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Frankreichs Wahl und der Euro: Merkel muss Hollande ein Bonbon geben

Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831123,00.html
  1. #50

    Unschuldiger EU Bürger

    Zitat von copperfish Beitrag anzeigen
    Welche Konsequenzen sollten denn ihre "wirklichen Konsequenzen" sein?
    Strafgelder an die EU-Kommission?
    Schon mal einem nackten Mann in die Tasche gefasst?
    Und selbst wenn, würde es nur den unschuldigen EU-Bürger treffen, der nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat.
    Eine wirkliche Konsequenz wären strafrechtliche Relevanzen.
    Die aber wird es niemals geben, wie man am Beispiel Griechenlands sah, wo nicht ein Mensch/Politiker eine strafrechtliche Relevanz für offenkundige Bilanzfälschung sah, und an der aktuellen "Timoschenko-Heiligsprechung".
    Wie wunderbar sich doch die Dinge immer bis zum eigenen Tellerrand reduzieren lassen. Es wird dem unschuldigen EU Bürger so lange helfen, sich "unschuldig" aus der Affäre zu ziehen, bis nicht nur Griechenland, Italien, Spanien, Irland,... das Wasser bis zum Halse steht sondern irgendwann auch dem deutschen Michel. Wann wachen Sie endlich auf und betrachten die Dinge mal global. Bis zur nächsten militärischen Auseinandersetzung im EWR gibt es wohl kaum einen Weg vorbei am GEMEINSAM. Indien und China interessiert die "Unschuld" Ihrer Bürger wohl kaum, wenn sie die EU langsam aber sicher rechts überholen.
  2. #51

    Zitat von ostrakismos Beitrag anzeigen
    Anders ist es, wenn man in einer W a c h s t u m s p h a s e spart, dann verhindert man Exzesse und Blasen, welcher der Wirtschaft schließlich erhebliche Kosten wegen fehlgeleiteter Investitionen bescheren.
    Wer spart denn nun in einer Wachstumsphase? Und macht nicht dann erst recht neue Versprechungen und neue Schulden - man befindet sich ja in einer Wachstumsphase, von der alle profitieren sollen? Erst ein "Schluck aus der Pulle" in der Krise für Wachstum, dann erst recht ein Schluck aus der Pulle, wenn es gut läuft?

    Wenn bei nicht wenigen nicht einmal die Kraft vorhanden zu sein scheint, notwendige Reformen zu ergreifen, um ein Land vor dem Absturz zu bewahren, warum soll diese Kraft dann vorhanden sein, wenn es einem gut geht?

    Wie sagte noch der italienische Minister vor einiger Zeit in etwa: hätten wir bereits Eurobonds, wir müssten nicht sparen (und Steuern eintreiben).
  3. #52

    Dem portugiesischen Tagelöhner ist es egal ...

    Zitat von nachtkapp Beitrag anzeigen
    Es geht nicht nur darum, ob er Zwist gebracht hat. Vielmehr geht es darum, ob ihn die Menschen wollen, oder nicht. Und mir scheint, dass es eher auf ein "eher nicht" hinausläuft. Auch wenn uns unsere verlogene Kanzlerette täglich das Gegenteil erzählt, ohne rot zu werden im Gesicht.
    Wenn "die Deutschen", es sind immer dieselben Deutschen, den EURO nicht mehr haben wollen, dann sollen sie doch aus dem EURO-Verbund austreten. Dann sollten die deutschen Banken auch nicht mehr Kapital exportieren um den hoch verschuldeten oberem 10% der Bevölkerung in Griechenland, Spanien und Portugal ihre Maybachs, RollsRoyce, Bentleys und Luxushaushalte zu finanzieren und sich dann auch noch beklagen dass deren Sicherungs-Portfolios nichts Wert sind.
  4. #53

    Was

    Zitat von wirtschaftsweiser Beitrag anzeigen
    Wie wunderbar sich doch die Dinge immer bis zum eigenen Tellerrand reduzieren lassen. Es wird dem unschuldigen EU Bürger so lange helfen, sich "unschuldig" aus der Affäre zu ziehen, bis nicht nur Griechenland, Italien, Spanien, Irland,... das Wasser bis zum Halse steht sondern irgendwann auch dem deutschen Michel. Wann wachen Sie endlich auf und betrachten die Dinge mal global. Bis zur nächsten militärischen Auseinandersetzung im EWR gibt es wohl kaum einen Weg vorbei am GEMEINSAM. Indien und China interessiert die "Unschuld" Ihrer Bürger wohl kaum, wenn sie die EU langsam aber sicher rechts überholen.
    Was hat das mit meinem Beitrag zu tun, auf den "dies" ja wohl eine "Antwort" sein soll?
  5. #54

    Im Ernst ?

    [QUOTE=jjpreston;10127639]
    Ebenso wenig wie es funktioniert zu glauben, dass Milliardengewinne der Konzerne zwingend gut seien für die deutsche Volkswirtschaft: Ein Josef Ackermann gibt nicht 90% seines Einkommens in Einkaufszentren oder auf Jahrmärkten aus, weder bei 1 Million Euro Einkommen noch bei 10 Millionen Euro. Auch die institutionellen Anleger, die dafür die Dividende kassieren, bringen das Geld nicht wieder in den volkswirtschaftlichen Umlauf.
  6. #55

    ?

    Zitat von optimist2020 Beitrag anzeigen
    a)insbesondere das Argument der Sparunwilligen, man müsse jetzt staatlich wieder Schulden machen, um der Krise antizyklisch zu begegnen, sind doch jetzt über Jahrzehnte widerlegt worden.
    b) Genau deshalb sind wir doch in der Staatsschuldenkrise, weil das eben nicht funktioniert.

    C)denn die "Reichen" zahlen doch schon 50 % und mehr.....
    a) Stimmt nicht. Die Bundesrepublik Deutschland hat im Rahmen des Stabilitäsgesetzes von 1967 genau diese antizyklische Finanzpolitik verfolgt und nachweislich Erfolg gehabt, deren späteres Scheitern hatte andere Ursachen, nämlich dass man 1974 an der Ausgabenpolitik in Zeitern einer Angebotskrise festgehalten hat und Helmut Schmidt aus rein wahltaktischen Motiven dem Gewerkschaftsdruch nach höheren Löhnen nachgegeben hat.

    Eine antizyklische Fiskalpolitik ist zum richtigen ZEITPUNKT (also nicht immer) ain Phasen einer Rezession das richtige Mittel. Beispiel Weltwirtschaftskrise 2008, indem Deutschland durch Ausgaben in Form des Kurzarbeitergeldes oder der Abwrackprämie am besten aus der Krise herausgekommen ist.

    Hollande, das haben Sie nicht richtig verstanden, fordert nicht eine Ausgabenpolitik zu allen Zeiten, sondern er fordert sie in Zeiten einer Rezession, also zum jetzigen Zeitpunkt, für Volkswirtschaften wie Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland oder Portugal. Auch spricht Hollande nicht von einer UNKKOORDINIERTEN Ausgabenpolitik, wie im Falle Griechenlands, sondern von einer koordinierten Fiskalpolitik.

    b) Nein. Stichpunkt unkoordinierte Fiskalpolitik. Griechenlands, Spaniens, Italiens Ausgaben wurden wenn nicht gar gänzlich nur unzureichend gesteuert. Wie oben erwähnt, dieses entspricht nicht der Forderung von Hollande.

    Es ist ein Faktum, dass die Staatschulden in den Ländern innerhalb der Eurozone gerade wegen des restriktiven Stabilitätspaktes sich erhöht haben. Hier gilt es nicht den Stabilitätspakt grundsätzlich infrage zu stellen, wenn er aber -wie geschehen, starr ist und sich den Gegebenheiten nicht anpasst, Stichwort unausgelastete Kapazitäten, dann wirkt der Kontraproduktiv. Es kommt zu kurzfristeigen Einsparungen, langfristig aber zu einer Erhöhung der Staatsschulden, weil das Wachstum abgewürgt wird.

    Einer Staatschuldenkrise können Sie letztlich nur durch Wachstum begegnen.

    Nehmen Sie sich als Beispiel: Angenommen Sie haben sich aus Fahrlässigkeit verschuldet, dann wäre es sicherlich an der Zeit die unnötigen Ausgaben zu beenden. Wenn Sie aber keine Gelegenheit bekommen ein Einkommen zu erzielen, werden Ihre Schulden trotz der Sparbemühungen nicht sinken sondern steigen. Nichts anderes passiert gerade derzeit in den südlichen Ländern.

    c) Falsch. Gerade Deutschland hat in der Vergangenheit die Reichen signifikant entlastet. Der Effekt: Weniger Steuereinnahmen für den Staat und damit Gelegenheit die Schulden abzutragen siehe auch EUROSTAT.
  7. #56

    Nicht richtig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    "Mit Hans-Werner Sinn als einzigem Verbündeten wird Merkel die europäische Spardebatte nicht gewinnen."

    Nein, sicher nicht. Aber es wird dazu führen, daß die deutschen Steuerzahler und Sparer über ein politisches Erdbeben diesem Treiben ein Ende setzen. Dann fällt auch endlich die letzte rote Linie und Deutschland tritt aus der Schuldenunion aus.

    Dann können Schwätzer und Kümmerer, wie Hollande die versprochenen Wohltaten aus ihrem Staatshaushalt bezahlen und hoffen, daß noch genug Spitzenverdiener im Lande bleiben, die sie dafür schröpfen können.
  8. #57

    Alles hat mindest zwei Seiten ...

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Wenn "die Deutschen", es sind immer dieselben Deutschen, den EURO nicht mehr haben wollen, dann sollen sie doch aus dem EURO-Verbund austreten. Dann sollten die deutschen Banken auch nicht mehr Kapital exportieren um den hoch verschuldeten oberem 10% der Bevölkerung in Griechenland, Spanien und Portugal ihre Maybachs, RollsRoyce, Bentleys und Luxushaushalte zu finanzieren und sich dann auch noch beklagen dass deren Sicherungs-Portfolios nichts Wert sind.
    Habe vergessen zu erwähnen, dass die nun auch noch ihr "Vermögen" (Immobilien, Beteiligungen und Sachwerte) monetisieren und auf deutsche Banken transferieren, Hr. Sinn entdeckt dann konsequenterweise gefährliche "T2-Überhänge" die nun bei deutschen Banken liegen, Geld das durch Kredite z.B. portugiesischer Banken an ihre oberen 10% ausgeliehen wurden und nun bei der Deutschen Bank angelegt ist. Auch gemeinhin als Fluchtkapital bezeichnet. Sollte Deutschland aus dem EU-Verbund austreten wäre eine Kapital-Transfer-Regulierung fällig.

    Ich bin gerade dabei den umgekehrten Weg zu gehen, kratze gerade alles zusammen was monetisierbar ist und suche im Süden ein preiswertes Plätzchen, wo ich keine Wintersteuer mehr an Staat und EXXON-BP&Co. bezahlen muss.
  9. #58

    ?

    Zitat von ereinion Beitrag anzeigen
    QUOTE=optimist2020;10127192]
    C)denn die "Reichen" zahlen doch schon 50 % und mehr Einkommenssteuer (inkl. Soli und Neidsteuer), sondern auch töricht.

    d) Es hat nie funktioniert, dem Staat noch mehr Geld zu geben, weil er eben nicht verantwortungsvoll mit Geld umgeht.
    e)Wie kann man sich nur so den Realitäten verschließen und meinen, dass die Staatsschuldenkrise mit noch mehr Schulden bekämpft werden könne ?
    f) Weitere Steuererhöhungen würden ebenfalls Wachstum abwürgen.

    g) Die Staatsquote ist einfach in den europäischen Sozialstaaten zu hoch.
    c) Falsch. Gerade Deutschland hat in der Vergangenheit die Reichen signifikant entlastet. Der Effekt: Weniger Steuereinnahmen für den Staat und damit Gelegenheit die Schulden abzutragen siehe auch EUROSTAT.
    d) Was für einzelne Länder gilt wird nicht zum unabdingbaren Gesetz. Siehe Punkt a.

    e) Genau das machen Sie, da Sie sich anscheinend in der Ökonomie bzw. Wirtschaft nicht auskennen, siehe Punkt a.

    f) Stimmt nicht. Die skandinavischen sowie die Nordländer sind Hochsteuerländer und bekannterweise stabile wachsende Ökonomien.

    g) Echt? Kann es villeicht sein, dass Sie gar nicht wissen was der Begriff der Staatsquote beiinhaltet? Den sollten Sie nämlich nicht mit dem Begriff der STAATSSCHULDEN gleichsetzen.

    Die Staatsquote drückt den Grad der Inanspruchnahme der gesamten Volkswirtschaft durch den staatlichen Sektor aus.

    Und dazu gehören die Konsumausgaben des Staates welche Einkommen darstellen, sowie vorallem Investitionen, welche- freilich wenn diese geordnet und gezielt durchgeführt werden, langfristig Wachstum und Einkommen generieren.

    Erfolgreiche Ökonomien, wie die erwähnten nordischen und skandinavischen Länder besitzen traditionell hohe Staatsquoten.

    Außerdem gibt es nirgendwo eine Kennziffer oder "Hausnummer" nachdem eine Staatsquote zu hoch wäre. Wichtig ist, dass die Höhe der Staatsquote effektiv wirkt.
  10. #59

    Ihr Wort

    Zitat von Anti-Islamist Beitrag anzeigen
    Wäre es mit einer neuen Regierung in Frankreich nicht auch mal an der Zeit, die länsgt überfällig Diskussion über ein mögliches Ende des Euros anzustoßen?
    Der Euro hat soviel Zwist nach Europa gebracht, wer weiß was er noch alles für Schaden anrichtet.
    in Gottes Ohr , was aber wenn "DER" der Anführer dieses ungezügelten Kapitalismus ist ?








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