Ein Modefotograf, ein Model und viel Wald: Roger Lortie hat*mit Requisiten und Effekten ein Fotobuch als Märchen inszeniert. Das Fachmagazin "Docma" beschreibt, weilche gestalterischen und erzähltechnischen Kniffe der Künstler nutzt.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...803450,00.html
Frei nach Dave Pensado:
Jeder kann lernen, wie man ein tolles Design hinbekommt, aber eben nicht was ein tolles Design ist. Geschmack ist die Sache, die einen Graphiker von einem andere unterscheidet. Und die "alten Hasen" des Graphikdesign glauben, es sei ihr technisches Know-how, das sie voneinander unterscheidet. Aber das stimmt nicht, es ist einzig und allein der Geschmack.
Mit diesem Layout würde man nirgends auf der Welt irgendeine relevante Aufnahmeprüfung bestehen, bzw. würde das kein seriöser Kunde akzeptieren. Selbst die Photos sind auch "nur" handwerklich o.k., aber gestalterisch höchstens ausreichend.
*kopfschüttel*
Gerade die Inhalte der DOCMA sind eines der seltenen Beispiele dafür, dass es auch professionelle Magazine mit hohem Anspruch im Bereich Photoshop gibt. Dieses Magazin hebt sich positiv gegenüber dem allgemeinen Mainstream ab, in dem sich alle anderen Photoshop-Magazine bewegen. Dort kann man wirklich sagen - kennt man eins, kennt man alle.
Im Übrigen hat die Stockfotografie genau diesen Ansatz, nämlich in derartigen Composings weiter verarbeitet zu werden. Kein Stockfotograf hat den Anspruch an den Verwender seiner Werke, seine Stockbilder im Endprodukt identifizieren zu müssen.
Dass das Layout nicht gerade professionell aussieht, steht allerdings auf einem anderen Blatt, dem stimme ich zu. So etwas würde Doc Baumann z.B. niemals veröffentlichen...
ich frage mich, wozu es layout-programme gibt...
aber diese leute glauben, photoshop sei das allheilmittel.
Tja, sieht ein wenig billig aus... etwas dramatischer, nebelhafter, geheimnisvoller hätte es sein dürfen. Sieht etwas nach Friseuse aus. Bleibt aber Geschmacksache.
Ich verstehe nicht recht, wieso der Spiegel, der sich doch als seriöses Nachrichtenmagazin verstehen will, so furchtbar amateurhafte Arbeiten vorstellt.
Auch wenn sich dieses Tutorial an Laien richtet, muss es doch nicht aussehen als sei es von einem Laien gestaltet. Es kommt mir so vor als kenne der Autor die Technik, wisse aber nicht, wie man sie richtig anwendet.
Zu wissen wie ein Motor funktioniert, befähigt noch nicht zum fahren – und um bei der Analogie zu bleiben: Dieser Fahrversuch ging gegen die Wand.
Und ich meine nicht nur Geschmacklich sondern auch handwerklich.
Inszenieren ist ja ganz schön, aber man kann es auch übertreiben. Meiner Meinung nach sind minimalistische Ansätze immer noch die besten um die Zeit zu überdauern. Die Bestellsoftwares für ein Fotobuch werden ja auch immer besser.
Ich denke, dass soetwas immer noch eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Kritik ist schnell geäußert, der Autor schnell in die Pfanne gehauen - dabei ist es doch bei allem, was Kunst im weitesten Sinne ist, immer eine Frage des persönlichen Empfindens, wie etwas auf jemanden wirkt. Ein Fotobuch muss zwingend polarisieren. Ist dies nicht so, dann ist es auch nicht wirklich interessant. Würden alle Menschen nur die Seiten durchblättern und sagen "schön" und jeder weitere Kommentar wäre überflüssig, ist das ganze Fotobuch opsolet. Bücher sollen zur Diskussion anregen und mag es nur der Diskussionsgrund sein, ob es gut ist oder nicht. Fotobücher erstellen kann ja heute jeder für sich privat, da braucht man nur einen Blick auf HOME | digitalphoto.de oder auf Das Fotobuch Magazin | Fotobuch Test & Preisverlgeich 2012 zu werfen und man wird mit Gestaltungstipps, Anbietern und Testergebnissen erschlagen. Jeder Hobyfotograf, der meint, dass er es besser machen kann, sollte dann einfach mal selbst solche Fotografien auf die Beine stellen und ein eigenes Buch layouten.