Fotograf Miroslav Tichý: Der Frauensammler

Miroslav Tichý/Jana Hebnarová. Courtesy Juli SusinEin Mann fotografiert Frauen. Junge und alte, im Schwimmbad und beim Schwatzen, über Jahrzehnte lang, ohne sie zu fragen. Und wird als alter Zausel damit zum Kunststar. Warum? Vielleicht weil Miroslav Tichý statt glatter Nimm-mich-Erotik stets das Unperfekte suchte - und seine erste Liebe.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-884765.html
  1. #1

    Akt-Fotos sind doch irgendwie Kunst.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Mann fotografiert Frauen. Junge und alte, im Schwimmbad und beim Schwatzen, über Jahrzehnte lang, ohne sie zu fragen. Und wird als alter Zausel damit zum Kunststar. Warum? Vielleicht weil Miroslav Tichý statt glatter Nimm-mich-Erotik stets das Unperfekte suchte - und seine erste Liebe.

    Fotograf Miroslav Tichy - ein dezenter Voyeur - SPIEGEL ONLINE
    Wieso nicht? Fotomotive für neue Kalender. Es soll so was geben.
  2. #2

    Ach, im Kapitalismus gibt's keine Zwangsnormen? Da sollte sich die Autorin mal bei Leiharbeitern und anderen prekär Beschäftigten erkundigen. Seit der Agenda 2010 werden sie zu übelsten Arbeiten gezwungen und bekommen, je nach Job, ihren Hungerlohn auch noch gekürzt, wenn sie die vorgegebene Norm nicht erfüllen; Putzhilfen und Zimmermädchen in Hotels etwa, um nur ein Beispiel zu nennen.
  3. #3

    Nein..Bilder von Frauen in Schwimmbädern zu machen die nichts davon wussten ist wirklich keine Kunst.
  4. #4

    Frauen?

    Einige der "Frauen" sehen aber noch sehr jung aus..
    Ob mir jemand wohl auch meine "scheue Verehrung für die Frauen" abnimmt, wenn ich heute ungefragt Bikinifotos von Schulmädchen machen würde?
  5. #5

    Irgendwie gefallen mir die Bilder.

    Und nicht, weil sie genau so wirken, wie diese Möchtegernlomographie-Bilder von irgendwelchen hippen Smartphonebenutzern, sondern, weil es dem Macher wirklich vollkommen egal war, ob die Bilder irgendwann auf einer Pinnwand landen oder nicht. Er machte keine Kunst um der Kunst willen, sondern machte einfach, wonach ihm war. Und was andere von ihm dachten, war ihm ziemlich egal. Zumindest gewinne ich nach dem Artikel diesen Eindruck.

    Dadurch wirken seine Bilder einfach herrlich ehrlich!
  6. #6

    frauen sammeln?

    gehn sie heute mal mit einer selbstgebastelten kamera durch eine deutsche innenstadt oder im sommer in ein schwimmbad und "fotographieren" ungefragt fremde frauen!
    es ist eigentlich unverschämt, dass sich das kunst nennen darf! heute wäre dieses verhalten rechtlich schon sehr grenzwertig und die fotographierten frauen könnten sich auf ihr recht am eigenen bild berufen!
    im nahmen der kunst ist alles/vieles erlaubt... das hat sich der wolf auch gedacht als er einen schafspelz überzog ;-)
  7. #7

    Street Fotografie

    Wer damals als großer Street-Fotograf bezeichnet wurde (u.a Henri Cartier-Bresson) und künstlerisch wertvoll, würde heute als Perversling eingesperrt.
  8. #8

    Er hat doch nur das getan, was wir (heterosexuellen) Männer den lieben langen Tag so tun: Jungen Frauen hinterhersehen. Was bei uns nur als Bild im Kopf bleibt, hat er auf Papier gebracht. Mehr nicht. Er ist einfach seiner Passion gefolgt. Nur der ängstliche "Westmensch" hat schon wieder Angst. Nicht hinter jedem Fotografen, der junge Mädchen ablichtet, steckt ein Pädophiler! Junge Mädchen sind (oft) schön und warum soll man das nicht zeigen dürfen?
  9. #9

    heute würde man dazu Spanner-Fotos sagen.
    Toll!