Forum


 

Frauen in Europa: Deutschland ist bei Lohn-Diskriminierung spitze

CorbisWeniger Gehalt, geringere Karrierechancen und kaum familienfreundliche Strukturen: Frauen in Deutschland haben im Beruf weitaus weniger Chancen als Männer, kritisiert die OECD. In keinem anderen europäischen Land ist der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern demnach größer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819389,00.html
  1. #210

    Ii

    An dieser Stelle wird sich jetzt wahrscheinlich der aufmerksame Leser wahrscheinlich die Frage stellen: Ja Moment mal, wenn praktisch niemand arbeiten möchte, wie kommt es dann, dass nur eine Minderheit der Frauen einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht (etwas mehr als 34%) aber die überwiegende Mehrzahl der Männer? Das ist eine sehr gute Frage, denn diese Frage führt uns zum Dreh- u Angelpunkt der gesamten Problematik, zur Ursache allen Übels bzgl dieses Themas. U das sind keine ominösen gläsernen Decken, keine bösartigen Männerverschwörungen, kein Kirche, Küche, Kinder-Frauenbild, kein fehlendes Kitanetz, kein, in Wirklichkeit überhaupt nicht existierendes, male-bonding, keine mangelnden Kommunikationsanschlüsse u was weiß ich noch was alles was da v feministischer Seite ansonsten noch für abstruses Zeug ins Feld geführt wird. Nein, das Problem ist viel banaler, nämlich:

    Das Partnerwahlverhalten der Frauen, bzw. die Asymmetrie zwischen den Geschlechtern wer den Partner auswählen darf. U bei uns Menschen ist dies, genetisch festgelegt, die Frau. Einzig u allein die Frau entscheidet welcher Mann einen Sexualpartner bekommt u welcher leer ausgeht. U jeder der die Wahl hat wäre ja vollkommen bescheuert, wenn er nicht den besten Kandidaten nimmt. Besonders relevant in der Geschlechterdebatte ist es, weil mit „bester Kandidat“ ausschließlich höherer Status in Form von Einkommen, Vermögen, Macht u Aufmerksamkeit gemeint ist. Warren Farrell hat hierüber mal eine Untersuchung gemacht. Zwar haben mittlerweile 40% aller Frauen in den USA Kurzzeitbeziehungen zu Männern unterhalb ihres eigenen sozialen Status, aber wenn es ums Heiraten geht reduziert sich alles wieder aufs Geld, denn danach befragt ob sie zum Zeitpunkt der Hochzeit davon ausgehen konnten ob ihr Partner JEMALS weniger verdienen würde als sie selbst antworteten mehr als 94% aller Frauen mit Nein. Praktisch alle Frauen heiraten also Männer bei denen sie davon ausgehen können, dass sie IMMER mehr verdienen. Die Frauen verlieben sich also faktisch ausschließlich in die „Versorger“, die von feministischer Seite so bekämpft werden. Dabei haben sie i.d.R. sogar selber einen geheiratet. U wohlgemerkt das ist so, vollkommen unabhängig davon wie viel die Frau selbst verdient! Selbst wenn die Frau Karriere gemacht hat u Toppverdienerin ist, wird sie sich trotzdem nach oben orientieren (genau aus diesem Grund sind praktisch alle Männer ohne Partnerin am unteren Ende der Sozialskala u alle Frauen ohne Partner am oberen Ende, denn nach oben hin wird einfach die Luft dünn. Die meisten Männer sind in einem Alter wo sie schon längst verheiratet sind u diejenigen, die noch nicht liiert sind haben so einen hohen sozialen Status, dass sie jede Frau bekommen können die sie wollen, u die nehmen dann natürlich lieber das zwanzigjährige Model).

    Aus diesem einfachen Umstand heraus ergibt es sich, dass der Druck ein hohes Einkommen zu erzielen asymmetrisch verteilt ist. Er liegt ausschließlich auf den Männern. Aber dann wird von feministischer Seite wieder gemeckert, wenn die Männer diesem Druck entsprechen und die Versorgerrolle übernehmen. Aber die Männer können diesem Druck nur dann entkommen, wenn sie akzeptieren dauerhaft ohne Lebenspartnerin zu bleiben.
  2. #211

    Ja die Realität

    beschert einem immer wieder solche unangenehmen Überraschungen:
    Zitat von Flauschoid Beitrag anzeigen
    ...denn danach befragt ob sie zum Zeitpunkt der Hochzeit davon ausgehen konnten ob ihr Partner JEMALS weniger verdienen würde als sie selbst antworteten mehr als 94% aller Frauen mit Nein. Praktisch alle Frauen heiraten also Männer bei denen sie davon ausgehen können, dass sie IMMER mehr verdienen. Die Frauen verlieben sich also faktisch ausschließlich in die „Versorger“, ...

    ...(genau aus diesem Grund sind praktisch alle Männer ohne Partnerin am unteren Ende der Sozialskala u alle Frauen ohne Partner am oberen Ende, denn nach oben hin wird einfach die Luft dünn. ...)
    ...
    Aus diesem einfachen Umstand heraus ergibt es sich, dass der Druck ein hohes Einkommen zu erzielen asymmetrisch verteilt ist. Er liegt ausschließlich auf den Männern.
    Passt einem alles nicht. Ist aber so.

    Nur eine Ergänzung: auch Männer untereinander erlauben nicht, dass man es ruhiger angehen lässt, selbst wenn man es könnte (weil man entweder keine großen Bedürfnisse oder viel Geld hat). Man gilt als feiger Versager, der sich dem Wettbewerb mit anderen Männern nicht stellt....

    Auch bei Frauen.
  3. #212

    Liebe(r) Flauschoid,
    Ihre biologistisch-darwinistische Sichtwiese erinnert an Sarrazin und ist hier völlig fehl am Platze. Sie haben offebar nichts gelernt.
  4. #213

    Iii

    Denn der fehlende Druck auf die Frauen ein relevantes Einkommen zu erzielen, führt dazu, dass sie eben bei all ihren Entscheidungen die Frage des Gelderwerbs gar nicht oder nur sehr nachrangig berücksichtigen. Sie entscheiden danach was ihnen Spaß verspricht, neudeutsch „Selbstverwirklichung“ genannt. Das Einkommen muss lediglich die Zeit zwischen Schulabschluss und Heirat überbrücken.
    Die verheiraten Frauen arbeiten genau dann, wenn der Ehemann nicht ausreichend verdient, um die Familie zu ernähren und genau so viel bis die Lücke geschlossen ist. Dieses Phänomen lässt sich überall nachweisen. Deshalb behaupte ich: Je höher der GPG ist (N.B. der GPG vergleicht lediglich die Gesamtheit ALLER Einkommen!) u je geringer die Frauenerwerbsquote, desto höher ist der Lebensstandard. GPG u Frauenerwerbsquote sind sehr guter Indikatoren dafür, wie hoch die Einkommen im Vergleich zu den realen Lebenshaltungskosten in einem Land sind. Ist der GPG hoch u die Frauenerwerbsquote gering ist dieser Quotient günstig, ist der GPG niedrig u die Frauenerwerbsquote hoch ist dieser Quotient ungünstig. Deshalb ist auch die Frauenerwerbsquote in Skandinavien so hoch. Die Frauen müssen dort arbeiten, weil man mit einem Gehalt unmöglich eine Familie ernähren kann! Das sind keine freiwilligen Entscheidungen, sondern wirtschaftlicher Zwang. Genau dies erklärt dann übrigens auch ganz simpel all die Dinge, die auf den ersten Blick so vollkommen absurd erscheinen.

    Warum hat ausgerechnet Italien den niedrigsten GPG in Europa, Warum studieren Frauen in Spanien u - glauben sie es oder nicht- selbst Frauen in Ägypten häufiger Natur- u Ingenieurswissenschaften als Frauen in D oder warum hatten Länder wie die Türkei u Pakistan weibliche Regierungschefs, lange bevor D einen hatte. Nicht weil dort die Rollenvorbilder besser sind, nicht weil da regelmäßig Girls Days veranstaltet werden, nicht weil das ganze Schulsystem auf Mädchenförderung ausgerichtet ist u auch nicht weil diese Länder ein Flächendeckendes Netz v Kitas eingerichtet haben, sondern weil es den Familien und insbesondere Frauen so viel schlechter geht, dass sich die Frauen dort gezwungen sehen ebenfalls auf ein relevantes Einkommen zu schauen. Frauen fangen genau dann an zu arbeiten, wenn der ökonomische Druck so hoch ist, dass sie arbeiten müssen!

    Wenn man will, dass Frauen arbeiten, muss man es ihnen unmöglich machen Hausfrau zu werden. Man müsste ihnen per Gesetz vorschreiben was für Fächer sie zu studieren u was für Männer sie zu heiraten haben.

    Solange Frauen ihr Partnerwahlverhalten nicht ändern, solange könnt all Ihr Feministinnen in jedes 500 Seelen Kuhdorf in der abgelegensten Walachai ein halbes Dutzend Kitas hinstellen, alles finanziert v Papa Staat, es wird sich nichts ändern! Es ist letzten Endes genau so wie Esther Vilar es einmal ausdrückte:

    „Die Mündigkeit der Frau wurde wieder einmal nicht erreicht. Denn die Befreiung der Frau wäre die Befreiung der Frau von ihren Privilegien „
  5. #214

    Und da treffen sich

    Zitat von Flauschoid Beitrag anzeigen
    Wenn man will, dass Frauen arbeiten, muss man es ihnen unmöglich machen Hausfrau zu werden.
    die Ideologien: genau das hat Simone de Beauvoir auch schon gesagt.
  6. #215

    Zustimmung

    Zitat von Flauschoid Beitrag anzeigen
    „Die Mündigkeit der Frau wurde wieder einmal nicht erreicht. Denn die Befreiung der Frau wäre die Befreiung der Frau von ihren Privilegien „
    Das sind durchaus mögliche Erklärungen.
    Es gibt aber auch noch mehr Ungereimtheiten. Ich war ja 4,5 jahre im Westen arbeiten und hab da auch mal gelegentlich mit meinen Arbeitskollegen und Mitmenschen gequatscht. Daher weiß ich das z.B. eine Filialleiterin in Bayern bei Rewe min 4000 Euro verdient, und ich dächte sie meinte netto, ist aber nicht wichtig. Ich weiß auch, das Tagesmütter sich schon von Halbtagsjobs finanzieren lassen, ich glaube hier verdient man selten mehr als 1000 Euro netto im Monat (ich meine den Halbtagsjob, ich weiß nicht was eine tagesmutter verdient).
    Dann hab ich ja noch gelernt zum Kinderkriegen sind best. Vorraussetzungen nötig die man sogar recht gut beeinflussen kann.

    Also wenn jetzt mir so eine echte Karrierefrau erzählen will, ihr Kind oder ihre Kinder wären an ihrem nichtvorhandenen Spitzenjob schuld dann klingt das irgend wie ... verlogen. Spätestens mit mehr als 2000 Euro netto Lohn ist eine Kinderbetreuungschon recht leicht zu finden. Außerdem gibt es ja da immer noch die Väter, falls nicht sollte die Damen entweder mal über ihr Paarungsverhalten kritisch nachdenken (ich weiß ich bin böse) oder aber an ihrer Einstellung genüber den Vätern arbeiten.
    KiTas sind vor allem bei Leuten der unteren Einkommen bis mittleren Einkommen wichtig, bei denen von Karriere zu sprechen ist da schon übel. 90% von denen schauen, das sie mit ihrem Ar... an die Wand kommen und vielleicht noch ein bißchen Luxus haben, nix mit Karriere.

    In meiner Letzten Firma waren die Spitzenverdiener (abgehen von den Besitzern) unsere Kundendienstler, die diese Posten vorraussichtlich auch bis zur Rente innehaben werden. Im Austausch für ihr sehr üppiges wohlverdientes Gehalt erwarten sie min 3 Wochen im Monat im Ausland dort häufig mit 14h Tagesschichten (Koreaner und Chinesen lachen über dt. 8h Tage) und in Dt. nochmal ein Woche mit 40 Stunden, wo sie die ganzen Berichte, Fehleranalysen und Reisekostenabrechnungen schreiben, sowie normalen Telefonkundendienst. Wir hatten in diesem Bereich immer Personalmangel und waren immer auf der Suche nach mehr, dort hat sich noch nie eine Frau auch nur beworben. Frauen traf man bei mir in der Firma nach 16:00 nicht mehr an, die wenigen Vollzeitdamen kamen um 7:00 und waren 16:00 wieder weg, egal was für Arbeiten noch anstanden. Mit der Einstellung macht man sich natürlich bei den Chefs für hohe Posten beliebt. Ok eine AUsnahme gab es, unsere Sekretärin vom Chef hat ihre 5 Überstunden die Woche schon geleistet, ich will ihre engagierten Leistungen hier absolut nicht negieren.
  7. #216

    Eine

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    Das sind durchaus mögliche Erklärungen.
    Es gibt aber auch noch mehr Ungereimtheiten. Ich war ja 4,5 jahre im Westen arbeiten und hab da auch mal gelegentlich mit meinen Arbeitskollegen und Mitmenschen .....
    Problematik des ganzen liegt darin, dass viele Faruen glaub(t)en, die Männer verwirklichten sich selbst im Beruf. Dass das nur für 1-2% der Männer galt, und die anderen eigentlich nur Geld verdienen wollten, um sich eine Familie leisten zu können, wurde nicht gesehen. Daher der Frust, wenn frau mit dem Berufsalltag des Normalverdieners konfrontiert wird. Sooo hatte man sich das aber nicht vorgestellt...
  8. #217

    Warum ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weniger Gehalt, geringere Karrierechancen und kaum familienfreundliche Strukturen: Frauen in Deutschland haben im Beruf weitaus weniger Chancen als Männer, kritisiert die OECD. In keinem anderen europäischen Land ist der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern demnach größer.

    Frauen in Europa: Deutschland ist bei Lohn-Diskriminierung spitze - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Solche Sachen machen mich einfach wütend! ich arbeite in einer "Männerbranche" als Drucktechnologin und bekomme immer noch (in der Schweiz) 1000.- sFr weniger als n Mann! Das zeigt, auf welchem Niveau wir stehen, und wie sehr wir in einer patriarchalischen Gesellschaft leben!
    Überall ist es dasselbe! Frauen müssen so viel Leid ertragen auf diesem Planeten, gemacht durch ein System das von Männern regiert wird und zu Hause werden diese Frauen zu den Auffängern der Männer!

    Shit happens!!!!! Wann ändert sich endlich etwas???

    SiZ








TOP



TOP