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Frankreichs Syrien-Vorstoß: Hollande irritiert Berlin

APMuss die internationale Gemeinschaft in Syrien eingreifen? Gedankenspiele des französischen Präsidenten Hollande sorgen in Berlin für Unruhe, Koalition und Opposition sind konsterniert. Die Regierung Merkel verfolgt einen anderen Plan - und will eine Blamage wie beim Libyen-Einsatz vermeiden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...835956,00.html
  1. #110

    Hollandes Problem wäre allerdings,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss die internationale Gemeinschaft in Syrien eingreifen? Gedankenspiele des französischen Präsidenten Hollande sorgen in Berlin für Unruhe, Koalition und Opposition sind konsterniert. Die Regierung Merkel verfolgt einen anderen Plan - und will eine Blamage wie beim Libyen-Einsatz vermeiden.

    Deutschland lehnt militärische Intervention in Syrien ab - SPIEGEL ONLINE
    dass er all die Bomben die er bräuchte gar nicht bezahlen kann. Sarkozy und Cameron mussten ja schon während Ihres legendären Libyenfeldzuges bei den Verbündeten betteln gehen, weil das Feuerwerkszeug leider alle war. Und inzwischen sind die Kassen in Frankreich nicht wirklich wieder gefüllt... Also was soll das ? Nichts als peinlicher Wahlkampf des kleinen Franzosen, der seine wirkliche Lage noch gar nicht verstanden hat.
  2. #111

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Sagt Ihnen die "Wild Weasel Taktik" etwas? Diese wurde extra gegen radargelenkte AA-Raketen, wie es die russischen "SA-15 Gaunlets" sind, entwickelt ...
    .....mit denen ja die franzoesischen und englischen Luftwaffen umfangreich ausgeruestet sind.....
    Was wollten Sie gerade sagen???
  3. #112

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    In den 29er/30er Jahren dachte man, man koenne einen Krieg aus der Luft entscheiden, darum das "moral bombing" der Briten im WW II und etwas spaet der immense U.S.-Bombenkrieg gegen VC ...

    Generale Giulio Douhet

    Marshal of the Royal Air Force Hugh Trenchard
    Vietnam wird VN abgekuerzt...Monsieur Le Toubib
  4. #113

    Rechtslage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss die internationale Gemeinschaft in Syrien eingreifen? Gedankenspiele des französischen Präsidenten Hollande sorgen in Berlin für Unruhe, Koalition und Opposition sind konsterniert. Die Regierung Merkel verfolgt einen anderen Plan - und will eine Blamage wie beim Libyen-Einsatz vermeiden.

    Deutschland lehnt militärische Intervention in Syrien ab - SPIEGEL ONLINE
    Ich verstehe die Aufregung nicht. Hollande hat nichts weiter getan, als das Völkerrecht zu zitieren. Gravierende Menschenrechtsverletzungen wie Massaker an der eigenen Bevölkerung rechtfertigen nun mal auch eine militärische, von den UN gestützte Intervention.

    Eine andere Frage ist, ob dies im Falle Syrien politisch und strategisch opportun wäre.

    Hollandes Vorstoß hat dennoch eine andere Qualität als das seelenlose Betroffenheitscrescendo aus dem Hause Westerwelle. Man kann der Schlächterei an der syrischen Zivilbevölkerung nicht tatenlos zusehen.

    Und so kann es in naher Zukunft nur noch darum gehen, welche militärischen Optionen greifen müssen. Leider.
  5. #114

    Zitat von Guderian Beitrag anzeigen
    Frankreich hat seine Staatsverschuldung in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Und sie faseln hier irgendwelche patriotischen Parolen. Jetzt einen Krieg anzufangen, ist der beste Weg aus Frankreich ein zweites Griechenland zu machen.
    Deswegen wird Hollande die Eurozone mit der Forderung nach Euro-Bonds bepflastern....
  6. #115

    Zitat von libertarian2012 Beitrag anzeigen
    Mag sein und ich habe per se nichts gegen Militaereinsaetze wenn sie westlichen Interessen dienen - und fuer die jeweilige Bevoerlkerung noch einen positiven Nebeneffekt bringen koennen (wie damals in Deutschland oder Japan, vielleicht sogar im Irak bis zu einem gewissen Punkt; durchaus auch Kosovo seinerzeiten...). Ich frage mich nur, was in Syrien dabei rauskommen soll. Wer sind die Schurken und wer steht ihnen gegenueber? wer sagt die Wahrheit und wer nicht? Ich blick da nicht durch. Bloss weil es eine Rebellion gegen einen Schurken und Massenmoerder gibt, heisst das leider noch nicht, dass die Rebellen nun fuer jeffersonische oder adenauersche Demokratie eintreten. Wir wuerden vermutlich lediglich helfen, die einen Schurken gegen die anderen auszutauschen - und wenn es dumm laeuft (wie in Aegypten derzeit zu sehen) kommt man schnell vom Regen in die Traufe - und der Westen hat sich obendrein weitere Feinde geschaffen.

    Da in Syrien keine erstnhaften westlichen Interessen bedroht sind, soweit ich das sehe, wuerde ich mich daraus halten. Bitter, aber als humnaitaeren Einsatz sehe ich hier keine Moeglichkeit fuer irgendeinen poisitven Ausgang.
    Ein Angriffskrieg aus der Luft oder wenigstens eine ernstgemeinte Drohung könnte viel Positives bewirken. Assad würde nachgeben, bei was auch immer.
    Es geht nicht darum ob die Rebellen besser sind. Fakt ist, dass sie so unzufrieden mit dem Diktator sind, dass sie ohne weiteres bereit sind ihr Leben zu opfern um ihn zu stürzen. Das würde mir als Argument reichen, um denen zu helfen.
    Ich bin mir sicher, dass man schon mit einer ernsten Androhung eines Angriffskriegs die Situation befrieden könnte.
  7. #116

    die ganze Diskussion

    ist sowas von blöd, dass man schon wegen Dummheit den Syrern wünschen könnte, der Westen möge sich heraus halten. Was soll das Gefasel von Bombardements? Niemand in Syrien hat darum gebeten. Was soll das Gefasel von der "starken syrischen Armee"? Noch immer nicht kapiert, dass die unter Zwang handeln und lieber heute als morgen allesamt die Seite wechseln würden? Es gibt in Syrien nur eine kleine Truppe von etwa 10.000 Killern, die den Druck im Sinne Assads aufrecht erhalten. Auf ein noch so geringfügiges Zeichen hin, wonach nun die Wende kommt, würden die Syrer selber sich von diesen Leuten befreien. Wer auch immer das Leiden verkürzen will, muss lediglich präsent sein, die Kampfflieger am Boden halten und evtl. den Einsatz schwerer Waffen unterbinden. Aber ich glaube nicht einmal, dass diese zum Einsatz kämen. Die meisten Soldaten würden ihre Stellungen einfach verlassen und nach Hause gehen, wenn sie dies könnten ohne weiter mit dem Tod bedroht zu werden. Aus Überzeugung kämpft da nur eine winzig kleine Gruppe mit äußerster Brutalität für das Regime. Und es ist schlichtweg feige, wenn man diesen Verbrechern nicht entgegen tritt, obgleich es für uns ein Furz wäre, aus diesem Ballon die Luft raus zu lassen.
  8. #117

    Zitat von WhereIsMyMoney Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, dass man schon mit einer ernsten Androhung eines Angriffskriegs die Situation befrieden könnte.
    würde es ihnen etwas ausmachen das mit dem "befrieden" etwas näher auszuführen?

    bitte unter berücksichtigung dessen das die rebellen aus zig verschiedenen interessengruppen bestehen. gauner, terroristen, islamisten, ethnische gruppen, wirrköpfe, deserteure, ein paar studenten etc.

    ich fürchte die halten sie mit keinerlei angriffskrieg davon ab zunächst die assad-anhänger zu massakrieren und danach sich dann gegenseitig.

    es sei denn sie befürworten eine lösung wie in libyen, wo seit gaddafis ende die danach erfolgten greueltaten schlicht und einfach verschwiegen werden.
  9. #118

    Zitat von Dani Beitrag anzeigen
    .....aber für Krieg ist immer Geld da?

    Nix da Hollande...unsere Soldaten (und unser Geld) behalten wir lieber im Lande.

    :)
    Signed!

    Politiker sind immer schnell dabei, das Geld anderer Leute auszugeben. Unerfreulich wird's, wenn es das Geld anderer Nationen ist.
    Ich hoffe, das Merkel die Stimmung im Land gut genug einzuschätzen weiß, um Monsieur Hollande genau keinen Millimeter entgegen zu kommen.

    Warum wir die Freiheit am Hindukusch verteidigen sollen, ist mir noch nicht stringent erklärt worden. Die Religion des Friedens verbunden mit der dortigen Nationalitäten- und Clanstruktur, dass kann nur schief gehen.
    Unsere Politiker waren "klassisch" genug, um aufgrund einiger antiker Philosophen und Naturwissenschaftler ein gewisses südeuropäisches Land in die Währungsunion zu quasseln, aber sich mal in die - zumeist kriegerische - Geschichte Afghanistans zu vertiefen stand wohl nicht auf dem Stundenplan des Bildungsbürgers.
  10. #119

    Hyperaktiver Hollande

    Gleich nach seiner Wahl feuert er die leidige Eurobonds Diskussion wieder an, und nur ein paar Tage weiter bricht der gute Mann gleich alle NATO-Absprachen indem er sich kurzfristig aus AFG abseilt. Wieder 5 Minuten später, will er dann in Syrien rumbomben. Mann, Mann, Mann - hoffentlich ist bald der 17.Juni. Vorher kann man mit dem Sozen definitiv nichts anfangen ...


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