Getty ImagesSeit ihrem ersten Wahlerfolg hat sich die Zahl der Piratenabgeordneten verdreifacht, nun trafen sich die mittlerweile vier Fraktionen erstmals zum Austausch in der Hauptstadt. Sie gaben Einblicke in ihren Politik-Alltag - und Bundeschef Schlömer überraschte mit einem Appell.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...837943,00.html
Ich bin zwar bei weitem kein Pirat, aber Kommentare wie der Ihre verraten Unwissenheit die größer ist als Sie die sich bei den Piraten vorstellen. Glauben sie allen Ernstes das es sich bei diesen Menschen um Ladendiebe handelt, die ihre bisher kriminellen praktiken legalisieren wollen? Sicher bestimmt gibt es ein paar Wähler die so denken, aber die Menschen die sich in dieser Partei engagieren sollte man anders Bewerten. Ich denke das hier der Open-Source Gedanke und das in der Praxis erfolgreiche Prinzip offener Standards eine Rolle spielt. "Neusprech: freeware" hat damit oftmals nicht viel zu tun.
Natürlich steckt in der Erschaffung von Software, Musik und Filmen auch ganz handfeste, handwerkliche Arbeit, die bezahlt werden muss. Aber kognitive Leistungen, wie Innovation, Kreativität und Ästhetik, sind, nach aktuellem Stand der Forschung, nicht an finanzielle Anreize gekoppelt. Ich denke daher kommt auch die Idee des Grundeinkommens.
Ich denke auch das die Domminanz von Idealisten (was ja negativ bewertet wird), die ich bei den Piraten vermute, groß ist. Andererseits ist es ein wichtiger Gegenpol zu den selbsternannten "Realisten" und "Pragmatikern" die in den anderen Parteien das sagen haben. Ohne Ideale und Utopien ist kein Fortschritt möglich, weder in der Technik, noch in der Politik. Ohne Realismus und Pragmatismus ist er nicht umsetzbar.
Es ist auch witzig wie die Piraten genau dem Schubladendenken zum Opfer fallen, welches sie ja im Grunde ablehnen.
Mein Problem mit den Piraten ist vielmehr die Fehleinschätzung das direkte Demokratie die Lösung aller Probleme ist, Außenpolitik eher uniteressant ist und das sie im Grunde Wirtschaftsliberal sind. Das ist erfreulich für Leute die aus Deutschland eine Schweiz machen wollen, das will ich aber nicht.
Das Ankommen in der Realität des Lebens trifft die Piraten hart und gerecht. Wer andere um den gerechten Ertrag ihrer geistigen Tätigkeit bringen möchte, hat es nicht anders verdient. Die Piraten sollen im Orkus verschwinden. Sie sind politisch überflüssig wie ein Kropf
Wenn sie mit "kriminellen praktiken" filesharing von urheberrechtlich geschützten Filmen, Musik, Spielen, Software meinen - ja, genau das wollen sie legalisieren. Steht zumindest so im Parteiprogramm. Wie genau sich z.B. Programmierer von Indie-Spielen dann finanzieren sollen, steht leider nicht drin.
Aber free-to-play-Spiele werden selten bei Filesharing-Plattformen getauscht, hat also wenig mit dem Thema zu tun. Was da getauscht wird, sind Spiele wie CoD, und die kosten leider Geld in der Herstellung.
Crowdfunding? Wenn das für die Filme&Spiele klappt, die man so bei Filehostern runterladen kann, muss es doch für die PP ein leichtes sein, sich so zu finanzieren.Außerdem gibt es ja auch noch das Konzept des Crowdfundings.
Naja es ist ja nicht so als ob mit derartiger Software nicht ein Schweinegeld umgesetzt wird. Ich denke nicht das Firmen wie Blizzard, Electronic Arts und Activision ernsthaft finanzielle Probleme wegen Tauschbörsen haben. Das was da an Einnahmen gemacht wird hat mit den Herstellungskosten am Ende nichts mehr viel zu tun. (übrigens hinter Open-Source Software steckt auch Arbeit) Klar im günstigsten Fall wird der Gewinn wieder in neue Projekte investiert, aber wer stellt das sicher, der allmächtige Markt? Das ganze ist einfach eine unverhältnismäßig große, unkontrollierte Goldgrube, mit einem Rattenschwanz fragwürdiger Nebeneffekte.
Es ist eben nicht so das für jedes einzele Exemplar was verkauft wird die gleichen Herstellungs-/Materialkosten anfallen wie z.B. bei einem Auto. Es werden lediglich Kopien gemacht und (meiner Meinung nach) völlig überteuert verkauft. Gut bei Computerspielen ist das natürlich nicht ganz so schmerzhaft, da sag ich mir als Konsument einfach ich warte 3 Jahre dann liegt das Game eh für 5-15€ aufm Wühltisch. Aber Erfahrungsgemäß werden Hersteller von Anwendungssoftware und Betriebssystemen (also quasi-Monopolist Microsoft) dem Trend nachziehen, und das halte ich für fatal.
Möglicherweise mag es auch den meisten Anwendern so erscheinen als würde die Kommerzialisierung mehr Möglichkeiten im IT Bereich schaffen, aber der Schein trügt. Auch hier werden Prinzipien gefährdet, welche z.B. das Internet als quasi klassenlose, internationale, liberale und äusserst innovatiosfähige Platform ausgemacht haben.
Wie gesagt ich bin nicht einfach für "alles Umsonst". Ich bin für faire Löhne/Gehälter/Gagen UND faire Preise. Ich denke das die Piraten da auf dem richtigen Weg sind. Andererseits fehlt es ihnen noch an Pragmatismus und sie werden mit Sicherheit vielerlei Ansprüchen die sie an sich haben nicht gerecht werden können. Dazu gehört vor allem der Anspruch etwas ganz neues, noch nie dagewesenes zu sein, völlig anders als alle bisherigen Parteien.
... das ist des Pudels Kern! Genau diese Forderung stellte ich auch einer Kipping bei den Linken (die ja das Grundeinkommen fordert..)
Dazu kommt, MDB steht ein Budget von über 15.000 Euro für Mitarbeiter p.M. zur Verfügung - plus die steuerfreie UK (über die sie selbst ohne Nachweis verfügen können).
Ferner sind die MDB´s auf Staatskosten hypermobil ohne selbst bezahlen zu müssen und für Speis und Trank ist auch gratis gesorgt - all diese geldwerten Vorteile müssen sie im Gegensatz zu Normalsterblichen nicht versteuern (bei einem Angestellten kämen da locker über 1000 Euro im Monat zusammen).
Nicht zu vergessen die wirklich gute Altersvorsorge und eine Luxuskrankenversicherung (MDB´s sind gesondert Krankenversichert und geben keine Beiträge dafür ab!)
Einfach mal googeln: Sozialversicherung Mandatsträger....