DPAAngekündigt war ein weiterer 24 Stunden-Streik - doch die die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen haben ihren Austand ausgedehnt: Statt bis Dienstagfrüh legen sie bis 5 Uhr am Mittwoch die Arbeit nieder. Allein die Lufthansa hat zunächst rund 200 Flüge annulliert.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...816298,00.html
Ich fasse mal ihren in zwei winzige Lohnphrasen gekleideten Beitrag mal zusammen:
Sie sind gegen den Flughafen, weil da Fluglärm rauskommt. Und weil die Vorfeldlotsen jetzt auch gegen den Flughafen sind, sind sie logischerweise für die Vorfeldlotsen. Klingt schlüssig.
Ich frage mich nur, ob sie auch für die Arbeitnehmer auf dem Flughafen sind die mit ihrer Arbeit zufrieden und deshalb glücklich mit dem Flughafen sind?
Selten das ich einem Linken recht gebe....
aber:
Mit der Aufsplitung der Gewerkschaften in kleine Einzelgewerkschaften kontakarieren die Gewerkschaften ihre ursprüngliche EInstellung zur Solidarität.
Piloten, Ärtze, U-Bahn Fahrer und alle Tätigkeiten die eine spezielle Ausbildung erfordern und an Schlüsselstellen sitzen sowie stark in einer Gewerkschaft organisiert sind, können somit das ganze Land lahm legen.
Damit erreichen sie auch ihr Ziel, aber damit fördern diese Gewerkschaften auch das Ungleichgewicht zwischen den Löhnen, den die einfachen, leicht zu ersetzenden Tätigkeiten können diese Verhandlungsmacht nicht auf den Tisch bringen.
Das 200 Angestellte ein Unternehmen mit mehreren Tausend Beschäftigen erpressen ist der Wahnsinn und gehört verhindert.
Es gibt viele Banker die für entschieden weniger Leistung und Verantwortung entschieden mehr Geld bekommen. Sie haben recht, das Lohngefüge in diesem Land ist durcheinander gekommen. Aber die Vorfeldlotsen handeln nur nach den so heiligen Gesetzen des Marktes. Forschen Sie doch mal nach, um vieviel Prozent die Einkommen der Vorstände von Fraport in den letzten Jahren gestiegen sind. Dann haben Sie eine Erklärung für das Durcheinanderkommen des Lohngefüges.
verkommt immer mehr zum Niedriglohnland. Im Land der Leiharbeiter läuft eine ganze Menge schief. Ich finde es sehr gut, dass Arbeitnehmer immer wieder auf ihre Situation aufmerksam machen und ihr Streikrecht wahr nehmen. Natürlich klingen bis zu 70% Lohnerhöhung unrealistisch und überzogen, aber wer von den hier schreibenden Schlaumeier weiß denn um die Umstände der Arbeitsverträge. Diese Jungs und Mädels haben eine große Verantwortung.
Gerade im Dienstleistungsbereich an den Flughäfen gehen die Gehälter und die Arbeitsbedingungen steil bergab. Seht Euch Berlin an - bei Gehältern zwischen 6,50 - 7,50 € pro h, möglichst in Teilzeit und mit Splitdiensten freuen sich die AG doch sehr über die übrig bleibenden Gewinne. Die Mitarbeiter dürfen fleißig aufstocken, oder sich noch einen zweiten und dritten Job suchen. Streik ist gar nicht möglich - weil Leiharbeiter meist befristete Verträge bekommen und Angst um ihren Job haben.
Diese Entwicklung zieht sich langsam von Ost nach West und ich begrüße es sehr, dass vereinzelte Gruppen aufstehen und Forderungen stellen, solange sie es noch können.
Die lieben studierten sollten bedenken, dass das Geld was sie bekommen, von denen erarbeitet wird, die die Leistungen erbringen. Und diese Wertschätzung vermisse ich bei den meisten Menschen in unserem Land...hier ist NIEMAND schlechter oder besser als der andere.
Ich finde den Streik wunderbar und gerechtfertigt. Ist natürlich klar,dass sich hier alle aufregen und das Streikrecht einschränken wollen,damit nur solche Versager- und Arbeitnehmerverrätergewerkschaften wie Verdi
wieder etwas ins Spiel kommen...
Dann soll Fraport die doch einstellen.
Ärzte und Krankenschwestern sollen nicht streiken, wenn jemand krank ist.
Müllmänner nicht nach Weihnachten, wenn sich das Geschenkpapier türmt oder nicht im Sommer, wenn die Müllberge stinken.
Lokführer nicht, wenn die Leute zur Arbeit müssen oder in den Urlaub wollen.
Verkäuferinnen nicht Samstags ...
Gestreikt wird absofort am 1. Mai.
Irgendeiner macht hier seinen Job nicht richtig und mein Verdacht verdichtet sich in Richtung Markus Siebers.
Wenn es wirklich nur um die Löhne der Mitarbeiter geht, die jetzt mit 7,50 € abgespeist werden, gebe ich Ihnen unumwunden recht.
Es kann aber nicht sein, daß dann der Profi-Alt-Einwinker, der jetzt schon absolut mit 70.000 € überbezahlt ist, dann eine ähnlich hohe Gehaltserhöhung bekommt.
Würden sich die 200 vorfeldmitarbeiter mit den von ihnen genannten "tatsächlich" unterbezahlten kollegen gemeinsam organisieren und für deren recht auf faire entlohnung kämpfen, sann hätten wir ganz sicher verständnisdafür und respekt davor.
Leider hat sich mal wieder eine sehr kleine brufsgruppe entsolidarisiert und erpresst jetzt die gesellschaft auf dem rücken dieser kollegen.
Ich würde eine schnellstmögliche entlassung dieser gierigen und egoistischen un-kollegen begrüßen und beklatschen.
Ein Fluglämgeschädigter