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Fotos aus Nordkorea: Safari durch Kims Reich der Armut

Pompös lässt das Regime in Nordkorea derzeit den 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung feiern. Selbstbewusst übernahm der jetzige Machthaber Kim Jong Un weitere Führungsposten - und ließ sogar ausländische Fotografen ins Land.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827116,00.html
  1. #1

    Positiv überrascht

    Natürlich möchte ich in diesem Land mit seinem Steinzeit-Kommunismus und der geradezu gottgleichen Verehrung der diversen früheren und heutigen Kims nicht leben. Aber so schlimm, wie ich mir Nordkorea bisher vorgestellt hatte, kommen mir diese Fotos - zumindest teilweise - gar nicht vor.

    Mich würde nun interessieren, wie diese Fotos zustande gekommen sind. Durften die Reporter nur das fotografieren, was das Regime wollte? Oder gab es sogar einen Hauch von Foto- bzw. Pressefreiheit?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Pompös lässt das Regime in Nordkorea derzeit den 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung feiern. Selbstbewusst übernahm der jetzige Machthaber Kim Jong Un weitere Führungsposten - und ließ sogar ausländische Fotografen ins Land.

    Fotos aus Nordkorea: Safari durch Kims Reich der Armut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wenn man sich auf einzelnen Bildern ein paar Werbeschilder dazudenkt, könnten die Szenen allesamt auch aus China stammen...
  3. #3

    Also mal ehrlich:

    So schlimm, wie es die Bildkommentare vermuten lassen, sind die Fotos nun wirklich nicht. Safari? Wohl eher ein paar Schnappschüsse garniert zusammen mit "offiziellen" Bildern. Und wenn man die riesigen Monokulturen sieht, fühlt man sich doch gleich an ähnliche Tomatenanpflanzungen in Spanien erinnert...
    Wo also bleibt die Aussage dieser Bildsammlung?
  4. #4

    Nordkorea ist ein Unrechtsstaat. Ein totalitärer Staat, der seine Menschen brutal unterdrückt ...

    ABER

    so elendig sind die Fotos nicht anzuschauen. Für den größten Teil der Menschheit sind die Dinge, die hier von Spiegel aufgeführt wurden, noch relativ gehobener Lebensstandart. Da darf man sich mal nix vormachen - wir leben hier in Deutschland vergleichsweise in absolutem Luxus was die öffentliche Infrastruktur, Lebensmittelversorgung, Wasserversorgung und medizinische Versorgung angeht. Nicht alles ist auf unsere t Arbeits- und Muskelkraft zurückzuführen. Vieles ist auf Pump finanziert, und wer wissen will wie Deutschland aussehen würde ohne oder mit nur wenigen Kreditgebern, der kann sich ja Fotos aus der DDR von 1989 anschauen.

    Nichtsdesto trotz ein Unrechtsstaat, der besser früher als später verschwinden sollte.
  5. #5

    Zitat von news@adam-hg.de Beitrag anzeigen
    Natürlich möchte ich in diesem Land mit seinem Steinzeit-Kommunismus und der geradezu gottgleichen Verehrung der diversen früheren und heutigen Kims nicht leben. Aber so schlimm, wie ich mir Nordkorea bisher vorgestellt hatte, kommen mir diese Fotos - zumindest teilweise - gar nicht vor.

    Mich würde nun interessieren, wie diese Fotos zustande gekommen sind. Durften die Reporter nur das fotografieren, was das Regime wollte? Oder gab es sogar einen Hauch von Foto- bzw. Pressefreiheit?
    Jeder Auslaender, der in Nordkorea einreist, bekommt offiziell einen|eine Begleiter|Begleiterin.
    Ich bezweifle, dass man das taegliche Leben der Nordkoreaner fotografieren oder gar beobachten darf. Mein Bekannter war dort und hat unmoegliche Dinge erzaehlt. Er hat aber Einiges aufnehmen koennen, als seine Begleiterin mal zur Seite guckte.
    Armut und zwar total.
  6. #6

    Zitat von akmz Beitrag anzeigen
    Wenn man sich auf einzelnen Bildern ein paar Werbeschilder dazudenkt, könnten die Szenen allesamt auch aus China stammen...
    Alles Nordkorea, aber inszenierte (und plumpe) Propaganda.
  7. #7

    Zitat von akmz Beitrag anzeigen
    Wenn man sich auf einzelnen Bildern ein paar Werbeschilder dazudenkt, könnten die Szenen allesamt auch aus China stammen...
    Wann waren Sie denn das letzte mal in China ? ich habe keine BMW X5 und keine Porsche Panameras auf den Bildern gesehen, ausserdem sehen ja "alle Asiaten gleich aus" ?
    Was fuer eine ueberfluessige und unqualifizierte Aussage.
  8. #8

    kein Titel

    Und wo stammen diese Bilder her? Aus der Vorzeigeuniversität für die Führungskader, aus den Vorzeigebetrieben für Ausländische "Gäste" und aus Pjöngjang, wo - zumindest nach Nordkoreanischem Standard - vermutlich noch relativ viel "Reichtum" zu finden ist. Erschreckend, dass hier doch so viele anhand dieser Bilder meinen, so schlimm werde es schon nicht sein...

    Man kann keine Bilder in Nordkorea machen, die das "wahre Leben" zeigen, dieser Bericht hier deutet dies ganz gut an:

    Nordkorea Reisebericht: Reise in ein abgeschottetes Land

    Man ist nie alleine, fast immer ist Militär in der Nähe... Diese Bilder zeigen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht "Nordkorea", sondern eine Mischung aus erlaubten (weil aufpolierten) Bildern und PRopagandaphotos aus Bereichen, die vermutlich kaum 1% der Nordkoreanischen Bevölkerung zur Verfügung stehen. SPON hat diese Serie in meinen Augen deswegen auch eher schlecht aufgezogen, da die Bildunterschriften Suggerieren, dass jeder Nordkoreaner ins Schwimmbad geht oder seine Kinder an der Uni vor den PC setzt. Das ist wohl ein katastrophaler Trugschluss. Nordkorea ist eine Riesenarmee die zufällig auch noch ein Land hat, alles abseits des Militärs ist unwichtig und rein für hohe Führungsetagen oder aber Propaganda - oder beides.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...und ließ sogar ausländische Fotografen ins Land...
    Ich finde es gut, dass ausländische Fotografen und auch SPON Kims Propaganda mitmachen. Gerade nach dem doch eher kritischen Bericht über die nordkoreanischen Arbeits- bzw. Internierungslager möchte das Gewissen beruhigt werden. Da helfen solche Fotos; und die putzigen Unterschriften sind ja auch ganz niedlich...








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