frankiboy hat seine besten zeiten wohl auch hinter sich
Mit*Beleidigungen unter der Gürtellinie pöbelte*Comic-Kultautor Frank Miller ("Sin City")*gegen die Occupy-Bewegung - und dürfte sich über die Räumung des Zuccotti-Parks gefreut haben. Die*Protestler sind inzwischen zahlreich zurück, Millers Fangemeinde*hingegen bleibt wohl dauerhaft dezimiert.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...797964,00.html
frankiboy hat seine besten zeiten wohl auch hinter sich
Die Figuren und Stories von Frank Miller könnten so auch in den feuchten Träumen von Ernst Röhm aufgetaucht sein. 300 mag zwar eine grandiose Graphic Novel sein, aber sie heroisiert nichtsdestotrotz die Figur des Leonidas ohne kritischen Kontext. Da wird der Selektion gehuldigt und der Tod ereilt die Loser zuerst.
Frank Millers Werke sind allenfalls als sinnfreier Eskapismus und Action-Orgie genießbar, aber die politische Botschaft bis hin zum Dark Knight sind prä-faschistoid und gehen über Law&Order weit hinaus. Seine Protagonisten sind keinem Ckecks&Balances-System unterworfen, sind Vigilanten reinsten Wassers.
Da kommt eben Occupy gleich hinter Xerxes Persern oder den Helfern des Joker, die dürfen nach Millers Darstellung als Kollateralschaden der Geschichte enden.
Das einzig Gute ist, es ist so offensichtlich und vordergründig, dass es auch für Jugendliche erkennbar ist. Andere Comics wie Garfield oder die Peanuts transportieren die gleiche üble Botschaft wesentlich verdeckter im Mantel eine Funnies.
Sorry, aber der Mann hat leider Recht. Ich habe die Gelegenheit gehabt, mir persönlich ein Bild von #OccupyWallStreet, #OccupyAustin und #OccupyFrankfurt zu machen, Gespräche mit den unterschiedlichsten Charakteren geführt und kann abschließend nur sagen: "Leute, so nicht! Das wird nichts."
Die Occupy-Aktivisten versuchen immer wieder eine Verbindung zum Arabischen Frühling herzustellen, aber die Bewegung ist damit nicht zu vergleichen.
Das ist zwar jetzt stark zugespitzt, aber dennoch: In Ägypten etwa gab es den richtigen Nährboden für eine Revolution: es machte den Leuten nichts aus, ob sie vom Staat auf offener Straße getötet werden oder langsam verhungern. Es ging um existentielle Fragen. Wenn man solch eine revolutionäre Situation mit den Ipad-Kiddies in New York vergleicht, sieht man, wie weit der Vergleich der Occupy-Bewegung mit dem Arabischen Frühling hinkt.
Seit 1986, würde ich sagen. Seitdem leider er am Grumpy Old Man Syndrome.
Oder hat er nach "The Dark Knight Returns" noch irgendwas neues auf die Beine gestellt? Und selbst der kommt nicht einmal ansatzweise an Watchmen heran.
300, Sin City - alles masturbatorische Jungmännerphantasien. Mag Geld bringen, wird ihn aber zu einer Randnote der Comicgeschichte machen.
Wer hat Amerika wohl mehr geschadet: islamistische Terroristen oder Wallstreet-Spekulanten? Eine rethorische Frage eigentlich, aber Herr Miller nennt trotzdem die falsche Antwort...Die "Babys" sollten lieber mal zum Militär gehen, um das Land gegen die wahre Gefahr, den islamistischen Terror zu verteidigen.
Denn sie demonstrieren am FALSCHEN Ort.
Die schlimmsten und dümmsten Zocker mit den dicksten Verlusten waren eindeutig die Landesbanken!!!
Und wer verwaltet die, wer verschmutzt da die Vorstände? Und, Köpfe gerollt?
Richtig, in Berlin vorm Bundestag müssten diese Demonstranten stehen.
Aber ein Blick auf die Gesichter und vor allem Frisuren und Klamotten reicht aus um zu sehen, wie repräsentativ das ist, mit wem man es zu tun hat.
Natürlich ist es nicht vergleichbar, weil die US Polizei (noch) nicht in die Menge feuert - es ist ja nicht so, dass es so etwas in den USA nie gegeben hätte.
Aber so was in pseudo-markigen Worten ausgerechnet aus dem Mund eines Chicen Hawk zu hören, der seit Jahren nur noch Gewaltphantasien durch das Zeichnen prügelnder Selbstjustizler - der Begriff Superheld verbietet sich hier - hinkriegt, das ist nur noch peinlich.