Was, außer ein wenig Bildbearbeitung, hat der "Künstler" eigentlich bei dem Foto vom Indischen Ozean geleistet?
Andreas Gursky/ VG Bild-Kunst, Bonn 2012 Courtesy Sprüth Magers Berlin LondonAuf dem Kunstmarkt erzielt der Fotokünstler Andreas Gursky Preisrekorde, in seinen Arbeiten zeigt er auf andere Art Größe: In Panoramabildern fängt er machtvolle Metaphern auf die menschliche Gesellschaft ein. Jetzt zeigt eine Ausstellung in Düsseldorf sein Werk.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...857209,00.html
Was, außer ein wenig Bildbearbeitung, hat der "Künstler" eigentlich bei dem Foto vom Indischen Ozean geleistet?
im Vergleich zum Werk von z.B. Erwin Olaf sind Gurkys Bilder mir dann doch zu abstrakt, zu leer.
Man sollte einen "Künstler" immer erst dann über den grünen Klee loben, wenn man nicht nur das eine oder andere, sondern gleich mehrere "Werke" aus seinem Oeuvre seinem Besitz einverleibt hat. Das mag für die pinselschwingende und auch für die ablichtende und andersartig gehandhabte "Kunst" gelten. Die Wahrnehmung für Qualität in Sachen Kunst mit Hinblick auf Auserwählte in diesem Metier entwickelt sich sowohl bei Liebhabern als auch in der Riege der Sachverständigen proportional zum Umfang der bereits im eigenen Interesse preiswert erworbenen Objekte. Mit jeder hochlöblichen Expertise kann man auf kunstsinnigem Weg eine erfreuliche Wertsteigerung anregen. Dazu können sich gesponserte Wertschöpfungen in anderen Sparten womöglich noch eine Scheibe abschneiden.
Gurskys Arbeiten erschließen sich dem Betrachter nicht sofort. Die Ästhetik kommt hier online auch auf keinen Fall herüber. Man muss die Arbeiten live sehen, um sie beurteilen zu können; sie sind wirklich beeindruckend und wohlkomponiert.
BTW: Bei Youtube gibt es eine Doku über Gursky: http://www.youtube.com/watch?v=G2Jwwh-99OA
Dort wird auch "Rhein II" gezeigt, ein erst banales und dann geniales Bild. :)
Ronald Daedalus Vogel
Ein typisches Beispiel, wie auf dem überhitzten heutigen Kunstmarkt so genannte "Künstler" durch Marketing "gehypt" werden. In bester Tradition von "Kaisers neuen Kleidern" stehen so genannte "Kunstexperten" andächtig davor und erstarren in Bewunderung; nicht zuletzt ob der dafür aufgerufenen Preise. Keiner von ihnen traut sich, schlichte Wahrheiten auszusprechen. Zum Beispiel "naja, solche Fotos macht mein Enkel mit einer simplen Handy-Knipse".
Echte Fotokünstler wie Henri Cartier-Bresson brauchten keine monatelange "Computerei", um aus banalen Fotos noch banalere "Kunst" zu machen. Die konnten sehen und fotografieren - auch mit einfachstem Equipment.
Mein alter Herr pflegte zu sagen: "Kunst kommt von Können - wenn es von Wollen käme, würde es 'Wulst' heissen."
Jede Republik hat ihre Kunstepoche. Gursky macht die Bilder der Bettina-Wulff-Guildo-Horn-Heidi-Klum-Thomas-Gottschalk-Merkel-Republik. Oberflächlich, glatt, glänzend und ohne Kritik.
Ein typisches Beispiel, wie auf dem überhitzten heutigen Kunstmarkt so genannte "Künstler" durch Marketing "gehypt" werden. In bester Tradition von "Kaisers neuen Kleidern" stehen so genannte "Kunstexperten" andächtig davor und erstarren in Bewunderung; nicht zuletzt ob der dafür aufgerufenen Preise. Keiner von ihnen traut sich, schlichte Wahrheiten auszusprechen. Zum Beispiel "naja, solche Fotos macht mein Enkel mit einer simplen Handy-Knipse".
Echte Fotokünstler wie Henri Cartier-Bresson brauchten keine monatelange "Computerei", um aus banalen Fotos noch banalere "Kunst" zu machen. Die konnten sehen und fotografieren - auch mit einfachstem Equipment.
Mein alter Herr pflegte zu sagen: "Kunst kommt von Können - wenn es von Wollen käme, würde es 'Wulst' heissen."