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François Hollande: Abstimmung mit den Aktien

AFPHaben die Märkte Angst vor der Präsidentschaft von François Hollande? Als Kandidat inszenierte sich der Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen. Nach dem Amtsantritt sucht der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft. Unternehmer und Börsianer hoffen auf eine Rückkehr zum Pragmatismus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,831851,00.html
  1. #1

    Pragmatismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben die Märkte Angst vor der Präsidentschaft von François Hollande? Als Kandidat inszenierte sich der Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen. Nach dem Amtsantritt sucht der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft. Unternehmer und Börsianer hoffen auf eine Rückkehr zum Pragmatismus.

    Nach dem Wahlsieg von François Hollande reagiert die Börse skeptisch - SPIEGEL ONLINE
    ist die Neigung, Probleme, die einen treffen könnten,
    aber von denen man keine Ahnung hat,
    an andere weiterzureichen, von denen man weiss,
    dass sie sich fachgerecht drum kümmern.
    DAs ist die Vorstufe zum Perfektionisnus.
    Im Deutschen ist das nur ein Schlagwort.
  2. #2

    Die Arithmetik

    ist also ganz einfach geworden:

    Steigen die Aktien und die Kurse an den Börsen, kann man davon ausgehen, daß Regierungen an der Macht sind, die gegen das eigene Volk regieren.

    Und auch umgekehrt: fallen die Aktien, haben die Bürger alles richtig gemacht, das Kapital zittert und flüchtet....

    Auch dem letzten CDU/FDP-Wähler sollte endlich ein Licht aufgehen, daß diese Parteien nur eine kleine Gruppe von Milliardären fördert, die Mehrheit des Volkes aber plündert.

    An Frankreich und Griechenland bestens zu erkennen, wie man dem Kapital endlich beikommen kann. Wobei es im Fall Hollande abzuwarten bleibt, ob er der völlig aus dem Ruder gehenden Kanzlerin wirklich die Stirn bietet.
  3. #3

    Frankreich steht die Agenda 2010 noch bevor

    Deshalb hat Frankreich heute Probleme, die Deutschland nicht mehr hat. Vielleicht wird Hollande vernünfig wie einst SChröder. Auch SChröder hatte in der ersten Legislaturperiode mit Lafontaine als Finanzminister ein Ausgabenprogramm aufgesetzt - mit mässigem Erfolg.
    Die Wirtschaft wollte und wollte nicht anspringen, die Sozialkassen rutschten massiv ins Minus - die Verschuldung stieg auf Rekordhöhe.
    Dann die Kehrtwende mit der Agenda 2010: Schröder war pragmatisch genug um zu wissen, das mit Konsum auf Pump alleine Deutschland nicht wieder wettbewerbsfähig wird. Er musste Lösungen zu dem Überreguliertem Arbeitsmarkt und zur Überalterung der Bevölkerung finden. Beides ist geschehen - den Erfolg sehen wir heute.

    Und Frankreich? Hollande plakatiert wohl immer noch "Die Rente ist sicher" oder "35h Woche bei vollem Lohnausgleich". Tja. Wenn nur nicht Asien wäre. Dann könnte man es vielleicht so machen.
  4. #4

    Na ja...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben die Märkte Angst vor der Präsidentschaft von François Hollande? Als Kandidat inszenierte sich der Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen. Nach dem Amtsantritt sucht der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft. Unternehmer und Börsianer hoffen auf eine Rückkehr zum Pragmatismus
    Hollande wird seine Wähler wahrscheinlich genau so enttäuschen wie Sarkozy seine Wähler enttäuscht hat. Im Wahlkampf kann man vielesversprechen: Fiskalpakt neu verhandeln, Reichensteuer einführen, 150000 Neueinstellungen, die Märkte wieder zu regulieren und.. und...Bin mal gespannt, was er wirklich von seinen Versprechungen einhält. M.E. müsste er mit der Millionärssteuer beginnen, um erstmals an Geld zu kommen....
  5. #5

    Von Maerkten, Menschen und Bockshoernern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben die Märkte Angst vor der Präsidentschaft von François Hollande? Als Kandidat inszenierte sich der Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen. Nach dem Amtsantritt sucht der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft. Unternehmer und Börsianer hoffen auf eine Rückkehr zum Pragmatismus.

    Nach dem Wahlsieg von François Hollande reagiert die Börse skeptisch - SPIEGEL ONLINE
    Die Hedgefonds und die ungezuegelte Spekulation sind die Feinde der Realwirtschaft.Man kann durchaus ein Feind der Finanzwelt sein die ohne Gewissensbisse zockt, aber bei Verlusten erwartet dass die Verluste sozialisiert werden, und gleichzeitig eine ausgewogene Wirtschaftsentwicklung foerdern. Die Zeit muss vorbei sein in der die 'Maerkte' wer immer auch dahintersteckt sich 'beunruhigt' zeigten, und schon wurden Milliardenprogramme zur 'Beruhigung' verabschiedet. Haette die EU ein Primat der Politik bei der Griechenlandkrise durchgesetzt, statt sich von einigen Hedgefonds ins Bockshorn jagen zu lassen, waere Europa vieles erspart geblieben. Sarkozy hat immer von der 'droite décomplexée' gesprochen, und so sah es dann auch aus, Spekulation pur mit Staatsgarantie wenn's schiefging.
    Die Politik, ab rechts oder links, kann ohne Probleme mit der Wirtschaft, auch mit der Finanzwirtschaft, zusammenarbeiten, wenn die die staatlich definierten Grenzen respektieren. Wenn man allerdings in Artikeln lesen kann, dass die Finanzwirtschaft den Staat xyz abstraft weil die Waehler nicht so gewaehlt haben wie es die 'Maerkte' wuenschen, dann muessten eigentlich bei der EU alle!!! Alarmglocken schrillen. Siehe Griechenland, die duerfen so lange waehlen bis eine den 'Maerkten' genehme Regierung zustande kommt, oder? Da sollte François Hollande auch mal kraeftig bei der Merkel auf den Tisch hauen.
  6. #6

    zieht den Börsianern die Badehosen aus

    wer regiert eigentlich? Die Börse oder das Volk?
    Brauchen wir Börsen? Ist die Spielsucht nicht eine behandlungsbedürfte Erkrankung? Die muß die Psychatrie ihre Arbeit tun. Zieht den Börsianern die Badehosen aus und steckt sie in die Psychatrie. Wer sind eigentlich die "Märkte"? Zwangseinweisung aller Börsianer wegen verbotener Spielsucht in die Psychatrie schaft Arbeitsplätze und verbessert die Volksgesundheit!
  7. #7

    Unternehmer und Spekulanten

    Ich persönlich sehe garkein Widerspruch in seiner Position: Man kann doch gegen Spekulanten an den Börsen sein aber für Unternehmer und Investoren. Viele Menschen sind wütend auf jene, die mit Spekulationen, mit Wetten auf die Pleite anderer, eben mit den Eskapaden des Finanzmarktes Vermögen verdienen. Die Wut richtet sich doch nicht gegen den Unternehmer, der mit viel persönlichem Einsatz verantwortungsvoll ein Unternehmen führt.
  8. #8

    Aha

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben die Märkte Angst vor der Präsidentschaft von François Hollande? Als Kandidat inszenierte sich der Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen. Nach dem Amtsantritt sucht der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft. Unternehmer und Börsianer hoffen auf eine Rückkehr zum Pragmatismus.

    Nach dem Wahlsieg von François Hollande reagiert die Börse skeptisch - SPIEGEL ONLINE
    "Nach seinem Amtsantritt drohen Frankreich landesweit Firmenschließungen und Massenentlassungen quer durch alle Branchen - von Automobil und Atomkraft bis Stahlindustrie und Transport. Es sind rigorose Maßnahmen, auf die die Bosse mit Rücksicht auf den Wahlkampf von Ex-Staatschef Sarkozy bislang verzichtet hatten. "

    Die Massenentlassungen hätte es also so oder so gegeben - ob nun Sarkozy, Hollande oder sonstwer die polit. Führung übernommen hätte.
    Also sei mal wieder gesagt - es ist sch...egal wen man wählt, letztendlich bestimmen die "Bosse" über das Geschick oder Missgeschick eines Landes.
    Und die sind nicht wählbar, folglich ist Frankreich keine Demokratie.
    Fazit - im westen nix neues...
  9. #9

    Wohl kaum, Nicht alle sind so dämlich wie der deutsche Michel

    .
    Wohin auch soll es flüchten das scheue Reh, wenn Ihm allerorten der Garaus gemacht wird. Wollen weltweit alle Millionäre Ihre Industrieanalagen in der Schweiz oder auf den Cayman Insel retten. Die dort Lebenden dürften darüber kaum erfreut sein.
    .
    Der Sozialismus wäre eine edle Idee, die aber leider nicht funktioniere, so heißt es. Der Kapitalismus funktioniert auch nicht und edel ist er schon lange nicht.
    .
    Eine Ökonomie die trotz nie gekannter Produktivität nur noch dann funktionieren kann, wenn es immer mehr Leuten immer schlechter geht, ist grundsätzlich in Frage zu stellen. Dieser Kapitalismus ist unfähig. Alles was er noch zu bieten hat ist Not und Elend.
    .
    Wacht auf Verdammte dieser Erde, es rettet euch kein Niedriglohn, keine Leiharbeit, kein HATZ IV, keine Rente ab 95 und keine Ein Euro Jobs. Denn wer wird die Welt ändern ???? Jene denen Sie nicht gefällt und das werden immer mehr.

    Zitat von hienstorfer Beitrag anzeigen
    Deshalb hat Frankreich heute Probleme, die Deutschland nicht mehr hat. Vielleicht wird Hollande vernünfig wie einst SChröder. Auch SChröder hatte in der ersten Legislaturperiode mit Lafontaine als Finanzminister ein Ausgabenprogramm aufgesetzt - mit mässigem Erfolg.
    Die Wirtschaft wollte und wollte nicht anspringen, die Sozialkassen rutschten massiv ins Minus - die Verschuldung stieg auf Rekordhöhe.
    Dann die Kehrtwende mit der Agenda 2010: Schröder war pragmatisch genug um zu wissen, das mit Konsum auf Pump alleine Deutschland nicht wieder wettbewerbsfähig wird. Er musste Lösungen zu dem Überreguliertem Arbeitsmarkt und zur Überalterung der Bevölkerung finden. Beides ist geschehen - den Erfolg sehen wir heute.

    Und Frankreich? Hollande plakatiert wohl immer noch "Die Rente ist sicher" oder "35h Woche bei vollem Lohnausgleich". Tja. Wenn nur nicht Asien wäre. Dann könnte man es vielleicht so machen.


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