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Frankreichs Wahl und der Euro: Merkel muss Hollande ein Bonbon geben

Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831123,00.html
  1. #1

    Austritt aus dem Euro diskutieren

    Wäre es mit einer neuen Regierung in Frankreich nicht auch mal an der Zeit, die länsgt überfällig Diskussion über ein mögliches Ende des Euros anzustoßen?
    Der Euro hat soviel Zwist nach Europa gebracht, wer weiß was er noch alles für Schaden anrichtet.
  2. #2

    Welche Lösungsmöglichkeiten, welche Optionen gibt es überhaupt noch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    Die ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der EU, besser innerhalb des gemeinsamen Währungsraumes, verstärken sich von Tag zu Tag. Diese wurden bisher über die EZB (Target 2, Niedrigzinsliquiditätstender ohne ausreichende Besicherungen, einheitlicher Zinssatz, Aufkauf von Staatsanleihen) und über den EFSF ausgeglichen. Stimulierende volkswirtschatliche Gesamteffekte in den Europroblemvolkswirtschaften wurden aber damit kaum erzielt.

    Auch der demnächst anstehende ESM kann dazu kaum eine Lösung sein. Der Fiskalpakt verpflichtet zwar die Staaten zur strikten Haushaltsdisziplin, konjukturelle Gegenmaßnahmen zur eigenen Problembewältigung sind somit nicht mehr gegeben.

    Diese Währungsunion befindet sich, so muss man es leider feststellen, in einer systemischen Krise.

    Dazu zwei kleine fachliche Beiträge von Wilhelm Hankel und von Wilhelm Nölling, die diese volkswirtschaftlichen Entwicklungen, die Ursachen dafür, insbesondere die Hintergründe dazu und auch die eigentlichen Problemstellungen noch einmal besser verdeutlichen können:

    Prof. Dr. Wilhelm Hankel 2011 in Berlin - YouTube
    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
  3. #3

    X

    Zitat von Anti-Islamist Beitrag anzeigen
    Wäre es mit einer neuen Regierung in Frankreich nicht auch mal an der Zeit, die länsgt überfällig Diskussion über ein mögliches Ende des Euros anzustoßen?
    Der Euro hat soviel Zwist nach Europa gebracht, wer weiß was er noch alles für Schaden anrichtet.
    Es geht nicht nur darum, ob er Zwist gebracht hat. Vielmehr geht es darum, ob ihn die Menschen wollen, oder nicht. Und mir scheint, dass es eher auf ein "eher nicht" hinausläuft. Auch wenn uns unsere verlogene Kanzlerette täglich das Gegenteil erzählt, ohne rot zu werden im Gesicht.
  4. #4

    Demokratie adé

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    Was für ein Demokratieverständnis! Merkel bestimmt, und Hollande bekommt zum Trost ein Bonbon! Das ist das Ende der europäischen Demokratie, zumal sich Merkel auch noch mit den Märkten verbünden will, nachdem Motto - entweder Hollande spurt, oder die Märkte machen Frankreich fertig... Spiel mit der Angst - Lost in EUrope
  5. #5

    Eurobonds, die Sozialisierung der Schulden Europas zu Lasten Deutschlands. Ich finde es immer noch erstaunlich, dass die SPD eine derartige Politik vertritt.
    Sie haben sich ja schon beim Griechenlandbeitritt zum Euro nicht mit Ruhm bekleckert.
  6. #6

    Zitat von lostineu Beitrag anzeigen
    Was für ein Demokratieverständnis! Merkel bestimmt, und Hollande bekommt zum Trost ein Bonbon! Das ist das Ende der europäischen Demokratie, zumal sich Merkel auch noch mit den Märkten verbünden will, nachdem Motto - entweder Hollande spurt, oder die Märkte machen Frankreich fertig... Spiel mit der Angst - Lost in EUrope
    Das sind doch wohl die kindlichsten PR-Faxen aus dem Hause Merkel seit langem. Lieber Spiegel, auf was reimt sich Merkel? Stimmmmmt!
  7. #7

    Zitat von lostineu Beitrag anzeigen
    Das ist das Ende der europäischen Demokratie,
    Herrlich was mußte ich lachen, danke dafür !

    Deutschland sollte austreten um den anderen Ländern durch einen abgewerteten Euro wieder Luft zu verschaffen.

    Teuer wird es für uns sowieso.
  8. #8

    Ein ziemlich simplizistischer Artikel. Vor allem die Verweise auf Hans Werner Sinn sind wohl wider jediglichen Sinn und Verstand. Wem das verständlicherweise zu lang ist, der kann sich einfach die Zusammenfassung ab: 1:37:05 ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=OGGDl_eJte8&feature=related
  9. #9

    EZB und Geldwertstabilität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    Rickens ist wohl voll und ganz in den Wahlkampf für Merkel
    eingebunden.

    Allein der Satz:
    ...Den zweiten Pfeiler in Hollandes Strategie bildet die Europäische Zentralbank (EZB): Bisher sind die Währungshüter primär für die Geldwertstabilität verantwortlich, nach dem Vorbild der Bundesbank.".....

    Hat sich Rickens - wie Rapunsel? - in den Finger gestochen und ist
    vor 6 Monaten eingeschlafen, jetzt erst aufgewacht, hat er verpasst, was die EZB/Draghi hier mit dem Club-Med veranstaltet?

    Und dann auch noch zu schreiben, dass die EZB nach dem Vorbild
    der Bundesbank an der Geldwertstabilität arbeitet, ist wohl mehr
    ein Witz.

    Rickens als Wirtschaftsjournalist habe ich etwas mehr zugetraut,
    aber er nähert sich mehr und mehr dem Niveau von Langguth und
    der BILD, als Merkel-Wahlhilfeverein.








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