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Frankreich: Marine Le Pen droht Wahlkampf-Aus

Nicolas Sarkozys Chancen auf eine erneute Präsidentschaft steigen. Grund ist eine Besonderheit des französischen Wahlrechts: Bekommt die Rechtsextreme Marine Le Pen nicht genug Unterschriften zusammen, dürften dem Amtsinhaber Millionen Stimmen zufallen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...813456,00.html
  1. #20

    Ich steh auf dem Schlauch

    Wie kann eine Partei, die 20% in den Umfragen erzielt, keine 500 Unterschriften zusammenbekommen? Oder müssen in allen 30 Departements 500 Unterschriften gesammelt werden, also ingesamt 15.000?
  2. #21

    Rassistische Töne?

    Zum Wochenende wetterte Innenminister Claude Guéant gegen die Linken und bekräftigte, dass "nicht alle Zivilisationen denselben Wert haben".
    Sowas sagen doch nur deutsche Nazis. Oder ist die Welt etwa doch differnzierter, als uns die Medien einreden wollen?

    Und das Wahlrecht ist in Frankreich, der Wiege der bürgerlichen Gesellschaft in Europa doch lupenrein demokratisch. Nicht-Demokraten gibts doch nur in Weißrußland. Oder?
  3. #22

    Nicht verstanden!?

    Zitat von TheK79 Beitrag anzeigen
    Was ist denn das für ein Quatsch? Unterstützerunterschriften brauchen antretende Parteien und Kandidaten auch in Deutschland – für jede Wahl. Nur wenn man derzeit in dem entsprechenden oder einem höheren Parlament sitzt, wird davon abgesehen. Für ein Antreten bei der Bundestagswahl reden wir hier übrigens von 16.000 Unterschriften; 1000 aus jedem Bundesland.

    Diese Hürde übersteigen alle 5 Jahre knapp 30 Parteien, darunter haufenweise, die kaum jemand auf dem Wahlzettel sehen will, der sie nicht auch wählt. Wenn die selbsternannte dritte Kraft Frankreichs (die dies nicht einmal ist) es nicht schafft, diese lachhaften 500 Unterschriften zusammen zu bekommen (bei über 30.000 Mitgliedern!), dann ist der Verein wohl vor allem eine Lachnummer.

    Ich glaube, Sie haben den Artikel nicht ganz verstanden. Es reicht nicht, einfach 500 Unterschriften zusammen zu bekommen. Vielmehr muss man 500 Unterschriften von Mandatsträgern (Stadträten, Regierungspräfekten, Bürgermeistern,...) sammeln. Dies führt dazu, dass die Kandidaten von kleineren Partein (egal ob links oder rechts) auf Unterstützer von den großen Parteien angewiesen sind, da sie selbst keine 500 Mandatsträger haben.
  4. #23

    Zitat von stefan1904 Beitrag anzeigen
    Wie kann eine Partei, die 20% in den Umfragen erzielt, keine 500 Unterschriften zusammenbekommen? Oder müssen in allen 30 Departements 500 Unterschriften gesammelt werden, also ingesamt 15.000?
    Soweit ich informiert bin, werden diese Unterschriften nicht anonym gemacht und die Liste der Unterzeichner dürfte dann öffentlich im Internet zu sehen sein.
  5. #24

    So sind die Heuchler.Bei Putin spuckt man dann große Töne aber wenn solche Tricks einem nutzen dann feixt man sich einen.
    Demokratie ist schon ok aber nur wenn die "richtigen" Parteien gewinnen.
  6. #25

    Klarheit bitte!

    Es wäre schön gewesen, wenn zu Beginn des Artikels eine klare Erläuterung käme, welche Stimmen von wem benötigt werden. Hinweise hierzu (s.u.) sind über acht Absätze verteilt und man muss sich das Verfahren schon sehr zusammenpuzzeln - und selbst dann entsteht kein klares Bild.

    Erst erfährt man, dass Stimmen benötigt werden, aber nicht von wem:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der großen blonden Politikerin mit der rauchigen Stimme fehlen 80 Tage vor der Wahl noch immer die nötigen 500 Unterschriften, die jeder angehende Kandidat benötigt, um am 22. Mai beim Rennen um den Élysée-Palast an den Start zu gehen.
    Dann werden Adressaten genannt, ohne zu klären, welche Funktion diese bei der Prozedur haben:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Monaten touren die Anhänger der FN-Führerin durch die Departements von Frankreichs ländlichen Regionen, um bei Bürgermeistern, Stadt- oder Regionalräten um Unterschriften für Le Pen zu werben.
    Dann wird noch einmal so formuliert, dass man verstehen muss, dass die Unterschriften von Hans und Franz, entschuldigung, Jaques und Francois ausreichen:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)musste damals jeder Kandidat mindestens 100 Unterschriften zusammen bekommen, um bei der Wahl aufgestellt zu werden.
    Zumindest wird noch eine örtlich limitierende Komponente erwähnt:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seither sind 500 Unterschriften aus 30 verschiedenen Departements notwendig.
    Dann werden verschiedene Rollenbezeichnungen der Stimmengeber genannt:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)Jagd nach Paten(...)
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)als Pate zu registrieren.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)Le Pen schaffte es auf 507 Bürgen.
    Immerhin wird es im achten Absatz mal etwas näher definiert, wer gemeint sein könnte:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)unter den 47.000 lokal gewählten Volksvertretern den notwendigen Rückhalt zu bekommen.
  7. #26

    Zitat von waldgaenger Beitrag anzeigen
    Sowas sagen doch nur deutsche Nazis. Oder ist die Welt etwa doch differnzierter, als uns die Medien einreden wollen?
    Entschuldigung dass ich hier in die Parade fahre, aber amerikanische Rassisten, Apartheidsbefürworter, und so mancher islamischer Diktator predigen dies schon seit Jahrzehnten.

    Ist bei allen schlecht, nicht nur bei den Deutschen.
  8. #27

    Herr Simons????

    Sorry, aber ich glaube sie haben das frz Wahlrecht nicht ganz verstanden. Natürlich würde im 1. Wahlgang Nikolas S. höher abschneiden, das ändert aber nichts an der Prognose des 2. Wahlgangs, bei dem es eine Stichwahl zwischen den 2 Bestplatzierten gibt, und da liegt derzeit Hollande meilenweit voraus.

    Bitte versauern Sie mir nicht meinen Abend, nach 5 Jahren Sarko ist die Laune hier in Frankreich echt im Keller. Massif.

    Doc
  9. #28

    Superdemokratisch

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    es ist doch mehr als selbstverständlich, dass jede im nationalen Parlament vertretene Partei einen eigenen Präsidentschaftskandidaten aufstellen darf. So etwas gibt es noch nicht mal in Russland. Obwohl, vielleicht kupfert Putin das demnächst von Frankreich ab. Wieder mal eine neue Variante, missliebige Kandidaten aussen vor zu lassen.

    Als Demokrat darf man so etwas nicht gutheissen, ganz egal um wen und um welche Partei es hier geht. Die klammheimliche Freude dürfte einem im Halse steckenbleiben, spätestens dann, wenn es nach dem FN eine andere Partei treffen wird.
    Dank des superdemokratischen Wahlrechts in Frankreich kann es passieren, dass eine Partei bei Wahlen zur Nationalversammlung 20 Prozent erhält, aber nur drei Abgeordnete stellen darf.
  10. #29

    Mich wundert,

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Als Jospin gegen Chirac antrat, waren Sozialisten wie Chevenement
    auf einen Ego-Trip und bestanden auf eine eigene Kandidatur.
    Das Resultat war, dass Jospin knapp von Le Pen geschlagen wurde,
    obwohl die Sozialisten wenigsten die doppelte Anzahl von Wählern
    hatten, aber durch die Zersplitterung reichte es nicht im ersten
    Wahlgang unter den ersten zwei zu sein.
    Im zweiten Wahlgang zwischen Le Pen und Chirac gewann letzterer
    mit rund 80%.
    Sollte also Le Pen (Marine nicht Jean-Marie wie gegen Chirac) nicht
    teilnehmen, dann sichert das Sarkozy nur seinen Platz als wohl
    zweiter Kandidat im entscheidenden 2.Wahlgang, denn für den
    ersten Wahlgang liegt Holland klar vor Sarkozy der aber vor Le Pen
    liegt. Wenn aber eine "dumme" deutsche Wahlhilfe für Sarkozy
    von Merkel gemacht wird, dann verliert am Ende deswegen Sarkozy
    und Merkel hat mit Hollande keinen neuen Partner.
    Dann hätte Deuschland die A..Karte gezogen.

    dass der FN diese Regelung noch nicht rechtlich angefochten hat.

    Ich wuerde die Dama auch umtaufen, in Marine La Peine.


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