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Fortschrittspartei nach Attentat: Norwegens Rechtsaußen droht der Absturz

Das müssen sie im nächsten Wahlkampf erst einmal erklären: Anders Breivik, der Attentäter von Oslo und Utøya, war früher Mitglied der Fortschrittspartei.*Nach den Erfolgen der letzten Jahre*prophezeien Wahlforscher den norwegischen Rechtspopulisten nun deutliche Verluste.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...776903,00.html
  1. #1

    Das ganze ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das müssen sie im nächsten Wahlkampf erst einmal erklären: Anders Breivik, der Attentäter von Oslo und Utøya, war früher Mitglied der Fortschrittspartei.*Nach den Erfolgen der letzten Jahre*prophezeien Wahlforscher den norwegischen Rechtspopulisten nun deutliche Verluste.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...776903,00.html
    Theater erinnert mich an die Prägung der Landser-Gürtelschnalle
    aus dem WK II: GOTT MIT UNS.
    Wie viele Kriege wurden im Namen Gottes geführt, die Waffen
    dazu von Priestern gesegnet.
  2. #2

    Super

    Das ist ja mal eine ganz neue Methode. Ich freue mich schon auf den nächsten Wahlkampf. Irgendein Übeltäter findet sich doch bestimmt als Ex-Mitglied in jeder Partei, sodaß munter drauflos plakatiert werden kann: "Solche Leute hat(te) die ...-Partei".
    Ich glaube, soetwas nennt man Sippenhaft; in Deutschland funktioniert das bestimmt; da hat man sich ja auch vor 75 Jahren teilweise drüber gefreut, daß der Nachbar von der Polizei abgeholt wurde, nur weil er einer bestimmten Volksgruppe angehörte...
  3. #3

    Unklar

    Unklar was der Artikel eigentlich sagen will.

    Der Ton ist gemäßigt, der Wählerstamm breit und die FrP für das Attentat verantwortlich zu machen sei zu kurz gegriffen.
    Also wozu dann der Artikel mit dem hämischen Einstieg "das müssen sie erstmal erklären".

    Erklärungen werden ja sonst auch von kaum jemanden verlangt wenn eines seiner (ehemaligen) Schäfchen ein Verbrechen begeht. Weder ist es gusto das sich Muslime distanzieren/erklären - wäre auch etwas viel verlangt bei den ständigen Anschlägen/Hinrichtungen - oder die katholische Kirche oder...

    Aber das soll uns die FrP mal erklären, richtig...

    Sicher wird bald wieder der Wolf im Schafspelz Vergleich strapaziert. Nur wann distanziert sich die Union (CDU/CSU) eigentlich deren Credo doch lautete rechts neben uns darf es keine wählbare Alternativ geben? Übersetzt im Zweifel benutzen wir soviel Populismus wie nötig um auch jeden braunen Stammtisch zu integrieren.
    Wer meint das sei nur Gerede darf sich gerne über Koryphäen wie Heinrich Lummer informieren.
  4. #4

    Was fehlt ist die Vernunft der politischen Kommunikation

    Leider ist es nicht nur in rechten Kreisen üblich, von vernünftigen Argumenten auf die Höhe des Stammtisches abzugleiten. Propaganda statt Information, Schlagzeilen statt Argumente. Ein gefährlicher Kreislauf im Zeitalter der ungefilterten Information. Vielleicht ist es nicht so, dass sich der Zahl rechter Ansichten erhöht, sondern die Zahl der Konfliktlinien welche von den demokratisch Etablierten nicht gelöst werden können, aber eine argumentative Lücke hinterlassen, welche von Demagogen geschickt genützt werden kann, unterdessen die Zahl der von nicht gelösten Herausforderungen Betroffener tatsächlich oder vermeintlich steigt. Dies treibt denen, die einfache Lösungen aggresiv anbieten neue Unterstützer zu. Anstatt die Probleme anzugehen, wird in heutzutage oft erst mal das politische Lager verortet, wo der Mahner sitzt ohne darüber nachzudenken, das die Herausforderungen tatsächlich existieren. Insofern ist auch der Attentäter eine schreckliche Ausgeburt der Zeit. Nicht eins seiner "Argumente" ist bewiesen. Er setzte auf Emotionen, die Macht der Bilder, der Kommunikation und des Internets. Insofern kann sich heute jeder Psychopath zu einem kleinen Goebbels + Streicher in Personalunion mit Himmler entwickeln. Auch wenn das Internet die Kommunikation revolutioniert hat, der Satz: "Überlege was Du sagst!" hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt.
  5. #5

    .

    Ohne den rechten Kontext hätte es diese Tat nicht gegeben
    Das wage ich zu bezweifeln. Breivik war ein geisteskranker Mensch. Sein irrationaler Hass hätte sich auch ohne Zweifel gegen andere Richten können. Gegen "die Kapitalisten" zum Beispiel. Wäre er mit der Linken Szene in Berührung gekommen, denke ich, hätte sich sein Wahn genauso entwickelt, nur eben gegen das "Schweinesystem". Dieser Mensch war in erster Linie geisteskrank.
  6. #6

    ??

    ich glaube nicht, dass es soviel Anteilnahme gegeben hätte wären bei dem Attentat nur Ausländer, egal welcher Farbe, getötet worden.
    Nur unter dem Aspekt,dass es norwegische Bürger waren wird die rechte Partei in Norwegen Stimmen verlieren.

    Im übrigen sollten wir immer bei der Diskussion über das Thema Migranten daran denken, dass wir selbst fast überall Ausländer sind.Z.B. auch wenn wir uns in der Türkei mit dem Popo in die Sonne legen (weils so günstig ist) oder eine Safari in Afrika machen, vom Auto aus wilde Tiere beobachten und uns einbilden die uns umgebenden Einheimischen gehören auch zu dieser Gattung.

    Und nicht wieder hier schreiben-- die Politik ist an allem Schuld. Das wäre einseitig gedacht und falsch.
  7. #7

    Die Überschrift

    Die Überschrift des Artikels suggeriert ne Tatsache, liest man den Artikel handelt es sich eher um ne Eischätzung, mit ner Priese Kaffeesatzleserei.
    Die Fortschrittspartei ist, wie im Artikel leicht angeschnitten nichts rechtsradikal. Ihren Erfolg verdankt sie ihren Inhalten die von Wälern geteilt wurden.
    In den Medien wird das Thema noch ein paar Wochen präsent bleiben, aber irgentwann findet das Land in den Alltag zurück. Mit allen was dazu gehört, einschliesslich den innergesellschaftlichen Konflikten.
  8. #8

    Bewertung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach den Erfolgen der letzten Jahre prophezeien Wahlforscher den norwegischen Rechtspopulisten nun deutliche Verluste.
    Ich bin wahrhaft kein Freund irgendwelcher rechten Parteien. Aber in einem einzigen kurzen Artikel eine solche 8 mal als "rechtspopulistisch" zu bezeichnen, halte ich für bezeichnend.

    Wieso "populistisch"? Was heißt das, bzw. als was will man es verstanden wissen? Sind das per se nur rechte Parteien, oder hat man auch schon von einer linkspopulistischen gehört?

    Um eine Partrei vorzustellen genügt es, über ihre Ziele, Geschichte, Protagonisten etc. zu berichten OHNE gleich 8 mal eine unterschwellige Bewertung mit einfließen zu lassen!
  9. #9

    Wenigstens gibt es auch Gewinner dieser Tragödie.

    Auch sachliche Islam-Kritiker wurden bisher mühelos in die rechte Ecke verdrängt. Der brutale und wohl schwachsinnige Attentäter hat der aufgeklärten Welt keinen gefallen getan, es wird sehr lange dauern, bis sich die freien Geister wieder zu Wort melden werden. In den Kommentarforen wurde nach jedem Anschlag weltweit darüber spekuliert, wem das jeweilige Attentat nutzte – wohl, um ihm zumindest eine moralische Mitschuld zu geben (Dauertheorie: „9/11? USA und Israel!“). Da stellt sich jetzt die Frage, wem die norwegische Tragödie genutzt hatte?








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