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Fotos von der Papstwahl: Digitale Erleuchtung

AP/DPABeim Tod von Johannes Paul II. schauten die Menschen gebannt Richtung Petersdom. Bei der Wahl von Papst Franziskus wiederholte sich die Szene - und war doch ganz anders: Zwei Bilder zeigen, wie sich die Zeiten geändert haben.

http://www.spiegel.de/panorama/papst...-a-889031.html
  1. #1

    So viele Menschen denen ein Gedanke nicht kommt: Ich finde die Videos/Fotos der andren später mit einem Klick auf Youtube/Google ... also lege ich mein Device weg und genieße den Moment.

    M.E. ziemlich bescheuert! Keiner nimmt den Moment noch richtig wahr.
  2. #2

    Es war lustig

    in der live-übertragung zu sehen wieviele iPads da in der Menge hochgehalten wurden. Dunkler Apfel auf Alu ist sehr gut zu erkennen. Ich habe keine Ahnung wie die Samsung-Teile von hinten aussehen, aber die haben ja auch keinen Jony Ive.
  3. #3

    Ganz schwacher Vergleich. Das zweite Bild ist nicht in der Via Conciliazione aufgenommen, sondern auf dem Petersplatz, man sieht noch die Stufen zum Petersdom. Man steht also direkt am Geschehen. Es macht auch einfach keinen Sinn, wenn man hinten in der Via steht zu photographieren. Ich würde wetten, dass 2005 auch alle Photoapparate oder Handys in die Luft gestreckt haben, an der Position wie sie in 2013 aufgenommen wurde.

    Generell finde ich diese Technisierung furchtbar. Man lebt nicht mehr für den Moment, kann die Emotionen eines Ereignisses nicht mehr spüren, nur weil man in Youtube "Views" oder in Facebook "Likes" erreichen will.
  4. #4

    da hat sich also in den 8 jahren..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Tod von Johannes Paul II. schauten die Menschen gebannt Richtung Petersdom. Bei der Wahl von Papst Franziskus wiederholte sich die Szene - und war doch ganz anders: Zwei Bilder zeigen, wie sich die Zeiten geändert haben.

    Papst-Momente: Bilder zeigen Vergleich zwischen 2005 und 2013 - SPIEGEL ONLINE
    der latente schwachsinn digitalisiert und zeigt sich nun in zigfach hochgehaltenen displays. ein wahrhaft göttlicher fortschritt, so als würde das leben nur noch im display stattfinden.
    täglich kann man ja auch die schwachmaten beobachten wie sie am draht hängen und dabei ihr smartphone wie eine monstanz vor sich her tragen.
    fehlt nur noch eine app die einem in fuzzi-logig gerüche suggeriert, die noch nicht da sind, dann kann man sich virtuell auch wie im richtigen leben fühlen und muß der realität nicht mühsam aus dem weg gehen. beknackte neue welt...
  5. #5

    Zitat von herrdörr Beitrag anzeigen
    So viele Menschen denen ein Gedanke nicht kommt: Ich finde die Videos/Fotos der andren später mit einem Klick auf Youtube/Google ... also lege ich mein Device weg und genieße den Moment.

    M.E. ziemlich bescheuert! Keiner nimmt den Moment noch richtig wahr.
    Eigentlich bin ich Ihrer Meinung, jedoch ist es eben so, dass NICHTS auf Youtube/Google zu finden wäre, wenn ALLE den Moment genießen würden!
    Folglich sollte man sich nicht darauf verlassen, dass andere den "bescheuerten" Job des Dokumentierens übernehmen!
  6. #6

    huch

    Zitat von swnf Beitrag anzeigen
    Eigentlich bin ich Ihrer Meinung, jedoch ist es eben so, dass NICHTS auf Youtube/Google zu finden wäre, wenn ALLE den Moment genießen würden!
    Folglich sollte man sich nicht darauf verlassen, dass andere den "bescheuerten" Job des Dokumentierens übernehmen!
    Und was wäre so schlimm daran wenn es (außer den Sendern - die das sowieso tun) NIEMAND macht und NIEMAND was in youtube oder sonstwo einstellt?
    weiviele von den dortigen schaut sich das Video überhaupt nochmal an....?
    wieviel andere schauen sich das an obwohl sie es auf den von uns allen finanzierten ÖR- Medien zur Genüge anschauen können...

    Da bleibt nicht viel übrig - Halleluja^^
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Tod von Johannes Paul II. schauten die Menschen gebannt Richtung Petersdom. Bei der Wahl von Papst Franziskus wiederholte sich die Szene - und war doch ganz anders: Zwei Bilder zeigen, wie sich die Zeiten geändert haben.

    Papst-Momente: Bilder zeigen Vergleich zwischen 2005 und 2013 - SPIEGEL ONLINE
    Da kann man mal schön sehen, dass für 90% der Menschen dort letztlich nicht der Moment, oder das eigentliche Ereignis zählt, sondern nur das Dabeisein und, Ja, Party machen in der Spassgesellschaft. Obwohl, hätten die Menschen 2005 auch in dem Maße Smartphones und Tablets gehabt, sie hätten es genauso gemacht wie 2013.
    Autokorso in Argentinien, "Wir sind Papst!", Flaggen überall.. der Moderator hatte schon recht... wie bei einer Fussball-EM/WM.
    Pervers ansich, und in meinem Augen spricht das nicht gerade für die Glaubwürdigkeit vieler Katholiken.
  8. #8

    ... zudem sind es zwei ganz unterschiedliche Ereignisse. Zum einen die Trauerfeier für JPII und zum anderen ein freudiges Ereignis mit der Ankündigung eines neuen Papstes.
  9. #9

    Stimmt

    Zitat von dionysos123 Beitrag anzeigen
    Ganz schwacher Vergleich. Das zweite Bild ist nicht in der Via Conciliazione aufgenommen, sondern auf dem Petersplatz, man sieht noch die Stufen zum Petersdom. Man steht also direkt am Geschehen. Es macht auch einfach keinen Sinn, wenn man hinten in der Via steht zu photographieren. Ich würde wetten, dass 2005 auch alle Photoapparate oder Handys in die Luft gestreckt haben, an der Position wie sie in 2013 aufgenommen wurde.

    Generell finde ich diese Technisierung furchtbar. Man lebt nicht mehr für den Moment, kann die Emotionen eines Ereignisses nicht mehr spüren, nur weil man in Youtube "Views" oder in Facebook "Likes" erreichen will.
    Der Vergleich hinkt nicht nur wegen des Standortes, sondern auch, wenn man die Situation bedenkt: Im ersten Bild wird der Leichnam von JPII aufgebahrt, und die Menschen erweisen ihm die letzte Ehre. Die Menschen spüren, daß hochgereckte Displays der Situation einfach nicht angemessen wären.

    Im 2. Bild präsentiert sich der neue Papst auf dem Balkon; Fotos zu machen ist geradezu der Sinn der Veranstaltung.

    Die Grundidee des Artikels stimmt: Mobile Geräte und deren Kameras sind allgegenwärtig geworden. Dennoch ist das für mich eher ein Beispiel, wie suggestiv und unrichtig scheinbar objektive Bilder sein können.








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