Mexicanos) erwirtschaftet, dem staatlichen Erdölkonzern.
    Gleich dahinter die vielen Konzerne von Slim Helú (Telmex, América Movil,Sears, Saks Fifth Avenue), Salinas Pliego (TV Azteca, Banco Azteca, Salinas y Rocha, Elektra, IUSACELL) oder Industrias Peñoles (weltgrösster Silber- und Sodumsulfatförderer, zu Grupo BAL gehörend - Besitzer Alberto Bailleres), BIMBO (Brot und Gebäck), CEMEX, etc.

    Ich sagte ja schon, dass das Land immer noch teilweise sozialistische Strukturen aus den 1930ern aufweist, als noch 80% der Bevölkerung Analphabeten waren und gut 90% von der Landwirtschaft lebten.
    Die einfachen Menschen können das natürlich nicht erwirtschaften, aber sie sollten trotzdem vernünftige Lebensumstände haben. Das ist u.a. auch Aufgabe des Staates.
    Der Anstieg des allgemeinen Lebensstandard hat ja in den Städten zu einem Rückgang des Bevölkerungswachstums geführt, bei gleichzeitiger höherer Lebenserwartung. Eine normale Familie hat inzwischen 2,1 Kinder. Bei der letzten Volkszählung waren es 30 Millionen weniger als in den Siebzigern vorausgesagt. Das hilft natürlich einem Staat beim Ausbau von Krankenhäusern, Schulen, etc. Mexiko hat ausserdem in den letzten 12 Jahren seine Auslandsschulden beim IMF komplett beglichen.

    BTW: Die EU subventioniert die eigenen Erzeugnisse so stark, dass man bspw. Meggle Kräuterbutter oder französische Milch in Singapore (Weltmarktpreis!) billiger erstehen konnte als in Europa selbst.
  7. #1036

    Also

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Über 35% des BIPs wird immer noch von PEMEX (Petróleos Mexicanos) erwirtschaftet, dem staatlichen Erdölkonzern.
    Gleich dahinter die vielen Konzerne von Slim Helú (Telmex, América Movil,Sears, Saks Fifth Avenue), Salinas Pliego (TV Azteca, Banco Azteca, Salinas y Rocha, Elektra, IUSACELL) oder Industrias Peñoles (weltgrösster Silber- und Sodumsulfatförderer, zu Grupo BAL gehörend - Besitzer Alberto Bailleres), BIMBO (Brot und Gebäck), CEMEX, etc.

    ...

    BTW: Die EU subventioniert die eigenen Erzeugnisse so stark, dass man bspw. Meggle Kräuterbutter oder französische Milch in Singapore (Weltmarktpreis!) billiger erstehen konnte als in Europa selbst.
    können wir uns einigen: der (hohe) Lebensstandard des "Mittelstandes" beruht weniger auf dessen Einkünften als vielmehr staatlichen Subventionen?
  8. #1037

    Ja, so ist es.

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    können wir uns einigen: der (hohe) Lebensstandard des "Mittelstandes" beruht weniger auf dessen Einkünften als vielmehr staatlichen Subventionen?
    Das ist korrekt und politisch auch so gewollt.

    Brot und Spiele fürs Volk, dann ist es glücklich und redet den Politikern nicht rein.
    Angeblich werden wir am Sonntag entweder ein wichtiges Fussballspiel zu sehen bekommen oder die Debatte der 4 Präsidentschaftskandidaten.
    Mal sehen, was dann tatsächlich gezeigt wird.
  9. #1038

    Danke

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Das ist korrekt und politisch auch so gewollt.

    Brot und Spiele fürs Volk, dann ist es glücklich und redet den Politikern nicht rein.
    Angeblich werden wir am Sonntag entweder ein wichtiges Fussballspiel zu sehen bekommen oder die Debatte der 4 Präsidentschaftskandidaten.
    Mal sehen, was dann tatsächlich gezeigt wird.
    für die Informationen. War mir z.T. wirklich neu.

    Hoffentlich bricht der subventionierte Standard nicht eines Tages zusammen. Wie in der DDR.


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