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Fossil aus dem Jura: Riesenfloh saugte Blut mit Panzerrüssel

D. Huang et al. / Nature / dapdDinosaurier waren nicht alles, was die Erde der Urzeit unsicher machte. Auch Insekten nahmen furchterregende Ausmaße an. Jetzt haben Forscher die Überreste von Flöhen entdeckt, die so groß wurden wie heute lebende Hornissen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...818484,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dinosaurier waren nicht alles, was die Erde der Urzeit unsicher machte. Auch Insekten nahmen furchterregende Ausmaße an. Jetzt haben Forscher die Überreste von Flöhen entdeckt, die so groß wurden wie heute lebende Hornissen.

    Fossil aus dem Jura: Riesenfloh saugte Blut mit Panzerrüssel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Man könnte noch erwähnen, warum die Viecher damals so groß werden konnten: Damals in Jura und Kreide war der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre größer als heute, was auch damit zu tun hatte, dass die Erde damals wärmer war und riesige ausgedehnte Urwälder gab.

    Der hohe Sauerstoffgehalt erlaubte es besonders Insekten, solche Ausmaße anzunehmen, denn große Tracheen und ein offener Blutkreislauf sind nicht besonders Effektiv, was die Aufnahme von Sauerstoff betrifft.
  2. #2

    NIcht nur dass...

    Zitat von mindphuk Beitrag anzeigen
    Man könnte noch erwähnen, warum die Viecher damals so groß werden konnten: Damals in Jura und Kreide war der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre größer als heute, was auch damit zu tun hatte, dass die Erde damals wärmer war und riesige ausgedehnte Urwälder gab.

    Der hohe Sauerstoffgehalt erlaubte es besonders Insekten, solche Ausmaße anzunehmen, denn große Tracheen und ein offener Blutkreislauf sind nicht besonders Effektiv, was die Aufnahme von Sauerstoff betrifft.
    Die Erde war wahrscheinlich auch kleiner und hatte weniger Masse, was weniger Gravitation zur Folge hatte und somit gravitative Kräfte auf alles, was sich bewegt.

    Somit hatten die Dinos auch nicht das Problem mit ihrer Pumpe.

    Cheers
  3. #3

    Das ist es!

    Zitat von fredo12345 Beitrag anzeigen
    Die Erde war wahrscheinlich auch kleiner und hatte weniger Masse, was weniger Gravitation zur Folge hatte und somit gravitative Kräfte auf alles, was sich bewegt.

    Somit hatten die Dinos auch nicht das Problem mit ihrer Pumpe.

    Cheers
    Zur Zeit von Jura und Kreide waren 95 Prozent der Erdgeschichte bereits vorbei. Logischerweise müsste die Erde dann in extrem frühen Epochen - zum Beispiel während des Präkambriums - noch eine viel geringere Masse gehabt haben. Und zwar so gering, dass auf ihr nur Einzeller Platz fanden.

    Ebenfalls cheers!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt haben Forscher die Überreste von Flöhen entdeckt, die so groß wurden wie heute lebende Hornissen.
    Logisch, bei den Blutmengen der Dinos, da konnten die Flöhe eimerweise saufen. Danach bei den Säugern mussten sie auf Schnapsgläser umstellen.
  5. #5

    Passt das zusammen?

    Zitat von dem Artikel
    Im Jura war das Leben einige Nummern größer. Die Zeit der Dinosaurier erreichte in der Periode vor 200 bis 145 Millionen Jahren ihren ersten Höhepunkt, was vor allem eines hieß: Die Echsen nahmen gigantische Ausmaße an. Das galt allerdings nicht nur für Dinosaurier, sondern auch für Insekten
    und

    Wärme und stattliche Körpergrößen scheinen nicht gut zueinander zu passen. [...] Oft sind die Tiere in wärmeren Regionen kleiner als ihren Verwandten aus kühleren Regionen. [...]

    Allerdings fanden Wissenschaftler bereits Hinweise, dass der aktuelle Klimawandel Tiere schrumpfen lässt - wie etwa das schottische Soay-Schaf. Und nun zeigt der Blick in die Vergangenheit, dass globale Erwärmung in dieser Hinsicht zu noch weit mehr fähig ist [...]
    aus SPON vor 5 Tagen

    Um mich nicht aufs Fragen zu beschränken: Ich denke, das passt nicht zusammen, und zwar hinten und vorne nicht. Oder kann einer der Wissenschaftler vielleicht noch ergänzend hinzufügen, warum sich der Klimawandel zwar negativ auf die Größe heutiger, liebgewonnener Nutztiere, keinesfalls aber auf die ekliger Schädlinge und gruseliger Raubsaurier auswirken könnte?

    Von Elefanten mag ich gar nicht erst anfangen.

    Sollte das etwa auch an dem Moment des "menschgemachten" liegen?
  6. #6

    Um ihnen mal zu helfen. Die Allenschen und Bergmannschen regeln. Tiere im Norden ( Kälteren) sind in der Regel größer als Tiere im Süden ( Warmen) aus Gründen der Energieeffizienz. Eine kleine Tasse Tee wird schneller kalt als ein Eimer Tee.
    Macht ja auch Sinn so weit.

    Nun kommen wir zum von ihnen aufgeführten Elefanten. Ohne Zweifel ein großes Tier. Aber man darf einen Elefanten ja nicht mit einer Maus vergleichen. Wenn man allerdings Elefanten mit anderen Elefantenarten , die mehr im Norden lebten, vergleicht, kommt man zum Schluss das die südlichen doch irgendwie kleiner sind. Mammuts zum Beispiel.

    Bei den Dinos ist das ganze dann doch wieder etwas anders. Da ist die ganze Art ( oder wie nennt man das sonst? )so gut wie ausgestorben. Das heißt Groß und Klein. Man kann heute schwer sagen, ob die Dinosaurier in kalten Gebieten größer waren oder nicht. (Fossilienfunde sind nicht grade überall weitverbreitet und vollständig). Aber was man ja wohl sagen kann, ist das die Säuger wohl gewachsen sind.

    Achso, bevor ich es vergesse, diese Regeln gelten nur für Warmblüter.

    Eventuelle Fehler bitte korrigieren ( außer Rechtschreibung, da weiß ich selbst, dass ich sie mache)
  7. #7

    Zitat von feinbildchen Beitrag anzeigen
    Passt das zusammen?
    Um mich nicht aufs Fragen zu beschränken: Ich denke, das passt nicht zusammen, und zwar hinten und vorne nicht. Oder kann einer der Wissenschaftler vielleicht noch ergänzend hinzufügen, warum sich der Klimawandel zwar negativ auf die Größe heutiger, liebgewonnener Nutztiere, keinesfalls aber auf die ekliger Schädlinge und gruseliger Raubsaurier auswirken könnte?

    Von Elefanten mag ich gar nicht erst anfangen.

    Sollte das etwa auch an dem Moment des "menschgemachten" liegen?
    Im Jura lag die weltweite Durchschnittstemperatur zwar etwa 3°C über dem heutigen Mittelwert, jedoch ist das für wechselwarme Tiere kein so großes Problem wie gleichwarme Tiere, so lange die Umgebungstemperatur nicht zu hoch ist (und wir wissen nunmal nicht, welche Enzyme die Viecher damals hatten und deshalb auch nicht bei welcher Temperatur sie denaturierten). Gleichwarme Tiere produzieren ja immer fleißig weiter Wärme, was bei ungenügender Wärmeableitung sehr schädlich für den Körper wird. Und ob Dinosaurier nun wechselwarm, gleichwarm oder ganz was anderes waren können wir nunmal nicht mit letzter Sicherheit sagen.

    Und zu Elefanten: Die allensche Regel besagt, dass die Größe von Körperfortsätzen mit steigender Umgebungstemperatur ebenfalls steigt - und nun werfen sie einen Blick auf die Ohren (und auch den Rüssel) eines Elefanten.
  8. #8

    Uhh, wie gruselig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dinosaurier waren nicht alles, was die Erde der Urzeit unsicher machte. Auch Insekten nahmen furchterregende Ausmaße an. Jetzt haben Forscher die Überreste von Flöhen entdeckt, die so groß wurden wie heute lebende Hornissen.

    Fossil aus dem Jura: Riesenfloh saugte Blut mit Panzerrüssel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Interessanter Artikel, aber wie ist das denn gemeint mit den Dinosauriern, die "die Erde der unsicher machten" oder den Insekten mit den "furchterregenden Ausmaßen"? Das hört sich ja an als gehe es um schreckliche Horrorepochen.

    Ich kenne aus eigenem Erleben Gebiete in denen Tiere leben, die gelegentlich Menschen fressen und auch solche die (wenn gestört) mit tödlichem Gift aufwarten. Und? Dann muss man halt vorsichtig sein und ansonsten geht’s halt (meist recht schnell) zu Ende mit der Existenz. Gerade diese Gebiete sind trotzdem sehr schön und jedes dortige Lebewesen hat seinen angepassten Platz.

    Der Mensch versucht halt mit diesem Monster-Gelaber davon abzulenken, dass er selbst Milliarden hochempfindsamer Lebewesen lebenslang aus brutalste einkerkert. So einen perversen Horror haben nach allem was wir wissen weder die Dinosaurier noch die Riesenflöhe oder sonstige vergangene Lebensformen je veranstaltet.
  9. #9

    Zitat von feinbildchen Beitrag anzeigen
    Um mich nicht aufs Fragen zu beschränken: Ich denke, das passt nicht zusammen, und zwar hinten und vorne nicht.
    Natürlich passt das nicht zusammen, weil Sie Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Gründe für den Gigantismus mancher Perioden sind anders gelagert als die andere Thematik, etwa der bereits erwähnte höhere Sauerstoffgehalt, welcher wohl für Insekten essentiell ist. Gleichzeitig ist die Bergmann'sche Regel kein Naturgesetz, sondern lediglich eine Beobachtung, die besagt, dass die Grösse innerhalb der Vertreter eines Taxons negativ mit der Temperatur korreliert (Handgelenk mal Pi, wohlgemerkt). Die sich im übrigen auch primär auf gleichwarme Tiere bezieht, Insekten sind da schon mal kein gutes Beispiel, Dinosauriern vielleicht schon eher.

    Wie auch immer, dass in warmen Gebieten Tiere zwangsweise klein sein müssen ist Ihre Fehlinterpretation, die so natürlich nicht stimmt. Ist ja offensichtlich Quatsch, das grösste Landlebewesen findet sich auch heute in subtropischen bis tropischen Gebieten. Die Bergmann'sche Regel kommt erst wieder zum Zug, wenn man dessen grösseren Verwandten, das Mammut, in Erinnerung ruft. Ausserdem, es bisher gibt keinen Grund anzunehmen, dass das nicht auch bei den Dinosauriern zutraf, d.h. dass in vergleichsweise kälteren Gebieten Arten tendenziell grösser waren als deren Verwandte im wärmeren Gebiet..








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