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François Hollandes Wahlsieg : Die rote Sonne

Der Sieg des Sozialisten François Hollande bedeutet für Europa den Kurswechsel. Merkel will an ihrer marktradikalen Ideologie festhalten, obwohl deren Scheitern offensichtlich ist. Aber der Regierungswechsel in Paris beendet das Spardiktat.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831756,00.html
  1. #160

    Die Ursache der Ursache

    des Dilemmas der Schuldenspirale sind die ständig steigenden Sozialetats in den EU-Ländern, in Deutschland z.B. 49% des Haushaltes. Grund dafür ist, dass die Löhne und Gehälter im Vergleich zu den Gewinnen der Wirtschaft viel zu niedrig sind, so dass viele Menschen den Lebensunterhalt und die Altersversorgung nicht mehr aus dem eigenen Einkommen bestreiten können. Seit Jahrzehnten wird der Mehrwert der Arbeitsleistung der Menschen in die Taschen der Unternehmen gewirtschaftet und die Risiken auf Vater Staat abgewälzt, und jetzt bricht das System zusammen. Der Schlüssel zur Lösung sind faire Löhne und die Übernahme sozialer Verantwortung durch die Wirtschaft, wenn es sein muss mit politischem Druck. Sonst kommt der bald von der Straße.
  2. #161

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Ja, es gibt noch solche Banken, die gleich Ersparnisse sind. Davon ist hier aber nicht die Rede: das sind nämlich Volksbanken, Genossenhschaftsbanken und Sparkassen.
    Die Banken, bei welchen es um die horrenden Summen geht, konzentrieren ihr Geschäft aufs Zocken. Die Derivatenblase ist größer als im Jahr 2007-2008. Die will finanziert werden. Davon wird nicht mehr geredet, das ist politisch gewollt.
    Staatsanleihen sind keine Derivate.
  3. #162

    So viel volle Hände kann man gar nicht haben...

    Zitat von marl7 Beitrag anzeigen
    ...War eher was, weil die Versprechen machenden "der Staats solls richten" Blödheimer mit vollen Händen das Geld raushauen.
    ...wie die Reichen in dieser Zeit reicher geworden sind - und die Armen ärmer!
    Ist unsre Verschuldung gestiegen oder nicht? Hätte das verhindert werden können durch den Steuersatz (wie zu Zeiten des "Erzsozialisten" Kohl...) oder nicht?
  4. #163

    ...

    Zitat von grumpy-berlin Beitrag anzeigen
    bei Jakob Augstein kann ich Woche für Woche sicher sein, dass er die falschen Schlüsse zieht und sein denken innerhalb seiner Ideologie betoniert zu sein scheint...der hat irgendwie nichts kapiert...
    Lebt schon in seiner ganz eigenen Welt, der Herr Augstein. Aber eigentlich finde ich sie ja ganz spannend, diese regelmäßigen Kommentare aus dem Paralleluniverum. ;-) Naja, wir werden sehen.
  5. #164

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Das lustige an der Geschichte ist ja, dass genau diese "Fachleute" in Deutschland an der Macht sind und waren; CDU, FDP, SPD. Daher schießen sich die marktradikalen Antidemokraten auch so gern auf die Linke(n) ein: Damit nur ja niemand merkt, dass sie es waren und sind, die die Länder in die sog. Schuldenkrise geführt haben.
    Wann in den letzten 40 Jahren hatte D mal einen positiven Haushalt?
  6. #165

    Anspruchsdenken

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Ich jedenfalls möchte Zins und Tilgung für das, was ich Griechen, Spaniern oder Franzosen zur Erfüllung ihrer Blütenträume geliehen habe.
    P.S. Sie verwechseln Bedürfnisse mit Ansprüchen.
    Bei Zinzsätzen von 10 bis 20% für griechische Staatsanleihen ist das Risiko der Überschuldung mit einkalkuliert. Wer solche Zinzsätze für sich in Anspruch nimmt, die weit über einem möglichen realen Wirtschaftswachstum liegen, darf sich über einen Ausfall nicht beschweren.

    Wenn Sie Geld verdienen wollen probieren Sie es mal mit Arbeit.
  7. #166

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Gute Frage, es geht um die Masslosigkeit, die auch herrscht, wenn Linke immer mehr Steuern von sogenannten "Reichen" fordern.
    Wenn die Steuern denn mal auch bezahlt werden würden...
    Irgendwer meinte mal, dass Kredite an den Staat zu wenig gezahlte Steuern sind. Das ist sicherlich etwas arg platt, aber man sollte ruhig mal darüber nachdenken, woher denn das Geld, was den Staaten geliehen wird, denn kommt.
    Geld von der Notenbank müsste theoretisch nicht über den Privatsektor laufen, um im Staatshaushalt zu landen. Dann gäbe es auch nicht das Zinsproblem.
    Geld aus Vermögen muss irgendwie zustande gekommen sein. Und da Geld zur Seite legen schlecht ist, weil es dann dem Geldkreislauf entzogen wird, muss es eben durch Kredite diesem wieder zugeführt werden. Und wenn das nicht über Investitionen läuft (warum auch immer), dann bietet eben der Staat eine gute Option. Wenn der damit allerdings keine Investitionen tätigt, die ihm später Mehreinnahmen (Steuern) liefern, sondern laufende Ausgaben damit deckt oder die Investitionen nicht genug bringen, dann geht's in die Zinsspirale und wir haben den Salat.
    Steuern von den Reichen sind da durchaus eine Alternative.

    Diese Gesellschaft wird erst wieder einen richtigen Aufschwung bekommen, wenn keine Ausbeutung mehr betrieben wird, weder von oben, noch von unten, noch nach innen, nach nach aussen
    "Erst wieder" lässt die Assozioation zu, dass Sie meinen, es hätte schon mal in der Menschheitsgeschichte eine Phase ohne eine irgendwie geartete Ausbeutung gegeben. Da fällt mir allerdings keine ein. Aufschwung im Sinne von technologischem Fortschritt und Steigerung des Warenangebots kommt auch so.
    Eine Wirtschaft- und Gesellschaftsordnung, die ohne wie auch immer geartete Ausbeutung daherkommt, ist allerdings anzustreben. Das sehe ich wie Sie.
  8. #167

    Revolution?

    Zitat von gernot999 Beitrag anzeigen
    Merkel sozialisiert konsequent die Verluste der Banken und privatisiert deren Gewinne..... Das nennt man plutokratisch oder kleptokratisch.
    Aber das hat nun absolut nichts mit Markt zu tun.
    Was schreibt Augstein da?
    49 % zu 51 %. Also das ist jetzt keine wahnsinnige und revolutionäre Trendwende in Frankreich und Europa. Fast jeder 2.te Franzose hätte Sarkozy gewählt. Ob jetzt die knappe Mehrheit Hollande nur gewählt hat, weil er den Stabilitätspakt neu verhandeln will bezweifele ich auch.

    Am Ende kommt doch heraus: Globalisierung gepaart mit neoliberaler Marktwirtschaft hat uns die Krise gebracht. Nichts gegen Globalisierung, aber die Politik hat auf das stete Wachstum gesetzt. Getrieben von Banken, Multinationalen Konzernen und den Großverdienern wurden Steuern bei diesen gesenkt und die Masse über immer mehr Verbrauchssteuern, Sozialleistungskürzungen und Reallohnsenkungen zur Kasse gebeten. Jetzt sind die unversteuerten Gewinne und Vermögen schön weggebunkert anstatt investiert und damit deren Wert erhalten bleibt zahlt wieder der kleine Ottonormalverbraucher. Aber der hat bald kein Geld mehr zum verbrauchen.
    Viele sagen: Die Staaten haben mehr ausgegeben als sie eingenommen haben. Mag sein. Aber auf wie viele Einnahmen haben denn die Staaten verzichtet? Am Ende wird der Staat das verschenkte Geld sich wiederholen müssen und über Investitionsprogramme sinnvoll investieren müssen und zwar ohne linksextreme sozialistische Ideologiefeuerwerke.
  9. #168

    Paradox!

    Zitat von stoldo09 Beitrag anzeigen
    Mit etwas Pech werden sich solche Leute wie der Autor dieses Artikels durchsetzen , dann geht der Euro den Weg der Liren ,Pesten , Drachmen und co .
    Was wäre wenn der Euro den gleichen Weg ginge?
    Die drei von Ihnen genannten eher schwachen Währungen wurden in den jeweiligen Ländern in den starken Euro umgewandelt.
    Wenn der Euro nun auch so eine Richtung einschlagen würde...

    Übrigens ist die D-Mark auch den gleichen Weg wie Drachme und co. gegangen. Sie gibt es einfach nicht mehr.
  10. #169

    Das ist

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    Lebt schon in seiner ganz eigenen Welt, der Herr Augstein.
    - das muss ich zugeben - aber auch irgendwie beneidenswert.


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