Frankreichs Wahl und der Euro: Merkel muss Hollande ein Bonbon geben

Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831123,00.html
  1. #10

    Bonbon Saarland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    liebe Saarländer, leider müssen wir Euch letztendlich doch an Frankreich verjubeln. Diesmal dürft Ihr auch gar nicht abstimmen, das geht bei Eurothemen leider nicht.
    Das war natürlich ein Witzle; niemals würde man eines der letzten CDU-regierten Länder abgeben und falls doch, dann eher Berlin ;o.
  2. #11

    jetzt fehlt nur noch ein roter Wechsel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    und große Brüderküsse zwischen Gabriel und Hollande!

    Das ist dann die Beerdigung des Euros einer Weichwährung.

    Der Riesenfehler bisher ist der, man hat nur Politiker an die Sache gelassen aber keine Professoren der Finanzen, die etwas von der Sache verstehen.
    Die Fachleute schlagen seit langem Alarm und die Politiker fuschen und fuschen !

    Ein Gabriel und sonstige europäische rote Socken bringen den Absturz !
  3. #12

    Ein guter Moment ...

    Zitat von Anti-Islamist Beitrag anzeigen
    Wäre es mit einer neuen Regierung in Frankreich nicht auch mal an der Zeit, die länsgt überfällig Diskussion über ein mögliches Ende des Euros anzustoßen?
    Der Euro hat soviel Zwist nach Europa gebracht, wer weiß was er noch alles für Schaden anrichtet.
    ... einen sinnvollen Ausstieg aus der EU in ihrerer derzeitigen Form und den Euro einzuleiten, unabhängig, ob der nächste französische Präsident Sarkozy oder Hollande heißt.

    EU und Euro schaden Deutschland und erst recht den anderen EU-Staaten. Das ist unübersehbar geworden. Gerade jetzt, in der Krise, sieht man, wie das bürokratische Aneinander-Gefesselt-Sein allen Ländern die Bewegungsfreiheit und damit die Möglichkeit raubt, die Probleme zu lösen. Wollen wir aneinandergesesselt ertrinken oder miteinander bei angemessener nationaler Bewegungsfreiheit schwimmen? Eine Konstruktion wie die EWG vor der EU ist da deutlich angemessener und sicherlich stabiler. Wahrscheinlich bringt sie auch die gegenseitige Achtung wieder zurück, die zur Zeit völlig verlorengeht.

    Insofern verstehe ich auch die Äußerung des Herrn Bundespräsidenten nicht, der noch mehr Europa fordert. Die Geschichte ähnlicher Konstrukte wie Sowetunion oder Jugoslawien, die nach einiger Zeit scheinbarer Stabilität unter gewaltigen Menschenopfern wieder auseinandergebrochen sind, sollten uns als Mahnung dienen ...
  4. #13

    Schimmerlos in Berlin

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Rickens ist wohl voll und ganz in den Wahlkampf für Merkel eingebunden. Allein der Satz:
    ..."Den zweiten Pfeiler in Hollandes Strategie bildet die Europäische Zentralbank (EZB): Bisher sind die Währungshüter primär für die Geldwertstabilität verantwortlich, nach dem Vorbild der Bundesbank.".....

    Hat sich Rickens - wie Rapunsel? - in den Finger gestochen und ist
    vor 6 Monaten eingeschlafen, jetzt erst aufgewacht, hat er verpasst, was die EZB/Draghi hier mit dem Club-Med veranstaltet?

    Und dann auch noch zu schreiben, dass die EZB nach dem Vorbild
    der Bundesbank an der Geldwertstabilität arbeitet, ist wohl mehr
    ein Witz.
    Zumindest hat Hollande als Mitterands ehemaliger Finanzminister etwas Ahnung von Finanzen, was sich für unsere Kanzlerin leider nicht sagen lässt.
  5. #14

    Rapunzel

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Rickens ist wohl voll und ganz in den Wahlkampf für Merkel
    eingebunden.

    Allein der Satz:
    ...Den zweiten Pfeiler in Hollandes Strategie bildet die Europäische Zentralbank (EZB): Bisher sind die Währungshüter primär für die Geldwertstabilität verantwortlich, nach dem Vorbild der Bundesbank.".....

    Hat sich Rickens - wie Rapunsel? - in den Finger gestochen und ist
    vor 6 Monaten eingeschlafen, jetzt erst aufgewacht, hat er verpasst, was die EZB/Draghi hier mit dem Club-Med veranstaltet?

    Und dann auch noch zu schreiben, dass die EZB nach dem Vorbild
    der Bundesbank an der Geldwertstabilität arbeitet, ist wohl mehr
    ein Witz.

    Rickens als Wirtschaftsjournalist habe ich etwas mehr zugetraut,
    aber er nähert sich mehr und mehr dem Niveau von Langguth und
    der BILD, als Merkel-Wahlhilfeverein.
    Sie meinten wohl Dornröschen...
    Aber in diesem Dornröschenschlaf scheinen sich ja auch unsere Politiker und Mitbürger zu befinden, wenn es um den ESM, EZB etc. geht. Scheint niemanden zu interessieren, was das wirklich für uns heißt.

    Und an die SPD-Grünen zum Thema Euro-Bonds gerichtet:
    "Für eine Abgabe weiterer Kernkompetenzen an die Europäische Union dürfte nicht mehr viel Spielraum bestehen. Wollte man diese Grenze überschreiten, was politisch ja durchaus richtig und gewollt sein kann, müsste Deutschland sich eine neue Verfassung geben. Dafür wäre ein Volksentscheid nötig. Ohne das Volk geht es nicht!"
    Im Gespräch: Andreas Voßkuhle:

    Da können die Politiker und "Südeuropäischen Länder" noch so sehr wollen.
  6. #15

    Deutschland steht nicht alleine da...

    ... wie immer geschrieben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Niederlande (mitb welcher Regierung auch immer), Finland, Österreich, Luxemburg, Slowenien und sogar die Slowakei (der niemand geholfen hat, als sie ihre Sparanstrengungen durchgezogen hat, um fit für den Euro zu werden) innerhalb der EUROzone die Südländer unterstützen. Die deutsche Linie wird geduldet bzw. auch unterstützt (nur wird daraus kein großes Ding gemacht). Auch außerhalb der EUROzone, aber innerhalb der EU werden Dänemark, Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Tschechien und sogar Polen und Großbritannien eher die deutsche Linie dulden und gutheissen als die "südliche" Variante. Die Franzosen machen das, was sie meisterhaft können, mit viel Diplomatie und durch gesundes Selbstvertrauen gestärktes Auftreten viel mehr vom Kuchen zu kriegen, als ihnen zusteht bzw. ihr "normales" Gewicht zulassen würde.
  7. #16

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Rickens ist wohl voll und ganz in den Wahlkampf für Merkel
    eingebunden.

    Allein der Satz:
    ...Den zweiten Pfeiler in Hollandes Strategie bildet die Europäische Zentralbank (EZB): Bisher sind die Währungshüter primär für die Geldwertstabilität verantwortlich, nach dem Vorbild der Bundesbank.".....

    Hat sich Rickens - wie Rapunsel? - in den Finger gestochen und ist
    vor 6 Monaten eingeschlafen, jetzt erst aufgewacht, hat er verpasst, was die EZB/Draghi hier mit dem Club-Med veranstaltet?

    Und dann auch noch zu schreiben, dass die EZB nach dem Vorbild
    der Bundesbank an der Geldwertstabilität arbeitet, ist wohl mehr
    ein Witz.

    Rickens als Wirtschaftsjournalist habe ich etwas mehr zugetraut,
    aber er nähert sich mehr und mehr dem Niveau von Langguth und
    der BILD, als Merkel-Wahlhilfeverein.
    Man kann nur zustimmen - Ein Autor der von "Nobelpreisen" redet - aber dabei scheinbar nicht weiß das dieser sog. Preis nichts anderes ist als der von der Schwedischen Nationalbank aufgelobte Preis für den besten Teppischverkäufer Banken - den mehr ist das nicht der hat keinen Bezug zu fakten!

    Und ebenso war weder die Bundesbank noch die EZB jemals zur "Geldwertstabilität" sondern schon immer zur "Preistabilität" versplichtet - den "gespartes Geld" hat in der Wirtschaft keine Bedeutung mehr wenn der Handel - und die Preise keinen Grundlage mehr haben weil sie zu sammenbrechen!

    Es ist die stetig verbreitete Illusion, das diese Sparguthaben existieren - nein , es sind künstlich Erschaffene "Leerverkaufs - Buchhaltungsziffern", erzeugt von den Banken ohne irgendeine Deckung - und wenn Merkel und der Autor da von "Vernichtung von Sparguthaben" reden - dann reden sie von einer Welt die überhaupt nicht existiert!

    Er ist da nicht nur propangandist für ein Illusionsmodel einer Welt wo "Geld" noch als Banknoten eine Bedeutung hatte - die aber längst vergessen und vergangen ist - sondern er kennt scheinbar noch nicht mal die Faktenlage - siehe Preistabilität, und wie Banken überhaupt arbeiten ,nämlich über die Schaffung von Neuem Geld über Schuldverschreibungen - genannt FIAT System!

    Es kann in diesem System kein "Wachstumsgeld" ohne Schulden geben - das ist einfach nicht möglich - und es ist letztlich egal ob der Strukturfaktor "Staat" oder die Privaten Haushalte die Schulden aufnehmen - auch "Staat" ist nur die Zusammenfassung aller Bürger , und so haben die IMMER die Schulden in diesem Geldsystem am Hals ..
  8. #17

    Das Ziel ist erreicht, die Umverteilung geht weiter

    Die Mehrheit des Volkes in den PIGS-Ländern ist mit dem A.... an der Wand. Nach dem Sparen geht die Umverteilung weiter.Es werden Konjunkturprogramme finanziert, die Konzerne werden von unseren Steuergeldern Subventionen erhalten um Personal ein zu stellen und ihre Produktion auszuweiten. Der DAX wird steigen, die Löhne weiter sinken. Einige werden noch reicher nur ist niemand mehr da, der die Überproduktion auch kaufen kann und will.
  9. #18

    Letzte Chance

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Angela Merkel. Mit Nicolas Sarkozy könnte ihr am Sonntag der wichtigste Verbündete in der europäischen Spardebatte abhanden kommen. Die Bundesregierung muss jetzt François Hollande entgegen kommen - und zugleich die letzten roten Linien in der Eurokrise verteidigen.

    Hollande und Sarkozy und ihre Haushaltspolitik - SPIEGEL ONLINE
    Wie kommt der Autor darauf, unsere Regierung und Herr Sinn seien GleichgeSinnte. Herr Sinn kämpft seit zwei Jahren darum, den automatisierten Vermögenstransfer in die Peripherie zu stoppen und nicht über die Target2-Forderungen hinaus noch weitere Bürgschaften und Direktzahlungen zuzusagen. Damit steht er in deutlichrm Widerspruch zu Merkel, allerdings erst recht nicht auf der Seite der - auch unter Sarkozy - französisch geführten mediterranen Konsumenten fremden Wohlstands.

    Angesichts der - trotz aller nicht demokratisch legitimierten sogenannten Rettungsmaßnahmen - dramatischen Zuspitzung der Krise bleibt nur noch der Austritt aus dem Euroraum, was gleichzeitig auch ein Signal an die EU für mehr Föderalismus wäre.

    Ein starrsinniges ( sowieso einseitiges ) Festhalten an ESM und Fiskalpakt hat die Qualität der Casinizockerin, die trotz Mathematik ( auch Physikerinnen müssen höhere Mathematik gelernt haben ), trotz Lebenserfahrung darauf beharrt, mit seinem letzten "All In" garantiert die Wende zu schaffen. In Wahrheit verspielt sie natürlich Haus, Hof, Ehemann, Kinder und die Rente.

    Es wäre eine Großtat, die Merkels eigentliches Problem, ihren Machterhalt für die nächsten Legislaturperioden lösen würde. Der Dank fast des ganzen Volkes wäre ihr für locker hundert Jahre sicher. Sie ginge als unerschrockene Kapitänin in die Geschichtsbücher ein, die in letzter Sekunde das Ruder herumriß und so Deutschland und damit eine wieder föderalere EU rettete. Kaum einer würde noch nachtreten, da sie für die bisher in absurde Höhen gestiegenen Wohlstandstransfers ja auch verantwortlich war.
  10. #19

    Merkeldämmerung

    Frau Angela muß von ihrer "alternativlosen" EU-Zwangspolitik abrücken, sofern in Frankreich und in Griechenland die Regierungen wechseln.