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Fortschrittspartei nach Attentat: Norwegens Rechtsaußen droht der Absturz

Das müssen sie im nächsten Wahlkampf erst einmal erklären: Anders Breivik, der Attentäter von Oslo und Utøya, war früher Mitglied der Fortschrittspartei.*Nach den Erfolgen der letzten Jahre*prophezeien Wahlforscher den norwegischen Rechtspopulisten nun deutliche Verluste.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...776903,00.html
  1. #210

    Wie war das?

    Zitat von Originalaufnahme Beitrag anzeigen
    Das ist ein Satz, den man hier oefter liest.

    Na, wir schauen mal zufaellig (alles auf der ersten Seite der Suchanfrage) bei Google rein. Wen machen denn heute noch verschiedene rechts-konservative Personen z. B. fuer den Mord an dem niederlaendischen Islam-Kritiker Pim Fortuyn oeffentlich verantwortlich?

    Der Taeter war seinerzeit uebrigens auch 32 Jahre alt. Ein Gutachten bescheinigte ihm "zwanghafte Persönlichkeitsstörungen". Dennoch wurde er fuer die Tatzeit fuer zurechnungsfähig erklaert.





    Der eindrucksvollste Vorwurf gegen den politischen Gegner stammt uebrigens von Pim Fortuyn selbst!



    Im Vergleich dazu haelt sich die Kritik aus dem linken Lager derzeit auffallend zuerueck.

    Oder haben Sie aehnliche Saetze schon von norwegischen Sozialdemokraten oder Kommunisten gehoert? Wenn ja, bitte Zitate mit Quellen.

    Und bedenken Sie, dass die Opfer in Norwegen nichts "vorausgeahnt" haben.

    Fuer den Fall, dass mir jemals etwas zustossen sollte: "Ich wurde von blaukarierten Zuckerrueben angegriffen und die Rechten tragen die Schuld!"



    Pim Fortuyn "wagte" es Kritik am Koran zu üben und wurde darauf von einem Linksextremen ermordet, der nach eigener Aussage die "Moslems schützen wollte".

    Was wollen Sie damit beweisen? Daß auch Linke morden? Oder daß damals die linke Hetze gegen Pim Fortuyn das Klima für den Mord erst ermöglicht hat?
  2. #211

    Ein falscher Weg

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Ein sehr nachdenkenswertes Interview mit Necla Kelek und Monika Maron findet man huete in der online-Ausgabe der WELT:

    http://www.welt.de/politik/deutschla...cht-wurde.html

    Daraus folgendes Zitat:

    "Wieder einmal wird die hohe Kunst des bewussten Falschverstehens wortreich vorgeführt. Und wieder einmal geht es vielen Medien und bis in die Niederungen des Internets nicht um das bessere Argument, sondern darum, den vermeintlichen Gegner vorzuführen, niederzuschreiben, eine Debatte zu verunmöglichen.
    Die Folge ist ein ideologischer und kein sachlicher Diskurs. Was zur Zeit an Verbindungen konstruiert, an persönlichen Beleidigungen, üblen Nachreden, Drohungen gegen islamkritische Stimmen durch die Medien geistert, erfüllt zum Teil strafrechtliche Tatbestände."
    Was ist denn passiert seit dem der in diesem Interview ghäufig erwähnte Sarrazin sein Buch veröffentlicht hat?Sind seit dem die Konflikte weniger geworden?Hat sich im Hinblick auf Integration etwas verbessert?Dies entspricht nicht meinen Erfahrungen.Das Gegenteil ist aus meiner Sicht der Fall.Bereits vorhandene Vorurteile haben so neuen Auftrieb gefunden und Konflikte sind verschärft worden.An Stammtischen werden jetzt die bestehenden Klischees reichlich diskutiert und man wähnt sich dabei im Glauben das es sachlich zuginge und alles durch nüchterne Fakten begründet wäre.Das diese nur völlig einseitig und verzerrt behandelt werden und starke Emotionen dabei eine ausschlaggebende Rolle spielen wird so bagatellisert und übersehen.
    Nichts ist gewonnen,und dumpfe Gefühle breiten sich aus und finden in entsprechenden Umfragen ihre Entsprechung.
    Ein Weg der niemandem hilft sondern allen schadet.
  3. #212

    ===

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Na, dann haben wir ja einiges gemeinsam. Waren Sie auch schon in orientalischen Ländern? Wenn nicht: Tun Sie's. Es lohnt sich. Und es schafft die Basis einer differnezierteren Urteilsbildung.
    In welchem orientalischen Land waren Sie denn? Und kommen Sie mir jetzt bloss nicht mit Berlin-Wedding. Dort habe ich mal gewohnt....!

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Ich erlaube mir daher, die Beobachtungen bei meinen letzten Besuch in Neukölln zum Anlass scharfer Kritik zu nehmen, das Treiben in bestimmten Moscheen zu hinterfragen, das Benehmen junger Muslime in vielen Schulen als nicht tragbar zu bezeichnen und für traditionelle christliche Feste wie Nikolaus in den Kindergärten einzustehen.
    Na, war mein Verdacht doch fast richtig. Hatte naemlich noch gar nicht weitergelesen.

    Sie fragen mich, ob ich in orientalischen Laendern war und schwadronieren ueber berliner Stadtteile. Waren Sie schonmal in Neukoelln? Womoeglich sogar in einer berliner Moschee? Haben Sie schon einmal mit tuerkischen Freunden Weihnachten oder das Ramadanfest gefeiert?

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Dazu brauche ich weder Herrn Broder, noch Herrn Sarrazin, sondern nur meine eigenen Sinnesorgane und viele verschiedene Kontakte - auch und gerade mit Muslimen.
    Da kann ich Ihnen nur raten: Lassen Sie sich durch Ihre "verschiedenen muslimischen Kontakte" das Nikolausfest nicht kaputtmachen...
  4. #213

    Vergleichen Sie bitte!

    Zitat von christophsperber Beitrag anzeigen
    ich fürchte, es ist leider genau umgekehrt. das Geschichtswissen der Islamkritiker kann ich nicht beurteilen - leider haben die "Anti-Islamkritiker" meist über die Geschichte des Islam überhaupt kein Wissen (sondern faseln etwas von Toleranz des muslimischen Kalifats im Mittelalter). Lesen Sie doch einmal die Ausführungen von Orientalisten und Islamwissenschaftlern (zB Tilman Nagel) über die Geschichte des Islam.

    dasselbe gilt für das Recht. Wenn irgendwelche Politiker die Einführung der Scharia befürworten, muss man sich fragen, ob das vorauseilender Gehorsam ist. durchdacht ist es jedenfalls nicht. Die Scharia ist mehr als Steinigung, allerdings sind die familienrechtlichen Regelungen geprägt von einer Diskriminierung der Frau und von Andersgläubigen. Das sollte man wissen, bevor man darüber redet.
    Ich habe mit keinem Wort etwas über "Toleranz des muslimischen Kalifats im Mittelalter" gefaselt. Die Geschichte besteht im übrigen, auch was den Islam betrifft, keineswegs nur auf dem "Kalifat". Allerdings sollten Sie, wenn Sie schon vom islamischen Recht schreiben, die Vergleiche in der Zeit anstellen, von der Sie schreiben. In Europa herrschten im Mittelaler Rechtssysteme, die an Grausamkeit jene der Sharia mindestens aufgewogen haben. Mindestens. Stichwörter: Pranger, Folterqual mit nachfolgendem Gottesurteil, Inquisition, Hexenverbrennungen, öffentliche Verbrennungen von "Ketzern" im Namen des "rechten Glaubens" und dergleichen ohne Zahl mehr.
    Aus Ihrer "Geschichte" gefallen scheint auch der rassistisch bedingte Holocoust, der nicht in grauer Vorzeit, sondern vor nicht einmal 70 Jahren vom europäischen Kulturvolk par excellence, den Deustchen nämlich, ausgegangen ist. Oder können Sie erklären, was denn am Massenmord, den die Conquisitores auf dem lateinamerikansichen Kontinent durchexerziert haben, mit der "Scharia" zu tun hat? Oder jene Masssenmorde, welche die europäischen Einwanderer an der nordamerikanischen Urbevökkerung während über 200 Jahren systematisch betrieben haben?
    Ich habe gewissen "Wahrheitsverkündern" vom Schlage Broder oder Sarrazin mangelnde Geschichtskenntnis vorgeworfen. Impliziert in diesem Vorwurf ist die einseitige Betrachtung gesellschaflticher oder auch nationaler Entwicklungen auf Ausschliesslichkeit, auf antagonistisch zu erfassende zwei Möglichkeiten.
    Im übrigen: Die grösste Judenvertreibung im europäischen Spätmittelalter haben die kastilisch-katholischen Eroberer des Maurenreiches in Spanien zu verantworten. Unter der Maurenhersrchaft lebten die jüdischen Menschen in grosser Zahl vergleichsweise frei - was auf die Juden im übrigen Europa einfach nicht zutraf.

    Was den Begriff "Diskriminierung der Frau" betrifft: Völlige Gleichberechtigung der Geschlechter im Familienrecht exsistiert in Deutschland rechtsstaatlich gesehen erst seit wenigen Jahrzehnten, genauer: Seit der Regierung Brandt-Scheel. Erkundigen Sie sich doch mal.
  5. #214

    ===

    Zitat von Spiegel-ohne-Leine Beitrag anzeigen
    Sie behaupten doch, in Geschichte so bewandert zu sein. Wie kommt es dann, dass sie Antijudaismus, Antisemitismus und Rechtspopulismus undifferenziert in einen Topf werfen? Weil es nützlich erscheint? Weil sie annehmen, ihr Kontrapart weiß weniger über die Historie als sie?
    Das machen Sie doch. Ich hatte lediglich gebeten, auf die Parallelen dieser Bewegungen zu achten.

    Wenn Sie welche entdeckt haben, umso besser...
  6. #215

    .

    Zitat von Originalaufnahme Beitrag anzeigen
    Gruende fuer diese Behauptung gibt es einige, z. B. die Diskussionen im europaeischen Ausland, die sich so mancher deutsche Sarrazin-Romantiker gar nicht vorstellen kann/will....
    mag ja alles sein, aber ich habe mich auf den Artikel und seine diesbezügliche Inhaltslosigkeit bezogen. Darf ich?
  7. #216

    ===

    Zitat von Spiegel-ohne-Leine Beitrag anzeigen
    Als Historiker per acclamationem sollte ihnen der Begriff Chronologie doch schon mal begegnet sein?
    Wenn Sie genau hinschauen, entdecken Sie hinter meinem Satz ein kleines ";-)". Das bedeudet soviel wie Augenzwinkern oder Ironie.
  8. #217

    xxx

    Zitat von Originalaufnahme Beitrag anzeigen

    Die Kritik an den Islam-Kritikern ist in vielen Faellen Selbstkritik. In den Niederlanden aeussern sich derzeit Menschen aus allen politischen Richtungen kritisch zum Thema Geert Wilders. Hier ein paar Aeusserungen des rechts-liberalen Islamkritikers Bart Jan Spruyt. Es handelt sich dabei um einen politischen Weggefaehrten und Bekannten von Geert Wilders, nicht um einen Gegner:

    "Ich finde, dass Wilders mehr tun muss als er bisher getan hat, auch nach der Presseerklaerung von heute morgen. Er muss sich verantworten und er muss erklaeren, wofuer er steht und inwiefern er sich von Herrn Breivik unterscheidet. Wo ist denn nun der springende Punkt? Wo scheiden sich die Wege? Ich finde, dass man das sehr deutlich erlaeutern muss. Wilders hat das bis jetzt nicht getan."

    Und weiter:

    "Die Botschaft, die Wilders in den letzten Jahren verbreitete, hat eine bestimmte Sphaere, ein bestimmtes Klima, eine Endzeitstimmung, eine Fuenf-vor-Zwoelf-Stimmung. Darueber spricht Wilders nicht in seiner Erklaerung." "Diese Stimmung sorgt dafuer, dass Menschen an Loesungen ausserhalb der Politik denken, an gewalttaetige Loesungen. Das hat Wilders nicht gewollt, er wollte auch niemanden zum Mord anstiften, aber es ist dennoch passiert. Davon muss man sich sehr wohl distanzieren. Man muss sagen, dass man seine Ziele sehr wohl auch mit politischen Mitteln erreicht. Und dass man das jetzt auch tun werde."

    Quelle: http://nos.nl/artikel/259288-wilders...r-breivik.html

    Was spricht dagegen, das Ereignis von Olso in ANGEMESSENEN zeitlichen Abstand zu nutzen (nicht zu verwechseln mit "instrumentalisieren"), um ohne Vorverurteilung ernsthaft miteinander ins Gespräch zu kommen, statt alle multikultikritischen Äußerungen reflexartig abzuwürgen und somit Leute wie Wilders auf den Plan zu rufen? Genau das ist doch die Crux: Man will ihn nicht, unterlässt bzw. tut aber alles, was ihn stärkt.
    Das ist erstens undemokratisch, zweitens borniert, drittens dumm und überhaupt nicht sachdienlich. Um was genau geht es eigentlich, möchte man da fragen.

    Wir brauchen Politiker, die Wilders und neue Bücher von Sarrazin überflüssig machen. Die ist nicht in Sicht bzw. wird nicht deutlich - das wird in der ganzen Debatte gern übersehen.
  9. #218

    ===

    Zitat von yilderim Beitrag anzeigen
    Pim Fortuyn "wagte" es Kritik am Koran zu üben und wurde darauf von einem Linksextremen ermordet, der nach eigener Aussage die "Moslems schützen wollte".

    Was wollen Sie damit beweisen? Daß auch Linke morden? Oder daß damals die linke Hetze gegen Pim Fortuyn das Klima für den Mord erst ermöglicht hat?
    Lesen Sie bitte meinen Beitrag bitte von oben nach unten. Dann sind Ihre Fragen beantwortet. Oder Sie sollten sich selbst einiges fragen.
  10. #219

    Märtyrer

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Den "rechten Kontext" für die Tat verantwortlich zu machen ist müßig und seinerseits populistisch - linkspopulistisch. ... Wer sie politisch bekämpfen will, muß die intellektuelle Auseinandersetzung mit ihr und ihrem Wählern suchen. Mit permanenter Diffamierung ist das nicht getan, damit schafft man nur "Märtyrer".
    "Märtyrer"? "Kreuzzügler"?

    Das ist aber schon sehr mittelalterlich, nicht? Und ich fürchte, damit steckt man sich auch zuviel der Ehre an die rechte Brust.
    Damals ritt der "Kreuzzügler" noch nach Jerusalem, um mit dem Schwert oder der Faust dem Muselmann eins überzubraten. Und der schlug zurück.

    Der moderne "Kreuzzügler" lässt sich im Taxi zu einer Sommerfreizeit bringen, um wehrlose Kinder in Badehosen mit DumDum-Geschossen abzuschiessen.

    Kreuzzügler? Das sind mir die Richtigen!

    Ich sehe schon den nächsten unverstandenen rechten "Märtyrer" (Hat dem armen Mann ja schließlich keiner zugehört) zur Verteidigung des Abendlandes schreiten - nein, vielleicht lässt sich der Nächste ja direkt im SUV von seiner Mama zum Ort des Massakers kutschieren: ein nettes Café mit tortenessenden Omas eines humanistischen Häkelclubs, die zur Erweckung der Freien Welt niedergestreckt werden müssen.








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