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Fotos aus*Ägypten: Soldaten demütigen Demonstrantin sexuell

Es sind dramatische Bilder der Gewalt gegen weibliche Demonstranten - und sie könnten die Aufstände in Ägypten weiter anfachen. Fotos dokumentieren die perfide Einschüchterungstaktik der Sicherheitskräfte, die besonders Frauen von weiteren Protesten abhalten soll.

Gewalt gegen Protestler: Wie Ägyptens Soldaten Demonstrantinnen demütigen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #110

    Zitat von 2011manu Beitrag anzeigen
    Wo sind denn die Westen? bei Syrien und Libyen sind sie alle sehr laut. bei Ägypter so leise, dass man sie nicht hört. Wo ist Frau Clinton oder Herr Obama?
    Geben Sie bei Google doch einfach mal "gewalt ägypten clinton" ein. Huch!
  2. #111

    Zitat von Amaroq Beitrag anzeigen
    Das sind schlimme Bilder aus Ägypten, keine Frage. Aber wo liegt bitte der Unterschied, ob eine weibliche Demonstrantin niedergeknüppelt wird oder ein männlicher Demonstrant? Gegen die Übermacht der Soladaten sind beide gleichermaßen wehrlos und Opfer! Diese Unterscheidung in der Bewertung von Gewalt gegen wehrlose, friedlich demonstrierende MENSCHEN nach Geschlecht ist sexistisch und absolut inakzeptabel.
    Da haben Sie grundsätzlich vollkommen Recht, und nein, natürlich gibt es zunächst einmal keinerlei Unterschied, ob dort wehrlose weibliche, oder ebenso wehrlose männliche Demonstranten niedergeknüppelt werden.

    Was Sie jedoch zu übersehen scheinen, ist, dass es in diesem Artikel darum geht, dass weibliche Demonstranten nicht nur niedergeknüppelt, sondern sogar anscheinend gezielt entblößt werden. Unsereinem mag so etwas nicht besonders relevant erscheinen, weil wir Nacktheit nicht (mehr) als besondere Entwürdigung empfinden. Aber in einer Kultur, in der die meisten Frauen immer noch verschleiert werden, ist es eine besonders extreme Demütigung für eine Frau, sie öffentlich nackt vorzuführen. Und nach traditionellem Verständnis spielt es dabei keine Rolle, ob die Frau sich selbst entblößt hat oder von jemandem mit Gewalt entblößt worden ist -- allein auf die Nacktheit kommt es an.
  3. #112

    Zitat von supernovaiswatching Beitrag anzeigen
    Ich persönlich glaube seit langem nicht, dass es beim sog. Arabischen Frühling um Demokratie ging.
    Dazu Prof. Daniel Schueftan, Universität Haifa: "Oh ja, der ,arabische Frühling´! Ich hab´ noch nie so gefroren."
    Trotzdem glaube ich, dass es einer Mehrzahl von Demonstranten durchaus um Demokratie und eine Mitsprache gegangen ist. Andererseits befürchte ich, dass die Erfolge dieser Demokraten von ganz anderen Kräften okkupiert werden könnten, und das wären in Ägypten vor allem die gut organisierten Islamisten wie Muslimbrüder und Salafisten.

    Die Entwicklung ist jener in Iran nach dem Sturz des Schah gar nicht so unähnlich: die, die den Schah gestürzt haben, wollten diesen auch nicht durch eine klerikalfaschistoide Diktatur ersetzen. Aber auch dort waren die Islamisten die mit Abstand organisiertesten Kräfte und haben die Revolution einfach übernommen.
    Zitat von supernovaiswatching Beitrag anzeigen
    Nein, eine demokratische Kultur ist schlicht nicht in der Gesellschaft verankert, sondern vielmehr ein System, von wem auch immer angeführt zu werden. Das ist kein Vorurteil: wir haben selber Jahrhunderte gebraucht, bis sich die demokratische Mentalität im Abendland festgesetzt hat.
    Das stimmt, aber wir Abendländer hatten diesbezüglich auch keine Vorbilder, die uns die Demokratie vorlebten oder hätten beraten und unterstützen können. Mit Ausnahme einiger griechischer und römischer Ansätze hatten unsere Vorväter da nicht viel.


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