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François Hollandes Wahlsieg : Die rote Sonne

Der Sieg des Sozialisten François Hollande bedeutet für Europa den Kurswechsel. Merkel will an ihrer marktradikalen Ideologie festhalten, obwohl deren Scheitern offensichtlich ist. Aber der Regierungswechsel in Paris beendet das Spardiktat.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831756,00.html
  1. #10

    optional

    Ach, Herr Augstein, wie leider sehr häufig greifen Sie kräftig daneben. Die Politik von Angela Merkel kann man gut oder schlecht finden, aber sie ist nun wirklich alles, nur nicht marktradikal.

    Eine wahrlich marktradikale Politik würde bei Ihnen und Ihren Kollegen vermutlich nicht nur Schnappatmung auslösen ...
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Sieg des Sozialisten François Hollande bedeutet für Europa den Kurswechsel. Merkel will an ihrer marktradikalen Ideologie festhalten, obwohl deren Scheitern offensichtlich ist. Aber der Regierungswechsel in Paris beendet das Spardiktat.

    Wahlsieg von Hollande: Europa vor neuem sozialdemokratischen Zeitalter - SPIEGEL ONLINE
    Gut, daß Hollande einen Kurswechsel einleitet. So haben wir den Euro endlich bald los.
  3. #12

    Sehr geehrter Herr Augstein....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Sieg des Sozialisten François Hollande bedeutet für Europa den Kurswechsel. Merkel will an ihrer marktradikalen Ideologie festhalten, obwohl deren Scheitern offensichtlich ist. Aber der Regierungswechsel in Paris beendet das Spardiktat.

    Wahlsieg von Hollande: Europa vor neuem sozialdemokratischen Zeitalter - SPIEGEL ONLINE
    ....sorry, aber was schreiben Sie da für einen Blödsinn zusammen ?
    Wieso ist Bundeskanzlerin Merkel "marktradikal" wieso ist das Scheitern offentsichlich ?
    Weil in Frankreich & Griechenland gewählt wurde, und den Wählern dieser linken Parteien jeglicher Sinn für Ökonomie abgeht, heisst das doch noch lange nicht, dass es mit dem Schuldenmachen jetzt lustig weitergehen kann.
    Aber Sie sind wahrscheinlich auch für Euro-Bonds, oder neusprech Projekt-Bonds, damit das Schuldenmachen, jetzt als sinnvolle Investitionen getarnt, weitergehen kann.
    Das Geld muss erstmal verdient werden, bevor man es verteilen kann.
    Oder wollen Sie alle Schulden weginflationieren ?
    Enteignung durch die kalte Küche.
    Na super.......
  4. #13

    Noch haben die Banken...

    ...die USA und Großbritannien fest und sicher im Griff - es wird also sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich werden für François Hollande!
    Und die Finanzmafia wird sich auch mit allen ihren Mitteln gehörig auf ihn einschießen - ähnlich wie damals bei einem gewissen O.L. ("gefährlichster Mann Europas...")

    Aber wieder mal hervorragende Analyse von J. Augstein - vor allem das "patente" Erfolgsrezept der Banken (obszöne Gewinne privatisieren - horrende Verluste sozialisieren...) treffend wiedergegeben!
  5. #14

    Nein - Herr Augstein fordert..

    Zitat von hostie64 Beitrag anzeigen
    Den Ausstieg aus dem Euro ist - um das berühmte Merkelwort zu verwenden - alternativlos. Entweder Deutschland muss aussteigen, oder die Länder die nicht mitmachen können oder wollen. Man sollte jetzt endlich auf europäischer Ebene offen darüber sprechen.
    ... die bedingungslose und nicht terminierte Transferleistung von Deutschland an die EZB, aus welcher sich dann der Club Med dauerhaft alimentieren darf.

    Und damit sind dann alle Probleme des Euros gelöst!
  6. #15

    Schöne neue Welt!

    Ein wunderbare Vision Herr Augstein: Lizenzen zum Gelddrucken für unsere Politiker, auf das sie weiter soziale Wohltaten verbreiten können. Wir alle werden Griechenland noch irgendwann um seine Bagatellprobleme beneiden......
  7. #16

    Es ist auch kein Gesetz...

    dass in den meisten europäischen Staaten, Deutschland eingeschlossen, Jahr für Jahr neue Schulden auf die Altschulden der Staatshaushalte gehäuft werden,und es ist auch kein Gesetz, dass dauern jemand Geld nachschiesst, um diese Verschuldung überhaupt zu ermöglichen. So weit ich weiss (Quelle Spiegel) hat Deutschland seit etwa 20 Jahren noch keinen einzigen Euro vom Schuldenberg abgetragen, nur Altschulden durch Neuschulden ersetzt.
    Es ist kein Gesetz, dass alle dauern über ihre Verhältnisse leben auf Kosten vom wem eigentlich?
    Dass Deutschland witschaftlich aktuell stärker dasteht, liegt daran, dass die Deutschen läger, härter und dichter arbeiten als in den westeuropäischen Nachbarländern, und dass es seit kanpp 10 jahren keine relevanten kaufkraftbereinigten Netto-Lohnzuwächse gab.
    Für all das kann Merkel nichts.
    In einer kompetitiven Witschaftsordnung kann es nicht nur Gewinner geben, das ist das Wesen des Wetbewerbs.
    Es ist halt auch kein Gesetz, Ursache und Wirkung sauber zu benennen, selbst für SPON-Kolumnisten.
  8. #17

    Zitat von ronomi47 Beitrag anzeigen
    -marktradikale Ideologie
    -Scheitern offensichtlich
    -Spardiktat

    Übrig bleiben darf jetzt nach Herrn Augstein das französisch-griechisch-spanisch-portugiesisch-italienische Zahldiktat.

    Armes Deutschland, das sich wegen "diesen harten Worten" linker Journalisten und Ökonomen nicht mehr zu wehren traut.
    Armes Deutschland, wenn so viele Bürger nicht verstehen wollen, dass es nicht um das Zahldiktat dre Länder sondern um das Zahldiktat der *Banken* geht. Wer sich die Politik von den Märkten diktieren lässt und nicht von den Bedürfnissen der Bevölkerung, ist nun mal eine marktradikale Machtpolitikerin.
  9. #18

    Schwach

    Der Artikel ist erschreckend schwach.
    Es ist ja gerade der Fehler der liberalen Demokratien gewesen, sich so sehr von den Finanzmärkten abhängig zu machen. Da kann man jetzt nicht einfach einen Gegensatz konstruieren. Wer als Wähler nicht-finanzierte Wahlversprechen im Dutzend kauft, verhält sich verantwortungslos und wird ggflls. mit Arbeitslosigkeit nicht unter 3 Jahren bestraft.

    Und dass ein deutscher Journalist hier so herzig die Deutschenfeindlichkeit herbeireden will, ist schon therapiewürdig. Dass wir mal wieder an allem Schuld sind, lese ich vor allem in der deutschen Presse. Im Ausland ist man sich seiner eigenen Fehler durchaus bewusst. Die Spanier wissen sehr wohl, dass sie selbst es waren, die auf eine endlos dehnbare Immobilienblase gesetzt haben. Die Iren wissen das auch. Nur die Griechen sind halt zu kritischer Selbstdistanz nicht fähig.

    Es ist ja eine alte deutsche Krankheit, dass wir uns immer im Mittelpunkt sehen - im Guten wie im Bösen. Mit echter Analyse hat das aber alles nichts zu tun.
    Mal sehen, was Augstein von sich gibt, wenn Hollande Realpolitk macht. Denn auch er kann nicht mehr Geld ausgeben als er hat und die EZB kann ihm keins drucken solange der Lissabon-Vertrag nicht geändert wird. Das ist nicht sehr wahrscheinlich und selbst wenn es gelänge, würden die ewig meckerenden Franzosen die Änderungen wohl per Referendum ablehnen. Irgendein Grund findet sich ja immer, den Revoluzzer zu spielen.
  10. #19

    Überschrift: optional

    Ist es nicht seltsam, daß der Verleger eines marktführenden Medienorgans auch schreibend eine einsame Stimme werden kann?
    Schlüsselbegriffe: "marktradikale Ideologie" und "offensichtliches Scheitern" - verbunden mit einem Verursachernamen: "Merkel". Harter Tobak, wo liest man das noch, außer in dunklen Nischen?

    Es folgen viele weitere Gedanken dieser Art. Gute Beobachtungen zu Hintergrundmotiven aktueller Lenker, die tatsächlich gelegentlich "hervorblitzen". Werte außerhalb des Taschenrechners. Um das beobachten, überhaupt bemerken zu können, muß man vorher mitgedacht haben.

    Hoffnung liest man auch. Eine Trendwende vielleicht. Irgendwie atmet man doch erleichtert auf, während man es liest. Ich habe es bis zu diesem Zeitpunkt nirgendwo anders in Leitblättern deutscher Presse gelesen.

    Dort dominieren die stromlinienförmigen Blitzer. Sie feiern eine siegerstrahlende Kleinpartei im Norden Deutschlands, die dort gerade ein Drittel ihrer Stimmenanteile verloren hat. Drohen mit Börsenkursen, damit sich solche Wahlergebnisse nicht wiederholen. Wissen schon, daß sich auch jetzt nichts ändern wird, was vielleicht sogar stimmt.
    Jetzt müßte die einsame Stimme nur noch ihre Fixierung auf die SPD aufgeben, dann könnte man diese überflüssigen Pappkameraden und Merkel-Kopien mit Hartz-IV Vergangenheit endlich ins Wachsfigurenkabinett stellen, wo sie herkommen und auch hingehören. Die Gedanken der einsamen Stimme gehen in die richtige Richtung, flüchten aber zu früh in Hoffnungen durch billige Heils-Etiketten.


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